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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.07.2022

Aufregendes historisches Abenteuer in London – Kurzweilig und ansprechend erzählt

Die versteckte Apotheke
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„Die versteckte Apotheke“ Sarah Penner ist nicht nur für die Fans von historischen Romanen interessant. Denn die Geschichte spielt nicht nur in der Vergangenheit, sondern hält auch einen interessanten ...

„Die versteckte Apotheke“ Sarah Penner ist nicht nur für die Fans von historischen Romanen interessant. Denn die Geschichte spielt nicht nur in der Vergangenheit, sondern hält auch einen interessanten Erzählstrang der Gegenwart bereit. Alle Erzählstränge sind toll miteinander verknüpft und werden am Ende stimmig zusammen geführt. Besonders gelungen sind in meinen Augen außerdem die drei Hauptprotagonistinnen, aus deren Sichtweise auch abwechselnd erzählt wird. Die drei unterschiedlichen Frauen sind wunderbar authentisch dargestellt und punkten mit Mut, Courage und einem eigenwilligen Charakter. Alle drei wirkten auf mich sympathisch und ich konnte gut mit ihnen mitfühlen. Für mich war die Lektüre auch dadurch, ein absoluter Pageturner, was bei historischen Romanen keine Selbstverständlichkeit ist. Der Schreibstil liest sich aber auch wirklich angenehm und schafft es gleichzeitig die Geschehnisse lebendig und bildhaft zu beschreiben. London eignet sich in allen Epochen als ansprechender Handlungsort und obwohl ich schon einige Romane gelesen habe, welche dort spielten, erfährt man hier doch noch Neues. Auch der Spannungsaufbau der Geschichte ist absolut geglückt. Immer wieder gibt es kleine Enthüllungen, welche dafür sorgen das man einfach immer weiterlesen möchte. Einen kleinen Abzug gibt es allerdings dafür, dass die Handlung gerade zum Ende hin dann doch etwas konstruiert wirkte. Dennoch ist das Buch überaus unterhaltsam zu lesen und eine amüsante wie auch packende Lektüre. Deswegen vergebe ich gute 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 07.07.2022

Berührend, tiefgründig und so ganz anders als vermutet

In fünf Jahren
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Ganz leicht fällt mir die Bewertung des Romans „In fünf Jahren“ von Rebecca Serle nicht. Dies liegt vor allem daran, dass das Buch inhaltlich ganz anders gewichtet war, wie der Klappentext und die Aufmachung ...

Ganz leicht fällt mir die Bewertung des Romans „In fünf Jahren“ von Rebecca Serle nicht. Dies liegt vor allem daran, dass das Buch inhaltlich ganz anders gewichtet war, wie der Klappentext und die Aufmachung mich ursprünglich vermuten ließen. Wer also einen leichten und positiven Liebesroman erwartet, wird hier eher enttäuscht werden. Trotz vieler bezaubernder und auch sehr emotionaler Szenen, bringt das Buch nämlich eine ganz schöne Wucht mit sich. Wer sich von schweren Erkrankungen getriggert fühlt, sollte deshalb lieber nicht zu diesem Roman greifen. Mir persönlich war die Geschichte stellenweise etwas zu niederschmetternd, wobei mich die Handlung durchaus in ihren Bann ziehen konnte und zum Ende hin sogar für die ein oder andere Träne gesorgt hat. Und ja, in gewisser Weise handelt es sich auch um eine Liebesgeschichte, wobei ich natürlich nicht zu viel verraten möchte. Ein weiteres großes Thema des Romans ist außerdem eine besondere Freundschaft, deren Ausarbeitung mir besonders gut gefiel. Und auch New York als Handlungsort, wurde gelungen dargestellt und so entstand eine wirklich anschauliche Atmosphäre. Alles in allem war „In fünf Jahren“ für mich ein gehaltvoller und gedankenreicher Roman. Auch die authentischen Protagonist:innen werteten die Handlung auf und ließen die Geschichte lebendig erscheinen. Für die stellenweise zu schwermütige Stimmung gibt es von mir allerdings einen Stern Abzug. Dennoch möchte ich das Buch allen ans Herz legen, die emotionale Geschichten mögen.

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Veröffentlicht am 03.07.2022

Humorvoller Regency-Roman – Unterhaltsam und mitreißend zu lesen

Wie man sich einen Lord angelt
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„Wie man sich einen Lord angelt“ von Sophie Irwin gefiel mir vor allem deshalb so gut, da der Roman einfach herrlich unterhaltsam war. Auch wenn nicht jedes Detail, insbesondere die sprachliche Umsetzung, ...

