Profilbild von regenbogen

regenbogen

Lesejury Star
offline

regenbogen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit regenbogen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2022

Ein gelungener Auftakt

Die Frauen vom Reichstag: Stimmen der Freiheit
0

„Die Frauen vom Reichstag“ ist der Auftakt einer Trilogie aus der Feder von Micaela A. Gabriel (vielen von uns auch bekannt als Micale Jary und Michelle Marly), in der starke, selbstbewusste Frauen, die ...

„Die Frauen vom Reichstag“ ist der Auftakt einer Trilogie aus der Feder von Micaela A. Gabriel (vielen von uns auch bekannt als Micale Jary und Michelle Marly), in der starke, selbstbewusste Frauen, die sich für die Recht von Benachteiligten einsetzen, im Mittelpunkt stehen. Die Protagonistin der ersten Geschichte ist Marlene von Runstedt.
Der Inhalt: Berlin, 1918: Mit dem Frauenwahlrecht erfüllt sich für die Juristin Marlene von Runstedt ein Lebenstraum. Endlich wird ihre Stimme gehört, endlich kann sie etwas bewegen! Ermutigt von ihrem Vater, einem Rechtsprofessor, tritt sie der neu gegründeten liberalen DDP bei – ein großer Schritt für eine Frau. Mitten in die Aufbruchsstimmung platzt Justus von Ostwald, dem Marlene vor Jahren das Herz gebrochen hat. Dennoch sind sie sich nach wie vor innig verbunden – auch Justus Beziehung zu der Schauspielerin Sonja Grawitz, Marlenes Jugendfreundin und nunmehr politische Widersacherin, ändert nichts daran. Marlenes Ambitionen vermischen sich immer mehr mit ihrer Zuneigung zu dem schnittigen Offizier. Und während der Wahlkampf der Frauen Fahrt aufnimmt, kämpft Marlene nicht nur politisch sondern auch privat um ihr Glück.
Ein äußerst gelungener Auftakt, der mich in eine völlig andere Welt versetzt hat. Vor meinem inneren Auge läuft die ganze spannende Geschichte, die uns 100 Jahre zurückversetzt, wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Durch die tollen Informationen und Berichte wird längst vergangene Geschichte wieder lebendig. Wir lernen eine starke, mutige und selbstbewusste junge Frau kennen, die genau weiß, was sie will, nämlich einen Sitz im Reichstag. Doch bis Marlene das erreicht, ist es ein harter steiniger Weg. Wir bekommen auch einen Rückblick in Marlenes Schulzeit, ihre Freundinnen und ihr Leben, das auch von Schicksalsschlägen geprägt war. Doch Unterstützung fand sie stets bei ihrem Vater. Außerdem lernen wir ihre Jugendfreundin Sonja kennen, die aus eher einfachen Verhältnissen stammt und die ihr Herz an Justus von Ostwald verloren hat. Doch auch Marlene versteht sich noch immer blendend mit ihrem Jugendfreund. Für wen wird sich Justus wohl entscheiden? Voller Emotionen habe ich dem Ende der Geschichte entgegengefiebert.
Ein unterhaltsamer und spannender Roman, der mich bewegt hat. Ein ganz besonderes Lesevergnügen, für das ich sehr gerne 5 Sterne vergebe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2022

Eine gefühlvolle Geschichte

Der Geschichtenbäcker
0

Dies war mein erstes Buch von dem Spiegelbestsellerautor Carsten Henn. Und ich muss sagen, der Autor hat einen neuen Fan. Mich hat der „Geschichtenbäcker“ wirklich sehr beeindruckt.
Der Inhalt: Brot backen ...

Dies war mein erstes Buch von dem Spiegelbestsellerautor Carsten Henn. Und ich muss sagen, der Autor hat einen neuen Fan. Mich hat der „Geschichtenbäcker“ wirklich sehr beeindruckt.
Der Inhalt: Brot backen ist fast wie ein Tanz. Teig wird rhythmisch geknetet, die Drehung der Hände, der Schwung der Hüfte geben ihm Geschmeidigkeit. Fasziniert beobachtet die ehemalige Tänzerin Sofie den italienischen Bäcker Giacomo bei seiner Arbeit. Eigentlich wollte sie den Aushilfsjob in der Dorfbackstube gleich wieder kündigen. Zu sehr hat das Ende ihrer Karriere ihr Leben aus der Bahn geworfen. Wer ist sie, wenn sie nicht tanzt? Doch überraschend findet Sofie in der kleinen Bäckerei viel mehr als nur eine Beschäftigung: die Weisheit eines einfachen Mannes, das Glück der kleinen Dinge und den Mut zur Veränderung.
Was für eine tolle, berührende Lektüre. Der Schreibstil des Autors ist etwas ganz Besonderes und schon nach dem Lesen der ersten Zeilen bin ich total in die Geschichte eingetaucht. Ich sehe Sofie, eine äußerst liebenswerte Protagonistin, die durch einen Schicksalsschlag völlig aus der Bahn geworfen wurde. Ihr Schmerz und ihre Verzweiflung, nicht mehr als Balletttänzerin auf der Bühne zu stehen, sind förmlich zu spüren. Ich fühle und leide mit ihr, denn sie hat alles verloren – so meint sie – was ihrem Leben einen Sinn gegeben hat. Und ihr Mann darf seinen Traum weiterleben, doch für Sofie stellt sich die Frage, ob in seinem Leben in dem auch Musik und Tanz eine große Rolle spielen, noch Platz für sie ist. Und dann, aus einer Not heraus, lernt sie den Bäcker Giacomo kennen. Ich habe den Duft seiner leckeren Brote förmlich in der Nase und die kleine Bäckerei erwacht vor meinem inneren Auge zum Leben. Es ist interessant zu beobachten, was die Arbeit bei Giacomo aus Sofie macht und ihre Veränderung und ihre neue Sicht auf das Leben sind förmlich zu spüren. Doch findet Sofie in ihrem neuen Leben die Erfüllung die sie sich wünscht? Mit großer Spannung habe ich diese, voller Emotionen geladene Lektüre, verschlungen.
Für mich ein herausragendes Lesevergnügen, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe. Übrigens ist das Cover auch ein echter Hingucker. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre, mit der ich Traumlesestunden verbracht habe, 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.04.2022

