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Veröffentlicht am 30.06.2022

Feministisch, selbstbewusst und verliebt in den Feind

Falling in love was not the plan
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Eliza will schon lange Chefredakteuerin werden und ist schon ewig bei der Schülerzeitung. Kurz vor der Wahl gibt es dann plötzlich einen Gegenkandidaten der entgegen aller Logik auch noch gewählt wird! ...

Eliza will schon lange Chefredakteuerin werden und ist schon ewig bei der Schülerzeitung. Kurz vor der Wahl gibt es dann plötzlich einen Gegenkandidaten der entgegen aller Logik auch noch gewählt wird! Um ihrem Ärger Luft zu machen, schreibt Eliza sich die Gedanken von der Seele und beschuldigt die Schüler, frauenfeindlich zu sein. Aber als ihre privaten Gedanken plötzlich öffentlich werden, wird sie zum Ziel von einer Menge Hass und muss Stellung beziehen.

Ich finde, der englische Titel "Not Here to Be Liked" passt schon besser zu diesem Buch, weil er schon Elizas Charakter entspricht und gleichzeitig besser zum feministischen Thema passt, während der deutsche Titel die Liebesgeschichte in den Vordergrund rücken möchte.

Ich war schon gemeinsam mit Eliza empört, dass man den weit weniger qualifizierten Len wählt, obwohl Eliza schon viel für die Schülerzeitung getan hat und ihr die Position als Chefredakteurin so viel bedeutet. Anders als sie hätte ich aber nicht das Patriarchat beschuldigt, dass sie als Frau nicht gewählt wurde, aber nach und nach konnte ich ihren Standpunkt schon verstehen.

Das feministische Thema fand ich - abgesehen von Elizas Anschuldigungen, die ich am Anfang noch nicht ganz nachvollziehen konnte - gut gelungen. Eliza ist selbstbewusst, weil sie kompetent ist, aber das bedeutet nicht, dass sie keine Unsicherheiten hat. Ihre asiatische Mutter, ihre Klassenkameraden - alle haben ihre Erwartungen, wie sie sein und sich benehmen sollte. Aber Eliza folgt ihrem eigenen Weg und setzt sich für die Dinge ein, an die sie glaubt und entdeckt dabei so viel Neues.

Es passt gar nicht zu ihren Plänen, dass sie dann noch Gefühle für Len entwickelt, denn schließlich ist er das Gesicht des Patriarchats, während Eliza zur Stimme des Feminismus wird - da würde es überhaupt nicht ins Bild passen, wenn sie sich mit dem Feind einlässt ... oder? Ich fand die Geschichte der beiden schon süß, weil sie gut in das ganze Chaos passt, wobei ich Len manchmal schon ein klein wenig anstrengend fand. Ich mochte auch Elizas Freundschaften mit unterschiedlichen Feminist:innen, sodass man auch verschiedene Aspekte des Feminismus gesehen hat.

Fazit
"Falling in love was not the plan" hat mir mit den feministischen Themen und einer starken Protagonisten sehr gut gefallen, auch wenn ich von der Liebesgeschichte noch ein kleines bisschen mehr erwartet hätte.

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Veröffentlicht am 14.06.2022

Liebe, Freundschaft und Planänderungen

In fünf Jahren
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Dannie liebt Pläne und Zahlen und ist glücklich, dass alles in ihrem Leben genau nach Plan läuft. Ihre Wohnung, ihr Job, ihr Verlobter: Alles genau nach ihren Vorstellungen. Doch dann hat sie einen kurzen ...

Dannie liebt Pläne und Zahlen und ist glücklich, dass alles in ihrem Leben genau nach Plan läuft. Ihre Wohnung, ihr Job, ihr Verlobter: Alles genau nach ihren Vorstellungen. Doch dann hat sie einen kurzen Traum von einem Moment in fünf Jahren, in dem alles anders ist und wo sie den Ring eines anderen Mannes trägt. So echt er auch schien, ist der Traum schon bald vergessen und Dannie lebt ihr perfektes Leben weiter - bis sie den Mann aus dieser Vision zum ersten Mal trifft.

Ich weiß gar nicht, wie ich die Geschichte beschreiben soll, ohne zu viel zu verraten. Dannie hat schon zu Beginn der Geschichte eine Vision von der Zukunft und als sie den Mann von ihrer Vision wiedersieht, will sie diese Entwicklungen vermeiden und strengt sich an, ihr Leben in die ursprünglich geplante Richtung zu treiben. Aber wird das funktionieren oder nicht?

Beim Lesen war ich die ganze Zeit gespannt, ob sich die Vision letztendlich so abspielen wird und wenn ja, wie es dazu kommen wird, schließlich scheint so vieles dagegen zu sprechen. Es ist nur ein halbes Jahr, Dannie ist verlobt und Aaron, mit dem sie in dem Traum zusammen war, ist der Freund ihrer besten Freundin Bella, die verliebt ist wie nie zuvor in ihrem Leben.

Die Liebesgeschichte hat sich anders entwickelt als ich erwartet hätte, obwohl ich gedacht hätte, dass ich für alles offen bin, und ich fand das schon ein bisschen enttäuschend. Trotzdem mochte ich die Themen wie Freundschaft durch alle Schwierigkeiten, eigene Entscheidungen zu treffen, auch wenn alles vorherbestimmt scheint, und dass sich auch scheinbar perfekte Pläne ändern können, weil man sich immer weiterentwickelt.

Fazit:
Auch wenn ich nicht die Geschichte bekommen habe, die ich erwartet hätte, fand ich "In fünf Jahren" emotional, tiefgründig und mitreißend bis zur letzten Seite.

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Veröffentlicht am 11.06.2022

Friends-to-Lovers & Eifersucht

Dunbridge Academy - Anyone
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Charles und Victoria sind schon lange beste Freunde und haben auch schon seit Jahren Gefühle füreinander. Aber um ihre Freundschaft nicht zu gefährden, haben sie diese Gefühle noch nie angesprochen.

Tori ...

Charles und Victoria sind schon lange beste Freunde und haben auch schon seit Jahren Gefühle füreinander. Aber um ihre Freundschaft nicht zu gefährden, haben sie diese Gefühle noch nie angesprochen.

Tori wil nun Valentine, dem Star der Rugby-Mannschaft, eine Chance geben, aber so richtig glücklich macht er sie nicht. Valentine spricht abfällig über ihre Freunde und macht sich über Toris Interessen lustig, sodass sie sich manche Dinge nicht mehr traut, weil sie ihm gefallen und ihn nicht verärgern möchte. Charles hingegen kann sehen, wie toxisch diese Beziehung ist und er würde Tori gerne beschützen. Doch um seine Gefühle weiter zu verbergen, behauptet er, in Eleanor verliebt zu sein.

Es ist schon frustrierend, wie die beiden schon so lange umeinander herumschleichen und nicht sehen können, was für ihre Familie und Freunde schon lange offensichtlich ist. Trotzdem hat mir ihre Liebesgeschichte gefallen, weil sie auf einer guten Freundschaft basiert. Ihre Eifersucht und die Schulaufführung von Romeo und Julia bieten eine unterhaltsame und mitreißende Geschichte.

Von den Nebencharakteren konnte mich besonders Eleanor überzeugen, weil sie einfach durch und durch nett und freundlich ist. Ich mochte jede Szene, in der sie dabei war, zum einen weil sie so liebenswert ist, und auch, weil Tori und Charles sich in ihrer Nähe wegen ihrer Kommunikationsprobleme wie eifersüchtige Idioten benehmen und das für spannende Momente sorgt. Valentine hingegen war einfach das Klischee des toxischen Freundes.

Fazit
"Dunbridge Academy - Anyone" hat mir mit der schönen Friends-to-Lovers-Liebesgeschichte gut gefallen.

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Veröffentlicht am 09.06.2022

Freiheit & Verkuppeln

Wie man eine Lady verführt (Regency Romantics 2)
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Diana ist, im Gegensatz zu vielen anderen jungen Damen in ihrem Alter, frei. Sie hat früh geheiratet und ist bereits Witwe mit einem ordentlichen Vermögen. Niemand sagt ihr, was sie zu tun hat oder dass ...

Diana ist, im Gegensatz zu vielen anderen jungen Damen in ihrem Alter, frei. Sie hat früh geheiratet und ist bereits Witwe mit einem ordentlichen Vermögen. Niemand sagt ihr, was sie zu tun hat oder dass sie heiraten müsse, aber sie hat durchaus Interesse daran, sich einen Geliebten zu suchen, denn sie hat durchaus noch Bedürfnisse. Aber sie ist noch unerfahren und weiß nicht, wie sie es angehen soll, da kommt ihr Jeremy zur Hilfe, der für seine vielen Liebschaften bekannt ist, und macht ihr ein Angebot, da er seine Fähigkeiten als Liebhaber bestätigt haben möchte. Gleichzeitig haben die beiden auch eine Wette am Laufen, ob Jeremy innerhalb des nächsten Jahres heiraten wird.

Am besten hat mir gefallen, wie Diana versucht, Jeremy mit heiratsfähigen Damen zu verkuppeln, da sie ja ihre Wette gewinnen will. Dass sie im gleichzeitig näher kommt und das auch in der Öffentlichkeit kein Geheimnis bleibt, verkompliziert die Sache natürlich, aber Diana ist wild entschlossen, ihr Ziel zu erreichen. Überhaupt nicht geplant war außerdem, dass sie in Jeremy während ihrer Affäre viel mehr zu sehen beginnt als den oberflächlichen Lebemann.

Die Geschichte der beiden ist manchmal albern, aber auf jeden Fall wieder sehr unterhaltsam und auch an Gefühlen fehlt es nicht. Beide Protagonisten lieben ihre Freiheit und möchten sich nicht binden. Dabei mochte ich auch, dass man mit Diana mal eine selbstständige Protagonistin hat, die nicht den gleichen gesellschaftlichen Zwängen unterliegt und ständig ans Heiraten denken müsste. So hat man sowohl die Regency-Romance als auch eine selbstbestimmte Frau, auch wenn sie diese Freiheit nur durch den Tod ihres Gatten erlangt hat.

Fazit
In "Wie man eine Lady verführt" haben mir besonders die Verkupplungsversuche von Diana gefallen, aber auch die Liebesgeschichte der beiden freiheitsliebenden Protagonisten konnte mich sehr gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 06.06.2022

Berührende, langsame Liebesgeschichte

Lonely Heart
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Rosie ist Fan der ersten Stunde und die Band "Scarlet Luck" war es auch, die sich dazu gebracht, sich so sehr für Musik zu interessieren. Jahre später hat sie eine eigene Webradio-Show, in der manchmal ...

Rosie ist Fan der ersten Stunde und die Band "Scarlet Luck" war es auch, die sich dazu gebracht, sich so sehr für Musik zu interessieren. Jahre später hat sie eine eigene Webradio-Show, in der manchmal auch bekannte Künstler zu Gast sind, aber sie hätte kaum zu träumen gewagt, dass auch Scarlet Luck mal ihre Show besuchen würde. Doch der Auftritt verläuft katastrophal und sie blamiert sich nicht nur vor ihrer Lieblingsband, sondern erntet auch jede Menge Hass von Fans der Band.

Rosie liebt Musik und interessiert sich aufrichtig für die Künstler, die sie in ihrer Show trifft, sie stellt ihnen intelligente Fragen und macht die Show für alle Teilnehmer und Zuschauer zu einem schönen Erlebnis. Aber als ihr dann vorgeworfen wird, die Band hinterhältig geprankt zu haben, steht ihre ganze Welt auf dem Kopf. Die Webradio-Show ist ihre große Leidenschaft und droht ihr nun durch die Finger zu rinnen, online wird viel über ihren angeblich schlechten Charakter geschrieben und sogar auf der Straße muss sie sich mit hasserfüllten Fans der Band auseinandersetzen. Sie ist dabei, alles zu verlieren und weiß nicht, wie sie da wieder rauskommt.

Der Schlagzeuger der Band, Adam alias "Beast", hat Mitleid mit ihrer Situation, obwohl er sich sonst nicht unbedingt für fremde Menschen interessiert. Er hat Berührungsängste, niemand darf ihn berühren oder ihm zu nahe kommen. Die anderen Bandmitglieder treffen sich regelmäßig mit Frauen und genießen das Musikerleben, Beast hingegen trinkt "nur" zu viel und versucht so, die Angst und Panik zu betäuben.

Um Rosie mit ihrem Ruf zu helfen und ein Zeichen gegen Mobbing zu setzen, versucht die Band, Rosie zu unterstützen und dabei begegnet sie auch dem zurückhaltenden Beast immer wieder, dem ihr Wohl wichtiger ist, als er sich eingestehen möchte. Rosie hat mehr Verständnis für seine Lage, als er erwartet hätte, und er fühlt sich ihr wegen ihrer Ängste auch näher. Die beiden sind schon ein spannendes Paar und es ist schön, wie langsam sich ihre Gefühle füreinander entwickeln und sie zu neuen Erkenntnissen gelangen. Die Geschichte endet mit einem Cliffhanger und ich bin gespannt, wann und wie es mit Beast und Rosie weitergeht.

Fazit
"Lonely Heart" bietet eine schöne, langsame Liebesgeschichte, in der es auch um Mobbing, die Schattenseiten des Ruhms und das gemeinsame Überwinden von Ängsten geht.

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