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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.08.2022

Bis zur Hälfte gut

Lost-Moments-Reihe, Band 1 - The Moment I Lost You
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Die Idee, dass sich jemand in einen Verbrecher verliebt, ist mir nicht neu, aber ich finde sie vielversprechend, da sie viel emotionales Potenzial bietet. Rebekka Weiler nimmt sich viel Zeit, Nathan, den ...

Die Idee, dass sich jemand in einen Verbrecher verliebt, ist mir nicht neu, aber ich finde sie vielversprechend, da sie viel emotionales Potenzial bietet. Rebekka Weiler nimmt sich viel Zeit, Nathan, den Mann, der Mias besten Freund getötet hat, auszugestalten. Dagegen bleibt Mia auf der Strecke. Sie kenne ich auch nach Beenden des Buches nur unzureichend.
Von Anfang an legt sich die bedrückende Atmosphäre, der Hass der anderen Figuren, wie ein schwerer Schleier auf das Gemüt des Lesers. Es hat mich bewegt, doch die Langatmigkeit und vor allem eine mit persönlich langweilige "Wendung", die die ganze Idee des Buches wiederum abschwächt, haben mir die zweite Hälfte schwer gemacht. Hinzu kommt ein kleines Drama, dass ebenfalls eher wie ein Platzhalter wirkte.
Insgesamt eine Geschichte, die wirklich stark beginnt, sich dann aber selbst Beinchen stellt und das Potenzial nicht mehr ausschöpfen kann. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Leser*innen, die das New Adult Genre noch für sich entdecken, mit der Buchidee ihre Freude haben werden.

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Veröffentlicht am 20.05.2022

Zwischen Leben und Tod

Die hundert Jahre von Lenni und Margot
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Die 17 Jahre alte Lenni ist unheilbar krank und lernt im Krankenhaus Margot kennen. Zusammen mit der 83- jährigen Frau nimmt Lenni sich vor, 100 Bilder zu malen. Für jedes ihrer Jahre eins. Die Geschichte ...

Die 17 Jahre alte Lenni ist unheilbar krank und lernt im Krankenhaus Margot kennen. Zusammen mit der 83- jährigen Frau nimmt Lenni sich vor, 100 Bilder zu malen. Für jedes ihrer Jahre eins. Die Geschichte wird wechselseitig von den beiden erzählt.
Dabei flüchten sie aus der Krankenhausatmosphäre, da Margot viel aus ihrer Vergangenheit erzählt und Lenni ebenfalls ihr Leben preisgibt. Sie erleben Höhen und Tiefen und sind gleichzeitig im Jetzt gefangen. Die Lebensgeschichten sind durchaus interessant gewesen, doch Margots Part hat sich in zu vielen Details verloren. Es wirkte wie eine eher wie eine Aneinanderkettung von Ereignissen, als dass die beiden in einen Austausch darüber kamen. Besonders bewegt hat mich Lennis Hintergrund, bei dem ihr Vater eine große Rolle spielt. Die Autorin bringt die Zerrissenheit zwischen der kindlichen, traurigen Perspektive und dem der Kindheit entwachsenen, starken Frau auf den Punkt.
Andere Figuren tragen ebenfalls dazu bei, sich intensiv mit dem Leben und dem Sterben auseinanderzusetzen. Pater Arthur beleuchtet dies von einem religiösen Standpunkt, wobei ich mir gewünscht hätte, dass Lenni diesen weitergehend reflektiert. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und widmet sich den philosophischen Fragen im Leben.
Insgesamt ein lesenswertes Buch über das Sterben, aber vor allem über das Leben, dass sich teilweise an Einzelheiten aufhält. 3 ½*

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Veröffentlicht am 01.05.2022

Cozy Vibes

Der Tod macht Urlaub in Schweden
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Die Geschichte beginnt mit einer trügerischen Idylle. Die Einwohner eines Örtchens in Schweden scheinen alle zusammenzuhalten, doch als ein Mord geschieht, werden sie auf die Probe gestellt. Die junge ...

