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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2022

Starke, spannende Geschichte mit einem faszinierenden Setting

Sisters of the Sword - Wie zwei Schneiden einer Klinge
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Mittlerweile gibt es so viele fantastische Geschichten, dass es mir schwerfällt, noch einmal etwas komplett Neuartiges zu finden, da gefühlt schon jedes Setting einmal durchgespielt wurde. Ich bin da realistisch, ...

Mittlerweile gibt es so viele fantastische Geschichten, dass es mir schwerfällt, noch einmal etwas komplett Neuartiges zu finden, da gefühlt schon jedes Setting einmal durchgespielt wurde. Ich bin da realistisch, da es auch so viele Bücher gibt und freue mich aber über jede Besonderheit. Bei dem Roman musste ich nicht lange auf etwas Außergewöhnliches warten. Ziva ist eine ganz besondere Hauptperson, da sie in diesem Genre für mich der erste Charakter war, der auch mit einer Angststörung zu kämpfen hat. Sie arbeitet als Schmiedin und es ist es da gewohnt den ganzen Tag allein zu sein. Lediglich ihre Schwester hat sie gerne um sich. Angenehm ist auch, dass ihre Panikattacken zwar thematisiert werden, allerdings auch nicht zu dominant vorkommen.

Das nächste Highlight war für mich die Form der Magie. Als Schmiedin hat Ziva die Möglichkeit ihre Waffen mit Kräften aufzuladen, sodass Pfeile immer ihr Ziel treffen oder eine Axt den Gegner bewegungsunfähig macht. Diese Art der Macht habe ich ansonsten auch noch nie wo gesehen. Neben diesen wundervollen Besonderheiten ist dies allerdings eine klassische Quest. Ziva wird in einen größeren Konflikt verwickelt und muss fliehen, um gegebenenfalls einen Krieg zu verhindern. So bekommt der Leser auch noch einen guten Einblick von dem Land und lernt außerdem noch Zivas Weggefährten kennen.

In der kleinen Gruppe gibt es immer wieder kleinere Streitigkeiten oder viel mehr Kabbeleien, die die Handlung mit ihren amüsanten Dialogen auflockern. Ich mochte das miteinander der vier Charaktere sehr gerne. Es werden hier auch schöne Entwicklungen aufgezeigt, wobei mir diese gerne noch detaillierter beschrieben werden könnten. Bei Ziva ist eine Entwicklung besonders deutlich und ich konnte auch gut nachvollziehen, warum sie sich bei der ein oder anderen Sachen anpassen muss, aber ich hätte hier gerne noch stärker in ihren Kopf hineingeschaut.

Für mich hätten auch die Aspekte der Magie noch stärker dargestellt werden können. Ziva ist nicht die einzige Figur, die über Magie verfügt, allerdings hatte ich bis zum Ende kein Gefühl dafür, was alles in dieser Welt möglich ist oder welche Ausmaße die Magie haben kann. Das hätte für mich noch deutlicher dargestellt werden können. Meine Hoffnung ist da, dass dies in der Fortsetzung noch weiter thematisiert wird. Es werden zwar einige Fragen und auch schon Probleme in diesem Buch gelöst, allerdings ist das Ende dennoch eher offen. Es gibt somit noch genug Stoff für die Fortsetzung, die bereits im Herbst dieses Jahres erscheinen soll. Ich freue mich in jedem Fall darauf und hoffe, dass ich dazu kommen werde, Zivas Geschichte weiterzuverfolgen.

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Veröffentlicht am 13.04.2022

Ein wunderschöner Auftakt mit einem echt coolen Setting

Whitestone Hospital - High Hopes
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Bei all den Arztserien, die ich schon seit Jahren im Fernsehen schaue, ist es verwunderlich, dass mir noch nie vorher aufgefallen ist, dass es nur sehr selten Romane gibt, die im Krankenhaus spielen. Eigentlich ...

