Profilbild von xbooksaremypassion

xbooksaremypassion

Lesejury Star
offline

xbooksaremypassion ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit xbooksaremypassion über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.07.2022

Perfekt auf eine absolut unperfekte Weise

Vielleicht irgendwann (Vielleicht-Trilogie, Band 3)
0

"Sarkastisch, nicht auf den Mund gefallen, einen Hauch zu schlagfertig. Und sehr wahrscheinlich mit dem Gott der Unterwelt im Bunde" ~ Henning

Was hier nach einer nicht schmeichelhaften Beschreibung ...

"Sarkastisch, nicht auf den Mund gefallen, einen Hauch zu schlagfertig. Und sehr wahrscheinlich mit dem Gott der Unterwelt im Bunde" ~ Henning

Was hier nach einer nicht schmeichelhaften Beschreibung klingt, ist definitiv als Kompliment zu sehen. Wie das sein kann? Ganz einfach! Dieser Vergleich passt zu 100 Prozent zu Karla, denn sie ist ein waschechter Wirbelwind, der anderen Leuten gern mal über den Mund fährt. Gleichzeitig hat sie aber auch eine sehr sensible Seite, welche ich bei ihr anhand der Situationen aus den vorherigen Bänden, in denen ich etwas Zeit mit ihr verbringen durfte, nicht erwartet hatte und mich auf persönliche Art und Weise sehr berührt hat. Carolin hat hier ein weiteres Mal gezeigt, dass der erste Eindruck oft trügt, da Menschen nur selbst alles von sich preisgeben. Dass es sich dennoch lohnt, immer hinter die Fassade zu blicken, musste auch Karla erstmal lernen, als sie Henning, den umschwärmten Formel 2 Fahrer und bekannten Bad Boy des Sports persönlich kennenlernt. Was mich sofort von den beiden überzeugt hat, war die Spannung, die in der Luft war, wann immer die beiden aufeinander trafen. Und ja, ihr werdet euch jetzt zurecht fragen "Ist das nicht immer so bei New Adult bzw. vor allem bei Enemies to Lovers" und ja, ich muss zugeben, ihr habt schon grundsätzlich Recht. Was hier anders ist? Zum ersten waren es keine sexuell aufgeladenen Funken zwischen ihnen, sondern mehr so, als würden sie sich gegenseitig herausfordern wollen und dieses Geplänkel genießen; zum zweiten ist es nicht wirklich Enemies to Lovers bei den beiden, sondern mehr eine Geschichte, wie sie im echten Leben hätte spielen können: von Strangers zu Fake Couple zu Strangers und an dieser Stelle möchte ich jetzt nicht vergreifen, sondern euch einfach raten, es selbst herauszufinden und vor allem, euch von der Formel 2 Thematik nicht abschrecken zu lassen, denn auch als Laie fiebert man letztendlich irgendwie doch mit! Ich vergebe 5/5 🌟

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2022

Ein Buch, das von außen und innen gleich schön ist!

Regenglanz
0

"Tja, ich habe da eine interessante Information für dich: die Nadel, mit der die Tinte unter die Haut gestochen wird, befindet sich nicht zwischen den Beinen" ~ Alissa

Allein mit diesem Satz habt ihr ...

"Tja, ich habe da eine interessante Information für dich: die Nadel, mit der die Tinte unter die Haut gestochen wird, befindet sich nicht zwischen den Beinen" ~ Alissa

