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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2022

Detailreiche und durchdachte Dystopie – Weltweite Handlungsorte und vielseitige Charaktere

Die Welt kippt
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„Die Welt kippt“ von Heiko von Tschischwitz reiht sich ein, in die Reihe der zahlreichen Romane mit Umweltthematik, welche mir in letzter Zeit durchaus häufiger begegnet sind. Trotz des bekannten und aktuellen ...

„Die Welt kippt“ von Heiko von Tschischwitz reiht sich ein, in die Reihe der zahlreichen Romane mit Umweltthematik, welche mir in letzter Zeit durchaus häufiger begegnet sind. Trotz des bekannten und aktuellen Themas konnte mich das Buch durchaus fesseln und stellenweise sogar überraschen. Dies lag vor allem an der sehr komplexen Handlung, welche zahlreiche Perspektiven und mehrere Zeitsprünge beinhaltete. Ein besonderer Fokus der Geschichte liegt außerdem auf China und der Rolle des Landes bei der Bekämpfung des Klimawandels. Dabei greift der Autor auch reale Projekte auf, Infos zu diesen gibt es sogar im Nachwort. Im Gesamten entstand so eine packende, wie auch erschreckend realistisch anmutende Geschichte. Durch die vielschichtigen Protagonist:innen gibt es zudem Einblicke in sehr unterschiedliche Lebens- und Sichtweisen. Allerdings hätte ein wenig Straffung der Erzählung meiner Meinung nach durchaus gut getan. Zu viele Nebenhandlungsstränge lassen die Charaktere zwar greifbarer und authentischer wirken, sorgten im Gesamten allerdings auch für Längen. Dennoch überzeugte mich das Buch sowohl inhaltlich wie auch argumentativ so sehr, dass ich immer noch gute 4 Sterne vergeben mag. Auch wenn der Fokus durchaus auf den dystopischen Elementen liegt, gibt es auch erste Lösungsansätze und eine sehr differenzierte Auseinandersetzung mit einem hochkomplexen Thema. Der Schreibstil machte es mir angenehm leicht, den Geschehnissen zu folgen und las sich durchgängig flüssig.

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Veröffentlicht am 17.08.2022

Süße Fantasygeschichte für Lesebegeisterte ab 12 Jahren

Das Antiquariat der verlorenen Dinge
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„Das Antiquariat der verlorenen Dinge“ von Daphne Mahr, erzählt eine wirklich schöne, in sich geschlossene, Geschichte voller Magie und mit jeder Menge Frankreich-Flair. Haupthandlungsort ist dabei Lyon, ...

„Das Antiquariat der verlorenen Dinge“ von Daphne Mahr, erzählt eine wirklich schöne, in sich geschlossene, Geschichte voller Magie und mit jeder Menge Frankreich-Flair. Haupthandlungsort ist dabei Lyon, was finde ich eine tolle Abwechslung zu vielen, in Paris spielenden Romanen ist, einen kleinen Abstecher dorthin hat sich die Autorin allerdings dennoch erlaubt. Die Altersempfehlung ist mit 12 Jahren denke ich gut gewählt, wobei auch etwas jüngere Leser:innen keine Schwierigkeiten mit dieser Lektüre haben werden. Denn die Geschichte ist eher schlicht gehalten und ist auch handlungstechnisch was den Love Interest angeht, sehr unschuldig und süß geschrieben. Vor allem Protagonistin Clara merkt man ihre 16 Jahre nicht unbedingt an, auf mich wirkte sie doch noch sehr kindlich und unerfahren. Dennoch las ich die Geschichte richtig gerne, diese süße und unschuldige Note, hat durchaus ihren Reiz und besonders die magischen Elemente mit ihrem Bezug zur Bibliophilie gefielen mir richtig gut. Auch sprachlich ist das Buch eher für jüngere Leser:innen geeignet. Der Schreibstil ist eher einfach gehalten und verwendet viele umgangssprachliche und jugendsprachliche Begriffe. Auch deswegen las sich der Roman sehr schnell und leicht. Für meinen Geschmack hätte die Geschichte gerne noch etwas ausführlicher und detaillierter sein dürfen und auch der Bezug zum Titel geht leider etwas unter. Dennoch gefiel mir das abwechslungsreiche und fantasievolle Abenteuer richtig gut, so dass ich immer noch gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung vergeben mag.
Mein Fazit: Magisch, kurzweilig und erfrischend jung. Originelle Fantasy die Spaß macht!