Bei all den Arztserien, die ich schon seit Jahren im Fernsehen schaue, ist es verwunderlich, dass mir noch nie vorher aufgefallen ist, dass es nur sehr selten Romane gibt, die im Krankenhaus spielen. Eigentlich ist es erstaunlich, dass es davon nicht mehr gibt, wenn doch Serien wie Emergency Room, Grey’s Anatomy oder The Good Doctor die Fans seit unzähligen Staffeln in ihren Bann ziehen. Etwas skeptisch war ich allerdings, ob es noch neue Ideen für ein solches Setting geben kann. Ich muss gestehen, dass mich ein paar Szenen an die ein oder andere Fernsehserie erinnert haben, aber das Buchformat hat mich dennoch in seinen Bann gezogen und vollkommen überzeugt. Ich habe das Whitestone Hospital bereits in mein Herz geschlossen und freue mich darauf, bald dorthin zurückzukehren.

Der Roman erzählt die Geschichte von Laura, die gerne in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und Ärztin am Whitestone Hospital werden würde. Dort trifft sie auf ihren Ausbilder und Stationsarzt Nash, der ihr vom ersten Moment an unter die Haut geht und nicht unbedingt im positiven Sinne. Bei diesem Setting hat mir besonders gut gefallen, dass auch die Nebencharaktere so viel Raum und so viele Facetten bekommen. Ich konnte mir jeden einzelnen von ihnen wirklich gut vorstellen und hätte selbst gerne die Ausbildung zur Assistenzärztin begonnen. Das Krankenhaus zeichnet sich wirklich dadurch aus, dass alle zusammenhalten und füreinander einstehen.

Die Handlung überzeugt dadurch, dass sie ein angenehmes Tempo hat und es auch die ein oder andere Überraschung gibt. Dennoch kommt der Roman ohne unnötiges Drama aus. Ich mochte es, dass die Handlung so realistisch wirkt und dass sie in keiner Weise überzogen ist. Am Ende gibt es zwar einen wirklich fiesen Cliffhanger, den es vielleicht nicht hätte geben müssen, aber so gibt es einfach nur noch einen Grund mehr den nächsten Band zu lesen. Es empfiehlt sich daher auch die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, auch wenn jeder Teil eine andere Hauptperson hat.

Bei all dem Lob und der tollen Leseerfahrung gab es nur einen ganz kleinen Kritikpunkt von meiner Seite. In meinen Augen war die Hauptperson zu perfekt. Jeder Mensch hat doch auch echte Makel und Schwächen. Bei Laura hatte ich allerdings den Eindruck, dass sie jede neue Situation sehr gut meistert und ihr neue Herausforderungen nur eine weitere Möglichkeit geben, ihre Stärken zu zeigen. Natürlich kann sie auch nicht immer jeden Patienten retten, sie ist immerhin keine Göttin, aber sie macht auch keine groben Fehler. Ich hätte mir hier gewünscht, dass der Leser auch ein paar ihrer Schwächen kennenlernt.

Der zweite Teil handelt von Mitch, der bereits mehrfach in diesem Band vorgekommen ist. Seine optimistische Art und vor allem auch seinen Humor mag ich jetzt schon. Ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung und hoffe, dass ich da noch ganz viel von Laura und Nash mitbekommen werde. In meinen Augen ist ihre Geschichte noch lange nicht zu Ende erzählt.

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Veröffentlicht am 16.03.2022

Ein erstaunliches Hörbuch, wie es kein anderes gibt

Prison Healer 1: Prison Healer. Die Schattenheilerin
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Manchmal habe ich einfach kaum Erwartungen an ein Buch oder habe sogar eher schon die Vorahnung, dass ich maßlos enttäuscht werde. So ging es mir bei dem Hörbuch „Prison Healer“. Das Buch wurde mit seinem ...

Manchmal habe ich einfach kaum Erwartungen an ein Buch oder habe sogar eher schon die Vorahnung, dass ich maßlos enttäuscht werde. So ging es mir bei dem Hörbuch „Prison Healer“. Das Buch wurde mit seinem wunderschönen Cover bereits so viel in den sozialen Medien gelobt, dass ich wieder erwartet habe, dass es dem Hype nicht gerecht werden kann. Wie sehr habe ich mich gefreut, als ich dann sehr positiv überrascht geworden bin. Die Geschichte ist einzigartig und ich habe eine solche Handlung bis jetzt noch nicht gelesen. Ich liebe es, wenn ich noch einmal eine neuartige Geschichte für mich entdecken kann.