Allein mit diesem Satz habt ihr schon einen guten Einblick in den Schreibstil des Buches bekommen, auch wenn er noch längst nicht alle Facetten zeigt: das Buch kann sowohl romantisch als auch dramatisch & traurig sein, aber auch der Humor kommt nicht zu kurz, was bei mir dazu geführt hat, dass all die Dinge, die ich eigentlich hätte erledigen wollen, liegen geblieben sind, weil ich lieber Regenglanz an einem Stück weggelesen habe. Dazu kommt, dass ich Alissa sehr liebe, da sie als Protagonistin mit vielen Klischees bricht: sie ist tätowiert, hat bunte Haare und ist absolut nicht auf den Mund gefallen. Trotzdem hat sie aber auch nicht diese Bad Girl Vibes, wo man sofort das Gefühl bekommt, das jetzt aus irgendeiner Ecke der Good Guy kriechen wird, um sie zu bekehren. Nein, der erste Eindruck trügt hier etwas - Alissa ist erfrischend und in mancher Hinsicht wohl sehr keck, hat aber durchaus auch eine weiche Seite, die man erst etwas später kennenlernt. Spätestens dann wird auch jedem klar, warum sie und Simon eigentlich perfekt harmonieren würden, wenn es da nicht dieses eine Hindernis geben würde, das die Beziehung der beiden unendlich kompliziert macht und die Geschichte mit einer gewissen Portion Drama krönt ... mehr möchte ich auch nicht vorweg nehmen, sondern euch einfach raten, es selbst herauszufinden. Selbst Buchtitel und Cover sind nicht einfach so gewählt, sondern haben eine richtige Bedeutung, deren Hindergrund ich sehr schön fand. Gerade deshalb hätte ich mir gewünscht, dass diesem Bezug noch mehr Raum gegeben worden wäre. Ich vergebe 5/5 🌟

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2022

Weil Rockstars eben nicht immer oberflächlich sind

Maybe-Reihe / Maybe Forever
0

"Es gibt leichte Zeiten und die, die Arbeit bedeuten. Das eine ohne das andere gibt es nicht." ~ Shawn

Joyce und Jake, Jake und Joyce. Ein Paar, bei dem ich in den vorigen Büchern schon den Eindruck ...

"Es gibt leichte Zeiten und die, die Arbeit bedeuten. Das eine ohne das andere gibt es nicht." ~ Shawn

Joyce und Jake, Jake und Joyce. Ein Paar, bei dem ich in den vorigen Büchern schon den Eindruck hatte, dass die beiden matchen könnten. Aber eine Geschichte wie diese hatte ich dabei nicht erwartet. Maybe Forever ist deutlich tiefgründiger als die anderen Maybe-Bücher und geht etwas weg von der typischen Rockstarromance, da mehr das Wohl der Seele als das Rockstarleben an sich im Vordergrund steht, was natürlich auf Jake beruht. Jake, den wir als verschlossenen und brummeligen Charakter kennenlernen durften - jemand, der nicht viel preisgibt und niemanden an sich ranlässt. Und dann war da Joyce, die es irgendwie geschafft hat, sein Muster zu durchbrechen und ihn aus seinem Schneckenhaus zu locken. Doch damit war es bei Jake nicht getan: Es gab zwischen den beiden zwar einiges an hin und her, aber im Gegensatz zu anderen Büchern hat mich das hier nicht gestört, sondern ich hätte es sogar vermisst, wenn es nicht so gewesen wäre. Warum? Weil es zeigt, dass psychische Probleme nicht auf einmal verschwinden, nur weil man sich verliebt hat. Weil die Liebe den Weg zwar leichter machen kann, aber per se kein Heilungsmittel ist. Und genau das zeigt die Geschichte der beiden: auch wenn Gefühle vorhanden sind, braucht es oft noch ein hohes Maß an Mut, sich diese einzugestehen, den Schritt zu wagen und zu akzeptieren, dass es auch Rückschritte geben wird, weil das Leben eben kein Bilderbuch ist. Ich vergebe 5/5 🌟

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2022

Ein wunderschönes Buch mit ganz viel Gefühl

What if we Drown
0

"Vielleicht, ganz vielleicht war alles wirklich nur eine Frage der Perspektive [...] Zeit, eine neue zuzulassen" ~ Laurie

Ich möchte das Buch mal so beschreiben: What if we drown - eine Geschichte über ...

