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Veröffentlicht am 13.05.2022

Eine mutige Geschichte

Ende in Sicht
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Hella (69) ist in ihrem alten Passat auf dem Weg in die Schweiz um zu sterben.
Unterwegs fällt Juli (15) von einer Brücke vor das Auto.
Ein wahnwitziger Roadtrip beginnt. Die unterschiedlichen Frauen ...

Hella (69) ist in ihrem alten Passat auf dem Weg in die Schweiz um zu sterben.
Unterwegs fällt Juli (15) von einer Brücke vor das Auto.
Ein wahnwitziger Roadtrip beginnt. Die unterschiedlichen Frauen haben das gleiche Ziel.
Was am Ende in Sicht kommt, ist überraschend anders.
Ronja von Rönne behandelt die Thematik Depression mit makabrem Humor. Über die düsteren Gedanken der anderen lachen, so ein Buch erfordert Mut. Mir hat es sehr gut gefallen, der Stil ist abgerundet mit Dramatik und ein bisschen Einfühlungsvermögen.
Diese Art mit Depressionen umzugehen gefällt mit Sicherheit nicht jedem. Ich kann über schwarzen Humor lachen. Es wird in meinen Augen nicht ins Lächerliche gezogen. Das Buch zeigt, es gibt ein Licht am Ende einer dunklen Reise.
Hella und Juli sind völlig verschieden. Sie geraten aneinander, die Reise wirkt, als wäre sie unmöglich durchführbar. Abwechselnd bekomme ich Einblicke in das Seelenleben von Hella und Juli.
Es passieren Szenen, die urkomisch und gleichzeitig tieftraurig sind.
Die Autorin erklärt in der Danksagung ihren Hintergrund.

Die Erkrankung wird nicht übertüncht mit einer Leichtigkeit, obwohl es sicher bei manchem Leser diesen Eindruck erweckt. Es ist ein sensibles Thema, welches Ronja von Rönne sehr gut verpackt hat zu einem Roman zum schmunzeln, lachen und weinen.

Dieses Buch bietet Gesprächsstoff und Zündmaterial für explosive Diskussionen. Die Meinungen gehen bestimmt sehr auseinander. Die Thematik ist schwierig, Depressionen sind oft nicht greifbar.
Mir hat die Geschichte sehr gefallen, doch eine Empfehlung finde ich schwierig.
Es ist eher für Erwachsene ein Buch, vielleicht Frauen mehr, als Männer.
Mir wird es noch lange im Gedächtnis bleiben.


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Veröffentlicht am 09.05.2022

Ein toller Sommer

Ein unendlich kurzer Sommer
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"Ein unendlich kurzer Sommer" von Kristina Pfister hat mich sehr leseglücklich gemacht. Sie schreibt ganz wundervoll, es ist eine Geschichte aus dem Leben und sprüht vor guten Sätzen und beeindruckenden ...

"Ein unendlich kurzer Sommer" von Kristina Pfister hat mich sehr leseglücklich gemacht. Sie schreibt ganz wundervoll, es ist eine Geschichte aus dem Leben und sprüht vor guten Sätzen und beeindruckenden Worten.

Lale hat in ihrem Herzen einen Kummer sitzen, sie setzt sich ohne Ziel in einen Zug.
Ein Campingplatz im Nirgendwo wird ihr vorübergehendes Zuhause.
Gustav ist ein Brummbär, doch Lale erweicht sein Herz. Sie hilft ihm auf dem Campingplatz, putzt, renoviert und kocht mit ihm.
Der alte Mann hat selbst ein Geheimnis.

Christophe ist gezielt zum Campingplatz gefahren, um sich seiner Vergangenheit zu stellen.

Gemeinsam wird es ein unbeschreiblicher Sommer. In dem es um Geschichten geht, das Leben, vom Verzeihen und Loslassen.
Sehr tiefgründig beschreibt die Autorin die Charaktere und ihre Aktivitäten.
Es ist eine so tolle Geschichte, ich könnte unendlich schwärmen.
Die Figuren sprühen vor Leben und bereichern das Buch sehr.
Der Campingplatz ist ein Platz für Freude, Trauer, Spaß und Liebe.
Kristina Pfister kann extrem gut mit Worten umgehen. Mit amüsanten Dialogen würzt sie das Buch mit Situationskomik.
Dieser Sommer bietet viel Gefühl, Selbsterkenntnisse und Mut.
Lale, Gustav und Christophe erzählen ihr Leben und beleben die Geschichte mit ihrem Esprit.
Ich bin absolut begeistert und kann das Buch sehr empfehlen.


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Veröffentlicht am 07.05.2022

Ein toller Sommer

Unser Sommer am See
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Dieser Sommer von Nikola Huppertz ist ein ganz besonderer Urlaub für die Geschwister Jula, Agda und Nick.
Mit ihrem Papa Claus verbringen sie
3 Wochen auf dem Krähenriegel im bayerischen Wald.
Das Haus ...

Dieser Sommer von Nikola Huppertz ist ein ganz besonderer Urlaub für die Geschwister Jula, Agda und Nick.
Mit ihrem Papa Claus verbringen sie
3 Wochen auf dem Krähenriegel im bayerischen Wald.
Das Haus wirkt ein bisschen unheimlich, die mumifizierte Katze, die Jula findet und nicht mehr aus dem Augen lässt, trägt sehr dazu bei. Dann verschwindet Essen und Nick verhält sich seltsam. Ein Schatz im Wald erweckt Nicks Neugier. Auch Agda erlebt ihr Abenteuer, der Junge aus dem Ort spukt ihr im Kopf herum.

Dieses Buch hat mir viel Freude bereitet. Die Autorin schreibt wundervoll lebendig, ich habe die Frösche quaken hören und das Wassergeplätscher vom See. Der Wald hinter dem Haus birgt seine Geheimnisse, die Geräusche in der Nacht lassen die Kinder zusammen rücken.

Die Familie wuselt durch die Seiten und bringt ganz viel Schwung mit. Davon habe ich mich tragen lassen und habe das Buch nicht weg legen wollen.
Der Sommer am See ist eine sehr unterhaltsame und amüsante Geschichte.

Für junge Leser ist es ein großes Vergnügen, auch zum Vorlesen bringt es Freude. Zudem gibt es auch eine schöne Botschaft, Familie ist was wunderbares und es lohnt sich, zusammen etwas zu unternehmen und zusammen zu halten.

Mir hat es als Erwachsene eine sehr schöne Lesezeit gebracht. Es ist ein Kinderbuch ab zehn Jahre, was für dieses Abenteuer auch gut ist. Für jüngere Leser ist es eher zu spannend.

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Veröffentlicht am 04.05.2022

Spektakuläres Abenteuer

Keeper of the Lost Cities – Das Tor (Keeper of the Lost Cities 5)
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Auf ins fünfte Abenteuer mit der großartigen Autorin Shannon Messenger.
Sophie ist erneut in Gefahr durch "Das Tor" und die Neverseen. Die Geheimorganisation ist schlimmer denn je geworden, der Verrat ...

Auf ins fünfte Abenteuer mit der großartigen Autorin Shannon Messenger.
Sophie ist erneut in Gefahr durch "Das Tor" und die Neverseen. Die Geheimorganisation ist schlimmer denn je geworden, der Verrat von Alvar wiegt schwer. Fitz und seine Schwester Biana hat es hart getroffen.
Schlimm ist auch das Verhalten von Keefe.
Sophie weiß nicht, ob sie ihm weiterhin vertrauen kann. Sie möchte an das Gute in ihm glauben, er scheint die Neverseen ausspionieren zu wollen. Doch er könnte auch zur bösen Seite gewechselt haben,
die Handlungen von seiner Mutter Gisela haben Keefe tief verletzt.

Es ist ein sehr emotionales Buch, es passieren viele Dinge, die Sophie belasten. Die Gefühle gehen in alle Richtungen.
Die schönen Momente sind kurz, dafür beherrschen Angst und Unsicherheit die Elfen.
Was mir sehr gefallen hat, sind die glücklichen Momente von Sophie und ihren Adoptiveltern Edaline und Grady. Dort ist sie endlich angekommen und betrachtet die beiden als ihre Eltern.
Ob Sophie ihre leiblichen Eltern mal trifft? Dieses Geheimnis wird wohl noch nicht gelüftet. Shannon Messenger muss schließlich ihre Leser bei der Stange halten. Wobei dies nicht schwierig ist,
Keeper of the lost cities ist eine grandiose Reihe, die mir viel Spaß macht und viele schöne Lesestunden bereitet. Wohin das Abenteuer führt, war mir nicht ganz klar, dadurch wurde die Spannung erhöht und die Seiten immer schneller gelesen.

Die Mischung aus Fantasy, Action, Magie, Spaß und Spannung sind für mich ungebrochen klasse. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man diese Bücher nicht mögen könnte. Ob junge Leser oder Erwachsene, an Sophies Abenteuer kommt man schwer vorbei. Dafür springen die Cover sehr ins Blickfeld. Die Aufmachung vom Buch ist bunt und interessant gestaltet.

Insgesamt wieder ein Abenteuer voller unterschiedlicher Szenen. Ich bin immer noch begeistert und freue mich auf den nächsten Teil, der bald auf meinem Tisch liegt.

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Veröffentlicht am 01.05.2022

Absolut phantastisch

Der Gesang der Flusskrebse
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Das Romandebüt von Delia Owens ist eines der schönsten Bücher, die ich bisher gelesen habe. Die Naturverbundenheit der Autorin ist spürbar auf jeder Seite dieses großartigen Werkes.
"Der Gesang der Flusskrebse" ...

Das Romandebüt von Delia Owens ist eines der schönsten Bücher, die ich bisher gelesen habe. Die Naturverbundenheit der Autorin ist spürbar auf jeder Seite dieses großartigen Werkes.
"Der Gesang der Flusskrebse" erzählt das Leben von Kya. Allein wächst sie in der Marsch auf. Schon früh erfährt sie, dass Menschen gemein sein können. Kya geht ihren eigenen Weg und anderen aus dem Weg. Als Chase Andrews stirbt, sind sich die Bewohner von Barkley Cove einig, das Marschmädchen war es.
Es folgen dramatische Szenen, in denen die Zukunft von Kya ungewiss erscheint.

Die Geschichte ist wunderbar schön geschrieben. Es kommen sehr viele Momente vor, die mein Herz zum hüpfen gebracht haben. Kyas Erlebnisse in der Marsch sind beeindruckend. Die Natur, der Wald, die Tiere sind ihr zu Hause. Nirgends anders könnte sie leben. Sie hat bewundernswert gelernt, für sich zu sorgen.
Ein Buch, das hauptsächlich von einer Person erzählt, ist so phantastisch, meine Begeisterung ist immens.
Kya lebt in den Seiten und füllt sie aus mit einer unglaublichen Präsenz.
Die Naturbilder verwebten sich in meinen Kopf zu einem Feuerwerk an schillernden Farben und Formen.
Dieses Buch wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Die Autorin schreibt bezaubernd gut, die Naturschilderungen wecken das Bedürfnis, sofort in den Wald zu gehen und den Blättern zu lauschen.
Die Marsch ist ein schwieriges Gebiet, doch in den Schilderungen von Delia Owens ist es eines der schönsten Plätze der Welt.
Ich hoffe noch mehr von ihr zu lesen.

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