Die Geschichte beginnt mit einer trügerischen Idylle. Die Einwohner eines Örtchens in Schweden scheinen alle zusammenzuhalten, doch als ein Mord geschieht, werden sie auf die Probe gestellt. Die junge Ermittlerin Esping geht dem Fall zusammen mit dem beurlaubten, grummeligen Ermittler Vinston nach, der nur zu Besuch dort ist. Zwischen den beiden gibt es immer wieder Diskrepanzen, weshalb es spannend und amüsant zugleich ist, wie die Untersuchungen sie doch als Team zusammenschweißen.
Der Fokus liegt deutlich auf den Ermittlungen, wobei actionreiche Szenen mir nicht gefehlt haben. Statt blutiger Darstellungen gilt es, mitzurätseln, wer der Mörder ist. Dazu werden Stück für Stück Hinweise eingestreut, jedoch hat sich meine Vermutung von Beginn des Buches bestätigt. Den Täter konnte ich zügig identifizieren, jedoch nicht die gesamte Backgroundstory. Diese ist vielschichtiger. Das tut der Geschichte allerdings keinen Abbruch, denn es müssen weitere Identitäten geklärt werden. Insgesamt ist der Plot rund und alles läuft am Ende zusammen und wird plausibel erklärt.
Die cozy Grundstimmung zieht sich durch die ganze Geschichte und fängt die fehlende Spannung wieder auf. Ein empfehlenswertes Buch für Krimileser, die eine große Portion Humor suchen. 3 ½*

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Veröffentlicht am 17.04.2022

Überschlaue Protagonistin mit Charme

Mord im Gewächshaus
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Ich habe diese Geschichte ohne große Erwartungen begonnen und habe mit einer seichten Ermittlungsarbeit eines 12- jährigen Mädchens gerechnet. Die Protagonistin Myrtle Hardcastle entpuppt sich aber als ...

Ich habe diese Geschichte ohne große Erwartungen begonnen und habe mit einer seichten Ermittlungsarbeit eines 12- jährigen Mädchens gerechnet. Die Protagonistin Myrtle Hardcastle entpuppt sich aber als viel mehr als ihr Stereotype. Sie ist überdurchschnittlich schlau, hat sich in Kindheitsjahren bereits juristisches Wissen einverleibt. Zugänglich hat dies ihr Vater, Anwalt von Beruf, gemacht, der sie nun kaum noch bremsen kann. So ist der Jugendkrimi durchaus anspruchsvoll, da eine detailreiche Ermittlungsarbeit mit Fachbegriffen, die erklärt werden, von dem Mädchen geleistet wird. Dass sie dabei schonmal over the top ist oder der Schuss nach hinten losgeht, ist vorprogrammiert – und somit ist auch der ein oder andere Lacher beim Leser. Ein weiteres Merkmal bilden die Fußnoten, die unbekannte Wörter mit viel Witz erklären.
Nachdem die Seiten regelrecht dahinflogen, geriet die Handlung bei ungefähr der Mitte des Buches ins Stocken. Ich hatte das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Die Auflösung wurde hier bereits in Grundzügen verraten, was meine Lesemotivation dämpfte. Dennoch schätze ich die eigensinnige Protagonistin sehr und bin neugierig auf den zweiten Teil, in dem Myrtle sich einem neuen Fall widmet. 3 ½*

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Veröffentlicht am 28.02.2022

Vorhersehbar

Sea Monsters – Ungeheuer weckt man nicht (Sea Monsters 1)
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Als Poppy auf die Insel Haimsend zieht, muss sie sich mit dem Einheimischen Finn einer Mutprobe stellen. Zusammen mit Klassenkameraden wollen sie auf der verbotenen Insel übernachten, doch dann passiert ...

Als Poppy auf die Insel Haimsend zieht, muss sie sich mit dem Einheimischen Finn einer Mutprobe stellen. Zusammen mit Klassenkameraden wollen sie auf der verbotenen Insel übernachten, doch dann passiert etwas Unerwartetes.
Der Verlauf der Geschichte ist ziemlich vorhersehbar und der rote Faden steuert hastig darauf zu. Beschreibungen der Landschaft und des Ungeheuers kommen dabei zu kurz. Durch die Unterstützung der Illustrationen entstehen jedoch noch Bilder vor Augen.
Poppy bleibt als Protagonistin recht blass, während Finn eine interessante Story bietet. Er leidet unter der Angst vor dem Wasser, seit er eine schreckliche Erfahrung damit machen musste. Seine Ängste werden authentisch dargestellt. Seine Entwicklung, die vom Humor lebt, steht für mich in dieser Geschichte im Vordergrund.
Fazit: Eine vorhersehbare Abenteuergeschichte, in der ein Junge seine Ängste zu überwinden lernt.

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