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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2022

Konnte mich nicht ganz so begeistern, wie ihre zwei ersten Bücher

Up to Date – Drei Dates machen noch keine Liebe – oder doch?
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Von der Autorin habe ich bereits "Love to share" und "Time to love" gelesen und mochte beide sehr, deshalb war ich umso gespannter auf ihr neuestes Buch.

Der Schreibstil ist wieder sehr locker und flüssig ...

Von der Autorin habe ich bereits "Love to share" und "Time to love" gelesen und mochte beide sehr, deshalb war ich umso gespannter auf ihr neuestes Buch.

Der Schreibstil ist wieder sehr locker und flüssig zu lesen und auch der Einstieg ins Buch fiel mir gar nicht schwer. Natürlich fragt man sich direkt zu Beginn, wer dieser Joseph Carter ist und weshalb er drei Dates mit drei Frauen hat und jede versetzt. Die Geschichte würde ich eher als ruhig bezeichnen, ohne großen Spannungsbogen. Außer vielleicht am Ende. Ihre beiden ersten Bücher zeichnen sich für mich vor allem durch eine tolle Atmosphäre aus, das habe ich hier nicht so stark empfunden.

Was ich vermisst habe war die typische "Beth O'Leary Leichtigkeit". Das Buch war zwar nicht extrem schwer oder emotional, aber irgendwie ist der Funke bei mir während des Lesens nicht so ganz übergesprungen. Die generelle Idee mit den 3 Frauen und dem Date, bei dem der selbe Mann nicht auftaucht fand ich gut und auch die Auflösung am Ende war sehr logisch (wenn auch zum Teil vorhersehbar). Jane, Siobhan und Miranda mochte ich als Protagonistinnen wirklich alle gern. Die Kapitel werden jeweils aus der Sicht von einer der Frauen erzählt. Joseph bleibt bis zum Ende eher der mysteriöse Typ, dessen Handeln man nicht wirklich versteht. Ich war immer etwas misstrauisch ihm gegenüber, habe mir allerdings auch gedacht, dass er kein schlechter Kerl sein kann. Was ich gut fand war, dass es zwischenzeitlich doch etwas tiefgründiger als gedacht zugeht.

Ich kann das Buch bedingt empfehlen und vergebe gute 3,5/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 09.06.2022

Süße und amüsante Geschichte, hat aber einige Längen (3,5/5 Sterne)

Royal Blue
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Royal Blue war das erste Buch, welches ich von der Autorin gehört bzw. gelesen habe. Die Idee der Geschichte war definitiv mal etwas anderes und originell. Der Schreibstil ist sehr locker und oft humorvoll, ...

Royal Blue war das erste Buch, welches ich von der Autorin gehört bzw. gelesen habe. Die Idee der Geschichte war definitiv mal etwas anderes und originell. Der Schreibstil ist sehr locker und oft humorvoll, sodass ich immer gut folgen konnte.

Der Sprecher des Hörbuches macht seine Sache wirklich gut. Ich konnte ihm stundenlang zuhören, weil er schön betont und die Stimme an die jeweiligen Charaktere anpasst. Dadurch hat es mir sehr gefallen.

Sowohl Alex, als auch Henry mochte ich als Protagonisten sehr gern! Sie haben beide ihre Eigenarten, sind aber dennoch super sympathisch und ich mochte vor allem die stückweise Annäherung und wie die beiden zueinander finden. Das ganze politische Drumherum ist vielleicht nicht 1 zu 1 realistisch, aber durchaus spannend und amüsant geschrieben. Aber auch die Nebencharaktere sind gut geschrieben und zum größten Teil auch sympathisch.

Ein paar Längen hatte das Buch für mich allerdings und dadurch habe ich mich beim Hören stellenweise etwas gelangweilt. Insgesamt hätte ich es kürzer gefasst besser gefunden. Ich vergebe trotzdem gute 3,5 Sterne (aufgerundet 4 Sterne) und kann es als süßes, originelles Romance Buch empfehlen.

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Veröffentlicht am 18.01.2022

Mir fehlte der typische "Matt Haig Charme"

Der fürsorgliche Mr. Cave
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Matt Haig zählt seit dem letzten Jahr für mich zu einem meiner liebsten Autoren, umso mehr habe ich mich auf sein neuestes Buch gefreut. Vorab muss ich leider schon sagen, dass es für mich nicht mit seinen ...

