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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2017

Scifi-Verschwörungs-Thriller

Heartware
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Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Rowohlt Polaris (21. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3499267079
Preis: 14,99€
auch als E-Book erhältlich

Scifi-Verschwörungs-Thriller

Inhalt:
Adam Eli hat eine ...

Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Rowohlt Polaris (21. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3499267079
Preis: 14,99€
auch als E-Book erhältlich

Scifi-Verschwörungs-Thriller

Inhalt:
Adam Eli hat eine harte Jugend hinter sich, unter anderem in einem bolivianischen Gefängnis. Nun hat er in seinem Leben Fuß gefasst. Doch seine Jugendliebe Willenja kann er nicht vergessen, obwohl sie ihn damals vielleicht verraten hat. Seit neun Jahren hatte er keinen Kontakt zu ihr. Umso überraschter ist er, als er eine E-Mail von einem unbekannten Absender bekommt, in der er aufgefordert wird, nach Willenja zu suchen. Verschiedene Leute sind hinter ihr her, die ihr wesentlich feindlicher gesinnt sind als Eli …

Meine Meinung:
Ich habe schon einige Werke von Jenny-Mai Nuyen gelesen und sehr gemocht. Sie konnte mich stets mit ihren fantasievollen Geschichten und ihrem tollen Schreibstil fesseln. So war natürlich auch klar, dass ich ihren neuen Roman „Heartware“ lesen muss, auch wenn sie sich damit in ein für sie neues Genre vorwagt. Aber Thriller lese ich auch ganz gerne, daher war ich offen für alles.

Leider konnte die Autorin mich aber nicht ganz überzeugen. Zwar machte sie mich durch einen interessanten Anfang recht neugierig, doch dann schweift sie für meinen Geschmack zu weit aus, verzettelt sich auch ein wenig in der Welt und zwischen verschiedenen Personen, was auf Kosten der Spannung geht. Es interessierte mich schon, wie sich die Handlung weiterentwickelt, fiel mir aber auch nicht schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Atemberaubende Spannung, wie ich sie mir für einen Thriller wünsche, findet man hier nicht.

Auch die romantische Komponente fand ich nicht wirklich überzeugend. Es ist ein ewiges Hin und Her und für mich nicht immer nachvollziehbar. Die Protagonisten blieben mir fern. Ich konnte mich mit keinem identifizieren und auch nicht wirklich sympathisieren.

Wie die verschiedenen Handlungsstränge zusammenhängen, blieb mir zu lange im Unklaren. Neben dem Anfang gefiel mir das letzte Drittel am besten, wo die Fäden langsam zusammenlaufen und man einen Durchblick bekommt, worum es den verschiedenen Beteiligten eigentlich geht. Es ist der spannendste und interessanteste Teil mit philosophischen Fragestellungen, über die es sich sicher lohnt nachzudenken.

★★★☆☆

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar, das mir freundlicherweise zugeschickt wurde.

Veröffentlicht am 30.06.2017

Leider nicht mein Buch

Vom Ende der Einsamkeit
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Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Diogenes; Auflage: 10 (24. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3257069587
Preis: 22,00€
auch als Hörbuch erhältlich

Leider nicht mein Buch

Nachdem „Vom Ende ...

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Diogenes; Auflage: 10 (24. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3257069587
Preis: 22,00€
auch als Hörbuch erhältlich

Leider nicht mein Buch

Nachdem „Vom Ende der Einsamkeit“ hoch gelobt wurde und ich auch bereits „Spinner“ und „Fast genial“ von Benedict Wells mit Genuss gelesen habe, dachte ich, ich könnte mit diesem Buch gar nichts falsch machen. Doch leider ist dem nicht so.

