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Veröffentlicht am 08.08.2022

Ein gelungener 2.Band der Charité Reihe

Die Charité: Aufbruch und Entscheidung
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Inzwischen befinden wir uns im Jahre 1903 und begleiten den Werdegang der jungen, ehrgeizigen Dr.Rahel Hirsch, die als erste weibliche Ärztin an die Charité kommt und natürlich nicht von jedem in der ...

Inzwischen befinden wir uns im Jahre 1903 und begleiten den Werdegang der jungen, ehrgeizigen Dr.Rahel Hirsch, die als erste weibliche Ärztin an die Charité kommt und natürlich nicht von jedem in der Ärzteschaft mit offenen Armen empfangen wird.

Eine 2. Protagonistin ist die Arbeiterin Barbara Schubert, die ihren Lebensunterhalt in der Wäscherei der Charité verdient und sich in der Arbeiterbewegung für Emanzipation und gerechtere Löhne engagiert.

Die zwei so unterschiedlichen Frauen treffen aufeinander und mit der Zeit entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen ihnen, die auch die kommenden schwierigen Zeiten überdauert.

Dadurch, dass sich Rachel in einen jungen Piloten verliebt, erfährt man als Leser auch mehr über die tollkühnen Pioniere der Luftfahrt.

Der 1. Weltkrieg ist eine furchtbare Zeit, die Ulrike Schweikert sehr eindrücklich beschreibt. Beide Frauen haben ihre Päckchen zu tragen, aber die Arbeiterklasse für die Barbara stellvertretend steht, ist stetig von Obdachlosigkeit und Hunger bedroht. Wie gut dass Rahel ihrer Freundin und deren Tante nach Kräften unterstützt.

Wie nicht anders erwartet, hat die Autorin für ihren Roman sehr gut recherchiert und einen spannenden Mix aus Fiktion und wahren Begebenheiten geschaffen.

Mir hat die Geschichte wieder richtig gut gefallen, wobei mich Teil 1 ein bisschen mehr begeistern konnte, auch wenn ich gar nicht genau benennen kann, woran es lag. Trotzdem freue ich mich auf den 3. Teil, der schon bereit liegt.

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Veröffentlicht am 26.07.2022

Ein Erdmännchenkrimi

Ausgefressen
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Diese Geschichte führt uns in den Zoo zu Erdmännchen Ray, in dessen DNA ja quasi schon alles steckt, was ein Detektiv benötigt und dem eher erfolglosen Privatschnüffler Phil, der im betrunkenen Zustand ...

Diese Geschichte führt uns in den Zoo zu Erdmännchen Ray, in dessen DNA ja quasi schon alles steckt, was ein Detektiv benötigt und dem eher erfolglosen Privatschnüffler Phil, der im betrunkenen Zustand die Sprache der Erdmännchen versteht. Das die beiden zusammenkommen und einen Kriminalfall zusammen lösen, kann man sich denken.
Zugegeben, die Geschichte ist banal, die Witze oft flach, manchmal sexistisch und trotzdem hatte ich Spaß an dem Hörbuch.
Das liegt fast ausschließlich an der Vertonung. Als Fan von Christoph Maria Herbst und seiner facettenhaften Stimme, ist eine absolut langweilige Autofahrt wie im Fluge vergangen.

Für mich geht dieses Buch deshalb auch nur als Hörbuch. Für Kinder ist es trotz vieler sprechender Tiere aus oben genannten Gründen eher weniger geeignet.

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Veröffentlicht am 24.07.2022

Gestohlene Kindheit

Von hier bis zum Anfang
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Die fiktive amerikanische Kleinstadt Cape Haven ist das Revier von Chief Walker. Er hat es eher mit kleinen Delikten zu tun und sieht es darüberhinaus als seine Aufgäbe an , guten Kontakt und immer ein ...

Die fiktive amerikanische Kleinstadt Cape Haven ist das Revier von Chief Walker. Er hat es eher mit kleinen Delikten zu tun und sieht es darüberhinaus als seine Aufgäbe an , guten Kontakt und immer ein offenes Ohr für die Bewohner des Ortes zu haben. So kümmert er sich auch regelmäßig um die 13Jährige Duchess und ihren kleinen Bruder Robin, die von ihrer Mutter Star vernachlässigt werden. Star‘s Leben ist aus dem Ruder gelaufen, als vor 30 Jahren ihre Schwester getötet wurde. Der verurteilte Täter, Vincent King soll jetzt entlassen werden.

Der Autor beschreibt das amerikanische Kleinstadtmilieu sehr authentisch und atmosphärisch . Jeder kennt hier jeden,und trotzdem gibt es Geheimnisse die nur durch Zufall aufgedeckt werden. Nach der Entlassung von Vincent King kommt Cape Haven nicht zur Ruhe und nur kurze Zeit später ist ein weiterer Todesfall zu beklagen.

Es geht in diesem Spannungsroman um Vernachlässigung, um innige Geschwisterbeziehungen um Freundschaft und Ausgrenzung , Verlust und Rache.

Duchess musste nicht nur frühzeitig erwachsen werden, um ihrem Bruder die Mutter zu ersetzen, die es oft nicht mal schaffte den Kühlschrank zu füllen.Sie wurde auch ihrer eigenen Kindheit beraubt. Dass ließ sie im Umgang mit anderen Menschen verständlicherweise hart und unnahbar werden.So nennt sie sich selbst Outlaw, flucht und wirkt aggressiv und traut keinem Fremden über den Weg. Es war herzzerreißend von den vielen Enttäuschungen und Dramen zu lesen, die dieses Geschwisterpaar schon in so jungen Jahren durchleiden musste.

