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Veröffentlicht am 07.04.2023

Leben im Einklang mit der Natur

Glückstöchter - Einfach leben
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„Glückstöchter – Einfach leben“ ist Band 1 einer Trilogie der Autorin Stephanie Schuster. Im Mittelpunkt stehen Anna und Eva, zwei junge Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten leben, die aber eine Gemeinsamkeit ...

„Glückstöchter – Einfach leben“ ist Band 1 einer Trilogie der Autorin Stephanie Schuster. Im Mittelpunkt stehen Anna und Eva, zwei junge Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten leben, die aber eine Gemeinsamkeit teilen.
Romane, in deren Mittelpunkt starke Frauen stehen, lese ich sehr gerne und auch das Thema alternativer Lebensformen zu Beginn des 20. Jahrhunderts und in den 70er Jahren hat mich interessiert.
Allerdings hatte ich zunehmend Schwierigkeiten, mich in die Protagonistinnen hinein-zuversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen zu können. Teilweise fehlten mir, besonders beim Verhalten von Eva, Erklärungen bzw. ein roter Faden, an dem man ihre Entwicklung nachverfolgen kann. Dafür waren Alltagshandlungen wie z. B. ein Einkauf auf dem Markt sehr detailliert beschrieben, was wiederum unnötige Längen ergeben hat.
Vom letzten Viertel des Romans war ich zunächst sehr angetan, allerdings hat mich das doch sehr abrupte Ende eher enttäuscht und mit vielen Fragezeichen zurückgelassen. Für meinen Geschmack ist zu viel ungeklärt geblieben.
Obwohl mich das Buch neugierig auf den Fortgang von Annas und Evas Geschichte zurückgelassen hat bin ich mir nicht sicher, ob ich die Folgebände noch lesen werde. Bis zum Erscheinen des nächsten Bandes vergeht ja noch eine ganze Weile.
Allerdings hat mir der Schreibstil der Autorin gut gefallen und auch die, manchmal auch nur angerissene, Themenvielfalt.

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Veröffentlicht am 10.04.2022

Generationskonflikte

Zwischen Himmel und Meer
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Ich wähle Bücher auch sehr oft nach dem Cover aus, und auch bei diesem hat mir die abgebildete ländliche Idylle sehr gefallen, dazu noch kombiniert mit einer Familiengeschichte mit 3 Generationen starker ...

Ich wähle Bücher auch sehr oft nach dem Cover aus, und auch bei diesem hat mir die abgebildete ländliche Idylle sehr gefallen, dazu noch kombiniert mit einer Familiengeschichte mit 3 Generationen starker Frauen. Leider hat der Inhalt dann aber doch in vielen Punkten nicht dem Bild entsprochen, das das Cover vermittelt hat.
3 Frauen einer Familie – Großmutter, Tochter und Enkelin – stehen im Mittelpunkt des 1. Bandes der Jahreszeiten-Saga. Alle 3 haben zum Teil schon über viele Jahre Probleme miteinander und daher den Kontakt abgebrochen.
Dank des angenehmen Schreibstils lässt sich die Geschichte der Frauen flüssig lesen. Jedes Kapitel ist einer Person zugeordnet, so dass man zumindest einen kleinen Einblick in ihr bisheriges Leben bekommt. Allerdings gibt es auch einige Wiederholungen, die unnötige Längen verursachen. Ich bin leider mit keiner der drei Frauen so richtig warm geworden. Viele Entscheidungen und Handlungen waren für mich nicht nachvollziehbar.
Mir hat auch der Bezug zum „Frühling“ der Jahreszeiten-Saga gefehlt und vor allem zum Meer, denn das rauschte höchstens im Hintergrund.
Das Ende hat ja noch viele Fragen offen gelassen, aber ich bin mir (noch) nicht sicher, ob ich die Folgebände noch lesen werde.
Insgesamt ein Roman, der gut unterhält, meine Erwartungen aber nicht erfüllt hat.

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Veröffentlicht am 07.04.2022

Höhen und Tiefen einer Ehe

Weil ich dich liebe, deine Annie
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Als Annie eine Krebsdiagnose bekommt beschließt sie, Sam vorerst nicht einzuweihen. Stattdessen beginnt sie, für ihn einen Wegweiser für alle Eventualitäten des Lebens ohne sie zu schreiben.
Annie und ...

