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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2022

Affenhitze im idyllischen Allgäu

Affenhitze (Kluftinger-Krimis 12)
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Kluftinger ist zurück und dieses Mal muss er sich um den Fall eines toten Archäologen kümmern, der meint die Wiege der Menschheit im Allgäu gefunden zu haben. Zu den Tatverdächtigen gehört u. ...

Kluftinger ist zurück und dieses Mal muss er sich um den Fall eines toten Archäologen kümmern, der meint die Wiege der Menschheit im Allgäu gefunden zu haben. Zu den Tatverdächtigen gehört u. a. auch eine dubiose Sekte. Doch nicht nur im Mordfall muss Kluftinger ermitteln. Auch im Privatleben gibt es einiges zu recherchieren, da ihm die Tagesmutter seiner Enkelin und deren Erziehungsmethoden nicht so geheuer sind. Daher rückt der Mordfall manchmal in den Hintergrund, was die Geschichte stellenweise etwas langatmig werden ließ. Dennoch ist Kluftingers Privatleben sehr unterhaltsam. Insbesondere seine Abneigung und Unbeholfenheit gegenüber technischen Neuerungen und den sozialen Medien sorgt für viele unterhaltsame und humorvolle Szenen. Sehr gut hat mir auch gefallen, dass man im Rahmen der Ermittlungen einiges über Paläontologie erfährt und sich Kluftinger im Rahmen seiner Diensttätigkeit als durchaus scharfsinnig erweist. Ganz im Gegensatz zu seiner Naivität im privaten Bereich, was sehr oft zu einer Situationskomik kommt. Trotz mancher langatmigen Szenen nimmt der Kriminalfall zum Ende hin noch einmal richtig Fahrt auf. Ich hatte beim Lesen des neuen Kluftinger wieder sehr viel Spaß.

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Veröffentlicht am 26.07.2022

Ein Krimi und eine Intrige

Syltstille
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Diese Rezension bezieht sich auf das Hörbuch.

Als Anna zu einem Grundstück fährt, bei dem sie die Gartengestaltung übernehmen soll, entdeckt sie einen Leiche. Die Mordwaffe ist schnell gefunden, doch ...

Diese Rezension bezieht sich auf das Hörbuch.

Als Anna zu einem Grundstück fährt, bei dem sie die Gartengestaltung übernehmen soll, entdeckt sie einen Leiche. Die Mordwaffe ist schnell gefunden, doch das Motiv bleibt lange Zeit unklar. Gleichzeitig erhält Anna ständig Besuch einer früheren Klassenkameradin, die sie allerdings nicht besonders mag und sich ihr unangenehm aufdrängt. Zudem plagen sie immer wieder ungeklärte Schwindelanfälle. Der Krimi rückt leider ein wenig in den Hintergrund und der Mord passiert erst sehr spät, da in diesem Fall sehr viel über das Privat- und Familienleben Annas erzählt wird, was ich ein wenig schade empfand. Allerdings ist hier das Privatleben der Protaginsten gleichzeitig ein zweiter "Fall", der auch sehr interessant ist und erst am Ende aufgeklärt wird. Mir hat das Hörbuch gut gefallen und auch die Stimme der Sprecherin war sehr angenehm. Ich hätte mir gewünscht, dass der Schwerpunkt ein bisschen mehr auf dem Kriminalfall und den Mordermittlungen liegt, fand jedoch Annas Familienleben auch sehr interessant und spannend. Besonders gut hat mir hier das Tötungsmittel gefallen und das Ende, bei dem es am Ende noch einmal richtig spannend wurde.

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Veröffentlicht am 25.07.2022

Klassischer Krimi mit viel italienischem Ambiente

In einer stillen Bucht
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Bereits das Cover des Romans verspricht viel italienisches Flair und ist ein Eyecatcher. Leider wird diese Idylle durch den Fund einer Leiche bereits auf den ersten Seiten des neuen Romans von ...

Bereits das Cover des Romans verspricht viel italienisches Flair und ist ein Eyecatcher. Leider wird diese Idylle durch den Fund einer Leiche bereits auf den ersten Seiten des neuen Romans von Luca Ventura getrübt. Ich kannte zwar die Vorgängerroman des Capri-Krimis und somit die Protagonisten Enrico Rizzi und Antonia Cirillo nicht, konnte jedoch trotzdem sehr schnell in die Geschichte einsteigen. Und hier wurde das Genre des Urlaubskrimis sehr gut erfüllt. Die Krimihandlung mit der Ermittlungstätigkeit rückte nie zu sehr in den Hintergrund, obwohl immer wieder über das Leben der beiden Inselpolizisten berichtet und die Landschaft und das Leben auf Capri beschrieben wurde. Der Leser erfährt schrittweise einiges sowohl über das Leben der Polizisten, der Verdächtigen als auch über das Mordopfer. Sehr gut gefiel mir auch, der Hauptschauplatz des Konservatoriums. Die beiden Inselpolizisten haben sich stets gut ergänzt und es wurden Details aus ihrem Leben erzählt, die die Geschichte neben der Krimihandlung sehr interessant machten. Durch die Beschreibungen aus Sicht der Polizei ist der Leser stets in die Ermittlungen eingebunden und hat die gleichen Informationen, so dass man immer ein wenig miträtseln kann und immer wieder neue Verdächtige erscheinen. Den Roman empfehle ich daher gerne weiter, da er sympathische Protagonisten, einen spannenden Kriminalfall und ein wenig Dolce Vita beinhaltet.