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Veröffentlicht am 05.08.2022

Ungewöhnlich, feministisch und interessant – Ein historischer Roman der anderen Art

Matrix
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Obwohl Titel, wie auch das Cover des Romans „Matrix“ der Autorin Lauren Groff, eher an Science Fiction denken lassen, handelt es sich doch um einen historischen Roman. Auch wenn ich nach der Lektüre immer ...

Obwohl Titel, wie auch das Cover des Romans „Matrix“ der Autorin Lauren Groff, eher an Science Fiction denken lassen, handelt es sich doch um einen historischen Roman. Auch wenn ich nach der Lektüre immer noch finde, dass der Titel nicht richtig zum Inhalt passt, gibt es zumindest einen erkennbaren Zusammenhang im Text. Und irgendwie passt alles auch gerade deshalb, da auch die Handlung ziemlich strange ist. Im positiven Sinne wurde ich überrascht von einer wirklich verrückten Geschichte, starken Frauenfiguren und einem sehr besonderen Klosterleben. „Matrix“ ist wirklich anders als alles was ich bisher an historischen Romanen gelesen habe. Inhaltlich handelt es sich um die Lebensgeschichte von Marie, welche über viele Jahre hinweg erzählt wird. So erlebt man als Leser:in hautnah nicht nur Maries persönliche Entwicklung, sondern auch den Ausbau des Klosters, mit. Durch innovative, aber für die damalige Zeit durchaus ketzerische Ideen, wird die Ausgestaltung eines Imperiums dargestellt und zwar aus einer rein weiblichen Perspektive heraus erzählt. Auch durch diese besondere Erzählweise, wirkte die Geschichte auf mich wie ein Heldinnen-Epos. Allerdings ergaben sich für mich, auch durch den Schreibstil durchaus Längen. Denn dieser liest sich stellenweise etwas sperrig und auch die andauernde Perspektive des auktorialen Erzählers sprach mir weniger an. Positiv gefielen mir hingegen modernere Noten, wie zum Beispiel der offene Umgang mit Homosexualität, welcher dennoch zeitgemäß dargestellt wurde. Und auch die erkennbaren Charakterentwicklungen der Figuren, sowie der erfrischend hinterfragende Blick auf starre Strukturen in der Organisation Kirche, sprechen für dieses Buch. Obwohl „Matrix“ seine Leser:innen durchaus herausfordert, lohnt sich die Lektüre. Lediglich für die Längen gibt es von mir einen Stern Abzug.

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Veröffentlicht am 30.07.2022

Eindrucksvoller Thriller - Voller Einblicke in die Gefahren des Bergsteigens

Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod
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„Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod“ der Autorin Amy McCulloch ist definitiv mal ein Thriller der anderen Art. Denn im Mittelpunkt stehen äußerst realitätsnahe Schilderungen rund um die Besteigung ...

„Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod“ der Autorin Amy McCulloch ist definitiv mal ein Thriller der anderen Art. Denn im Mittelpunkt stehen äußerst realitätsnahe Schilderungen rund um die Besteigung des Manaslu, einem Achttausender in Nepal. Die Autorin kann auch deshalb so detailliert und authentisch darüber schreiben, da sie diesen Berg tatsächlich bereits selbst bezwungen hat. Einerseits waren die ausführlichen Beschreibungen des Bergsteigeralltags für mich interessant zu lesen. Die Abläufe wurden auch für Laien nachvollziehbar dargestellt und die natürlichen Verhältnisse am Berg erschienen erschreckend greifbar. Denn zahlreiche Gefahren gehen bereits alleine vom Berg und dessen natürlicher Umgebung aus. Allerdings führte dieser Themenfokus auch dazu, dass der Spannungsaufbau eher gemächlich voran ging. Erst ab der Mitte des Buchs zog der Thrill dann endlich an und gipfelte schlussendlich in einem packenden Finale. Atemberaubende Spannung auf jeder Seite, gab es in meinen Augen allerdings nicht. Dennoch ist die Geschichte packend erzählt und auch der Schreibstil gefiel mir gut. Vor allem durch die Nähe zur Realität entsteht doch eine sehr besondere Stimmung. Dennoch konnte ich zwei der großen Twists bereits vorhersehen, somit konnte mich die Autorin nicht allzu sehr überraschen. Aufgrund meiner beiden Kritikpunkte gibt es von mir auch einen Stern Abzug. Trotzdem ist „Der Aufstieg“ für alle Thrillerfans eine gute Wahl, da sich die Lektüre allein schon aufgrund des außergewöhnlichen Settings absolut lohnt. Auch die Figurenentwicklung gefiel mir richtig gut. Obwohl nur aus Cecilys Sicht erzählt wird, bekommt man auch von den Anderen ein gelungenes Bild und die Artikel und Blogeinträge der Journalistin, werten zusätzlich den Thriller sprachlich auf. Alles in allem war das Buch für mich ein kurzweiliges, interessantes und stellenweise spannungsvolles Lesevergnügen.

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Veröffentlicht am 23.07.2022

Locker-leichter Sommerroman – Entspannte Lektüre für Zwischendurch

Sommerträume auf Sylt
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Im Roman „Sommerträume auf Sylt“ der Autorinnen Stephanie Jana und Ursula Kollritsch ist eines garantiert, nämlich das Urlaubsfeeling! Denn die Geschichte spielt in Hamburg und auf Sylt und hält jede Menge ...

Im Roman „Sommerträume auf Sylt“ der Autorinnen Stephanie Jana und Ursula Kollritsch ist eines garantiert, nämlich das Urlaubsfeeling! Denn die Geschichte spielt in Hamburg und auf Sylt und hält jede Menge traumhafter Momente und den ein oder anderen Tipp fürs Sightseeing bereit. Modern und unterhaltsam liest sich die Handlung angenehm und machte das Buch auch durch das Setting zu einem absoluten Wohlfühlroman für mich. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen vier sehr unterschiedliche Freundinnen. Diese wurden mir stellenweise zwar etwas zu klischeehaft dargestellt, allerdings gewannen die Figuren über die Handlung hinweg an Tiefe, so dass mir doch alle am Ende sympathisch waren. Die Perspektivwechsel und unterschiedlichen Lebensgeschichten der Freundinnen, brachten auf jeden Fall Abwechslung mit sich. Die Themen, welch die Vier beschäftigen sind dabei mitten aus dem Leben gegriffen und waren damit für mich nachvollziehbar und authentisch. Wer keine allzu tiefgründige Geschichte erwartet wird diese liebenswerte und ansprechende Lektüre sicherlich genießen. Der Schreibstil liest sich auf jeden Fall durchgängig flüssig und die kurzen mit verschiedenen Hashtags überschriebenen Kapitel flogen nur so dahin. Und auch wenn der nächste Strandurlaub noch fern scheint, gelangt man durch das Buch zumindest gedanklich dort hin. Im Gesamten betrachtet bescherte mir „Sommerträume auf Sylt“ einige schöne und unterhaltsame Lesestunden. Wer einen kurzweiligen Roman sucht, ist hier genau richtig.
Mein Fazit: Nicht nur für den Urlaub eine gute Wahl!

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