Eine tolle Unterhaltungslektüre

Das Herz im Wald, die Füße im Sand
0

In ihrem neuen Roman entführt uns die Autorin Jule Böhm nach Ostfriesland und hier lerne ich wunderbare Menschen und ihre Geschichten kennen.
Der Inhalt: Das Rascheln der Blätter, die in sanftes Licht ...

In ihrem neuen Roman entführt uns die Autorin Jule Böhm nach Ostfriesland und hier lerne ich wunderbare Menschen und ihre Geschichten kennen.
Der Inhalt: Das Rascheln der Blätter, die in sanftes Licht getauchten Bäume und das Rauschen des Meeres. Als Ella in ihre Heimatstadt an der ostfriesischen Küste zurückkehrt, um eine Vertretungsstelle als Försterin anzunehmen, verzaubert die idyllische Landschaft sie erneut. Aber wieder in Ostfriesland muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen und endlich wichtige Entscheidungen treffen, die ihr Familienerbe betreffen. Der attraktive Clemens, auf dessen Gutshof sie ein Haus gemietet hat, macht alles noch komplizierter. Er weckt eine tiefe Sehnsucht nach Zweisamkeit in ihr – vielleicht ist sie doch bereit, Wurzeln zu schlagen. Ist sie mutig genug, das Glück mit beiden Händen zu greifen?
Wenn ich die Augen schließe, habe ich wunderbare Bilder vor einem inneren Auge und die unterhaltsame Geschichte läuft wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Schon nach dem Lesen der ersten Zeilen überfällt auch mich eine gewisse Sehnsucht, diesen Landstrich einmal kennenzulernen. Ich spüre förmlich den Wind auf meiner Haut, staune über den strahlend blauen Himmel und genieße die endlosen Strandspaziergänge. Einfach traumhaft. Und dann lerne ich ja auch noch eine liebenswerte Protagonistin kennen, die im Moment noch ihren Platz im Leben sucht. Durch ihren Beruf ist sie etwas rastlos, denn sie wird immer dort als Försterin eingesetzt, wo Not am Mann ist.
Aber in ihrer alten Heimat erwarten sie einige Herausforderungen und Ella muss sich endlich darüber klar werden, was sie will. Beim Lesen ist aber dann auch ihre Verbundenheit zu ihrer Heimat zu spüren. Und dann kommt ja auch noch die Liebe ins Spiel, die alles nicht einfacher macht. Hier auf dem Gutshof bei Clemens und seiner Familie habe auch ich mich pudelwohl gefühlt. Doch Ella ist hin und hergerissen und voller Spannung habe ich dem Ende des Buches entgegengefiebert.
Ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite total begeistert hat. Gerne vergebe ich für dieses Lesevergnügen der Extraklasse 5 Sterne. Übrigens, das Cover ist auch zauberhaft und ein echter Hingucker.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.04.2022

Einfach köstlich

Man muss sich nur trauen (Die Online-Omi 16)
0

Auf das neue Buch von Renate Bergmann, der allseits bekannten Online Oma habe ich mich riesig gefreut. Hinter Renate Bergmann steckt ja, wie die Fans wissen, Torsten Rohde, dessen Twitter-Account ...