Mit dem Anfang konnte der Autor mich noch für sein Werk interessieren. Hier lernen wir die deutsch-französische Familie Moreau kennen, die Eltern und die drei Kinder Marty, Liz und Jules. Als der Jüngste, Jules, aus dessen Perspektive erzählt wird, gerade einmal zehn Jahre alt ist, kommen die Eltern bei einem Autounfall ums Leben. Die drei Kinder müssen ins Internat, zwar in dasselbe, aber trotzdem verlieren sie sich dort vollkommen aus den Augen. Jeder ist auf sich allein gestellt und versucht auf seine ganz eigene Weise, mit dem Verlust und der Einsamkeit zurechtzukommen.

Da Jules in der 1. Person erzählt, kommt man eigentlich nur ihm wirklich nahe. Die anderen Charaktere werden nur immer wieder am Rand gestreift. Das gefiel mir nicht so gut. Zuweilen wirkten speziell Marty und Liz ziemlich stereotyp. Zwar war mir Jules recht sympathisch, aber ich konnte vieles doch nicht nachvollziehen, was er machte. Er irrt durchs Leben, verliert seine Jugendfreundin, die ihm als Einzige Halt geben konnte und hadert immer wieder mit seinem Schicksal, bis ihm gegen Ende die Erleuchtung kommt:

Noch stärker als meine Geschwister habe ich mich gefragt, wie sehr mich Ereignisse aus meiner Kindheit und Jugend bestimmt haben, und erst spät habe ich verstanden, dass in Wahrheit nur ich selbst der Architekt meiner Existenz bin. (S. 337)

Die letzten ca. fünfzig Seiten konnten mich wirklich begeistern, doch die Stecke zwischen Anfang und Ende war anstrengend. Mit den vielen Zeitsprüngen (die Handlung deckt ca. dreißig Jahre ab) kam ich nicht gut klar. Zwar gibt es immer wieder Rückblicke auf das, was in den Lücken geschah, aber für mich war das zum Teil ein ziemliches Durcheinander und auch nicht immer spannend. Vieles ist vorhersehbar, vieles wird wiederholt, und so ziehen sich die Seiten unnötig.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 30.06.2017

Kein Kriminalroman!

Totenstille im Watt
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Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch (22. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596297641
Preis: 9,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Kein Kriminalroman

Inhalt:
Dr. ...



Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch (22. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596297641
Preis: 9,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Kein Kriminalroman

Inhalt:
Dr. Bernhard Sommerfeldt ist weder Arzt noch heißt er Bernhard Sommerfeldt. Und doch lieben ihn seine Patienten und auch seine Lebensgefährtin Beate. Er hat sich in Norddeich eine neue Existenz aufgebaut, und alles scheint gut für ihn zu laufen. Bis sein angenehmes Leben bedroht wird. Der Doktor greift hart durch …

Meine Meinung:
Als Erstes fiel mir auf, dass dieses Werk nicht als Kriminalroman bezeichnet wird, sondern als Roman, und genau das ist es auch, obwohl einige Verbrechen verübt werden. Doch als Leser ist man aus der Perspektive des Täters, nämlich Dr. Bernhard Sommerfeldt, quasi live dabei. Es geht also nicht darum, einen Verbrecher zu ermitteln oder ein Verbrechen zu verhindern, wie das für einen Kriminalroman typisch wäre.

Fans der Ostfriesen-Krimireihe von Klaus-Peter Wolf könnten enttäuscht sein, denn großartige Spannung sucht man hier vergebens. Stattdessen blickt man in den Kopf eines gestörten Mannes, bekommt Einblick in seine Gedanken und Ansichten, was sich von Zeit zu Zeit leider etwas zäh liest. Zuweilen ist es aber auch recht humorvoll geschrieben. Ich musste gerade in der ersten Hälfte doch immer wieder schmunzeln.

Anfangs war Sommerfeldt mir ja noch recht sympathisch, aber im Verlauf des Buches konnte ich seine Taten immer weniger nachvollziehen. Auch mit seiner großen Liebe Beate kam ich nicht gut klar. Sie wird viel zu naiv dargestellt.

