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julia-elysia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.06.2022

Fesselnde und atemberaubende Fortsetzung!

Loreley
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kann Spoiler enthalten

Nach wie vor bin ich Marleen S. Meris Schreibstil verliebt und ich kann es jetzt schon kaum erwarten, wann der dritte Band der Loreley-Reihe herauskommt. Ich glaube, daran merkt ...

kann Spoiler enthalten

Nach wie vor bin ich Marleen S. Meris Schreibstil verliebt und ich kann es jetzt schon kaum erwarten, wann der dritte Band der Loreley-Reihe herauskommt. Ich glaube, daran merkt man auch, dass ich Band 2 genauso geliebt habe wie Band 1. Welchen der beiden Teile ich mehr mochte, kann ich letztendlich nicht sagen, denn beide hatten seinen Charme und seine Spannungen.

Am Anfang war ich etwas frustriert, weil die ersten 60 Seiten aus Atlas' Sicht geschrieben worden waren. Ich mag sie und die anderen Elmanauten zwar, allerdings konnten mich Jermaines und Beléns Sichtweisen auch schon im ersten Band besser abholen - und das hat sich im zweiten Teil auch nicht geändert. Dennoch hat man vor allem am Anfang mit Atlas ein spannendes Abenteuer erlebt, welches mich an einer Stelle zwar etwas verwirrt hatte, nämlich die Sache mit der Tochter des Herzoges, aber Atlas noch mehr Handlungsfläche gegeben hat.

Seit dem ersten Band bin ich ein unglaublicher Fan der Belén-und-Thaloan-Storyline, und das hat sich auch im zweiten Band nicht geändert - ich habe die Sichtweise nur noch mehr lieben gelernt. Letztendlich sogar mehr als Jermaines. Ich frage mich, wie Beléns Vater jetzt auf ihren Brief reagieren und ob er wirklich noch Krieg gegen den Kaiser führen wird. Das war ja im ersten Band bereits absehbar.

Was Jermaine und Sammy betrifft - irgendwie kann ich ihre Beziehung nicht ganz greifen. Jermaine äußert selbst im zweiten Band oft Zweifel, was ihre Liebe zu Sammy angeht, und auch ihre Sorge darüber, dass sie ihre Zuneigung nicht wirklich zeigen kann. In der Leserunde zu Band 2, die aktuell noch läuft, habe ich, auch wenn ich dort nicht dran teilnehme, gelesen, dass jemand glaubt, dass Jermaine sich nur auf ihn einlässt, weil sie das Gefühl, Sammy etwas zurückgeben zu müssen, und dass sie Freundschaft mit Liebe verwechselt - und tatsächlich wirkt es für mich auch so. Ich weiß nicht, wie es mit den beiden weitergehen wird, aber ich bin auf jeden Fall gespannt.

Und was die Storyline mit Sammy angeht, war dieser im Verlauf des zweiten Bandes für mich zwar absehbar, aber dennoch überaus interessant zu lesen - insbesondere seine Erzählung über seine Vergangenheit.

Eine Sache, die mich etwas gestört hat, war die Länge des Buches und das abrupte Ende. Ich habe in der Leserunde gelesen, dass die Autorin eigentlich weniger Bände und dafür eine andere Verteilung der Kapitel geplant hatte, die sich durch die Verlagsvorgaben allerdings verschoben haben. Somit hätte Band 2 nicht an der Stelle enden sollen, an der er geendet hatte. Ich persönlich hätte nichts gegen längere Bücher einzuwenden, vor allem weil Band 2 doch etwas kürzer als der erste Band war. Dennoch tut es der Geschichte keinen Abbruch und ich war von dieser trotzdem hellauf begeistert.

Nicht zuletzt bin ich dankbar für das Personenregister, welches im ersten Band ja gefehlt hatte. Es hat auf jeden Fall geholfen, die ganzen Personen besser zuzuordnen.

Insgesamt gebe ich dem zweiten Teil der Loreley-Reihe 5 Sterne!

Veröffentlicht am 26.03.2022

Spannender High-Fantasy-Auftakt!

Loreley
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Ich habe vor ein paar Tagen erst "Lieder der Wälder" von Marleen S. Meri beendet und da ich zum Geburtstag "Loreley" geschenkt bekommen habe, konnte ich mich gleich in das nächste Abenteuer der Autorin ...

Ich habe vor ein paar Tagen erst "Lieder der Wälder" von Marleen S. Meri beendet und da ich zum Geburtstag "Loreley" geschenkt bekommen habe, konnte ich mich gleich in das nächste Abenteuer der Autorin schmeißen.

Ich liebe diesen bildhaften und lebendigen Schreibstil. Man hat das Gefühl, dass die Autorin genau vor Augen hat, wie ihre Welt aussieht, und dass sie genau das mit ihrer Leserschaft teilen will. Schon in "Lieder der Wälder" war ich von dem Weltenaufbau begeistert, weil nicht einfach nur erzählt wurde, wie die Landschaft aussah, sondern auch kulturelle Aspekte so natürlich eingebracht worden sind, als ob die Welt tatsächlich schon immer so existiert hat.