Kiva ist seit ihrer Kindheit in einem ziemlich brutalen Gefängnis eingesperrt und überlebt dort nur so lange, da sie eine wirklich gute Heilerin ist. Da es eigentlich keine Chance gibt, das Gefängnis irgendwann zu verlassen, bleibt ihr nur die Hoffnung, dass ihre Familie sie irgendwann befreien kann. Als die Rebellenkönigin mit einer sonderbaren Krankheit eingeliefert wird, versucht Kiva alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um sie am Leben zu halten, da ihr Tod eine Rebellion anzetteln würde und ihr die Rebellen mit ihrem eigenen Tod gedroht haben.

Ein Setting in einem Gefängnis verspricht erst einmal nicht besonders freundlich oder aufbauen zu sein und so ist es auch. Es gibt Szenen, die nahezu deprimierend sind und es wird hier auch ein wirklich harter Alltag dargestellt. Es ist jedoch nicht so, dass einen die Lektüre komplett herunterzieht, da es auch genug nette Charaktere gibt und Kiva so immer wieder aufbauende Situationen erlebt. Ich fand die Einblicke in dieses fiktive Gefängnis dennoch sehr spannend und kann mir gut vorstellen, dass so vor zwei Jahrhunderten wirklich der Alltag eines Insassen aussah.

Die Handlung spielt in einer erfundenen Welt in einer unbestimmten Zeit, die jedoch an die erste Industrialisierung erinnert. Am Anfang hatte ich noch die Idee, dass das Buch genauso in der realen Welt hätte spielen können, aber es gibt eindeutige fantastische Elemente, die dieses fiktive Setting notwendig machen.

Ein paar Entwicklungen waren in meinen Augen schon früh vorhersehbar, aber bei einigen anderen bin ich komplett überrascht worden. Womit ich jedoch nicht sagen möchte, dass diese Wendungen unplausibel waren. Hinterher hat wirklich alles einen Sinn ergeben. Ich fand es sehr faszinierend mitzuraten, wie es weitergehen kann. Dabei hat auch Nina Reithmeier einen ausgesprochen guten Job gemacht, dass sie den Hörer mit ihrer Stimme in den Bann gezogen und Kiva Leben eingehaucht hat.

Mit dem Ende kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es einmal eine Fortsetzung geben wird. Es ist nicht komplett offen und es wäre für mich auch in Ordnung, wenn ich mir alles Weitere selbst ausdenken würde, aber ich schätze, dass wir von Kiva noch hören werden. Ich freue mich in jedem Fall schon darauf.

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Veröffentlicht am 14.03.2022

Weil jeder mal wütend ist

Heute hab ich Wut im Bauch!
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Jeder ist doch manchmal wütend – auf andere oder auch auf sich selbst – und dieses Gefühl gehört genauso zum Leben dazu wie die Freude oder die Trauer. Das Kätzchen Nora hat einen Tag, an dem sie sich ...

Jeder ist doch manchmal wütend – auf andere oder auch auf sich selbst – und dieses Gefühl gehört genauso zum Leben dazu wie die Freude oder die Trauer. Das Kätzchen Nora hat einen Tag, an dem sie sich über sehr viele Dinge ärgert. Sie ist nicht nur einmal oder zweimal, sondern sogar dreimal wütend und all diese Wut muss irgendwann einmal raus. Der Hund Lollo zeigt ihr, wie sie mit ihrer Wut umgehen kann und am Ende lernt sie, dass jeder, sogar die Erwachsenen, manchmal wütend sind.

Dieses Kinderbuch überzeugt nicht nur durch die wunderschöne Aufmachung, sondern vor allem auch durch die Geschichte. Kindern haben im Zweifelsfall noch viel mehr Situationen, in denen sie wütend sind als erwachsene und benötigen da erste einmal ein Ventil. Mir hat die Aussage in dem Buch einfach sehr gut gefallen. Im ersten Moment war ich mir nicht sicher, ob mir Nora mit ihren fordernden Aussagen sympathisch ist, aber letztendlich fand ich gut, dass sie so klar formulieren kann, was sie möchte und was nicht. Das macht es umso deutlicher, warum sie wütend ist, als sie nicht bekommen hat, was sie gerne wollte.