Als Annie eine Krebsdiagnose bekommt beschließt sie, Sam vorerst nicht einzuweihen. Stattdessen beginnt sie, für ihn einen Wegweiser für alle Eventualitäten des Lebens ohne sie zu schreiben.
Annie und Sam sind seit etlichen Jahren zusammen und haben schon so manche Höhen und Tiefen im Laufe ihres Lebens durchschritten. Zweifel, ob sie dies auch gemeinsam geschafft haben, sind mir allerdings im Laufe der Geschichte doch gekommen.
Ach, Annie, habe ich sehr oft gedacht, wenn ich sie aufgrund ihres für mich nicht nachvollziehbaren Verhaltens Sam gegenüber gerne mal durchgeschüttelt hätte. Aber auch Sam steht ihr mit seinem kindischen Verhalten in nichts nach. Beide Protagonisten haben mich Nerven gekostet, da ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen konnte. Unter Liebe verstehe ich auf jeden Fall etwas Anderes. Der Lichtblick in diesem Buch war für mich die Entwicklung von Ursula, die mich positiv überrascht hat.

Insgesamt guter Durchschnitt

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Veröffentlicht am 27.03.2022

Über Liebe und Verluste

Geschichte einer großen Liebe
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Nachdem ich schon so viel Gutes von Susanna Tamaros poetischem Schreibstil gehört hatte wollte ich mir endlich ein eigenes Bild machen. Im Roman „Geschichte einer großen Liebe“ erzählt sie von Andreas ...

Nachdem ich schon so viel Gutes von Susanna Tamaros poetischem Schreibstil gehört hatte wollte ich mir endlich ein eigenes Bild machen. Im Roman „Geschichte einer großen Liebe“ erzählt sie von Andreas und Ediths Weg zu einer Liebe, die über den Tod hinaus geht.
Susanna Tamaros Schreibstil ist wirklich wunderschön und hat mich von Beginn an begeistern können. Sie versteht es wirklich, mit ihrer Wortwahl zu berühren. Trotzdem habe ich mich mit dem Einstieg in die Geschichte etwas schwer getan. Zunächst habe ich die Erzählperspektive fälschlicherweise einer Frau zugeordnet, obwohl es Andrea ist, der hier rückblickend berichtet. Da er auf ein langes Leben zurückblickt gibt es natürlich jede Menge Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit, die mich teilweise verwirrt und so meinem Lesefluss gehemmt haben.
Andrea schildert in zahlreichen Ausschnitten die Höhen und Tiefen seines bewegten Lebens, in denen Edith mal kürzer und mal länger immer wieder eine Rolle spielt. Sein Gefühlsleben kann man dabei gut nachempfinden und auch seine Gedankengänge sind realistisch geschildert. Zu Edith dagegen habe ich keine Beziehung aufbauen können. Ihr sprunghaftes und mitunter sehr verletzendes Handeln habe ich als sehr anstrengend empfunden. Die „große Liebe“ habe ich ihr lange nicht abnehmen können.
Ein sehr melancholischer und emotionaler Roman über die Liebe und Verluste.

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Veröffentlicht am 06.02.2022

Abenteuerliche Entführung

Henry
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Henry, eigentlich Henriette, ist ein 12-jähriges junges Mädchen, das insbesondere zu seiner Mutter ein sehr gespanntes Verhältnis hat.

Als eines Tages ein junger Mann den offenen Familienwagen samt Schlüssel ...

Henry, eigentlich Henriette, ist ein 12-jähriges junges Mädchen, das insbesondere zu seiner Mutter ein sehr gespanntes Verhältnis hat.

Als eines Tages ein junger Mann den offenen Familienwagen samt Schlüssel für eine Spritztour „ausleiht“, wird er auch zu Henrys Entführer, die auf dem Rücksitz schläft.

Zunächst total erschrocken wird Henry aber schnell klar, welche ungeahnten Möglichkeiten sich ihr hier bieten – vor allem die Aussicht auf Abenteuer und Freiheiten vom täglichen mütterlichen Reglement. Sie überzeugt Sven schließlich von einem gemeinsamen Roadtrip, auf den er auch noch seine Ex-Freundin Nadja mitnimmt.

Auch wenn der Roadtrip eigentlich nur eine kurze Fahrt ins Blaue zum Ferienhaus von Henrys Familie ist wachsen die drei zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammen und es passiert eine ganze Menge. Und genau damit hatte ich so meine kleinen Probleme.

Der Einstieg ist mir mühelos gelungen, und der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Zunächst hat mir die Geschichte auch gut gefallen, denn Henrys altkluge Art und ihre Begabung , erlogene Geschichten für Wahrheit zu verkaufen, waren schon irgendwie unterhaltsam. Allerdings standen ihr mit Sven und Nadja 2 Charaktere gegenüber, die sich ziemlich verantwortungslos verhalten haben sowohl in ihren Themen als auch ihren Taten, und mir damit die Leichtigkeit der Handlung genommen haben. Das Ende war mir dann auch viel zu unrealistisch und konstruiert.

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