Die Charaktere haben mich ebenfalls wieder überzeugt und begeistert. Das Buch wird aus drei verschiedenen Sichtweisen geschrieben: aus Jermaines (Ich-Perspektive), aus Atlas' und Beléns (beide aus der 3. Person). Ich fand es schön, dass verschiedene Perspektivenarten für die Charaktere gewählt wurden, nur eine Sache habe ich zu bemängeln: Durch einige Rezensionen wusste ich, dass die Perspektivenwechsel plötzlich kommen würden, trotz dessen war ich verwirrt, als zum ersten Mal Atlas' Sicht geschildert wurde. Dies lag daran, dass nicht "markiert" wurde, dass es eine neue bzw. andere Sichtweise gibt. Vielleicht könnte in Zukunft über den jeweiligen Kapiteln die Namen stehen, damit man sich als Leser:in besser darauf einstellen kann. Irgendwann habe ich diese Wechsel zwar ganz gut gemeistert, aber am Anfang war es etwas schwierig.

Auch hätte ich mir wie bei "Lieder der Wälder" ein Personenregister gewünscht, weil es teilweise doch viele Namen waren, von denen ich die Rolle in der Geschichte zwischenzeitlich vergessen habe.

All das sind aber keine Punkte, die der Geschichte schlecht zugespielt haben. Es sind vielleicht noch Verbesserungsvorschläge (oder Wünsche meinerseits).

Die Storyline hat mich ebenfalls wieder fesseln können. Insbesondere der Plottwist mit dem Kaiser hat mich überrascht. Auch wenn ich nicht von seiner Forderung begeistert bin, so muss ich doch eingestehen, dass ich mich ziemlich auf den Storyverlauf von Belén freue.

Auch die anderen Charaktere habe ich ins Herz geschlossen. Jeder hatte sein eigenes Päckchen zu tragen und sowohl seine Schwächen als auch Stärken. Ich bin gespannt, was mit den Fließenden in Jehra geschehen wird und ob Jermaine sie noch retten wird - ebenso wie ihren Vater.

Es gibt noch viele Punkte, die Fragezeichen bei mir hinterlassen haben, weswegen ich definitiv weiterlesen werde. Und da die Reihe, wie ich gehört habe, etwas länger werden soll, freue ich mich umso mehr auf die Fortsetzungen.

Alles in allem klare 5 Sterne von mir!

Veröffentlicht am 22.03.2022

Wenn eine Gruppe Barden auf einen arroganten Prinzen trifft

Lieder der Wälder
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Ich bin verliebt - ich kann es nicht anders sagen.

Ich bin eine richtige Kritikerin, wenn es zu High-Fantasy-Geschichten kommt, und sowieso gibt es für meinen Geschmack heutzutage sehr wenig (gute) High-Fantasy-Bücher, ...

Ich bin verliebt - ich kann es nicht anders sagen.

Ich bin eine richtige Kritikerin, wenn es zu High-Fantasy-Geschichten kommt, und sowieso gibt es für meinen Geschmack heutzutage sehr wenig (gute) High-Fantasy-Bücher, aber Marleen S. Meris Buch "Lieder der Wälder" hat mich so was von überzeugt, dass ich es gar nicht abwarten kann, bis (hoffentlich bald) der zweite Band rauskommt!

Zuallererst muss ich den Schreibstil und die Wortgewandtheit der Autorin loben, welche mir bei dem knapp 500 Seiten langen und schweren Buch beim Lesen Freude bereitet bereitet hat. Sie schafft es, Charaktere lebhaft und bildlich darzustellen und näherzubringen, nicht zuletzt durch die unfassbar schönen Illustrationen. Auch den nervtötenden und überaus arroganten Prinzen mochte ich auf irgendeine Art und Weise. Die Liebelei zu seiner Geliebten konnte ich zwar nicht ganz verstehen und nachvollziehen, aber das war einfach eine persönliche Sache.

Ich fand es überaus spannend, dass in dem Buch nicht dem klassischen Heldenschema nachgegangen wurde, sondern eine Gruppe Barden den arroganten Auserwählten begleiten mussten und mithilfe ihres Wissens diesen unterstützen konnten.

Die Barden konnten unterschiedlicher nicht sein - jeder hatte seine Schwächen und Stärken, doch gerade das hat sie so lebhaft und greifbar gemacht. Auch dass jeder seine eigene Geschichte hatte, fand ich überaus toll, und nicht zuletzt die Tatsache, dass auch ein 10-jähriges Mädchen ein Teil der Gruppe war - somit wurde das Gewicht nicht nur auf 17- bis Mitte 20-Jährige gelegt (wobei ich letztendlich gar nicht mehr weiß, inwieweit das Alter der anderen genannt wurde).

Was ich auch toll fand, war, dass die Elben nicht dem klassischen Schönheitsideal dieser Rasse entsprochen haben. Zwar mag ich diese auch nach der Tolkien-Art, doch dass sie beinahe einem etwas gruseligen Monster geähnelt haben, empfand ich als überaus interessante Interpretation.

