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Veröffentlicht am 06.05.2022

Urige Episoden aus dem Leben in der DDR mit schrulligen Typen!

Öl und Bienen
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Die Havelländische Heide mit den Orten Beutenberge und Nauen spielen in diesen doch recht eigenartigen Szenen um erhoffte Ölfunde in dieser Gegend und um Bienen in einem Loch im Verputz des Hauses eine ...

Die Havelländische Heide mit den Orten Beutenberge und Nauen spielen in diesen doch recht eigenartigen Szenen um erhoffte Ölfunde in dieser Gegend und um Bienen in einem Loch im Verputz des Hauses eine große Rolle. Sowohl der Wurzelpeter-Kräuterlikör als auch viele Schultheiss-Bierchen beflügeln die teils witzigen Dialoge rund um ramponierte Personen wie der Maurer Ihmsche, der eigentlich Lothar Wutzner heißt, und dessen Vater Egon Wutzner nach dem Vorbild seines Vaters nach Erdöl gegraben hat. Seine zwei Kumpel Blutblase und Krücke sind Ihmsches‘ langjährige Freunde. Der Zeitraum dieser Geschichten spannt sich von 1920 bis zum Sommer 1992. Am Ende ist Ihmscher in der psychiatrischen Klinik in Potsdam verstorben, die verlassene Siedling in Beutenberge dem Erdboden gleichgemacht.
Es schwingt eine Melancholie zwischen Alkohol und Schallplattenmusik in diesen Provinznest-Geschichten mit, als trauere man den Zeiten in der DDR nach.

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Veröffentlicht am 04.05.2022

Eine Biographie des jungen Autors zurück aus dem Ausland.

Das Marterl
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Aufhausen, in der Nähe von Regensburg gelegen, ist der Standort des ‚Marterl‘, einem Bildstock, einem Wegekreuz, manchmal an Stellen von Wallfahrtswegen, an ‚heiligen‘ Orten oder auch an Unfallstellen. ...

Aufhausen, in der Nähe von Regensburg gelegen, ist der Standort des ‚Marterl‘, einem Bildstock, einem Wegekreuz, manchmal an Stellen von Wallfahrtswegen, an ‚heiligen‘ Orten oder auch an Unfallstellen. An einem solchen Marterl in Niederbayern spielen Vater und Sohn am ‚Heiligabend‘ auf ihren Blasinstrumenten ein Weihnachtslied und kehren nach Hause zurück.
Weitere Erinnerungen aus der beschützten Kindheit in einer niederbayrischen Kleinstadt an der Donau werden geschildert: Johannes als kleiner Junge mit gelbem Regenmantel und Taucherbrille – wie auf dem Cover dargestellt – so steht er am Gleisbett des Bahnhofs als Tiefseeforscher, um seinen Vater dort nachmittags abzuholen. Oder auch diverse Aufenthalte bei den Großeltern werden geschildert sowie die Kontaktaufnahmen zu früheren Schulfreunden..
Nach mehr als zehn Jahren kehrt er nun im Alter von Anfang Dreißig nach Aufhausen in sein Elternhaus zurück, um auch die unangenehmen Seiten des Erinnerns zu bewältigen: Die Bewältigung des Verlustes des Vaters, der durch einen Verkehrsunfall mit seinem Motorrad tödlich verunglückte.
Wie wichtig sind Erinnerungen in unserem Leben? Für mich sind sie etwas zu langatmig beschrieben.

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Veröffentlicht am 03.05.2022

Voller exotischer, fremdländischer Magie, Fantasie und Kampfgeist – Science Fiction pur!

A Song of Wraiths and Ruin. Die Spiele von Solstasia
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Viel Wissen über die marokkanische Kultur scheint hier verarbeitet worden zu sein. Auf mich macht dieses Buch den Eindruck, aus einem Fundus aus den Geschichten aus 1001 Nacht entschlüpft zu sein – nicht ...

Viel Wissen über die marokkanische Kultur scheint hier verarbeitet worden zu sein. Auf mich macht dieses Buch den Eindruck, aus einem Fundus aus den Geschichten aus 1001 Nacht entschlüpft zu sein – nicht nur von der Namensgebung für die beteiligten Personen her, sondern das ganze Ambiente rund um die trommelnde Geschichtenerzählerin, die Erwähnung von viel Sand und Lehmbauten, von Ahnenerzählungen und boshaften Geisterwesen in düster, bedrohlicher Atmosphäre.
Ist dies auch eine Liebesgeschichte? Karina und Malik stehen dabei im Fokus. Aber auch die Geschwisterliebe wird hier stark betont. Für Jugendliche ist dieses Buch geeignet.
Das Covermodel hat wohl die Hauptfigur Karina zum Leben erweckt, farblich ist alles in dunklen Farben kreiert.

