Profilbild von Island

Island

Lesejury Star
offline

Island ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Island über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2022

Schule mit Magie

Madame Kunterbunt, Band 1 - Madame Kunterbunt und das Geheimnis der Mutmagie
0

Die Schüler der 3a bekommen nach den Ferien eine neue Klassenlehrerin namens Madame Kunterbunt, sie trägt Kleider in allen Farben des Regenbogens, wenn sie spricht, klingt es wie eine schöne Melodie, und ...

Die Schüler der 3a bekommen nach den Ferien eine neue Klassenlehrerin namens Madame Kunterbunt, sie trägt Kleider in allen Farben des Regenbogens, wenn sie spricht, klingt es wie eine schöne Melodie, und sämtliche Sorgen werden in ihrer Gegenwart ein bisschen kleiner. Außerdem hat sie zwei Chamäleons, Cilly und Rosso, die viel Blödsinn anstellen und deren schimmernde Schuppen Zauberkräfte haben. Nick und seine Cousine Nicky sind jedenfalls erfreut und erwartungsfroh, was mit der ungewöhnlichen neuen Lehrerin alles auf sie zukommen wird.

Das Buch für junge Leser im Grundschulalter wurde von THiLO geschrieben und sehr farbenfroh, fröhlich und ansprechend durch Bille Weidenbach illustriert, was die Geschichte zusätzlich auflockert und die Lesefreude steigert. Auch der Schreibstil ist angenehm zu lesen und für die Altersgruppe angemessen. Er lässt die jungen Leser durch die anschaulichen Beschreibungen, immer wieder ergänzt durch die Illustrationen, in die Welt von Madame Kunterbunt eintauchen. Die Geschichte ist zudem sehr spannend und ereignisreich geschrieben. Madame Kunterbunt ist eine Lehrerin, wie sicher viele Schüler:innen sie sich wünschen würden. Sie kann ihre Ängste durch Magie auflösen und trägt dazu bei, dass sie in der Schule viel Spaß haben. So hat die Klasse gemeinsam viele schöne Erlebnisse und auch die Themen Freundschaft und Zusammenhalt kommen nicht zu kurz. Ich denke, das Buch eignet sich so auch gut für eine Klassenbibliothek oder sogar als Lektüre Ende der 2. oder in der 3. Jahrgangsstufe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2022

Die Stieftochter der Winzerfamilie

Gretas Erbe
0

Greta wächst in den 70er Jahren bei einer Winzerfamilie in der Pfalz auf, nachdem ihre Mutter, die für die Familie gearbeitet hat, bei ihrer Geburt gestorben ist. Ihr Vater ist unbekannt. Greta fühlt sich ...

Greta wächst in den 70er Jahren bei einer Winzerfamilie in der Pfalz auf, nachdem ihre Mutter, die für die Familie gearbeitet hat, bei ihrer Geburt gestorben ist. Ihr Vater ist unbekannt. Greta fühlt sich nicht richtig von der Familie angenommen, obwohl sie neben der Schule sehr hart im Familienbetrieb mitarbeitet und auf die Verwirklichung ihres eigenen Traumes, Lehrerin zu werden, verzichtet. Nur Robert, der etwas ältere und rebellische Sohn scheint seine Stiefschwester zu verstehen und die beiden entwickeln mit der Zeit sogar Gefühle füreinander, die von Roberts Familie nicht gern gesehen werden.

Mir hat der erste Teil dieser Trilogie sehr gut gefallen. Greta als Protagonistin ist mir sehr sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, wie sie sich in der Winzerfamilie oft fremd und unerwünscht fühlt und dennoch alles tut, um es ihnen Recht zu machen. Ich fand es auch interessant, mehr über den Weinbau zu erfahren und darüber, wie das Leben von Frauen in den 70er Jahren in eher ländlichen Regionen normalerweise war. Manches an der Geschichte war sicher etwas vorhersehbar, aber es gab auch überraschende Wendungen und am Ende einen Cliffhanger, der mich schon neugierig auf den zweiten Teil im Herbst gemacht hat. Der Schreibstil des Autorinnen-Duos ist gut lesbar und anschaulich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.04.2022

Tiefe Einblicke

Der dreizehnte Mann
0

"Der dreizehnte Mann" ist der zweite Justiz-Krimi, den der ehemalige Strafverteidiger Florian Schwiecker und Rechtsmediziner Michael Tsokos gemeinsam konzipiert und verfasst haben. Die Covergestaltung ...

"Der dreizehnte Mann" ist der zweite Justiz-Krimi, den der ehemalige Strafverteidiger Florian Schwiecker und Rechtsmediziner Michael Tsokos gemeinsam konzipiert und verfasst haben. Die Covergestaltung ist ähnlich der des ersten Falles und bietet so großen Wiedererkennungs wert.

