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Yakko

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2022

Sehr wertvoll für Kinder

Steck mal in meiner Haut!
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"Steck mal in meiner Haut" ist ein Buch, das Kinder über Antirassismus aufklären und gleichzeitig das eigene Körper- und Selbstwertgefühl stärken soll - und dies ist super gelungen, wie ich finde.

Wir ...

"Steck mal in meiner Haut" ist ein Buch, das Kinder über Antirassismus aufklären und gleichzeitig das eigene Körper- und Selbstwertgefühl stärken soll - und dies ist super gelungen, wie ich finde.

Wir haben bereits das Buch "Von wegen Bienchen und Blümchen" aus der Reihe und die Aufmachung ist ähnlich. Die Illustrationen sind im gleichen Stil gehalten und auch die Erzählweise ist genauso. Praktisch ist hier auch, dass es einen Text zum (Vor)Lesen für das Kind gibt und noch Informationen für Eltern oder andere Bezugspersonen.

Im Buch werden Kinder und Erwachsene sehr vielfältig dargestellt, sodass auch die kindliche Neugier geweckt wird. Die Botschaft, dass zwar alle Menschen gleich und dennoch unterschiedlich sind, wird hier gut vermittelt, auch wenn es sicher für das Kind (je nach Alter) schwierig zu verstehen ist, beides in allen Situationen voneinander zu trennen. Doch genau dabei kann das Buch helfen.
Auch Themen wie Behinderungen oder Antisemitismus werden angesprochen, insgesamt bleiben manche Themen jedoch eher oberflächlich, was aber für die Zielgruppe vollkommen in Ordnung so ist.
Ich bin auf jeden Fall begeistert von dem Buch und empfehle es unbedingt weiter.

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Veröffentlicht am 11.05.2022

Gelungene Umsetzung

Jede*r kann die Welt verändern! - Ich bin Anne Frank
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In der neuen Biografiereihe "Jede*r kann die Welt verändern!" werden Kindern wichtige Persönlichkeiten der Geschichte vorgestellt, um sie zu ermutigen, selbst an sich und die eigenen Träume zu glauben.
Die ...

In der neuen Biografiereihe "Jede*r kann die Welt verändern!" werden Kindern wichtige Persönlichkeiten der Geschichte vorgestellt, um sie zu ermutigen, selbst an sich und die eigenen Träume zu glauben.
Die Geschichte um Anne Frank wird vermutlich jeder kennen und so war ich sehr gespannt, wie diese Geschichte sich in die Buchreihe einfügen wird.

Die Illustrationen sind sehr ansprechend, das Buch ist eine Mischung aus Comic und Erzählung. Beides passt sehr gut zusammen und ergänzt sich prima. Die Erzählweise selbst ist eher sachlich, aber dennoch passend zum Alter der Zielgruppe. Die Botschaft der Buchreihe findet sich auch in diesem Buch wieder. Beim ersten Lesen kam mir das Ende zu abrupt vor, gerade weil wir alle wissen, wie Annes Geschichte endete. Dies wird im letzten Teil allerdings durch Fakten gut aufgelöst. Kinder erfahren, was mit Anne passierte, ohne mit der Thematik zu stark überfordert zu werden.

Insgesamt ist dies ein wirklich gelungenes Buch über Anne Frank, das Kindern Annes Leben gut näher bringt, ohne sie zu sehr damit zu belasten. Gleichzeitig finde ich den Appell, stets das Richtige zu tun und anderen Menschen zu helfen, sehr wertvoll für Kinder.

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Veröffentlicht am 03.05.2022

Starke Botschaft

Sei wie ein Baum!
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Ich bin richtig beeindruckt von "Sei wie ein Baum!" - einem ganz besonderen Kinderbuch, das in schönen und starken Worten den Menschen mit einem Baum vergleicht.
Und man ist fasziniert davon, wie viele ...

Ich bin richtig beeindruckt von "Sei wie ein Baum!" - einem ganz besonderen Kinderbuch, das in schönen und starken Worten den Menschen mit einem Baum vergleicht.
Und man ist fasziniert davon, wie viele Gemeinsamkeiten tatsächlich vorhanden sind. Untermalt wird das Ganze durch wunderschöne Illustrationen, die sich über die gesamten Doppelseiten erstrecken, in der Mittel des Buches sind sogar Klappseiten vorhanden. Mit den Illustrationen wird eine vielfältige Gesellschaft dargestellt, so vielfältig und bunt, wie es Bäume eben auch sind.
Sehr stark finde ich zudem auch die Botschaft, die in diesem Buch deutlich wird: die Gemeinschaft und Zusammenhalt ist für Menschen so wichtig wie für Bäume.
Am Ende des Buches lernt man sogar noch etwas. Es werden hier Tipps aufgezeigt, wie Bäume und die Umwelt geschützt werden können. Außerdem lernt man einiges über die "Anatomie" des Baumes.
Insgesamt ist dies ein wunderschönes Buch, das mit poetischen Worten die Analogie zwischen Mensch und Baum beschreibt. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter!