Auf das neue Buch von Renate Bergmann, der allseits bekannten Online Oma habe ich mich riesig gefreut. Hinter Renate Bergmann steckt ja, wie die Fans wissen, Torsten Rohde, dessen Twitter-Account @RenateBergmann sich zu einem Internet-Phänomen entwickelt hat. Neuerding schreibt er auch unter dem Namen Günther Habicht. Aber nun wieder zu Renate, die ja die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt.
Der Inhalt: Jetzt wird endlich ja gesagt! Renates beste Freundin Gertrud heiratet! Kaum zu glauben, was es da alles zu tun gibt! Die Hochzeitssuite ist reserviert, an die Heizdecke und den Duschhocker habe ich die Hausdame erinnert, und das Büffet ist bestellt. Es sollte eigentlich alles klappen. Hoffentlich versucht Gunter nicht, Gertrud über die Schwelle zu heben. Wisse Se, sie hat ein paar Polster auf den Hüften, und Gunter hat die Bandscheiben frisch zusammengetackert. Da geht man besser kein Risiko ein.“ Renate packt Taschentücher und Reis ein und bringt ihre beste Freundin Gertrud unter die Haube.
Was für eine tolle Unterhaltungslektüre. Wenn Renate anfängt zu erzählen, da bleibt einfach kein Auge trocken. Ich habe jetzt noch ein Dauergrinsen im Gesicht und dafür sorgt auch der herrliche Schreibstil des Autors. Ich liebe ja den Dialekt von der Online-Oma. Es ist aber einfach auch zu göttlich, wenn man ihrer Erzählungen folgt und dabei tauchen die wunderbarsten Bilder vor meinem inneren Auge auf. Es ist unfassbar was im Vorfeld alles passiert und welche Gedanken sich Renate macht, dass der schönste Tag im Leben ihrer Freundin unvergesslich wird. Und Erfahrung hat Renate, die ja bereits viermal verheiratet war, genug. Man darf sich wirklich auf jede Menge Hochzeitspaß freuen. Ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch, das mir wunderbare unterhaltsame Lesestunden beschert hat. Natürlich vergebe ich für dieses Lesevergnügen der Extraklasse gerne 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2022

Eine bewegende Lektüre

Die Engel von Berlin
0

„Die Engel von Berlin“ aus der Feder der Autorin Hanna Lucas (das Pseudonym einer Spiegel-Bestsellerautorin) ist ein berührender und unter die Haut gehender Roman, der uns ins Berlin der 30er- und 40er-Jahre ...

„Die Engel von Berlin“ aus der Feder der Autorin Hanna Lucas (das Pseudonym einer Spiegel-Bestsellerautorin) ist ein berührender und unter die Haut gehender Roman, der uns ins Berlin der 30er- und 40er-Jahre entführt.
Der Inhalt: 1931: Für die lebenslustige Martha aus London ist Berlin eine faszinierende Stadt. Die häusliche Annegret lernt die Engländerin am Alexanderplatz kennen, mit ihr soll sie eine Gruppe junger Pfadfinderinnen im Grunewald leiten. Obwohl die beiden Frauen kaum unterschiedlicher sein könnten, entsteht eine tiefe Freundschaft, die durch den Krieg und Annegrets Mann auf eine harte Probe gestellt wird. Während Annegret Kinder vor der Deportation zu retten versucht, unternimmt Martha in London alles, um ihrer Freundin zu helfen. Aber dann nehmen die Luftangriffe der Deutschen auf London zu und damit ändert sich die Sicht vieler Engländer.
Voller Schuldgefühle, nicht mehr getan zu haben, kehrt Martha 1945 aus London ins zerstörte Berlin zurück, will helfen, diese Stadt wieder aufzubauen. Dabei sucht sie nicht nur nach ihrer verschollenen Freundin, sondern auch nach der einen Liebe, die sie über all die Jahre nicht vergessen konnte.
Wow! Für mich ein einfühlsamer, berührender Roman, der mich auch jetzt noch, nach Beendigung der Lektüre, beschäftigt und aufwühlt. Schon beim Lesen des Prologs hatte ich ein Gänsehautfeeling. Wenn diese geschichtlichen Ereignisse auch schon so lange zurückliegen, so sind sie vor meinem inneren Auge sofort wieder lebendig geworden. Und das Leid und das Elend der Menschen sind förmlich zu spüren. Zusammen mit Laura machen wir eine bewegende Reise in die Vergangenheit, in der zwei wunderbare, für mich außergewöhnliche und ganz besondere Menschen die Hauptrolle spielen. Dies sind Martha aus London und Annegret aus Berlin. Gemeinsam führen sie in ihrer Jugend ein Pfadfinderlager. Und die Freundschaft die in während dieser Zeit entsteht ist wirklich etwas ganz besonderes. Zwei mutige Frauen, die ihr Leben für andere riskiert haben. Die Autorin hat wirklich einen tollen Schreibstil, der die Geschichte vor meinem inneren Auge zum Leben erwachen lässt. Ich habe Martha und Annegret ein ganzes Stück auf ihrem bewegenden Lebensweg begleitet und hatte beim Lesen oft Tränen in den Augen, so sehr ging mir ihr Schicksal unter die Haut. Auch meine Eltern haben den 2. Weltkrieg als Kinder erlebt und daher geht mir diese Geschichte wirklich besonders nahe.
Für mich ein absolutes Lesehighlight, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe.
Ich habe berührende, gefühlvolle und bewegende Lesestunden mit der Traumlektüre verbracht.
Selbstverständlich vergebe ich für dieses Lesevergnügen der Extraklasse 5 Sterne. Auch das tolle Cover passt wunderbar zur Geschichte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere