Ich fürchte mich nicht von Tahereh Mafi
Ich fürchte mich nichtJuliette wurde eingesperrt, da sie versehentlich einen kleinen Jungen getötet hat. Eigentlich wollte sie ihm nur helfen, doch die Berührung von Juliettes Haut ist tödlich. Seit ihrer Kindheit wird sie ...
Juliette wurde eingesperrt, da sie versehentlich einen kleinen Jungen getötet hat. Eigentlich wollte sie ihm nur helfen, doch die Berührung von Juliettes Haut ist tödlich. Seit ihrer Kindheit wird sie deswegen gemieden und verachtet. Als Adam in ihre Zelle gesperrt wird erfährt sie, wie sich die Welt verändert hat und dass die aktuelle Regierung Juliette als Waffe benötigt, um in einer beinahe zerstörten Welt wieder Ordnung zu schaffen. Juliette tut alles, um den Fängen der neuen Regierung zu entkommen und so beginnt ein Kampf nicht nur für sich selbst, sondern für so viele andere Menschen in dieser zerstörten Welt.
Ich nehme es schon einmal vornweg: Es folgt eine Lobeshymne und eine Liebeserklärung an ein Buch, das mich überzeugt hat, weil es anders ist! „Ich fürchte mich nicht“ hat mich überrascht, meine Erwartungen bei weitem übertroffen und es war definitiv ein Monatshighlight. Es ist schon lange her, dass ich diese Dystopie das erste Mal gelesen habe und doch erinnere ich mich daran als wäre es gestern gewesen. Die poetische und gefühlvolle Schreibweise allein rechtfertigt in meinen Augen schon eine hohe Bewertung. Doch auch die Geschichte hat mich überzeugt, denn sie ist anders, spannend und an vielen Stellen auch verstörend. Der Schreibstil ist poetisch, tiefgreifend, nah und eindringlich und so hat es Tahereh Mafi geschafft mich bereits zu Beginn des Buches tief zu berühren. Juliette hat Gedanken, die sie nicht haben darf und nicht haben will, was die Autorin durch durchgestrichene Zeilen im Buch deutlich macht. Eine recht ungewöhnliche Herangehensweise, die ich hier aber als sehr passen empfunden habe. Besser hätte man die Gefühle nicht rüberbringen können. Das hat im Anschluss dazu geführt, dass ich mich unglaublich gut in die Protagonistin hineinversetzen konnte, was mir aufgrund der tiefgreifenden Gefühle mehr als einmal das Herz gebrochen hat. Ich bewundere Juliette dafür, dass sie trotz allem was sie erlebt hat, immer noch Stärke zeigen kann, das Gute im Menschen sieht und nicht aufgibt. Ein toller Auftakt zu einer starken Reihe.