Matt Haig zählt seit dem letzten Jahr für mich zu einem meiner liebsten Autoren, umso mehr habe ich mich auf sein neuestes Buch gefreut. Vorab muss ich leider schon sagen, dass es für mich nicht mit seinen anderen fabelhaften Büchern mithalten konnte.

Terence Cave wurde vom Schicksal wahrlich nicht verschont, denn bis auf seine Tochter hat er alles verloren, was er je geliebt hat. Das er dadurch einen Schutzzwang entwickelt, klingt für mich eigentlich nur logisch. Allerdings ist es erschreckend zu lesen, wie weit dieser Zwang reicht. Viel mehr kann und möchte ich aufgrund von spoilern nicht zu seinen Zwängen sagen. Allerdings war es teilweise recht beklemmend zu lesen. Andererseits konnte ich aber auch das Verhalten seiner Tochter oftmals nicht nachvollziehen. Das ein Teenager seine Freiheiten braucht ist mir klar, aber wer lässt seine Tochter mit gerade mal 15 in einen Club, in dem 30 Jährige Frauen aufreißen? An Stellen wie diesen fand ich seine Sorge durchaus berechtigt und komplett nachvollziehbar. Selbstverständlich konnte ich auch seine Tochter in vielen Punkten verstehen, eine richtige Sympathie konnte ich aber zu keinem der Charaktere aufbauen, weil ich die Handlungen von allen nicht als richtig empfunden habe. Meiner Meinung nach begünstigt Bryonys Verhalten die Angst und den Wahn ihres Vaters nur noch. Ich denke dies war einer der Gründe, weshalb mir das Buch nicht ganz so gut gefallen hat wie erhofft.

Ein weiterer Grund ist, dass für mich in der Geschichte der typische "Matt Haig Charme" gefehlt hat. Seinen Büchern haftet eigentlich immer etwas "schweres" an und bisher hat er es so gekonnt geschrieben, dass mich dieses schwere Thema beim Lesen dennoch nicht runtergezogen hat. Vielmehr hatte jedes Buch, obgleich seiner Schwere, auch eine sehr positive und philosophische Message. Diese konnte ich bei diesem Buch leider nicht erkennen. Für mich war die Geschichte einfach traurig und erschreckend und hat keine tiefgreifenden Inhalte vermittelt.

Der Schreibstil war meiner Meinung nach ebenfalls nicht so typisch für den Autor. Das Buch spricht die Leser:innen direkt an, als wäre man seine Tochter Bryony. Zunächst dachte ich, dass ich dazu mehr Nähe zu den Charakteren aufbauen konnte, allerdings war dies nicht der Fall und mir gefällt sein Schreibstil in den anderen Büchern wesentlich besser. Was nicht heißen soll, dass ich seinen Schreibstil in diesem Buch als schlecht bezeichnen würde. Er war trotzdem gut, nur eben nicht so gut wie gewöhnlich.

Die Handlung hatte ich als relativ vorhersehbar vermutet, ein paar Überraschungen (mit denen ich nicht gerechnet hatte) gab es im Laufe der Geschichte aber doch noch, sodass sich die Geschichte spannend liest. Ich gebe dem Buch 3,5 Sterne, runde in Portalen ohne halbe Sterne allerdings auf 3 ab, weil es mir für 4 Sterne dann doch nicht gut genug gefallen hat. Zu 100% weiterempfehlen kann ich dieses Buch also leider nicht. Aber falls ihr Matt Haig noch nicht kennt, würde ich euch definitiv eines seiner anderen Bücher ans Herz legen! Er ist ein grandioser Autor und ich hoffe, dass sein nächstes Buch mir wieder mehr zusagt :)

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Veröffentlicht am 13.12.2021

Sehr viel Fiktion, aber Janes Charakter ist toll

Jane Austen und die Kunst der Worte
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Als großer Jane Austen Fan habe ich mich sehr gefreut, in diesem Buch noch mehr über die Frau hinter den genialen Büchern zu erfahren und ihr Leben mitzuverfolgen. Leider blieb nicht viel von Janes Leben ...

Als großer Jane Austen Fan habe ich mich sehr gefreut, in diesem Buch noch mehr über die Frau hinter den genialen Büchern zu erfahren und ihr Leben mitzuverfolgen. Leider blieb nicht viel von Janes Leben und ihrem Wesen erhalten, weshalb das Buch zum größten Teil fiktiv ist. Dafür kann man der Autorin natürlich keinen Vorwurf machen, ein bisschen fragt man sich aber doch, ob das Buch dann überhaupt mit diesen Beschreibungen angepriesen werden sollte.

