Profilbild von Langeweile

Langeweile

Lesejury Star
offline

Langeweile ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Langeweile über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2022

Ein Heldenmythos hinterfragt

Das Geheimnis der verborgenen Bibliothek
0

Inhalt übernommen:

Bei ihrer Doktorarbeit über die Entstehung von Heldenmythen macht Zoe Farwell eine Entdeckung: Ihr Vorfahre Gerald Farwell, der wie ein Heiliger verehrt wird, ist anscheinend ermordet ...

Inhalt übernommen:

Bei ihrer Doktorarbeit über die Entstehung von Heldenmythen macht Zoe Farwell eine Entdeckung: Ihr Vorfahre Gerald Farwell, der wie ein Heiliger verehrt wird, ist anscheinend ermordet worden. Doch warum findet sich dazu nichts in den Akten? Ihre Neugierde ist geweckt.

Liverpool, 1839. Ein Mörder geht um in der Stadt, der es speziell auf Prostituierte abgesehen hat. Doch für ermordete Dirnen fühlt sich die örtliche Polizei nicht zuständig. Einzig Madeline Brown, mit einer der getöteten Huren eng befreundet, verlangt Aufklärung. Doch die Polizei bleibt untätig. Erst als Gerald Farwell, Bruder des Earls of Wooverlough und Pfarrer der Gemeinde, gewaltsam ums Leben kommt, schaltet sich die Metropolitan Police ein. Und auch Madeline begibt sich auf Spurensuche …

Meine Meinung:

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, was immer für eine besondere Spannung sorgt. Der angenehme Schreibstil ermöglichte es mir, sofort in die Geschichte einzutauchen. Die beiden, im Mittelpunkt stehenden Frauen, in Vergangenheit und Gegenwart, waren mir auf Anhieb sympathisch.

In der Vergangenheit ist es Madeline, die selber einen reichen Gönner hat, welche sich dafür einsetzt,dass die Morde an mehreren Prostituierten von der Polizei aufgeklärt werden. Das geschah jedoch nicht, weil ihr Leben als minderwertig galt, für die heutige Zeit völlig unverständlich.

In der Gegenwart ist es Zoe, die aufgrund ihrer lesbischen Neigung von ihrem Vater verstoßen wurde. Mit der Unterstützung ihrer Professorin begibt sie sich auf Spurensuche in ihrer Familie, dabei kommen sich die beiden Frauen näher, als sie es sich eingestehen wollen.

Ich habe die Geschichte voller Spannung verfolgt und das Buch in relativ kurzer Zeit beendet. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung verbunden mit fünf Sternen.

Veröffentlicht am 19.06.2022

Sehr gefühlvolle und spannende Zeitreise

Das Geheimnis von Ardmore Castle
0

Die Versicherungsdetektivin Ivy Ferguson kehrt aus beruflichen Gründen auf die Isle of Skye zurück,wo sie ihre Kindheit verbracht hat. Ihr Auftrag ist,die Echtheit eines alten Möbelstücks zu überprüfen, ...

Die Versicherungsdetektivin Ivy Ferguson kehrt aus beruflichen Gründen auf die Isle of Skye zurück,wo sie ihre Kindheit verbracht hat. Ihr Auftrag ist,die Echtheit eines alten Möbelstücks zu überprüfen, welches sich im Besitz von Laird MacKenzie befindet. Bei ihrer Ankunft auf Ardmore Castle schlägt ihr Ablehnung entgegen und der Schlossherr ist zu keiner Auskunft bereit. Lediglich sein Neffe Calum begegnet ihr freundlich und sie fühlt sich schon bald zu ihm hingezogen.

Ivy wohnt bei ihren Eltern und auch ihr Vater ist nicht begeistert von ihrem neuen Job. Das liegt an einer weit in die Vergangenheit zurückreichenden Familienfehde Zwischen den MacKenzies und der Familie Ferguson.

In wechselnden Abschnitten zwischen Vergangenheit und Gegenwart (wobei die Gegenwart den größten Teil einnimmt) wird die Familiengeschichte nach und nach wie ein Puzzle zusammengesetzt.

Auf eine sehr schöne Weise hat die Autorin den besonderen Charme Schottlands, die Eigenheiten der dort lebenden Menschen,kriminalistische Elemente und eine sich anbahnende Liebesgeschichte miteinander verwobein.Während ich zu Beginn etwas Probleme mit den vielen beteiligten Personen (hier war das vorangestellte Namensverzeichnis sehr hilfreich) hatte, konnte mich das Buch schon bald einfangen und so begeistern, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte.Die Beschreibungen waren so präzise, dass ich mich zeitweise als Teil der Handlung gefühlt habe.

Ich habe den Ausflug, inklusive Zeitreise, nach Schottland sehr genossen und empfehle das Buch gerne weiter. Selbstverständlich gibt es von mir fünf Sterne.