Was ich etwas schade fand, war, dass Adeena nicht mehr so viel Aufmerksamkeit wie zu Beginn bekommen hatte. Am Anfang dachte ich noch, dass sich etwas zwischen ihr und dem Prinzen entwickeln würde, doch nach seiner Aktion hat sich das alles etwas verlaufen. Auch Rosies und Mattys' Rollen habe ich nicht ganz verstanden. Letztendlich haben sie ihre eigene Geschichte in der Geschichte bekommen und nicht wirklich Einfluss auf die anderen Barden gehabt.

Ich frage mich, ob sie im nachfolgenden Band noch eine größere Rolle spielen werden oder ob ihre Geschichte zu Ende erzählt worden ist. Schade fänd ich dies schon.

So oder so gebe ich dem ersten Band 5 Sterne. Ich bin gespannt, wie es weitergeht!

Veröffentlicht am 22.03.2022

Ein toller Extraband zu "Animant Crumbs Staubchronik"!

Animants Welt
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Ich habe "Animant Crumbs Staubchronik" geliebt und fand es überaus toll, als ich gehört habe, dass es einen Extraband gibt. In diesem findet man nicht nur Kurzgeschichten aus den Sichten neuer und bekannter ...

Ich habe "Animant Crumbs Staubchronik" geliebt und fand es überaus toll, als ich gehört habe, dass es einen Extraband gibt. In diesem findet man nicht nur Kurzgeschichten aus den Sichten neuer und bekannter Charaktere, sondern auch Briefe, Illustrationen, historische Hintergründe (und ihre Richtigkeit) und Fakten zur Entstehung der "Staubchronik" und deren Namen. Alles in allem fand ich das Buch unfassbar interessant und es war schnell zu lesen.

Auf jeden Fall ein schönes Buch für zwischendurch!

Zudem erfährt man, was der Grund für Thomas Reeds lange Warterei ist und warum er erst nach über einem Monat vor Animants Türschwelle auftaucht (das hatte ich nämlich am Ende des Hauptbandes bemängelt).

Was ich allerdings nicht ganz nachvollziehen kann, ist, dass dieses 190-Seiten-lange Buch knapp 13€ kostet. Ich finde den Preis für die kurze Länge ziemlich überteuert und hätte entweder ein längeres Buch oder einen niedrigeren Preis vorgezogen.

So oder so gebe ich dem Buch 5 Sterne!

Veröffentlicht am 08.03.2022

Von Selbstliebe, Wert und dem Leben

The Comfort Book – Gedanken, die mir Hoffnung machen
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Ich habe das Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen. So hätte ich es mir wahrscheinlich niemals selbst gekauft, weil ich viele solcher Bücher kritisch sehe, aber dieses Buch hat mich positiv überrascht.

Matt ...

Ich habe das Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen. So hätte ich es mir wahrscheinlich niemals selbst gekauft, weil ich viele solcher Bücher kritisch sehe, aber dieses Buch hat mich positiv überrascht.

Matt Haig schreibt über das Leben, über Ängste und Hoffnungen, darüber, dass man manchmal keine Lust hat, weiterzumachen, und darüber, warum man es doch tun sollte. Dass man sich nicht mit anderen vergleichen sollte, dass man seinen Wert nicht durch Vermögen, Besitztümer, die Anzahl seiner Freund:innen usw. vergrößern oder verbessern kann. Dass es weder 'gut' noch 'schlecht' gibt. Dass das Leben lebenswert ist, auch wenn man manchmal das Gefühl hat, dass es nicht so ist.

Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt und in jedem von ihnen gibt es mehrere kleinere und manchmal auch längere Kapitel. Sie behandeln unterschiedliche Themen. Manchmal sind es auch nur Gedichte oder Zitate, manchmal Erfahrungsberichte aus Haigs eigenem Leben und manchmal spricht er über das Leben anderer (bekannter) Menschen. Letzteres fand ich dahingehend interessant, da es meist Menschen mit krassen Schicksalsschlägen waren, die es trotz dessen geschafft haben, zu überleben und weiterzukämpfen.

Haig formuliert seine Aussagen nicht wie unanfechtbare Thesen. Er schreibt aus seiner Sicht, aus seinem Befinden, und dennoch haben mich seine Worte berührt. Oft habe ich zustimmend genickt, einige Aussagen hatte ich selbst eine Weile zuvor schon verinnerlicht gehabt, andere haben mich zum Nachdenken angeregt. Haig bietet kein Handbuch darüber, wie man das Leben zu leben hat, er gibt lediglich eine Ebene zur Selbstreflexion, und gerade das fand ich schön.

Er selbst hat mit einer Depression zu kämpfen und auch mit Selbstmordgedanken. Ich denke, dass gerade diese Leute, die mit dieser Krankheit zu kämpfen haben, am besten seine Worte und Gedanken verstehen und sich vielleicht selbst darin wiederfinden können.

Durch und durch ist dieses Buch besonders und ich werde einige Abschnitte wahrscheinlich noch öfter lesen und öfter darauf zugreifen. Klare 5 Sterne von mir!