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Veröffentlicht am 21.06.2023

Leichter Sommerroman mit Pariser Flair

Sommertage im Quartier Latin
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Da ich die „Fräulein Gold“-Reihe der Autorin Anne Stern liebe, war ich sehr gespannt auf ihren Roman unter dem Pseudonym Lily Martin.
Schon das Cover macht Lust auf Sommer in Frankreich. Lily ...

Da ich die „Fräulein Gold“-Reihe der Autorin Anne Stern liebe, war ich sehr gespannt auf ihren Roman unter dem Pseudonym Lily Martin.
Schon das Cover macht Lust auf Sommer in Frankreich. Lily Martins Protagonistin Lola kehrt nach Jahren nach Paris ins Quartier Latin zurück, um ihre verschwundene Großmutter zu suchen.
Lily Martin ist es gelungen, jede Menge Pariser Flair in die Kapitel zu packen. Das Kopfkino setzt sich sofort in Betrieb und man folgt Lola durch die Straßen ihres Stadtviertels, macht ein kleines Päuschen in einem Café oder genießt einfach die tolle Atmosphäre.
Leider hat mich die Handlung an sich nicht wirklich mitgerissen. Lola wirkte auf mich für ihr Alter ziemlich unreif und zeitweise habe ich mich recht schwer getan mit dem Weiterlesen.
Wer einen leichten Sommerroman sucht und/oder Paris liebt wird mit diesem Roman aber gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 07.04.2023

Leben im Einklang mit der Natur

Glückstöchter - Einfach leben
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„Glückstöchter – Einfach leben“ ist Band 1 einer Trilogie der Autorin Stephanie Schuster. Im Mittelpunkt stehen Anna und Eva, zwei junge Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten leben, die aber eine Gemeinsamkeit ...

„Glückstöchter – Einfach leben“ ist Band 1 einer Trilogie der Autorin Stephanie Schuster. Im Mittelpunkt stehen Anna und Eva, zwei junge Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten leben, die aber eine Gemeinsamkeit teilen.
Romane, in deren Mittelpunkt starke Frauen stehen, lese ich sehr gerne und auch das Thema alternativer Lebensformen zu Beginn des 20. Jahrhunderts und in den 70er Jahren hat mich interessiert.
Allerdings hatte ich zunehmend Schwierigkeiten, mich in die Protagonistinnen hinein-zuversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen zu können. Teilweise fehlten mir, besonders beim Verhalten von Eva, Erklärungen bzw. ein roter Faden, an dem man ihre Entwicklung nachverfolgen kann. Dafür waren Alltagshandlungen wie z. B. ein Einkauf auf dem Markt sehr detailliert beschrieben, was wiederum unnötige Längen ergeben hat.
Vom letzten Viertel des Romans war ich zunächst sehr angetan, allerdings hat mich das doch sehr abrupte Ende eher enttäuscht und mit vielen Fragezeichen zurückgelassen. Für meinen Geschmack ist zu viel ungeklärt geblieben.
Obwohl mich das Buch neugierig auf den Fortgang von Annas und Evas Geschichte zurückgelassen hat bin ich mir nicht sicher, ob ich die Folgebände noch lesen werde. Bis zum Erscheinen des nächsten Bandes vergeht ja noch eine ganze Weile.
Allerdings hat mir der Schreibstil der Autorin gut gefallen und auch die, manchmal auch nur angerissene, Themenvielfalt.

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Veröffentlicht am 10.04.2022

Generationskonflikte

Zwischen Himmel und Meer
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Ich wähle Bücher auch sehr oft nach dem Cover aus, und auch bei diesem hat mir die abgebildete ländliche Idylle sehr gefallen, dazu noch kombiniert mit einer Familiengeschichte mit 3 Generationen starker ...