Aufgrund der Ich-Perspektive bleiben außer Sommerfeldt alle Charaktere recht blass. Man erfährt logischerweise nicht viel über sie. Mir war das zu wenig tiefgründig.

Witzig fand ich, dass die Kommissarin der Ostfriesen-Krimireihe, Ann Kathrin Klaasen, und ihre Kollegen kurze Gastauftritte haben. Aber leider findet man auch in diesem Roman wieder Werbung für Bettina Göschl und andere Lokalgrößen, was mich in der Krimireihe schon immer nervt.

„Totenstille im Watt“ ist der Auftakt zu einer Reihe um den Mann, der nicht Dr. Bernhard Sommerfeldt ist. Der 2. Band ist für Sommer 2018 geplant.

Fazit:
Der Roman ist ganz unterhaltsam, wenn man die zähen Stellen übergeht. Wirklich spannende Szenen sind aber rar gesät.

★★★☆☆

Ich bedanke mich ganz herzlich bei den Fischer-Verlagen, die mir für die Leserunde auf LovelyBooks ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellten.

Veröffentlicht am 23.06.2017

Das Brimstone Bleed geht weiter

Salz & Stein
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Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: cbt (23. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570163450
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Salt And Stone
Preis: 16,99€
auch als ...

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: cbt (23. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570163450
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Salt And Stone
Preis: 16,99€
auch als E-Book erhältlich


ACHTUNG: Dies ist der 2. Band der Dilogie. Meine Rezension kann daher SPOILER zum ersten Band enthalten. Diesen sollte man unbedingt vorher gelesen haben.

Das Brimstone Bleed geht weiter

Inhalt:
Nachdem Tella und die anderen Kandidaten des Wettrennens im 1. Teil sich durch einen Dschungel und eine Wüste kämpfen mussten, stehen ihnen nun ein Meer und ein Gebirge bevor. Mithilfe ihrer Pandoras gibt es einige Hürden zu meistern. Dabei gestaltet sich die Beziehung zwischen Tella und Guy sehr schwierig.

Meine Meinung:
Nachdem ich vom 1. Band, „Feuer & Flut“ absolut begeistert war, freute ich mich natürlich auf Band 2. Er setzt dort an, wo der 1. Teil endete, nämlich im Basislager zwischen Wüste und Meer. Und hier machte es mir die Autorin erst mal recht schwer, auch den 2. Band zu mögen. Denn Tella und Guy haben offensichtlich nichts Besseres zu tun, als sich permanent gegenseitig anzuziehen und wieder wegzustoßen und zu ignorieren. Das war für mich einerseits nicht nachvollziehbar, andererseits fehlte mir dadurch auch der schöne romantische Effekt des 1. Bandes.

Auch die anderen Charaktere waren für mich nicht unbedingt glaubwürdig dargestellt. Zum Beispiel kommt Harper ja extra zurück, um Tella zum Sieg zu verhelfen, doch davon merkt man nicht wirklich etwas. Alle zicken hier einfach ziemlich rum. Okay, nach dem, was sie bisher erlebt haben, kann man das vielleicht schon verstehen, dass ihnen die Nerven durchgehen, aber schön ist das trotzdem nicht zu lesen.

Gut fand ich, dass neue Personen eingeführt werden, die wieder etwas frischen Wind mitbringen, unter anderem auch durch ihre speziellen Pandoras, und natürlich durch die Geheimnisse, die sie offensichtlich verbergen.

Tella entwickelt sich immer mehr zum Team-Player. Das hat mir gut gefallen. Das Brimstone Bleed ist unmenschlich genug, da ist es schön, wenn die Kandidaten sich ein wenig Menschlichkeit bewahren und füreinander sorgen und sich gegenseitig helfen.

