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Veröffentlicht am 12.07.2022

Psychopathen unter sich

P.S. Morgen bist du tot
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Die Idee, dass mehrere Psychopathen an der gleichen Uni studieren und gleichzeitig an einem Programm teilnehmen, dass ihnen helfen soll, im Alltag ein normales Leben zu führen, fand ich sehr interessant. ...

Die Idee, dass mehrere Psychopathen an der gleichen Uni studieren und gleichzeitig an einem Programm teilnehmen, dass ihnen helfen soll, im Alltag ein normales Leben zu führen, fand ich sehr interessant. Und dass das nicht gut geht, bietet natürlich guten Stoff für einen Thriller.

Im Mittelpunkt des Buches steht Chloe. Sie ist eine der Teilnehmerinnen des Projekts. Nach außen ganz normal, doch im geheimen hat sie einen Racheplan. Sie hat eine sehr rationale Art, mit der sie durchs Leben geht, und die sich auch in ihren Handlungen niederschlägt. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich sie super sympathisch fand, aber auf jeden Fall authentisch.

Daneben stehen Andre und Charles im Mittelpunkt - Kommilitonen, mit denen Chloe zwangsläufig zusammenarbeiten muss. Die Beziehung zwischen den dreien war sehr besonders und von Misstrauen geprägt. Auch das hat sehr gut zur Geschichte gepasst und war glaubwürdig.

Aufgebaut ist das Buch als eine Art Countdown, der die Verwirklichung von Chloes Racheplan anzeigt. Das war gut gemacht, denn so konnte man die Zeitspannen mitverfolgen. Allerdings stand die Rache schnell nicht mehr im Mittelpunkt, nachdem der erste Mord verübt wurde.

Es ging an der ein oder anderen Stelle brutal zu, deshalb ist die Altersempfehlung für diesen Thriller gerechtfertigt. Allerdings war er auch nicht übermäßig blutrünstig, was mir gut gefallen hat. Es gab sogar einige komische bzw. witzige Passagen, weil die Psychopathen mit einer ganz anderen Art an die Dinge - und den Mord - herangehen, als wir es tun würden. Das ist ein absoluter Pluspunkt.

Allerdings wurde mir die Story gegen Ende dann etwas zu wirr. Manche vermeintlich wichtigen Aspekte wurden nur kurz abgehandelt. Dann kamen immer weitere Personen hinzu und das wurde mit der Zeit etwas unübersichtlich. Bei der Auflösung ging es dann Schlag auf Schlag, sodass ich sogar ein bisschen durcheinander gekommen bin. Ich fand es außerdem schade, dass man nicht wirklich mitraten konnte, wer hinter allem steckt, weil es zu wenig Hinweise gab.

Insgesamt war der Thriller eine nette Unterhaltung und mal etwas anderes. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich ihn lange im Gedächtnis behalte. Von mir gibt es deswegen 3 Sterne!

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Veröffentlicht am 28.06.2022

Spannend, aber sehr blutig

Der Zoom-Killer (Tom-Bachmann-Serie 2)
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Das Cover ist super, ein echter Hingucker! Bei dem Auge ist es mir direkt kalt den Rücken heruntergelaufen - und dann noch die Folierung! Echt super!

Gefallen hat mir, dass man direkt in das Geschehen ...

Das Cover ist super, ein echter Hingucker! Bei dem Auge ist es mir direkt kalt den Rücken heruntergelaufen - und dann noch die Folierung! Echt super!

Gefallen hat mir, dass man direkt in das Geschehen des Buches einsteigt. Es geht direkt mit dem ersten Zoom-Meeting los, das dann, wie man bereits aus dem Klappentext kennt, zum ersten Mord führt. Und hier geht es wirklich blutig zu.

Wer die Art von Chris Carter mag, der macht hier auf keinen Fall etwas falsch. Man muss ich aber auch bewusst sein, dass es ganz schon eklig wird. Einige Folterpassagen habe ich dann mehr oder weniger quergelesen, da war ich einfach zu zart besaitet. Und es geht brutal und blutig weiter.

Was ich vor dem Lesen nicht wusste: Es handelt sich hier um den zweiten Fall für den Profiler Tom Bachmann und sein Team. Ich habe den "Blutkünstler" nicht gelesen und manchmal das Gefühl gehabt, dass mir Hintergrundinfos fehlen, auch wenn immer wieder Informationen aufgegriffen werden und zumindest der Zoom-Killer-Fall unabhängig davon ist. Trotzdem hätte ich mir einen kleinen Hinweis auf dem Cover oder im Klappentext gewünscht, dann hätte ich den ersten Fall vorher noch gelesen. Bei Reihen mag ich das einfach mehr.

Anders als bei einer normalen Ermittlung, bei der es die Guten und die Bösen gibt, haben wir hier noch ein Zwischending: Einen Mörder, der aber eigentlich nur die ganz Schlimmen umbringt. Das hat mich ein bisschen an Dexter erinnert, hat den Plot aber sehr erfrischt.

Vom Schreibstil her lässt sich das Buch sehr gut lesen. Es hat keine Längen, es ist alles anschaulich und durch die vielen Dialoge auch lebendig.

Schade war allerdings, dass man nicht die Chance hatte, selbst dahinter zu kommen, wer denn jetzt der Zoom-Killer ist und warum er das alles tut. Hier war man sehr auf die Auflösung am Ende angewiesen.

Insgesamt hatte der Thriller für mich gute Momente, allerdings auch kleine Schwächen. Und mir war er ein bisschen zu brutal. Deswegen gibt es von mir 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.06.2022

Ganz spannend, aber nicht ganz überzeugend

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Das Thema ist ganz spannend, die Umsetzung war auch nicht schlecht, allerdings waren es für meinen Geschmack zu viele Zufälle und es wurden auch nicht alle Fragen beantwortet, sodass ich insgesamt nicht ...

Das Thema ist ganz spannend, die Umsetzung war auch nicht schlecht, allerdings waren es für meinen Geschmack zu viele Zufälle und es wurden auch nicht alle Fragen beantwortet, sodass ich insgesamt nicht ganz überzeugt bin.
Sprachlich ist es gelungen, es liest sich flüssig und ist für die Zielgruppe super.

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Veröffentlicht am 10.05.2022

Märchenhafte Spannung?

Rotkäppchens Traum
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Das Buch fängt sehr stark an und ist auch spannend. Man will einfach wissen, wie es weitergeht und legt es deshalb kaum aus der Hand.
Allerdings nimmt es gegen Ende hin ab. Da wird es mir etwas zu konstruiert. ...

Das Buch fängt sehr stark an und ist auch spannend. Man will einfach wissen, wie es weitergeht und legt es deshalb kaum aus der Hand.
Allerdings nimmt es gegen Ende hin ab. Da wird es mir etwas zu konstruiert.

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Veröffentlicht am 10.05.2022

Ein bisschen drüber

Der ist für die Tonne
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Ich mag den Schreibstil und den Witz in den Büchern von Ellen Berg eigentlich sehr gerne, dieses Buch hat mich aber nicht komplett überzeugt.
Die Story ist zwar ganz nett, aber sehr vorhersehbar und an ...

Ich mag den Schreibstil und den Witz in den Büchern von Ellen Berg eigentlich sehr gerne, dieses Buch hat mich aber nicht komplett überzeugt.
Die Story ist zwar ganz nett, aber sehr vorhersehbar und an der ein oder anderen Stelle auch nicht ganz mein Humor und ein bisschen übertrieben.

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