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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.08.2017

Letzte Worte

Targa - Der Moment, bevor du stirbst
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Die hochbegabte aber zwangsgestörte Targa Hendricks ist bei einer Spezialeinheit beim BKA wo sie undercover ermittelt. Seit einigen Wochen treiben tote Mädchen auf Booten auf dem Wasser. Äußerlich unversehrt ...

Die hochbegabte aber zwangsgestörte Targa Hendricks ist bei einer Spezialeinheit beim BKA wo sie undercover ermittelt. Seit einigen Wochen treiben tote Mädchen auf Booten auf dem Wasser. Äußerlich unversehrt lässt sich keine Todesursache erkennen. Die Mädchen sind einfach erstickt. Ins Ziel der Ermittlungen rückt der Psychologie-Professor Falk Sandman der ein Blog betreibt in dem er die letzten Worte von Menschen kurz vor ihrem Tod sammelt.

Die Beschreibung des Blogs ist schon sehr speziell und kaum vorstellbar das Angehörige ihre Lieben kurz vor deren Tod filmen.
Targa, die ohne Familie und Freunde ist und vollkommen emotionslos handelt soll ihn undercover überführen. Dabei gerät sie selbst in Lebensgefahr als Sandman ihr auf die Schliche kommt.

Der Schreibstil, rein im Präsens, war etwas gewöhnungsbedürftig. Ich empfand ihn als ebenso emotionslos wie die Protagonistin Targa. Man liest darüber ohne wirklich mittendrin im Geschehen zu sein.
Dies ist das erste Buch von B.C. Schiller das ich gelesen habe, das Ende ist offen und verweist auf eine Fortsetzung. Ich bin gespannt auf einen weiteren Teil.

Veröffentlicht am 12.08.2017

Gerechtigkeit

Du sollst nicht leben (Ein Marina-Esposito-Thriller 6)
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Ein Mann erwacht gefesselt an einen Stuhl ohne zu wissen wie er dorthin gekommen ist. Ein Mann mit einer Maske stellt ihn vor die Frage wen er töten soll, seine Freundin und die gemeinsame Tochter oder ...

Ein Mann erwacht gefesselt an einen Stuhl ohne zu wissen wie er dorthin gekommen ist. Ein Mann mit einer Maske stellt ihn vor die Frage wen er töten soll, seine Freundin und die gemeinsame Tochter oder er selbst als gerechten Ausgleich für eine tödliche Autofahrt. Darren Richards entscheidet sich für seine Freundin und wird schwer verletzt noch rechtzeitig von der Polizei aufgefunden.

Phil Brennan erhielt den Anruf des Mörders wo er zu finden ist. Dort angekommen sieht er sich dem schlimmsten Fall gegenüber. Eine Frau mit einem kleinen Kind auf dem Schoß von einer Armbrust erschossen.

Die Ermittlungen verlaufen schleppend und schwierig während der Mörder im Namen der Gerechtigkeit weiter zuschlägt.

Bei den Ermittlungen ist er auf sich alleine gestellt, da Marina sich den Dämonen der eigenen Vergangenheit gegenüber sieht. Sie wird von einer befreundeten Kollegin in eine Psychiatrie gerufen um dort eine Frau zu begutachten. Das ist jedoch nur ein Vorwand da in der Psychiatrie eine Doppelgängerin einer toten Psychiaterin einsitzt. Das bringt Marinas Leben ziemlich durcheinander.

Die zwei Handlungsstränge werden am Ende gut zusammengeführt. Ein dritter Handlungsstrang um Kleinkriminelle im Drogenmilieu von Birmingham erschien mir überflüssig und hat manches Mal den Lesefluss gestört.

Wie auch die Vorgängerbände um Phil Brennan und Marina Esposito bleibt die Grundspannung die ganze Zeit sehr hoch und das Buch endet ein weiteres Mal mit einem Cliffhänger. Ich bin schon gespannt mit welchem Fall die beiden sich das nächste Mal auseinander setzen müssen.

Veröffentlicht am 08.06.2017

Nichts ist so wie es scheint

Der Brief
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Ein Tag im Mai, Marie Kluge erhält einen Brief der ihr Leben auf den Kopf stellen wird. Der Brief kommt von einer alten Schulfreundin zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Doch die Adresse und ...

Ein Tag im Mai, Marie Kluge erhält einen Brief der ihr Leben auf den Kopf stellen wird. Der Brief kommt von einer alten Schulfreundin zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Doch die Adresse und der Inhalt sind höchst merkwürdig. Lebt Marie Kluge in Paris mit einem Künstler zusammen, leidet an einem Aneurysma im Gehirn oder ist sie mit einer Frau zusammen in Hamburg ?
Die Schulfreundin beteuert diesen Brief nie geschrieben zu haben. Bis sie eines Tages selbst einen Brief bekommt der das Leben von Christine ebenfalls auf den Kopf stellt.

Was ist Wirklichkeit ? Darum dreht sich der Debüt Roman von Carolin Hagebölling. Der Schreibstil in Ich-Form aus Sicht von Marie Kluge ist sehr intensiv und lebendig. Man kann sich gut in die Personen hineinversetzen und wartet immer darauf auf den nächsten Seiten eine Erklärung zu finden.