Veröffentlicht am 19.06.2022

Mord in Bella Italia

Pasta Criminale
0

Anlässlich des großen Tortellinifestes in Valeggio sul Mincio und Borghetto am Gardasee, soll Doros Vater,ein berühmter Fernsehkoch,einen großen Auftritt haben. Er bittet seine Tochter im Vorweg ein paar ...

Anlässlich des großen Tortellinifestes in Valeggio sul Mincio und Borghetto am Gardasee, soll Doros Vater,ein berühmter Fernsehkoch,einen großen Auftritt haben. Er bittet seine Tochter im Vorweg ein paar Recherchen anzustellen,ihr Freund Vinc begleitet sie. Neben der Arbeit wollen Sie ein bisschen Dolce Vita in Bella Italia genießen, so der Plan. Bereits kurz nach ihrer Ankunft gibt es seltsame Todesfälle und Doros Ermittlerinstinkt ist geweckt.Vinc,der ruhende Gegenpol zu der quirligen Doro,muß sie öfter bremsen. Das Buch ist durchgehend spannend, gibt viel Möglichkeiten zum Miträtseln und am Schluss eine nachvollziehbare Auflösung. Daneben bleibt genügend Gelegenheit sich in die wunderschöne Landschaft Italiens zu träumen.Natürlich findet auch die Kulinarik viel Raum und bei der Beschreibung der verschiedenen Köstlichkeiten, lief mir mehr als einmal das Wasser im Mund zusammen.Das I Tüpfelchen waren die Rezepte am Ende des Buchs.

Ich habe die Reise nach Italien sehr genossen und freue mich auf weitere Fälle mit Doro und Vinc.

Veröffentlicht am 16.06.2022

Zurück zu den Wurzeln

Dünenleuchten
0

Die Protagonistin Bente ist in Sankt Peter Ording aufgewachsen und kehrt nach einem längeren Aufenthalt, inklusive Studium, aus Amerika dorthin zurück. Sie hat Glück und bekommt einen Job als Leiterin ...

Die Protagonistin Bente ist in Sankt Peter Ording aufgewachsen und kehrt nach einem längeren Aufenthalt, inklusive Studium, aus Amerika dorthin zurück. Sie hat Glück und bekommt einen Job als Leiterin der Schutzstation am Westerhever Leuchtturm. Im Haus ihrer Eltern hat sie eine kleine Wohnung und der Kontakt zu ihrer besten Freundin Franka ist auch wieder neu belebt worden. Als sie in den Salzwiesen den Kitesurfer Tilo trifft,findet sie ihn auf Anhieb sympathisch.Auch auf seiner Seite ist sofort Interesse vorhanden. Sie ahnt jedoch nicht, welche Absichten mit der Begegnung verknüpft sind.

Meine Meinung:

Das Buch hat mich von der ersten Seite angefangen genommen, Bente, ihre Familie und Franka fand ich sofort sympathisch.Die sich anbahnende Liebesgeschichte, bei der es einige Hürden zu überwinden gab, gefiel mir gut.
Gleichzeitig wurde die Problematik, welche es mit Urlaubern, die nur auf ihr Vergnügen aus sind und dabei den Schutz der Natur völlig aus den Augen verlieren,sehr gut in die Geschichte eingearbeitet.Die Beschreibungen der wunderschönen Natur, vermittelten ein tolles Nordseefeeling und weckten die Sehnsucht auf einen Urlaub.Das Buch hat mich sehr gut unterhalten, vielleicht gibt es ja eine weitere Fortsetzung mit den bewährten Protagonisten.

Veröffentlicht am 16.06.2022

Geschwister hat man für immer

Geschwister sind wie Gummibärchen
0

Ich bin schon seit längerer Zeit großer Fan der Bücher dieses Autorenduos. Mit einer großen Portion Humor, aber auch durchaus ernsthaften Gedanken, nehmen Sie sich den verschiedensten Themen des Lebens ...

Ich bin schon seit längerer Zeit großer Fan der Bücher dieses Autorenduos. Mit einer großen Portion Humor, aber auch durchaus ernsthaften Gedanken, nehmen Sie sich den verschiedensten Themen des Lebens an. In diesem Buch nun geht es um Geschwister. Dabei können Sie aus eigenen Erfahrungen schöpfen, haben aber auch in vielen Interviews ein Füllhorn an unterschiedlichen Meinungen, Konstellationen und Gedanken zusammen getragen. Man kann sich beim Lesen gut in die verschiedenen Situationen hinein denken und teilweise gibt es einen Wiedererkennungswert. In vier großen Teilen, werden die unterschiedlichsten Aspekte der einzelnen Konstellationen genau durchleuchtet. Untermauert wird es durch einige Statistiken und geschichtliche Hintergründe.
Ich habe beim Lesen sehr oft geschmunzelt, manchmal laut gelacht und hatte aber auch teilweise einen dicken Kloß im Hals.

Ein besonderes Lob gebührt dem wiederum außergewöhnlichen Cover.

Ich lege das Buch mit einem zufriedenen Gefühl zur Seite und vergebe fünf Sterne und eine Leseempfehlung.