„Wie man sich einen Lord angelt“ von Sophie Irwin gefiel mir vor allem deshalb so gut, da der Roman einfach herrlich unterhaltsam war. Auch wenn nicht jedes Detail, insbesondere die sprachliche Umsetzung, historische Authentizität erkennen ließ, machte die Lektüre trotzdem richtig Spaß. Den passenden Zeitgeist, inklusive grandioser Bälle und Standesdünkel, versprüht die Geschichte auch ohne dies allemal. Kitty war dabei eine durchaus moderne Heldin, anfangs erschien sie mir noch etwas platt dargestellt, da sich alles nur um ihre Außenwirkung drehte, nach und nach gewann ihre Figur dann aber auch an Tiefe, so dass ich sie schlussendlich doch ins Herz schloss. Die weiteren Protagonist:innen waren im Gegensatz dazu von Anfang an vielschichtig und interessant dargestellt. Der Schreibstil las sich durchgehend flüssig, auch deshalb da er bis auf manche Dialoge, auf eine modernere Sprache als damals üblich, zurückgriff. Für den nicht ganz perfekten Einstieg in die Geschichte und die fehlende historische Genauigkeit, ziehe ich allerdins einen Stern ab. Ansonsten ist die Geschichte wirklich fesselnd und vor allem amüsant. Ohne große Konzentration kann man hier in eine leichte (Liebes-)Geschichte versinken. Die Handlung konnte mich dabei nicht übermäßig überraschen, da ich das Ende schon ab einem sehr frühen Zeitpunkt genau so erahnte. Aber auch ohne überraschende Wendungen hat, „Wie man sich einen Lord angelt“ seine Vorzüge, weswegen ich es gerne weiterempfehlen mag.

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Veröffentlicht am 30.06.2022

Umfangreicher und durchdachter Kriminalroman

Schwarzlicht
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Nicht nur durch die Buchlänge war „Schwarzlicht“ von Camilla Läckberg und Henrik Fexeus für mich ein besonderer Lesegenuss. Detailliert und sehr vielschichtig, entfaltet sich auf über 600 Seiten eine eindrückliche ...

Nicht nur durch die Buchlänge war „Schwarzlicht“ von Camilla Läckberg und Henrik Fexeus für mich ein besonderer Lesegenuss. Detailliert und sehr vielschichtig, entfaltet sich auf über 600 Seiten eine eindrückliche wie auch erschreckende Kriminalgeschichte. Für schwache Nerven ist das Buch allerdings nicht geeignet, denn die Tatortbeschreibungen sind überaus blutig und noch dazu grausam. Ansonsten gefielen mir der Fall und die Ermittlungen aber durchgehend gut. Die Zauberkunstbezüge machen den Plot schon zu etwas Besonderem. Obwohl die Handlung über mehrere Monate hinweg erzählt wird, ist sie außerdem trotzdem kurzweilig und anhaltend spannend. Ein besondere Augenmerk liegt dabei auch auf den Besonderheiten der Polizist:innen und von Berater Vincent. Sehr lebensecht dargestellt bringt jedes Teammitglied eine gehöriges Päckchen Ballast mit. Stellenweise waren mir die Charakterzeichnungen ehrlich gesagt aber etwas zu übertrieben. Besonders nervenaufreibend war dabei Ruben, durch seine ständigen sexistischen und frauenfeindlichen Gedanken, war er nur schwer zu ertragen. Aber auch Hauptprotagonistin Mina wird sehr über ihre Zwangsstörung definiert, wobei mir hier ihre erkennbare Entwicklung gefiel. An und für sich mag ich es gerne als Leserin auch am Privatleben der Ermittler:innen teilhaben zu können. Für meinen Geschmack uferten die Darstellungen im Buch aber etwas aus, wofür ich auch einen Stern abziehe. Ansonsten findet ihr hier gelungenen und unterhaltsamen Krimispaß. Ich werde diese neue Reihe auf jeden Fall im Augen behalten und vergebe für „Schwarzlicht“ gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 19.06.2022

Flott erzählter historischer Krimi entführt in die 50er Jahre

Frisch ermittelt: Der Fall Vera Malottke
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Der Kriminalroman„Frisch ermittelt: Der Fall Vera Malottke“ ist ein gemeinschaftliches Werk von Christiane Franke und Cornelia Kuhnert und der Auftakt einer neuen Reihe rund um die patente Martha Frisch. ...

Der Kriminalroman„Frisch ermittelt: Der Fall Vera Malottke“ ist ein gemeinschaftliches Werk von Christiane Franke und Cornelia Kuhnert und der Auftakt einer neuen Reihe rund um die patente Martha Frisch. Besonders wird die Geschichte auch durch sehr viel Zeitkolorit und einem äußerst spannenden Fall. Martha Frisch ist dabei nicht die einzige Heldin, welche sich in die Ermittlungen stürzt und so schloss ich auch Polizist Hans, Enkelin Annemieke und den Anwalt Hugo von Mühlbach ins Herz. Darüber hinaus sind außerdem so einige höchst unsympathische Protagonisten unterwegs, welche durch ihre ewig gestrige Art die Geschichte leider wohl erst richtig authentisch machen. Trotzdem waren einige Gedanken und Aussagen der Herren mit Nazivergangenheit für mich nur schwer auszuhalten. Und auch die übrige Geschichte lebt immer wieder von Tratsch und Vorurteilen, welche mich regelrecht sauer machten. Dadurch handelte es sich für mich auch um keine reine Wohlfühlgeschichte. Dennoch las sich der Kriminalroman abwechslungsreich und bietet sicherlich unverfälschte Einblicke in die damalige Zeit. Und auch wenn die Polizeiarbeit immer wieder ausgebremst wurde, gefielen mir die Einblicke in die tatsächlichen Ermittlungen gut. Außerdem war das Ende nicht vorhersehbar und die Handlung hielt mehrere überraschende Wendungen bereit. Auch wenn Martha Frisch eine Frau ihrer Generation ist und meiner Meinung nach nicht als ihrer Zeit voraus bezeichnet werden kann, liest sich der Krimi dennoch unterhaltsam. Im Gesamten gibt es von mir deshalb gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle Fans von historischen Krimis.

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