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Veröffentlicht am 10.07.2022

Interessante Geschichte

Still Missing You 1
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Hazel kommt zu der Beerdigung und der darauf folgenden Testamentseröffnung ihrer Großmutter zurück in die Kleinstadt, in der ihre Pflegegeschwister noch immer leben , während sie vor sechs Jahren nach ...

Hazel kommt zu der Beerdigung und der darauf folgenden Testamentseröffnung ihrer Großmutter zurück in die Kleinstadt, in der ihre Pflegegeschwister noch immer leben , während sie vor sechs Jahren nach New York ging. Hierbei wurde ihnen gemeinsam ein Hotel vererbt, das sie gemeinsam renovieren müssen, bevor sie es verkaufen dürfen. Daher musste Hazel unfreiwillig ihren Aufenthalt in ihrer früheren Heimat verlängern.

Ich mochte Hazel und ihre Geschwister sehr gerne. Sie waren alle sehr unterschiedlich und hatten alle ihre Stärken und Schwächen. Besonders Hazel empfand ich als sehr tough, da es ihr von ihren Geschwistern nicht immer leicht gemacht wurde. Zum Ende hin hat die Geschichte einige Schwächen, bei denen jedoch die unterschiedlichen Charaktere der Geschwister noch einmal hervorgehoben wurden.

Die Geschichte wird im Wechsel aus Hazels und Dereks Perspektive erzählt und auch von zwei verschiedenen Sprechern gelesen, wobei mir hierbei die männliche Stimme nicht so gut gefallen hat.

Fazit: Eine interessante Geschichte auf deren Fortsetzung ich bereits sehr gespannt bin.

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Veröffentlicht am 22.06.2022

Ein Mädchen, das den Weg aus dem Elend sucht

So reich wie der König
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So reich wie der König
Sarah ist eine Französin, die mit ihrer Mutter in einem Elendsviertel in Casablanca lebt. Sie geht noch zur Schule, hat jedoch als einziges Ziel, diesem Elend zu entfliehen. Hierzu ...

So reich wie der König
Sarah ist eine Französin, die mit ihrer Mutter in einem Elendsviertel in Casablanca lebt. Sie geht noch zur Schule, hat jedoch als einziges Ziel, diesem Elend zu entfliehen. Hierzu fällt sie den Plan sich einen reichen Mann zu suchen und ihn zu heiraten. Ihr gutes Aussehen ermöglicht es ihr daher sehr leicht junge Männer kennenzulernen und sie weiß sehr früh ihren Körper für ihre Zwecke einzusetzen, um ihre Ziele zu erreichen. Als ihr ein Freund sagt, Driss, der Sohn eines Fabrikbesitzers sei „so reich wie der König“, fasst sie daher den Entschluss, ihn zu heiraten, um ein sorgenfreies Leben führen zu können.
Auch wenn Sarah sehr abgebrüht, manchmal auch naiv, wirkt und ich mich erst ein wenig in die Geschichte einlesen musste, wurde sie mir zum Ende hin immer sympathischer. Man erfuhr immer mehr von ihrem Leben und erlebte im Laufe des Romans eine Wandlung. Sie ist sicher für ihr Alter eine starke Persönlichkeit und sehr selbstbewusst. Vor allem versucht sie für ihre Ziele zu kämpfen, wenn auch mit merkwürdigen Mitteln, und möchte vor allem raus aus dem Elendsviertel, in dem sie mit ihrer Mutter lebt.
Auch wenn ich mich erst an den Schreibstil gewöhnen musste, passte er sehr gut zu den Protagonisten. Ich konnte mir Sarahs Wohnung ebenso gut vorstellen, wie die mondänen Häuser Casablancas. Es wird viel über das Leben der Reichen und Armen im Casablanca der 90er Jahre erzählt und die Stimmung dieser Zeit und der Gegensätze der Stadt eingefangen.
„So reich wie der König“ ist ein Roman, auf den man sich einlassen muss. Mir hat er sehr gut gefallen.

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