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Veröffentlicht am 03.05.2022

Spannend und aktuell

Atlas der Unordnung
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Wir sammeln sämtliche Bücher über (Welt)Karten und Atlanten, sodass mich dieses Buch sofort angesprochen hat. "Atlas der Unordnung" ist ein sehr spannendes Buch über verschiedene Karten, die vielfältig, ...

Wir sammeln sämtliche Bücher über (Welt)Karten und Atlanten, sodass mich dieses Buch sofort angesprochen hat. "Atlas der Unordnung" ist ein sehr spannendes Buch über verschiedene Karten, die vielfältig, kritisch und dennoch absolut aktuell sind.
Nach einer Einleitung in die Thematik wird das Buch in fünf Kapitel unterteilt: Grenzen als Vermächtnisse, Meere und Grenzen, Mauern und Migration, spezielle Grenzen und umstrittene Grenzen. Anhand des Inhaltes lässt sich bereits erahnen, dass hier nicht nur viele Informationen über bestimmte Grenzen und Sachverhalte vorhanden sind, sondern dass so manches davon auch kritisch beleuchtet wird. Einige Karten sind beinahe schon absurd und dennoch real.
Das Buch selbst sind durchgehend illustriert, die Auswahl der Farbgebung sowie der Darstellung passt genau zum Stil des Covers.
Insgesamt ist dies ein sehr gelungenes Werk, das einem eine ganz andere Perspektive auf die Welt ermöglicht. Es ist ein Buch, in dem man immer wieder stöbern und sich informieren kann, über das man sich aber auch gleichzeitig wundern kann.

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Veröffentlicht am 14.04.2022

Sehr wichtiges Thema

New Moms for Rebel Girls
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Die Autorin Susanne Mierau ist mir bereits aus dem Bereich der bedürfnisorientierten Erziehung bekannt. In "New Moms for Rebel Girls" nimmt sie sich einem anderen, sehr wichtigen Thema an, das sie wohl ...

Die Autorin Susanne Mierau ist mir bereits aus dem Bereich der bedürfnisorientierten Erziehung bekannt. In "New Moms for Rebel Girls" nimmt sie sich einem anderen, sehr wichtigen Thema an, das sie wohl zumindest genauso stark vertritt. Das Buch ist allerdings kein Erziehungsratgeber, wie man vielleicht vermuten könnte. Es gibt hier kein Konzept, nach dem man erziehen kann. Stattdessen geht es darum, Mädchen in einer Welt, die geprägt von patriarchalen Strukturen ist, zu starken Frauen zu erziehen. Dies gelingt nur mit der nötigen Portion (Selbst)reflexion, um feministische Denkweisen in die Erziehung einfließen zu lassen.

Schon in der Einleitung stellt die Autorin anhand von alltäglichen Beispielen die Wichtigkeit des Themas vor und nimmt sich daraufhin verschiedenen Aspekten des Feminismus an. Spannend fand ich vor allem auch den geschichtlichen Hintergrund, wie die heutigen Strukturen so überhaupt zustande gekommen sind.
Auch sonst ist das Buch durchgehend interessant gegliedert und geschrieben. Mierau belegt alle ihre Aussagen mit entsprechenden Quellen, lockert die Theorie immer wieder durch Erzählungen Betroffener auf. Gelungen fand ich auch die Interviews zu den unterschiedlichen Themenbereichen.
Da ich mich schon selbst lange mit dem Thema Feminismus beschäftige, war mir vieles nicht neu und trotzdem öffneten mir einige Kapitel auf verschiedene Arten die Augen, es gab für mich definitiv neue Impulse. Oftmals entstand bei mir beim Lesen auch ein Gefühl der Wut und Ohnmacht, vielleicht auch gerade, weil ich selbst zwei Töchter habe.

Das Buch bietet viele Reflexionsübungen und unterstützt (vorrangig) Mütter darin, sich auf das Thema überhaupt einzulassen und neue Wege zu gehen. Mütter deshalb, weil sie selbst in diesen Strukturen aufgewachsen sind und vieles selbst erlebt haben und wiederum vielleicht an ihre Kinder weitergeben. Doch auch Väter und Söhne werden in dem Buch nicht ignoriert. Ich finde, dass jeder, der Kinder hat, das Buch lesen sollte, um sich der Problematik bewusst zu werden. Da hat auch jegliches Klischeedenken über den Feminismus keine Chance mehr. Es wird nicht sofort gelingen, die patriarchalen Strukturen völlig aufzubrechen, das ist auch nicht das Ziel des Buches. Stattdessen passt der Begriff "Patriarchatsresilienz" sehr gut - der Widerstandsfähigkeit gegen das Wirken des Patriarchats. Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!

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