Verstärkt werden diese Emotionen durch die Illustrationen von Tim Warnes. Dieser hat händisch und mittels einer Collagentechnik wundervolle Bilder zu der Geschichte gezaubert. Gerade Noras Gefühle und Gesichtsausdrücke kommen hier sehr gut zur Geltung. Hier sind teilweise auch mehrere Bilder auf einer Seite dargestellt, sodass es viel für die jungen Zuhörer zu entdecken gibt. Da es viele Details und doch mehrere Sätze je Seite gibt, eignet sich das Buch nicht unbedingt für ein sehr junges Publikum. Ich denke, dass 3-4 Jahre ein ideales Lesealter ist.

In meinen Augen ist dies ein sehr schönes Vorlesebuch mit einer wichtigen Aussage. Im Zweifelsfall kann der ein oder andere Erwachsene noch seinen Umgang mit Wut verbessern, da schadet es nicht, bereits im jungen Alter mit der Auseinandersetzung mit dieser Emotion zu beginnen. Von mir gibt es eine eindeutige Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 10.03.2022

Eine wundervolle Geschichte mit sympathischen Charakteren und keinem unnötigen Drama

Idol - Gib mir alles von dir
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Wäre ich nicht schon längst ein Fan von Kristen Callihan, dann wäre ich mit Sicherheit durch die „Idol“-Reihe restlos von ihr überzeugt worden. Ob das Popstarleben wirklich so ist, wie es in den Büchern ...

Wäre ich nicht schon längst ein Fan von Kristen Callihan, dann wäre ich mit Sicherheit durch die „Idol“-Reihe restlos von ihr überzeugt worden. Ob das Popstarleben wirklich so ist, wie es in den Büchern dargestellt wird, weiß ich nicht, aber die Charaktere sind einfach so sympathisch und es werden so viele Emotionen vermittelt, sodass es spannende Romane sind. Der vierte Teil über den Bassisten Rye und die PR-Agentin Brenna ist da keine Ausnahme.

Die Geschichte startet damit, dass Brenna sich bei einer Freundin darüber auslässt, dass sie gerne einmal richtig guten Sex hätte und da ihre ganzen Freunde beneidet, die alle in den letzten Jahren Beziehungen begonnen haben. Diese Unterhaltung bekommt Rye mit, der schon lange ein Auge auf Brenna geworfen hat und die Vorstellung nicht ertragen kann, dass sie sich für ihre Bedürfnisse einen Fremden sucht. Somit bietet er sich für diese Aufgabe an.

Die beiden Hauptpersonen kannte ich bereits aus den vorherigen Bänden, obwohl Brenna mir da deutlich präsenter war als Rye. Sie hatte ich bis jetzt als taffe, selbstbewusste Frau wahrgenommen. In diesem Band wird außerdem noch deutlich, dass sie echt auch eine kleine romantische Ader hat und doch nicht alles so einfach auf die leichte Schulter. Sie wird hier deutlich komplexer dargestellt und der Leser bekommt viele Eindrücke, warum sie so eng mit der Band verbunden ist.

Bei diesem Roman hat mir besonders gut gefallen, dass die Geschichte ohne unnötiges Drama auskommt. Es gibt zwar dadurch weniger überraschende Wendungen, aber so wirkt die Handlung auch in jedem Fall realistischer. Es ist einfach echt schön mitzuerleben, wie die beiden sich besser kennenlernen und über ihren eigenen Schatten springen müssen, als sie merken, dass sie vielleicht doch mehr füreinander empfinden. Da habe ich als Leserin so viele Emotionen gespürt und konnte ihre Überlegungen so gut nachvollziehen.

Bei den vier Bänden weiß ich gar nicht, welcher mir am besten gefallen hat. Sie sind alle auf ihre Art einzigartig und echt wunderschön. Auch wenn die Teile unabhängig voneinander gelesen werden können, empfehle ich dennoch, sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen. In jedem Fall gibt es für die Reihe und vor allem auch für dieses Buch eine deutliche Leseempfehlung von mir.

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