Schauplatz Zürich
Der KalmarIn diesem 3. Fall für das Zürcher Privatermittler-Duo Marisa Greco und Bashir Berisha kreuzen sich ihre Wege nicht nur abermals mit Joy (der Prostituierten aus dem ersten Fall) sondern auch mit dem Auftragskiller ...
In diesem 3. Fall für das Zürcher Privatermittler-Duo Marisa Greco und Bashir Berisha kreuzen sich ihre Wege nicht nur abermals mit Joy (der Prostituierten aus dem ersten Fall) sondern auch mit dem Auftragskiller Herbert „Kalmar“ Russo. Der soll nämlich, nach Jahren des „Schläfertums“ den Mafioso Lorenzo Sposato, der in der Schweiz untergetaucht ist, eliminieren. Doch Russo scheint ein wenig aus der Übung zu sein, denn der umtriebige Sposato, der ohne sein Gesicht zu zeigen, in einer Kochshow auf You Tube kocht, entwischt ihm gleich mehrmals. Also Pleiten, Pech und Pannen für Russo, der um seine Familie fürchten muss, wenn es ihm nicht gelingt, seinen Auftrag auszuführen.
Es scheint, als hätte der Chef von Antonio Greco, Gelder der Mafia in Schweizer Immobiliengeschäften gewaschen und Marias Mann ist ihm auf die Schliche gekommen. Doch dann stirbt Antonio bei einem Autounfall und hinterlässt ein veritables Schlamassel. Marisa steht nun mit dem gemeinsamen Sohn Luca alleine da und muss die Scherben aufsammeln. Ihr zur Seite steht wie immer Bashir Berisha, ihr verlässlicher Partner der „Agentur für unliebsame Angelegenheiten“.
Werden sie Herbert Russo, dem Kalmar entkommen und schießt sich der Pechvogel selbst ins Knie?
Wer die Auflösung wissen will, muss diesen Krimi lesen.
Meine Meinung:
Wie es der geneigte Leser schon erahnen kann, war Antonio Greco den Mafia-Millionen auf der Spur. Es folgen mehrere Handlungsstränge, von denen einer den Umgang der ach so korrekten Schweizer mit illegalen Einwanderern pflegen: Ausgebeutet, zur Prostitution gezwungen und der Willkür der Besitzenden ausgeliefert - so sieht die „glamouröse Zukunft“ der Immigranten aus, die aus aller Herren Länder nach Europa kommen, um ein besseres Leben zu finden.
Manchmal musste ich schon recht schmunzeln, wenn dem „Kalmar“ sein Opfer wieder entwischt ist. Da klauen bekiffte Girlies sein Auto oder ein Partygast fuchtelt mit Russos Pistole herum. Doch angesichts der Lage von Joy und ihrer Schwester bleibt einem das Lachen im Hals stecken.
Ich werde mir noch die beiden Vorgänger („Der Schwur“ und „Das Gebot“) besorgen, denn dieser 3. Fall macht neugierig auf den Beginn der Reihe.
Fazit:
Ein Zürich-Krimi, bei dem man Schmunzeln kann, der aber auch ernste Töne beinhaltet. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.