Es gibt einige sehr spannende Szenen, und die Seiten fliegen dank des tollen Schreibstils von Victoria Scott und der ein oder anderen unbedruckten Seite nur so dahin. Schwups ist man am Ende angelangt. Das Rennen ist vorbei, aber trotzdem ist alles noch offen. Verzweifelt sucht man nach einem oder zwei weiteren Kapiteln, aber da ist einfach nichts mehr. Und es gibt auch keine Hoffnung auf einen 3. Band. Laut Hinweis auf der Verlagsseite ist „Salz & Stein“ der Abschlussband.

Fazit:
Leider kommt dieser Band bei Weitem nicht an den ersten heran. Zwar ist er auch spannend geschrieben, aber die Protagonisten nerven gewaltig mit ihrem Rumgezicke. Das Ende ist absolut unbefriedigend, weil die wichtigsten Fragen überhaupt nicht geklärt werden.

Die Dilogie:
1. Feuer & Flut
2. Salz & Stein

★★★☆☆

Veröffentlicht am 17.06.2017

Braucht etwas lange, um in Schwung zu kommen

Bretonisches Gold
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Format: E-Book
Dateigröße: 2515 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: eBook by Kiepenheuer&Witsch (15. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
Preis: 9,99€
auch als Taschenbuch und als Hörbuch erhältlich

Braucht ...

Format: E-Book
Dateigröße: 2515 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: eBook by Kiepenheuer&Witsch (15. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
Preis: 9,99€
auch als Taschenbuch und als Hörbuch erhältlich

Braucht etwas lange, um in Schwung zu kommen

Inhalt:
Kommissar Dupin wird von einer befreundeten Journalistin gebeten, sich in den Salinen auf der Halbinsel Guérande umzusehen. Prompt wird er dort beschossen. Da das Gebiet gar nicht zu seinem Bezirk gehört, muss er bei den folgenden Ermittlungen mit der örtlichen Kommissarin Rose und ihrem Team zusammenarbeiten – für den Einzelgänger Dupin nicht leicht.

Meine Meinung:
Nach der anfänglichen Schießerei kommt die Handlung erst mal wieder ziemlich zum Erliegen. Dupin kann sich mit der Situation nicht wirklich abfinden. Es widerstrebt ihm, dass er sich mit Rose absprechen muss bzw. sich zuweilen sogar ihr unterordnen. So geht viel Zeit bzw. viele Seiten für kollegiale Eifersüchteleien und Kompetenzgerangel drauf, obwohl Dupin zugeben muss, dass Rose ihren Job sehr gut macht.

Erst etwa ab der Hälfte nimmt die Geschichte dann Fahrt auf, es gibt einen Mord und dann gleich noch einen Toten. Doch weder Motiv noch Täter sind leicht zu ermitteln. Die Polizei dreht sich im Kreis, bis schließlich der überraschende Durchbruch gelingt. Richtig spannend wird es erst gegen Schluss, als es zum Show down kommt.

Wie üblich findet man auch in diesem 3. Band der Reihe um Kommissar Dupin sehr, sehr viele Beschreibungen der Landschaft, der Leute und bretonischen Gerichte, mythische Erzählungen und allgemeine Erklärungen zur Bretagne, hier speziell auch zur Salzherstellung. Auch wenn ich die Bretagne wirklich mag und das alles sehr interessant finde, war es mir dieses Mal doch fast etwas zu viel.

„Bretonisches Gold“ ist der 3. Band dieser Krimireihe, lässt sich aber unabhängig von den anderen Bänden lesen, da der Kriminalfall abgeschlossen ist. Wichtige bzw. interessante Details zu Dupin und seinen Kollegen werden noch einmal kurz wiederholt, sodass man sich von den beteiligten Personen auch ohne Vorkenntnisse ein gutes Bild machen kann.

Die Reihe:
1. Bretonische Verhältnisse
2. Bretonische Brandung
3. Bretonisches Gold
4. Bretonischer Stolz
5. Bretonische Flut
6. Bretonisches Leuchten

Außerdem gibt es auch ein Bretonisches Kochbuch mit Kommissar Dupins Lieblingsgerichten.

★★★☆☆