Ich wähle Bücher auch sehr oft nach dem Cover aus, und auch bei diesem hat mir die abgebildete ländliche Idylle sehr gefallen, dazu noch kombiniert mit einer Familiengeschichte mit 3 Generationen starker Frauen. Leider hat der Inhalt dann aber doch in vielen Punkten nicht dem Bild entsprochen, das das Cover vermittelt hat.
3 Frauen einer Familie – Großmutter, Tochter und Enkelin – stehen im Mittelpunkt des 1. Bandes der Jahreszeiten-Saga. Alle 3 haben zum Teil schon über viele Jahre Probleme miteinander und daher den Kontakt abgebrochen.
Dank des angenehmen Schreibstils lässt sich die Geschichte der Frauen flüssig lesen. Jedes Kapitel ist einer Person zugeordnet, so dass man zumindest einen kleinen Einblick in ihr bisheriges Leben bekommt. Allerdings gibt es auch einige Wiederholungen, die unnötige Längen verursachen. Ich bin leider mit keiner der drei Frauen so richtig warm geworden. Viele Entscheidungen und Handlungen waren für mich nicht nachvollziehbar.
Mir hat auch der Bezug zum „Frühling“ der Jahreszeiten-Saga gefehlt und vor allem zum Meer, denn das rauschte höchstens im Hintergrund.
Das Ende hat ja noch viele Fragen offen gelassen, aber ich bin mir (noch) nicht sicher, ob ich die Folgebände noch lesen werde.
Insgesamt ein Roman, der gut unterhält, meine Erwartungen aber nicht erfüllt hat.

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Veröffentlicht am 07.04.2022

Höhen und Tiefen einer Ehe

Weil ich dich liebe, deine Annie
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Als Annie eine Krebsdiagnose bekommt beschließt sie, Sam vorerst nicht einzuweihen. Stattdessen beginnt sie, für ihn einen Wegweiser für alle Eventualitäten des Lebens ohne sie zu schreiben.
Annie und ...

Als Annie eine Krebsdiagnose bekommt beschließt sie, Sam vorerst nicht einzuweihen. Stattdessen beginnt sie, für ihn einen Wegweiser für alle Eventualitäten des Lebens ohne sie zu schreiben.
Annie und Sam sind seit etlichen Jahren zusammen und haben schon so manche Höhen und Tiefen im Laufe ihres Lebens durchschritten. Zweifel, ob sie dies auch gemeinsam geschafft haben, sind mir allerdings im Laufe der Geschichte doch gekommen.
Ach, Annie, habe ich sehr oft gedacht, wenn ich sie aufgrund ihres für mich nicht nachvollziehbaren Verhaltens Sam gegenüber gerne mal durchgeschüttelt hätte. Aber auch Sam steht ihr mit seinem kindischen Verhalten in nichts nach. Beide Protagonisten haben mich Nerven gekostet, da ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen konnte. Unter Liebe verstehe ich auf jeden Fall etwas Anderes. Der Lichtblick in diesem Buch war für mich die Entwicklung von Ursula, die mich positiv überrascht hat.

Insgesamt guter Durchschnitt

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Veröffentlicht am 27.03.2022

Über Liebe und Verluste

Geschichte einer großen Liebe
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Nachdem ich schon so viel Gutes von Susanna Tamaros poetischem Schreibstil gehört hatte wollte ich mir endlich ein eigenes Bild machen. Im Roman „Geschichte einer großen Liebe“ erzählt sie von Andreas ...

Nachdem ich schon so viel Gutes von Susanna Tamaros poetischem Schreibstil gehört hatte wollte ich mir endlich ein eigenes Bild machen. Im Roman „Geschichte einer großen Liebe“ erzählt sie von Andreas und Ediths Weg zu einer Liebe, die über den Tod hinaus geht.
Susanna Tamaros Schreibstil ist wirklich wunderschön und hat mich von Beginn an begeistern können. Sie versteht es wirklich, mit ihrer Wortwahl zu berühren. Trotzdem habe ich mich mit dem Einstieg in die Geschichte etwas schwer getan. Zunächst habe ich die Erzählperspektive fälschlicherweise einer Frau zugeordnet, obwohl es Andrea ist, der hier rückblickend berichtet. Da er auf ein langes Leben zurückblickt gibt es natürlich jede Menge Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit, die mich teilweise verwirrt und so meinem Lesefluss gehemmt haben.
Andrea schildert in zahlreichen Ausschnitten die Höhen und Tiefen seines bewegten Lebens, in denen Edith mal kürzer und mal länger immer wieder eine Rolle spielt. Sein Gefühlsleben kann man dabei gut nachempfinden und auch seine Gedankengänge sind realistisch geschildert. Zu Edith dagegen habe ich keine Beziehung aufbauen können. Ihr sprunghaftes und mitunter sehr verletzendes Handeln habe ich als sehr anstrengend empfunden. Die „große Liebe“ habe ich ihr lange nicht abnehmen können.
Ein sehr melancholischer und emotionaler Roman über die Liebe und Verluste.

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