Janes Charakter im Buch (ob sie nun wirklich so war oder nicht lasse ich mal außen vor) fand ich einfach wunderbar. Sie ist recht rebellisch für die damalige Zeit und möchte mehr erreichen, als nur Hausfrau und Mutter zu sein. Heiraten kommt für sie zunächst überhaupt nicht in Frage. Natürlich hat auch sie kein Herz aus Stein und ist vor Gefühlen nicht sicher. Wer sich allerdings eine flammende Liebesgeschichte erhofft, ist hier fehl am Platz. Im Buch lernt man vor allem kennen, was es bedeutet hat im 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts eine Frau zu sein. Wie schwer man es hatte etwas zu veröffentlichen, egal wie viel Talent man aufwies. Das wirkte sich natürlich sehr auf Jane aus und wir durchleben ihre Probleme und Schaffenskrisen. Vor allem Janes unerschrockene und mutige Art habe ich beim Lesen sehr geliebt. Sie macht das undenkbare möglich und ist ebenso scharfsinnig, wie liebenswert.

Zum Schreibstil der Autorin möchte ich mich natürlich auch noch äußern. Ich fand ihn etwas schwierig. Es ließ sich alles sehr gut lesen, aber mir sind immer wieder Formulierungen ins Auge gefallen, die einfach gar nicht in die Zeit gepasst haben. "Jane angelte sich einen Bagel." oder eine andere Szene in der Jane als "flirtwilliger Schmetterling" bezeichnet wird. Ich glaube kaum, dass im 18 Jahrhundert solche Begriffe benutzt wurden. Das hat mich immer wieder aus Szenen heraus gerissen und ziemlich gestört. Bis auf die Ausreißer war der Schreibstil nämlich angenehm.

Ich kann das Buch also nur bedingt weiterempfehlen. Viel über Janes wahres Leben erfährt man nicht und der Schreibstil passt nicht immer, ihr Charakter macht aber einfach Spaß. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen und bin ein kleines bisschen enttäuscht, weil ich mir doch mehr erhofft hatte.

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Veröffentlicht am 13.12.2021

Langsame und tiefgründige, weihnachtliche Liebesgeschichte

Weihnachtsglück in Willowbrook
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Wer eine weihnachtliche Liebesgeschichte mit tollen Protagonisten sucht, wird bei diesem Buch auf jeden Fall fündig! Im Buch begegnen wir Evie und Jake, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Evie ist ...

Wer eine weihnachtliche Liebesgeschichte mit tollen Protagonisten sucht, wird bei diesem Buch auf jeden Fall fündig! Im Buch begegnen wir Evie und Jake, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Evie ist ein tollpatschiger Sonnenschein. Fast immer gut drauf, optimistisch und sie versucht stets das Gute in allem zu finden. Jake hingegen ist ein richtiger Griesgram, was allerdings auch seine Gründe hat, die ich durchaus nachvollziehbar fand. Dennoch merkt man schnell, dass er durch seinen Kummer wie gelähmt ist. Nur Evie vermag es, ihm auch mal ein kleines Lächeln abzuringen. Doch Jake taut nach und nach auf und wird immer sympathischer. Auch Evie hat mit einigem zu kämpfen, allerdings geht sie anders damit um. Beide Charaktere fand ich trotzdem wirklich sympathisch und es hat Spaß gemacht von ihnen zu lesen.

Auch der Schreibstil der Autorin ist ein Pluspunkt. Das Buch liest sich sehr flüssig und es gibt die ein oder andere traurige Stelle, aber auch einiges zum Schmunzeln. Die Geschichte selbst ist leider total vorhersehbar, was für mich das größte Kritikpunkt ist. Dadurch war es für mich ein weihnachtliches Buch zum "nebenbei" lesen, aber nicht wirklich spannend. Das Setting war richtig schön winterlich, besonders schön fand ich den kleinen, malerischen Ort Willowbrook und Evies Geschäft.

Das Thema der Trauerbewältigung spielt in diesem Buch eine große Rolle. Generell fand ich es gut, wie die Autorin damit umgeht und zwei sehr gegensätzliche Menschen damit konfrontiert.

Alles in allem gebe ich dem Buch 3,5 Sterne und eine Leseempfehlung für Leser:innen, die eine gemütliche, aber vorhersehbare Geschichte, mit sympathischen Charakteren und schönem Setting, zu schätzen wissen.

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