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Veröffentlicht am 08.04.2022

Dies ist kein Mord im Affekt! Sehr langatmig!

Deichfürst
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Dieser Krimi mit Stephan Möllenkamp, dem neuen Hauptkommissar bei der Kripo Leer in Ostfriesland, reicht politisch zeitlich sehr zurück in die deutsche Vergangenheit:
1946: Tadeus de Vries, 84 Jahre alt, ...

Dieser Krimi mit Stephan Möllenkamp, dem neuen Hauptkommissar bei der Kripo Leer in Ostfriesland, reicht politisch zeitlich sehr zurück in die deutsche Vergangenheit:
1946: Tadeus de Vries, 84 Jahre alt, das Mordopfer, ein wohlhabender Polderbauer, ein unverbesserlicher Altnazi mit ausgeprägtem Hang zum weiblichen Geschlecht, unmoralischem Geschäftsgebaren, despotischen Allüren gegenüber der Familie und ruppigen Umgangsformen gegenüber jedem, der eine andere Meinung hat als er. Der Großbauer hat sich immer Opfer ausgesucht, die sich nicht wehren konnten, Menschen, für die niemand eintrat.
1968: Dann geht es um die Doppelmoral der bundesrepublikanischen Gesellschaft um1968, um feste Meinungen über die 68er und die langhaarigen Studenten rund um die RAF-Terroristen. Es geht auch um Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse, um Revolutionäre Zellen. Im Rheiderland ist dies ein Kampf David gegen Goliath: De Vries gegen Gottfried Schäfer
1999: De Vries hat zu den vehementesten Sperrwerk-Befürwortern gehört, die das Rheiderland aufzubieten hat. Man kann hier beim Sperrwerk beobachten, dass es Repression und Überwältigung des Volkswillens immer noch gibt. Gegen die mächtigen Reeder, die mit der Politik im Bunde stehen, haben die kleinen Fischer überhaupt keine Chance. Um deren Existenz kümmert sich niemand, während gleichzeitig Millionen an Steuergeldern des kleinen Mannes verschleudert werden, damit der Reeder Bernard Meyer auch weiterhin gut verdienen kann.
Als weitere gewichtige Protagonistin taucht Gertrud Boekhoff auf, Journalistin beim Rheiderländer Tagblatt, die für mich nicht sehr glaubwürdig rüberkommt mit all ihrer Verleumdung und übler Nachrede in Sachen Gottfried Schäfer und ihren teils sehr gefährlichen Aktivitäten während der Aufklärung dieses Mordfalles.
Insgesamt finde ich diesen Kriminalfall zu sehr politisch überlastet, daher zu langatmig.

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Veröffentlicht am 29.03.2022

Ein Reisebericht, der mich leider nicht überzeugt hat!

Danke, Afrika! Was ich zwischen Dschibuti und Marokko fürs Leben lernte.
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Dass es in Afrika sehr viele schöne Abenteuer in der Natur zu geben scheint, lasse ich sehr gerne zu 100 % zu. Dass man an fremden Kulturen, Sprachen, Sitten und Gebräuchen interessiert ist, kann ich ...

Dass es in Afrika sehr viele schöne Abenteuer in der Natur zu geben scheint, lasse ich sehr gerne zu 100 % zu. Dass man an fremden Kulturen, Sprachen, Sitten und Gebräuchen interessiert ist, kann ich auch sehr gut nachempfinden. Auch eine längere Auszeit aus seinem normalen Umfeld kann ich mir sehr gut vorstellen, erst recht in jungen Jahren. Aus gewichtigen beruflichen Gründen im Ausland wie hier in Afrika zu leben, wäre auch akzeptabel für mich.
Verstehen kann ich sehr wohl all die Afrikaner, die aus diesem Kontinent fliehen, ob aus politischen, finanziellen oder privaten Gründen. Ich wollte nicht mit Lena Wendt tauschen. Neben vielen hier beschriebenen Glücksmomenten schrecken mich die aktuellen Lebensbedingungen in Afrika zu sehr ab. Lenas Großmutter kann ich sehr gut verstehen in ihrem Wunsch, die Enkelin in Deutschland wiedersehen zu wollen.

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