"Vielleicht, ganz vielleicht war alles wirklich nur eine Frage der Perspektive [...] Zeit, eine neue zuzulassen" ~ Laurie

Ich möchte das Buch mal so beschreiben: What if we drown - eine Geschichte über Liebe, Schmerz, Vertrauen und die Hoffnung, endlich das zu finden, was einen glücklich macht. Und auch, wenn ich mir eigentlich sicher bin, die wichtigsten Punkte hiermit zusammengefasst zu haben, werden die Worte dem Buch nicht gerecht. Denn es ist nicht nur Liebe und Schmerz, sondern Liebe, die aus Schmerz entstanden ist und aber auch wieder zu Schmerz führt, gleichzeitig hilft aber auch genau diese Liebe dabei, einen schweren Verlust zu verarbeiten. Ihr merkt schon, es ist schwierig, meine Gefühle für diese Geschichte in Worte zu verpacken. Aber versuchen wir es doch mal so: Mit Laurie und Sam hat Sarah Sprinz zwei Charaktere geschaffen, die mich seit langem mal wieder richtig berührt haben und denen ich ihre Gefühle zu 100 Prozent abgekauft hatte. Ich hatte sogar fast einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen, was für mich als jemand, der sich Szenen eigentlich nie bildlich vorstellt, definitiv etwas Besonderes ist. Ich kann auch gar nicht genau sagen, was dazu geführt hat, dass ich mich so in die beiden verliebt habe - der Funken ist einfach ab Seite 1 übergesprungen! Nachdem ich jetzt aber so viel über Sam und Laurie gesprochen habe, möchte ich noch über die vielen anderen Dinge reden, die für mich ein Wohlfühlbuch daraus gemacht haben: da hätten wir erstmal die Stimmung in der WG, bei der mich vor allem Emmett als der perfekte Mitbewohner und Seelentröster für sich gewonnen hat. Hope mochte ich zwar auch, verglichen mit Emmett ist sie mir aber zu blass geblieben, da sie deutlich weniger Zeit mit Laurie verbringt und ich sie dadurch noch nicht wirklich kennenlernen konnte (hier hoffe ich aber stark auf die weiteren Bände der Trilogie!). Mindestens genauso toll fand ich aber die Freundschaft zu Amber, weil mir dadurch wieder bewusst geworden ist, dass wahre Freundschaft auch über große Entfernungen halten kann und wie glücklich ich mich schätzen kann, meine Freunde hier um mich zu haben. Aber auch abgesehen von den Menschen an sich wäre ich gerne in das Buch geklettert, allein schon, um mal den Campus live zu erleben oder die Clique beim Kiten zu begleiten - Kanada ist nun definitiv ein Teil meiner Reise-Bucketlist! Ich vergebe klare 5/5 🌟

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2022

Eine Liebesgeschichte für alle, die sich in ihrem Körper nicht zuhause fühlen

The Sky in your Eyes
0

In ein paar Rezensionen wurde kritisiert, dass Elins Verhalten nicht besonders reif wäre. Ganz objektiv gesehen mag das stimmen, aber als jemand, dem ihre Dämonen nicht ganz fremd sind, kann ich nur sagen: ...

In ein paar Rezensionen wurde kritisiert, dass Elins Verhalten nicht besonders reif wäre. Ganz objektiv gesehen mag das stimmen, aber als jemand, dem ihre Dämonen nicht ganz fremd sind, kann ich nur sagen: sie handelt vielleicht nicht logisch, aber echt!In vielen Situationen hätte ich genau dasselbe gemacht, obwohl mir natürlich bewusst ist, dass es anders besser wäre. Aber wer verhält sich schon ideal? Ihre Gedanken für mich so schmerzhaft authentisch, dass ich den Eindruck hatte, Kira muss hier fast Own-Voice Erfahrungen miteingebracht haben, weil sie auf eine reale Weise gezeigt hat, wie das Leben für Frauen, die nicht dem gesellschaftlichen Idealbild entsprechen, oft aussieht: Gedankenkarussells über das eigene Verhalten und wie andere Leute einen wahrnehmen, das Gefühl, nie gut genug zu sein, dumme Sprüche und vor allem ganz viele Kommentare, die oberflächlich gesehen ganz nett klingen mögen, aber tief in das eigene Selbstbewusstsein einschneiden. Als Elin Jon kennenlernt, hat sie große Probleme damit, sich ihm zu öffnen, doch ich konnte sofort merken, wie gut er ihr tut, weil er keine Erwartungen stellt, sondern ihr dabei hilft, ihre Wunden selbst zu heilen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere