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Veröffentlicht am 23.05.2022

Alternatives Lebensmodell Kollektiv – Das Wieserhoisl lässt hinter die Kulissen blicken

Einfach alles teilen?
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Wer schon einmal mit dem Gedanken gespielt hat ob das Leben in einem Kollektiv etwas für das eigene Leben wäre, sollte unbedingt dieses Buch lesen! Denn in „Einfach alles teilen? Unser Leben im Kollektiv“ ...

Wer schon einmal mit dem Gedanken gespielt hat ob das Leben in einem Kollektiv etwas für das eigene Leben wäre, sollte unbedingt dieses Buch lesen! Denn in „Einfach alles teilen? Unser Leben im Kollektiv“ erzählen die Mitglieder des Hofkollektivs Wieserhoisl, lebensnah und sehr authentisch von ihrem Hof und dem gemeinschaftlichen Leben dort. Ich selbst hatte mich zuvor noch überhaupt nicht mit dem Thema beschäftigt und fühle mich nach der Lektüre nun gut informiert. Besonders gut gefiel mir der sehr offene Umgang mit Problemen und Herausforderungen, welche der Alltag und das enge Zusammenleben, mit sich bringen. Den Autor:innen gelingt es wirklich ausgesprochen gut, Freude und die Vorteile ihres Lebens zu vermitteln, ohne dabei das Leben auf dem Biobauernhof zu verklären. Alle Kapitel lassen sich unabhängig voneinander lesen und geben einen umfassenden Überblick über zahlreiche wichtige Themenbereiche. So erfährt man als Leser:in viel Praktisches, zum Beispiel wie das Kochen, die Gartenarbeit und die Finanzen geregelt werden. Aber auch mit Intentionen und politische Überzeugungen, beschäftigen sich einige, eher theoretisch angelegte, Kapitel. Dadurch das die einzelnen Kapitel, von unterschiedlichen Autor:innen geschrieben wurden, gibt es nicht den einen Schreibstil. Auch deshalb lesen sich manche Abschnitte leichter als andere, die verschiedenen sprachlichen Umsetzungen sorgen allerdings auch für Abwechslung. Trocken oder langweilig geht es allerdings auf keiner Seite zu. Oft konnte ich nur staunen mit welchem Idealismus und welcher Beharrlichkeit das Kollektiv seine Ziele verfolgt und wie offen es uns Leser:innen daran teilhaben lässt. Somit war „Einfach alles teilen? Unser Leben im Kollektiv“ für mich nicht nur richtig informativ, sondern zudem überaus inspirierend. Auch die aufwendige und schöne grafische Gestaltung sorgt für großes Lesevergnügen. Deshalb vergebe ich gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.05.2022

Vielschichtige und feinfühlige Umsetzung des sensiblen Themas Sterbehilfe

Die sieben Schalen des Zorns
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Wie schon das vorhergehende Buch auch, sprach mich „Die sieben Schalen des Zorns“ des Autoren Markus Thiele, sofort an. Erneut nimmt er sich ein anspruchsvolles, wie auch viel diskutiertes Thema in seinem ...

Wie schon das vorhergehende Buch auch, sprach mich „Die sieben Schalen des Zorns“ des Autoren Markus Thiele, sofort an. Erneut nimmt er sich ein anspruchsvolles, wie auch viel diskutiertes Thema in seinem Roman vor und konnte mich dabei mit seiner Umsetzung wirklich überzeugen. Die Geschichte kann dabei nicht nur thematisch, sondern auch durch ihre zahlreichen lebensnahen und authentischen Protagonist:innen punkten. Durch diese und ihre unterschiedlichen Lebensgeschichten und Meinungen, zeigen sich nach und nach zahlreiche Aspekte bzw. Schattierungen des Themas aktive und passive Sterbehilfe. Am Ende muss sich jede:r selbst eine Meinung bilden, dafür bietet der Roman auf jeden Fall zahlreiche Anregungen und Impulse. Darüber hinaus bietet das Buch auch einen Überblick über die aktuelle Rechtslage diesbezüglich und gibt außerdem gelungene Einblicke in die Möglichkeiten und Grenzen unseres deutschen Rechtssystems. Trotzdem ist die Geschichte überaus lebendig und gar nicht trocken! Gekonnt wechselt der Autor zwischen verschiedenen Perspektiven und Zeitsträngen hin und her, so dass am Ende ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Trotz des eigentlich sehr emotionalen Themas bringt die Geschichte eine große Ruhe mit sich und macht gerade durch ihre Vielschichtigkeit immer wieder nachdenklich. Der Schreibstil gefiel mir durchgängig gut, auch deshalb da er trotz des ambitionierten Settings, nicht zu anspruchsvoll war und sich flüssig las. Und auch wenn am Ende, doch die ein oder andere Frage offen blieb, gefiel mir der Roman in seiner Gesamtheit doch so gut, das ich gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung vergeben mag.