Die Geschichte ist wirklich sehr emotional und wartet immer wieder mit überraschenden Wendungen auf.

Die teils sympathischen aber auch unsympathischen Charaktere wirken alle sehr lebensecht und gerade zum Ende steigt der Spannungsbogen, so dass man als Leser den Fortgang der Geschichte schnell weiterverfolgen möchte. Trotz vieler tragischer Ereignisse wird man aber beim Lesen nicht heruntergezogen.

Ich fühlte mich gut unterhalten und empfehle diesen packenden Spannungsroman gerne weiter.

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Veröffentlicht am 16.07.2022

Fesselnd

Der Tausch – Zwei Frauen. Zwei Tickets. Und nur ein Ausweg.
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Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, befinden sich auf der Flucht. Da ist zum einen Claire, die reiche Politikergattin, die dem goldenen Käfig und ihrem gewalttätigen Mann entfliehen ...

Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, befinden sich auf der Flucht. Da ist zum einen Claire, die reiche Politikergattin, die dem goldenen Käfig und ihrem gewalttätigen Mann entfliehen möchte. Zum anderen treffen wir auf Eve, einer Frau aus einfachsten Verhältnissen, die im Heim aufgewachsen ist und es trotzdem auf die Uni geschafft hat. Sie hat den falschen Menschen vertraut, und jetzt muss sie nur noch verschwinden, um zu überleben. Die Frauen treffen am Flughafen aufeinander und beschließen spontan ihre Bordkarten zu tauschen, da diese nach der Sicherheitskontrolle sowieso nicht mehr kontrolliert werden. Sie tauschen also ihre Identitäten und hoffen, es eventuellen Verfolgern unmöglich zu machen, sie zu finden. Doch Eve war mit ihrer Lebensgeschichte nicht ganz ehrlich und eins der beiden Flugzeuge stürzt ab.

Der Schreibstil von Julie Clark ist von Beginn an fesselnd und mitreißend, auch wenn ich sagen würde, es handelt sich eher um einen Spannungsroman und nicht um einen Thriller. Ich mochte das Buch wirklich gerne und konnte es besonders zum Ende hin kaum mehr aus der Hand legen. Die Autorin schreibt abwechselnd aus der Perspektive von Claire in der Ich-Perspektive und in der Gegenwart und erzählt dann immer wieder von Eve, wobei sie hier die 3. Person wählt und von einem Punkt in der Vergangenheit Eve‘s Lebensgeschichte aufrollt. Das hat mir richtig gut gefallen. Die Spannung ist permanent vorhanden, schon allein, weil man die Angst der Frauen entdeckt zu werden, so gut nachfühlen kann. Claire und Eve sind beides Überlebenskünstlerinnen. Ich mochte sie und konnte ihre Handlungen gut nachvollziehen

Ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht, aber insgesamt war „Der Tausch“ ein sehr spannendes und unterhaltsames Buch, dass ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 06.07.2022

Weckt Urlaubsgefühle

Mord und Limoncello
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Elisabeth Horn lässt beim Lesen ihres Cosykrimis „Mord und Limoncello“ herrlich viel Italienflair durch ihre Zeilen fließen.

Limone am Gardasee ist unser malerischer Schauplatz. Der deutsche Hauptkommissar ...

Elisabeth Horn lässt beim Lesen ihres Cosykrimis „Mord und Limoncello“ herrlich viel Italienflair durch ihre Zeilen fließen.

Limone am Gardasee ist unser malerischer Schauplatz. Der deutsche Hauptkommissar Jens Stutz und seine Frau sind hier in dem erstklassigen Hotel Palazzo Bianchi abgestiegen und wollen ihren 20. Hochzeitstag nachfeiern. Doch Charlotte Stutz kennt ihren Mann nur zu gut und ist sicher, er verbindet die teure Reise mit einem seiner Fälle. Nur kurze Zeit später ist ihr Gatte tot und Commissario Fabio Angelotti gibt alles daran den Mord in seinem Heimatstädten aufzuklären. Dabei stellt er fest, dass an Charlotte Stutz eine Detektivin verloren gegangen ist, die zudem außerordentlich attraktiv ist.

Der Krimi liest sich flott weg und ist in einem angenehmen Ton mit vielen Dialogen geschrieben. Immer wieder fließt auch ein wenig Italienisch mit ein und verstärkt das Italiengefühl. Der Spuren führen weit zurück in die Vergangenheit bis zur Zeit Mussolinis und haben natürlich etwas mit dem Hotel zu tun.

Die Protagonisten waren mir allesamt sehr sympathisch und der Täter war nicht zu offensichtlich. Der Krimi hatte alles was ein Cosy- und Wohlfühlkrimi braucht. Vielleicht waren die Flirtversuche des Commissario bei einer jungen Frau, die gerade Witwe geworden ist nicht ganz angebracht, aber was soll’s wir befinden uns doch in Italien. ( Hilfe, Klischee! Stimmt. Hat mich hier aber gar nicht gestört.)

Und weil Mama Angelotti natürlich fantastisch kocht, gibt es auch noch das Rezept für ihre Spaghetti alla carbonara. Buon appetito!

Gerade zur Ferienzeit war dieser charmante Regionalkrimi genau das Richtige für mich und hat mich wunderbar unterhalten.

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