Auch am Ende bleibt die Frage bestehen denn nichts ist so wie es scheint. Ein interessantes Buch und durchaus lesenswert.

Veröffentlicht am 27.05.2017

Die toten vier und die verschwundene Tessa

Die Grausamen
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Gescheiterte Polizisten die in der Abteilung für Cold Cases ihr Gnadenbrot verdienen können ist nichts neues. Das ganze verpackt in einen neuen Thriller von John Katzenbach ist auf jeden Fall gelungen.
Ich ...

Gescheiterte Polizisten die in der Abteilung für Cold Cases ihr Gnadenbrot verdienen können ist nichts neues. Das ganze verpackt in einen neuen Thriller von John Katzenbach ist auf jeden Fall gelungen.
Ich habe schon lange kein Buch mehr von Katzenbach gelesen, da sie irgendwie ziemlich einheitlich wirkten. Dieser Roman ist dagegen eine gelungene Lektüre.

Vor 20 Jahren verschwand die 13 jährige Tessa aus dem noblen Vorort ihrer Stadt. Es wurde nie eine Spur von ihr gefunden. Die Eltern sind verzweifelt, die Polizei hat den Fall abgeschlossen. Durch einen privaten Unfall wurde Gabe zum Alkoholiker und hat keine Chance mehr auf seinen alten Posten bei der Polizei zurückkehren zu können. Auch Martha, die im Drogendezernat gearbeitet hat und aus Versehen ihren Partner erschossen hat, kann dorthin nicht zurück. Also wird eine neue Abteilung gegründet und die beiden sollen sich fortan darum kümmern ob es bei den Cold Cases neue Erkenntnisse gibt.

Eher lustlos beginnen sie die unbefriedigte Arbeit. Durch Zufall stößt Martha auf 4 Todesfälle die von den seinerzeit besten Polizisten bearbeitet wurden und trotz Empfehlung auf weitergehende Ermittlungen bei den Cold Cases landet. Auf den ersten Blick haben die 4 Todesfälle nichts miteinander zu tun und noch weniger mit dem Verschwinden von Tessa.

Daraus ergibt sich eine spannende Jagd bei dem Gabe und Martha in Lebensgefahr geraten. Offensichtlich gibt es auch nach 20 Jahren Menschen die eine Aufklärung verhindern wollen. Die Auflösung hat mich wirklich überrascht und mich betroffen zurückgelassen. So ein Ende hätte ich nicht erwartet.

Der Schreibstil ist lebendig, der Spannungsbogen selbst auf über 500 Seiten hoch gehalten. Die Personen werden gut beschrieben und man kann sich gut in sie hineinversetzen.

Veröffentlicht am 27.05.2017

Mord in der Provence

Gefährlicher Lavendel (Ein-Leon-Ritter-Krimi 3)
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Leon Ritter, Gerichtsmediziner aus Deutschland fühlt sich wohl in der Provence und in dem kleinen Örtchen Le Lavandou. Die Ruhe findet jedoch bald ein Ende als ein bekannter Richter erst vermisst und wenig ...

Leon Ritter, Gerichtsmediziner aus Deutschland fühlt sich wohl in der Provence und in dem kleinen Örtchen Le Lavandou. Die Ruhe findet jedoch bald ein Ende als ein bekannter Richter erst vermisst und wenig später grausam gefoltert auf seinem Seziertisch landet. Bald darauf verschwindet ein weiterer stadtbekannter Mann und wird kurz darauf mit grausamen Folterspuren aufgefunden. Was verbindet die Männer miteinander und wer wendet solche Foltermethoden an ?

Die Polizei hat einen Verdächtigen gefunden der kurz darauf spurlos verschwindet. Die Polizei ist sich sicher das der gesuchte Mörder auf der Flucht ist. Nur Leon Ritter ist sich da nicht so sicher, hört auf sein Bauchgefühl und stellt eigene Ermittlungen an. Am Ende ist er es der den wahren Sachverhalt aufklärt und es kommt zu einem großen Showdown bei dem er selbst in Lebensgefahr gerät.

Ich habe mich sehr darauf gefreut den dritten Teil mit Leon Ritter zu lesen und wurde nicht enttäuscht. Die Spannung ist hoch und bleibt, mit einigen Längen, die ganze Zeit erhalten. Der Schreibstil ist lebendig, die einzelnen Personen werden realistisch dargestellt. Auch die Mischung aus Privatleben und Ermittlungsarbeit ist genau richtig. Das ganze angesiedelt in einem beschaulichen Ort in der Provence lässt Urlaubsträume aufkommen.

Ein wenig merkwürdig erscheint mir nur die Rolle von Leon Ritter bei den Ermittlungen. Die Polizei kommt nicht so gut dabei weg. Kompetenzgerangel mit höheren Stellen in Paris verhindern das. Nur der unabhängige Leon Ritter kann ungestört ermitteln zum Zorn der örtlichen Polizei.

Ich freue mich auf jeden Fall auf einen neuen Fall in dieser Reihe den ich gerne wieder lesen möchte