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Veröffentlicht am 15.05.2022

Auf in die Natur! - Entdecke die Möglichkeiten deiner Umgebung

Gefundenes Fressen
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In gewohnter sehr hochwertiger Qualität des Brandstätter Verlags kommt auch „Gefundenes Fressen“ das Gemeinschaftswerk von Jan Hrdlicka, Fabio Haebel und Olaf Deharde daher. Wer gerade ein besonders Geschenk ...

In gewohnter sehr hochwertiger Qualität des Brandstätter Verlags kommt auch „Gefundenes Fressen“ das Gemeinschaftswerk von Jan Hrdlicka, Fabio Haebel und Olaf Deharde daher. Wer gerade ein besonders Geschenk für einen lieben Menschen oder auch sich selbst sucht, liegt hier goldrichtig! Die Botschaft des Sachbuchs sprach mich auf jeden Fall sofort an und der lockere Schreibstil der Autoren macht Mut und Lust aufs ausprobieren. Inhaltlich handelt es sich um kein reines Kochbuch. Vielmehr ist „Gefundenes Fressen“ ein gelungener Ratgeber zu den Themen Wildpflanzen und Pilze sammeln, aber auch über das Jagen und Fischen gibt es einiges zu erfahren. Dazu bietet das Buch dann gleichzeitig die passenden Rezepte, welche sofort Lust aufs ausprobieren machen. Für Vegetarier:innen ist das Buch weniger geeignet, da doch viele Gerichte auf Wild und Fisch zurückgreifen. Für alle die sich allerdings bewusster und regionaler ernähren möchte, bietet das Buch einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten der Natur. Da die Autoren selbst aus dem Norden kommen, sind einige Kapitel z.B. „Der kleine Strand-Sammel-Guide“, auf die Nähe zum Meer ausgelegt. So wird zwar nicht jede:r das Buch voll ausschöpfen können, aber auch wenn nicht alle Kapitel für mich relevant waren, gefällt mir die Zusammenstellung dennoch sehr gut. Besonders die Kapitel zum Haltbarmachen und die ansprechenden Fotos im gesamten Werk haben es mir angetan. So liefert das Buch wirklich jede Menge guter Ideen, die unterschiedlich leicht umzusetzen sind. Wer allerdings selbst Pilze (und Wildpflanzen) sammeln möchte, sollte noch in einen ausführlichen Naturführer bzw. in ein Bestimmungsbuch investieren. „Gefundenes Fressen“ bietet zwar einen guten ersten Überblick, um mich vor allem in die Pilze zu trauen, fehlt es mir aber an aussagekräftigen Fotos. Außerdem wäre dieses Schätzchen viel zu Schade, um es mit in den Wald zu nehmen, da bekommt es doch lieber einen Ehrenplatz in meinem Regal!
Mein Fazit: Inhaltlich bunt gemischt und sehr ansprechend gestaltet. Dafür gibt es volle 5 Sterne und eine klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 12.05.2022

Persönliche und überaus ehrliche Schilderung einer schier unglaublichen Reise

Solo auf See
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In ihrem Buch „Solo auf See“ erzählt Gabi Schenkel vom bisher größten Abenteuer ihres Lebens. Völlig allein wagte sie sich an eine Atlantiküberquerung im Ruderboot. Zunächst einmal klang für mich nur der ...

In ihrem Buch „Solo auf See“ erzählt Gabi Schenkel vom bisher größten Abenteuer ihres Lebens. Völlig allein wagte sie sich an eine Atlantiküberquerung im Ruderboot. Zunächst einmal klang für mich nur der Gedanke daran unfassbar, aber Gabi beweist schnell durch ihre unglaubliche Kraft und ganz viel Durchhaltewillen, dass kein Traum zu groß erscheinen muss. Im Buch erzählt die gebürtige Schweizerin vor allem von ihrer fast 75 Tage andauernden Reise quer über den Atlantik. Außerdem gibt es aber auch immer wieder autobiografische Passagen, in welchen sie von ihrer Vergangenheit erzählt. Diese lassen eine noch größere Nähe entstehen und erklären wie sie zu der starken Frau geworden ist, welche wir im Buch kennen lernen. Allgemein ist das Buch wirklich sehr sehr persönlich geschrieben und bringt auch deshalb sehr viel Authentizität mit. Der Schreibstil liest sich angenehm und sorgte dafür dass ich mir das Setting bildhaft vorstellen konnte. Ungewöhnlich für ein Sachbuch, kam ich beim Lesen schnell voran und die Handlung konnte mich wirklich durchgehend fesseln. Ein großes Highlight waren für mich die anschaulichen Fotos in der Mitte des Buchs. So konnte ich mir das Boot und die Umgebung noch besser vorstellen. Von diesen traumhaften Einblicken in das Leben an Board, darf man sich allerdings nicht täuschen lassen. Denn die Reise war überaus beschwerlich und hielt außerdem zahlreiche Herausforderungen und Probleme für Gabi bereit. Auch deswegen ist die Stimmung des Buches weniger positiv als ich ursprünglich dachte. Die Autorin wird immer wieder auf negative Gedanken zurückgeworfen, kämpft mit so mancher Komplikation und kann auch deshalb nicht nur Freude vermitteln. So entsteht ein ehrlich, aber nicht immer leicht auszuhaltender Bericht welcher mir im Gesamten dennoch gut gefiel. Darum gibt es von mir auch volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle die vom großen Abenteuer träumen, oder lieber doch nur davon lesen möchten.

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Veröffentlicht am 10.05.2022

Atemberaubende Hochspannung – Thriller Highlight mit besonders viel Nervenkitzel

Das Ferienhaus - Und du denkst, du bist sicher
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„Das Ferienhaus“ von C.M. Ewan hält eine überaus erschreckende und mitreißende Geschichte bereit und ist definitiv nichts für schwache Nerven! Auf den ersten Seiten können wir die Familie und das Setting ...

„Das Ferienhaus“ von C.M. Ewan hält eine überaus erschreckende und mitreißende Geschichte bereit und ist definitiv nichts für schwache Nerven! Auf den ersten Seiten können wir die Familie und das Setting zunächst einmal ruhig kennen lernen. Eine gewisse Spannung wird aber auch hier schon aufgebaut. Sehr schnell überschlagen sich dann allerdings die Ereignisse, so dass uns der Autor kaum noch durchatmen lässt. Selten habe ich einen Thriller gelesen, welcher solch ein hohes Tempo vorlegt, an einfach jeder Stelle spannend ist und dabei noch eine stimmige und interessante Handlung mitbringt. Über die Handlung möchte ich gar nicht viel verraten, es gab auf jeden Fall viele überraschende Wendungen und so manchen schlauen Twist. Die Hauptprotagonist:innen waren sehr lebendig und überaus menschlich dargestellt. Neben Tochter Holly, mochte ich Hund Buster besonders gerne, aber auch Tom und Rachel sind vielschichtige und gelungene Charaktere. Obwohl die Kapitel überwiegend aus Toms Sicht erzählt werden, bekommt man dennoch ein gutes Gefühl für die restliche Familie. Besonders hervorzuheben ist neben der nervenaufreibenden Handlung, außerdem der Schreibstil. Dieser ist, fast schon untypisch für einen Thriller, sehr ausgefeilt, detailliert und beschrieb alles unglaublich bildhaft und realistisch. Auch dadurch wurde ich regelrecht in die Geschichte gesogen und hielt mehr als einmal den Atem an. Auch durch die anschaulichen Beschreibungen wirkte die gesamte Handlung authentisch, wobei eine wunderbar düstere Atmosphäre geschaffen wurde. Stellenweise ging es dabei allerdings ziemlich brutal zu. Wer blutige Beschreibungen und Gewaltschilderungen nicht aushalten kann, sollte lieber nicht zu diesem Buch greifen. Ansonsten gibt es von mir aber eine uneingeschränkte Leseempfehlung und natürlich 5 Sterne.
Mein Fazit: Vorsicht Suchtgefahr! Wer dieses Buch einmal angefangen hat, kann es nicht mehr aus der Hand legen.

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