Der Berliner Star-Anwalt Rocco Eberhardt bekommt in seiner Kanzlei Besuch des unscheinbaren Timo Krampe und einer Journalistin, da dessen Freund Jörg verschwunden ist. Gemeinsam mit der Reporterin wollten sie einen Skandal um die Berliner Jugendämter aufdecken, von dem die beiden persönlich betroffen waren. Im Rahmen des Granther-Experiments hatten Berliner Jugendämter noch bis 2003 Pflegekinder bewusst an pädophile Männer vermittelt. Timo und Jörg wurden als Kinder dem gleichen Mann zugewiesen und verlebten ein schlimme Kindheit. Doch dieser Fehler der Behörden wurde nie wirklich aufgearbeitet und damals Mit-Verantwortliche sind mittlerweile sogar in der Berliner Landespolitik aktiv.

Der Fall beruht auf einer wahren Geschichte und die beiden Autoren geben im Verlauf der Handlung viele realistische Einblicke in ihre Arbeit und erläutern manch Vorgehensweise, ohne dabei aber belehrend vorzugehen. Der Schreibstil ist gut lesbar und der Fall bleibt lange spannend. Auch das Zwischenmenschliche kommt nicht zu kurz, wodurch alle Beteiligten nahbar wirken. Ich bin auf jeden Fall schon gespannt auf ihren nächsten Fall.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2022

Freunde mit gewissen Vorzügen

Sterne über Korsika
0

Die 39-jährige Grundschullehrerin Viki nimmt sich ein Sabbatjahr, während dem sie sich auch klar darüber werden will, ob sie trotz ihrer Bindungsängste noch eine Familie gründen will. Durch einen Zufall ...

Die 39-jährige Grundschullehrerin Viki nimmt sich ein Sabbatjahr, während dem sie sich auch klar darüber werden will, ob sie trotz ihrer Bindungsängste noch eine Familie gründen will. Durch einen Zufall bekommt sie für die ersten Monate ihrer Auszeit die Chance, auf Korsika ein Mosaik für eine Hotellobby zu gestalten und begegnet dort einem Mann wieder, dem sie zuvor bereits unter recht ungewöhnlichen Umständen näher gekommen ist.

Mir hat es gefallen, mit Viktoria, die mir sehr sympathisch war, auch wenn ich mich nicht immer voll in sie hineinversetzen konnte, was ihre Angst vor festen Beziehungen angeht, nach Korsika zu reisen und mit ihr die Insel zu erkunden und mitzuerleben, wie ihr Mosaikprojekt nach und nach Gestalt annimmt. Es ist auf jeden Fall eine gute Dosis Lokalkolorit vorhanden und man bekommt auf jeden Fall Lust, diese rauhe Insel auch einmal selbst zu erkunden. Ursi Breitenbach schreibt sehr anschaulich und gut lesbar und auch die Handlung der Liebesgeschichte hat mich dazu gebracht, das Buch am Ende kaum noch aus der Hand zu legen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2022

Ungewöhnlicher Roadtrip

Die wundersame Reise der Bienen
0

Anna hat einige Tage mit ihrem Freund an der Côte d’Azur verbracht, kurz vor dem Start des Fliegers zurück nach Hamburg hat sie aber eine Panikattacke und muss das Flugzeug verlassen, während ihr Freund ...

Anna hat einige Tage mit ihrem Freund an der Côte d’Azur verbracht, kurz vor dem Start des Fliegers zurück nach Hamburg hat sie aber eine Panikattacke und muss das Flugzeug verlassen, während ihr Freund wegen eines Geschäftstermins trotzdem fliegt. Da sie auch irgendwie zurück nach Norddeutschland kommen muss, sich aber weder in die Bahn, noch in ein Flugzeug traut, wo sie nicht aussteigen kann, wenn die Panik wieder hochkommt, landet sie über eine Mitfahrzentrale schließlich bei Harm, der zwischen Nizza und seiner Heimat Kiel Bienenköniginnen an französische Imker:innen ausliefert. So birgt ihre Reise viele interessante Begegnungen und Erlebnisse, bis sie recht abrupt endet.

Schon das Cover hat mir total gut gefallen, es ist wirklich hübsch gestaltet und die Bienen dienen ja nicht nur der Verzierung, sondern man erfährt im Laufe des Romans auch einiges über sie und das Imkern. Dadurch passt die Covergestaltung sehr gut zum Buch. Auch die Beschreibungen zu den einzelnen Stationen in Südfrankreich fallen sehr anschaulich aus und machen definitv Lust darauf, die Orte einmal selbst zu bereisen. Anna und Harm sind mir beide sympathisch und die Geschichte um die beiden gefällt mir. Liebe spielt auch eine Rolle, aber es wird nie zu kitschig und der Roman enthält zudem eine gute Dosis Tiefgang. Der Schreibstil der Autorin lässt sich angenehm lesen. Im empfehle den Roman daher sehr gerne weiter!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere