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Veröffentlicht am 28.07.2022

Schöne Liebesgeschichte

Music in my Heart
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„Music in my heart“ von Julie Fraser

Bianca hat immer versucht den Männern in ihrem Leben zu gefallen – vielleicht, weil ihr Vater sie schon vor ihrer Geburt verlassen hat - aber damit ist nun Schluss. ...

„Music in my heart“ von Julie Fraser

Bianca hat immer versucht den Männern in ihrem Leben zu gefallen – vielleicht, weil ihr Vater sie schon vor ihrer Geburt verlassen hat - aber damit ist nun Schluss. Gerade hat sie ihr Studium in der Veterinärmedizin abgeschlossen und will sich ihr Leben neu einrichten, als der Anruf aus der Anwaltskanzlei kommt. Sie hat von ihrem Vater Simon, den sie nie kennengelernt hat, in Montana einen Teil seines Hauses geerbt.
Doch die Sache hat einen Haken, denn ihr Stiefbruder Aaron, der in New York ein gefeierter Musicalstar ist, bekommt die andere Hälfte.
Die beiden müssen sich während der Renovierungsarbeiten arrangieren, aber das ist leichter gesagt, als getan, beide haben einen ziemlichen Dickkopf und machen sich gegenseitig das Leben schwer. Doch dann ändert Aaron sein Verhalten plötzlich und Bianca weiß nicht so recht, wie sie damit umgehen soll.

Das Cover ist wunderschön und der Klappentext hat mich sofort angesprochen und neugierig auf die Geschichte gemacht.
Den Schreibstil der Autorin ist unbeschwert und locker. Sie führt ihre Leser mit einer lebendigen und humorvollen Ausdrucksweise durch die Seiten.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des personalen Erzählers, der zwischen den Protagonisten wechselt. Ich habe etwas gebraucht, um mich daran zu gewöhnen, denn für mich ist dies eine recht ungewohnte Erzählweise, die meinen Lesefluss etwas gestört hat.

Doch schon auf der ersten Seite brachte mich die Autorin zum Schmunzeln, als Bianca sich Gedanken darüber macht, womit sie die Zahl 5 verbindet. Sie weiß nicht nur, dass die Fünf eine Primzahl und Wirbeltiere fünffingrig sind, sondern auch, dass es fünf platonische Körper gibt und der Mensch fünf Sinne hat. Außerdem ist sie seit 5 Jahren Single und hat fünf vorangegangene Episoden mit den Herren der Schöpfung hinter sich.
Bianca ist eine interessante Protagonistin, die gerade eine schwierige Zeit hinter sich hat. Nachdem sie ihren Professor wegen sexueller Belästigung gemeldet hatte, wies dieser alle Vorwürfe zurück und unterstellte ihr, sich ihm, im Austausch für ein gutes Zeugnis, angeboten zu haben.
Kein Job und kein Selbstvertrauen mehr, so sieht der aktuelle Status quo aus, als der Anruf aus der Kanzlei kommt und sie über ihr Erbe informiert wird.

Ihr Stiefbruder Aaron hingegen, hat Probleme den Tod seines Adoptivvaters zu verarbeiten. Er macht sich Vorwürfe, dass er in seinen letzten Stunden nicht an seiner Seite war, sondern in New York in einem Musical auf der Bühne stand.
Bereits beim ersten Aufeinandertreffen spürt der Leser, dass mit Beiden nicht gut Kirschen essen ist.
Bianca reagiert sehr aggressiv, als Aaron nicht sofort springt und dementsprechend lässt seine Reaktion nicht lange auf sich warten.

Zu Beginn hat mich das Verhalten der beiden Hauptprotagonisten ziemlich genervt und ich habe, vor allem Biancas Benehmen, als sie sich zum ersten Mal gegenüberstehen, nicht nachvollziehen können.
Doch mit der Zeit wurde es besser. Beide haben sich wunderbar weiterentwickelt und fanden einen Weg miteinander umzugehen, für den ich Verständnis hatte und den ich akzeptieren konnte.

Richtig gut gefallen hat mir auch, dass Julie Fraser sich in ihrem Buch nicht an den üblichen Stereotypen bedient, sondern dass Bianca keine Modelmaße hat und nicht die Qualitäten einer Schönheitskönigin besitzt.
Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und Bianca und Aaron sind nicht gleich vom ersten Moment an Feuer und Flamme voneinander.

Fazit
„Music in my Heard“ ist ein leichter, kurzweiliger und amüsanter Liebesroman, der mir ein paar schöne Lesestunden bereitet hat. Dafür gibt es gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.07.2022

Die Schöne und das Biest

Burning Hearts
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Die Halbdämonin Yelena muss sich, seit sie sieben Jahre alt ist, alleine durchschlagen. Sie hält sich vor den Dorfbewohnern versteckt, denn mit ihren feuerroten Haaren und ihren schwarzen Augen sieht sie ...

Die Halbdämonin Yelena muss sich, seit sie sieben Jahre alt ist, alleine durchschlagen. Sie hält sich vor den Dorfbewohnern versteckt, denn mit ihren feuerroten Haaren und ihren schwarzen Augen sieht sie anders aus als sie und wird von ihnen verachtet und als Dämonenhure beschimpft. Um zu Überleben geht sie nachts auf Beutezug und deckt sich so mit dem nötigsten ein. Bei einem ihrer Streifzüge wird sie jedoch entdeckt, von den Wächtern im Dämonenreich an einen Baum gefesselt und zum Sterben zurückgelassen. Doch anstatt von wilden Tieren getötet zu werden, entdeckt sie im letzten Moment der Dämonenfürst Yésal und nimmt sie als Zeitvertreib mit auf sein Schloss.
Obwohl Yelena überlegt, wie sie Yésal am schnellsten töten und fliehen kann, hat das Schicksal anderes mit den Beiden vor.

Ich bin ein großer Fan von Romantasy, als ich aber gehört habe, dass es sich hierbei um Dark Romantasy handelt, war ich mir nicht ganz sicher, ob dieses Buch etwas für mich ist.
Aber der Klappentext hat mich neugierig gemacht und deshalb habe ich mich auf die Geschichte eingelassen. Letztendlich bin ich froh, dass ich es gewagt habe, denn ich liebe Yelena und Yésal jetzt schon, obwohl es erst der erste Teil der Reihe ist.
Und damit sind wir auch schon gleich bei einer kleinen Kritik. Auf den verschiedenen Plattformen, auf denen das Buch angeboten wird, ist nirgends erkenntlich, dass es sich um einen Mehrteiler handelt. Wenn ich nicht die Info direkt vom Verlag gehabt hätte, wäre ich von einem Einzelband ausgegangen.
Vielleicht sollte man dies in Zukunft etwas deutlicher kennzeichnen.

Aber nun zu dieser wunderschönen Geschichte, die mich etwas an das Märchen von „Die Schöne und das Biest“ erinnert.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen und es fiel mir schwer, dass Buch zwischendurch zur Seite zu legen.
Die zentralen Figuren des Plots sind Yelena und der Dämonenfürst Yésal.
Wir verfolgen die Handlung überwiegend aus der Sicht von Yelena, aber ab und zu schauen wir auch in die Gedanken- und Gefühlswelt von Yésal. Mir hat das gut gefallen, denn so hatte ich von beiden Seiten Einblicke in die Geschichte.

Als die junge Halbdämonin Yelena in die Fänge des Feuer-Erzdämons Yésal gerät, glaubt sie zuerst, dass er sie töten wird und ihre letzte Stunde geschlagen hat. Doch Yésal entpuppt sich als Dämon, der nicht so brutal und bösartig ist, wie man vielleicht vermuten würde.
Yelena hat mich zu Beginn sehr erstaunt und auch etwas irritiert. Sie ist, seit ihre Mutter so früh starb, immer alleine gewesen und hatte bisher kaum Kontakt zu anderen Menschen. Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass sie sehr unsicher und zurückhaltend agiert, aber das Gegenteil ist der Fall. Sie zeigt keine Angst und lässt sich von Yésal nicht unterdrücken. Aber vielleicht kommen da ihre dämonischen Gene etwas durch.
Ich habe so manches Mal innerlich gegrinst, wenn sie versucht hat, aus ihm einen rücksichtsvollen und höflichen Dämonen zu machen.
Ob Yésal optisch ein attraktiver Dämon ist, darüber lässt sich wahrscheinlich streiten. Am besten fragt Ihr da mal Yelena.
Aber sein Herz schlägt nicht und zu tiefgründigen Gefühlen wie Liebe und die Sorge um andere ist er (eigentlich) nicht fähig. Doch Yésal entwickelt sich bereits im ersten Teil überraschend schnell weiter und mir ging das teilweise etwas zu flott.
Sehr gut hat mir Yelanas Zofe Zyala gefallen. Von ihr bekommt Yelena den nötigen Rückhalt und die Unterstützung, die sie braucht.

Das Worldbilding baute sich im Verlauf der Geschichte immer deutlicher vor meinen Augen auf und ich hatte, besonders bei ihrem Ausflug zu den Lavafällen, das Reich der Dämonen bildhaft vor Augen. Ich hoffe, dass es in den folgenden Bänden noch weiter ausgebaut wird.

Im Klappentext ist von einer mysteriösen Krankheit die Rede, doch diese spielt in Band eins nur eine untergeordnete Rolle. Das Hauptaugenmerk lag hier auf das Kennenlernen von Yelena und Yésal.
Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte im zweiten und dritten Teil weiter entwickeln wird und warte ungeduldig auf die Fortsetzung. Für den ersten Teil gibt es gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.07.2022

Schöne Bastelideen

Resteliebe Kids Papier – Alles verwenden, nichts verschwenden.
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Ich bin immer auf der Suche nach tollen Bastelideen, ohne teure Materialien kaufen zu müssen.
Mit den "Resteliebe Kids Büchern" schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe.
Hier findest Du viele ...

Ich bin immer auf der Suche nach tollen Bastelideen, ohne teure Materialien kaufen zu müssen.
Mit den "Resteliebe Kids Büchern" schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe.
Hier findest Du viele Ideen und Anleitungen, um „Altes“ zweckentfremden und neu zu verwenden.
Außerdem sparst Du nicht nur Geld, sondern sensibilisierst Deine Kinder, mehr auf die Umwelt zu achten und bringst ihnen spielerisch bei, was Nachhaltigkeit bedeutet und was Upcycling eigentlich heißt?

In jedem Haushalt finden sich so viele Papierreste die man vielseitig nutzen kann. Zum Beispiel Papas Automagazin oder Mamas Modezeitschrift.
Vielleicht liest Du ja, so wie ich, die Zeitung noch oldschool in Papierform, hast noch einen Stapel Osterservietten im Schrank liegen oder alte Bücher im Regal, die nicht mehr gut genug zum verkaufen oder zum verschenken sind.
(Für alte Bücher gibt es übrigens auch ein Resteliebe-Buch und dass steht schon auf meiner Wunschliste)

Doch erstmal zu den Fakten des Buches:
Es handelt sich um eine gebundene Ausgabe mit festem Einband.
Erschienen ist es am 01. 07. 2022 im Christopherus Verlag. Auf 80 Seiten hat Ina Mielkau unter dem Motto „ Alles verwenden – nichts verschwenden“, tolle Ideen gesammelt um mit altem Papier kreativ zu basteln.
Die Altersempfehlung laut Hersteller liegt bei 8 bis 12 Jahren. Einige Bastelarbeiten kann man auch schon mit jüngeren Kindern machen, aber sie benötigen dann natürlich entsprechend mehr Hilfe bei der Ausführung.
Apropro Ausführung. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, auch bei älteren Kindern in der Nähe zu bleiben, um unterstützend eingreifen zu können. Vor allem beim Arbeiten mit der Schere, einer Heißklebepistole oder einem Cuttermesser ist es wichtig, dass die Kinder nicht alleine damit zu lassen.

Auf den ersten Seiten befindet sich ein Vorwort der Autorin und es gibt anschließend kleine Tipps um das Basteln zu erleichtern.
Jedes Projekt wird auf einem farbigen, ganzseitigen Foto vorgestellt, bevor es eine Auflistung der benötigten Materialien und Werkzeuge gibt. Das meiste davon, wie Schere, Kleber, Bundstifte, Wollreste und andere Farben und ein Línial findet man in jedem Haushalt. Allerdings sollte man auch zumindest eine Lochzange, ein paar Nieten, Ösen und ein paar Wäscheklammern sein eigen nennen.
Am Ende des Buches findet man die Vorlagen zu den einzelnen Projekten. Man kann sie kopieren und sich daraus auch toll Schablonen machen.
Die einzelnen Schritte werden genau beschrieben und auf einigen Fotos bildlich dargestellt.
Es gibt 14 schöne Anleitungen.
Zum Beispiel eine Faultiergirlande fürs Kinderzimmer, Serviettenblumen für Mama, buntes Geschenkpapier und Federn, einen tollen Bilderrahmen, einen fliegenden Hasen, einen Ballon, lustige Piratenklammern und andere tolle Sachen.

Alle Anleitungen sind einfach nachzubasteln, so dass ältere Kinder es auch alleine hinbekommen.

Fazit

Ein Buch das pädagogisch wertvoll ist, denn es bietet tolle Möglichkeiten, Kindern das Thema Nachhaltigkeit spielerisch näher zu bringen. Ich finde, es hätten jedoch gerne ein paar mehr Ideen sein können. 4 von 5 Sternen 🌟 🌟 🌟 🌟

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 02.07.2022

Alles verwenden, nichts verschwenden

Resteliebe Kids Pappe – Alles verwenden, nichts verschwenden.
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Suchst Du auch immer wieder nach Ideen, was Du mit Deinen Kindern oder Enkelkindern basteln kannst, ohne ständig teueres Material zu kaufen?
Willst Du Deine Kindern für mehr Umweltbewusstsein sensibilisieren ...


Suchst Du auch immer wieder nach Ideen, was Du mit Deinen Kindern oder Enkelkindern basteln kannst, ohne ständig teueres Material zu kaufen?
Willst Du Deine Kindern für mehr Umweltbewusstsein sensibilisieren und ihnen spielerisch beibringen, was Nachhaltigkeit bedeutet und was Upcycling eigentlich heißt?
Dann sind die Resteliebe-Bücher Kids für Dich vielleicht genau das Richtige.
Hier findest Du viele Ideen und Anleitungen, um „Altes“ zweckentfremden und neu zu verwenden.

Jeder, der Kinder hat, weiß, wie teuer Bastelpapier und Bastelpappe mittlerweile ist und die meisten Kids sind leider nicht sparsam, wenn sie es verwenden. Aber in jedem Haushalt finden sich so viele Pappreste die man vielseitig nutzen kann.
Zum Beispiel alte Eierkartons, Toiletten- und Küchenrollen, Schuhkartons oder auch Saft- und Milchtüten lassen sich toll zum Basteln verwenden.

Doch erstmal zu den Fakten des Buches:
Es handelt sich um eine gebundene Ausgabe mit festem Einband.
Erschienen ist es am 01. 07. 2022 im Christopherus Verlag. Auf 80 Seiten hat Ina Mielkau unter dem Motto „ Alles verwenden – nichts verschwenden“, tolle Ideen gesammelt um mit alter Pappe kreativ zu basteln.
Die Altersempfehlung laut Hersteller liegt bei 8 bis 12 Jahren. Einige Bastelarbeiten kann man auch schon mit jüngeren Kindern machen, aber sie benötigen dann natürlich entsprechend mehr Hilfe bei der Ausführung.
Apropro Ausführung. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, auch bei älteren Kindern in der Nähe zu bleiben, um unterstützend eingreifen zu können. Vor allem beim Arbeiten mit der Schere, einer Heißklebepistole oder einem Cuttermesser ist es wichtig, dass die Kinder nicht alleine damit zu lassen.

Auf den ersten Seiten befindet sich ein Vorwort der Autorin und es gibt anschließend kleine Tipps um das Basteln zu erleichtern.
Jedes Projekt wird auf einem farbigen, ganzseitigen Foto vorgestellt, bevor es eine Auflistung der benötigten Materialien und Werkzeuge gibt. Das meiste davon, wie Schere, Kleber, Bundstifte, Wollreste und andere Farben und ein Línial findet man in jedem Haushalt. Allerdings sollte man auch zumindest eine Lochzange, ein paar Nieten, Ösen und ein paar Wäscheklammern sein eigen nennen.
Am Ende des Buches findet man die Vorlagen zu den einzelnen Projekten. Man kann sie kopieren und sich daraus auch toll Schablonen machen.
Die einzelnen Schritte werden genau beschrieben und auf einigen Fotos bildlich dargestellt.

Im Buch findest Du tolle 16 Anleitungen. Zum Beispiel eine Mondrakete, einen Tischkicker, einen süße Elefanten, eine Telefonlaterne, ein Sammelmäppchen, ein Flugzeug oder einen Schattenzirkus.
Alle Anleitungen sind einfach nachzubasteln, so dass ältere Kinder es auch alleine hinbekommen und die Eltern haben kaum Kosten.

Fazit
Ein Buch das pädagogisch wertvoll ist und eine tolle Möglichkeit bietet, Kindern das Thema Nachhaltigkeit spielerisch näher zu bringen. Ich finde, es hätten jedoch gerne ein paar mehr Ideen sein können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 01.05.2022

Eine emotionale Geschichte, die lesenswert ist!

Wellen der Hoffnung
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Sophie kommt aus einer wohlhabenden Familie, die in der Öffentlichkeit steht. Bei gesellschaftlichen Veranstaltungen ist die Presse immer anwesend und gerade Sophie ist eine willkommene Zielscheibe für ...

Sophie kommt aus einer wohlhabenden Familie, die in der Öffentlichkeit steht. Bei gesellschaftlichen Veranstaltungen ist die Presse immer anwesend und gerade Sophie ist eine willkommene Zielscheibe für die Fotografen. In ihrer Familie ist sie das schwarze Schaf und anstatt hinter ihr zu stehen und sie in Schutz zu nehmen, wird sie für die negative Presse, die über sie verbreitet wird, verantwortlich gemacht.
Für ihre Eltern und ihre Schwester ist Sophie eine Versagerin, die mit ihrem Verhalten, Schande über die Familie bringt. Auch ihr langjähriger Freund Maximilian ist ihr keine Hilfe.
Als sie ihren Freund dann auch noch beim Fremdgehen erwischt, reicht es Sophie endgültig.
Sie will sich nicht länger psychisch unter Druck setzen lassen und beschießt, sich bei Nacht und Nebel, nur mit ihrem Portemonnaie, einem Buch und der Kleidung, die sie am Körper trägt, auf den Weg zum Flughafen zu machen.

Das Cover ist sehr schlicht gehalten, aber gerade das gefällt mir gut!
Der Klappentext verspricht eine tiefgründige Geschichte und macht neugierig auf das Buch.

Sophie ist das schwarze Schaf in ihrer Familie und kann es keinem recht machen. Als Leser fand ich es teilweise schon sehr heftig, wie sie von ihren Eltern, ihrer Schwester und ihrem Freund behandelt wurde. Wie viel psychische Grausamkeit kann ein Mensch überhaupt ertragen? Ich glaube, ich hätte bereits viel eher alles hinter mir gelassen.
Ich liebe es, wenn Geschichten tiefgründig sind und mich emotional abholen. Nina Dont ist das mit ihrem Buch auf jeden Fall gelungen.
Mit ihrem leichten, flüssigen und sehr einfühlsamen Schreibstil und ihrer eloquenten Ausdrucksweise, versteht sie es, Gefühle und Emotionen gekonnt in Worte zu fassen.
Sie macht es ihren Lesern leicht, in die Geschichte einzutauchen. Ich war bereits nach wenigen Seiten so gefesselt, dass ich bis Nachts um 1 Uhr gelesen habe und einfach nicht mehr aufhören konnte.

In „Wellen der Hoffnung“ begleiten wir Sophie auf ihrer Reise zu sich selbst, die geprägt ist von vielen ups and downs.
Es fiel mir nicht schwer, Sophie ins Herz zu schließen, denn auch, wenn sie sich lange nicht gegen das unmögliche Verhalten ihrer Familie zur Wehr setzen kann, entwickelt sie sich zu einer starken und mutigen Protagonistin. Die Autorin hat sie sehr authentisch und lebendig beschrieben und ich hatte das Gefühl, ihre Sehnsucht und ihren Schmerz selbst zu spüren.
Nachdem Sophie eine Zeitlang in der Welt unterwegs ist, beschließt sie, ihre Erlebnisse und Erinnerungen in einem Blog festzuhalten und ihre Gedanken so mit allen zu teilen. Diese Einträge, die mit der Zeit für sie zu einer Art Tagebuch wurden, haben mir sehr gut gefallen.

Auf ihrer Reise, die sie durch verschiedene Länder führt, lernt Sophie viele unterschiedliche Menschen und Kulturen kennen.
Alle Schauplätze sind sehr bildhaft und detailliert beschrieben und ich bekam sofort Lust, mich in den Flieger zu setzten und selbst auf Weltreise zu gehen.

Doch dann kommt der Zeitpunkt, an dem sich plötzlich alles für Sophie ändert. Sie spürt, dass sie nicht länger vor ihren Problemen davonlaufen kann und beschließt, mehr oder weniger freiwillig, nach zwei Jahren nach Hause zu fahren und sich allem zu stellen.

„Wellen der Hoffnung“ ist kein Buch, das ständig auf einen dramatischen Höhepunkt zusteuert, aber dass musste die Geschichte auch nicht.
Allerdings empfand ich es schon als sehr extrem, wie ihre Mutter und ihrer Schwester mit ihr umgegangen sind und die Erklärung am Ende stand für mich nicht im Verhältnis zum Verhalten der beiden.
Auch, dass die Blogbeiträge zeitlich nicht zur Handlung passten, hat mich ziemlich irritiert und diese beiden Punkte waren letztendlich ausschlaggebend dafür, dass es nicht ganz für 5 Sterne gereicht hat.

„Wellen der Hoffnung“ bekommt von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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