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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2018

Viel Action

Das dunkle Netz
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Der Feldjäger Mark Becker erhält einen mysteriösen Anruf seines ehemaligen Bundeswehrkollegen Kai Jäger. Kurze Zeit später wird die verkohlte Leiche von Kai in einem Waldstück aufgefunden. Da er der letzte ...

Der Feldjäger Mark Becker erhält einen mysteriösen Anruf seines ehemaligen Bundeswehrkollegen Kai Jäger. Kurze Zeit später wird die verkohlte Leiche von Kai in einem Waldstück aufgefunden. Da er der letzte war, der mit Kai Kontakt hatte, ist Mark Becker sofort im Fokus der Ermittlungen. Dabei trifft er wieder auf die Kommissarin Lisa Schäfer, mit der er bereits bei einem anderen Fall zu tun hatte und die ihn nicht in allzu guter Erinnerung behalten hat.
Da das Opfer ein ehemaliger Kollege war, wird Mark als Berater hinzugezogen. Er kann es aber nicht lassen, zusätzlich auf eigene Faust zu ermitteln. Was er nicht weiß – auch die Täter haben ihn, Lisa und alle anderen Mitwisser bereits ins Visier genommen. Es beginnt eine spannende Jagd, bei der es keine Atempause gibt.
Der Thriller ist bereits der zweite Teil um den Feldjäger Mark Becker. Das Buch liest sich wie ein rasanter Actionfilm und man hat die Bilder quasi vor Augen. Man merkt an den vielen Details, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat. Ob die Personen in der Realität auch so handeln würden, sei dahingestellt – dafür ist es ja ein Thriller.

Die Spannung bleibt von der ersten bis zur letzten Zeile auf sehr hohem Niveau. Die gegensätzlichen Charaktere der beiden Hauptfiguren sorgen für zusätzlichen Schlagabtausch.
Ich freue mich auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 17.02.2018

Toller Lokalkrimi

Deichfürst
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Tadeus de Vries, der selbst ernannte Deichfürst, ist tot. Er wurde in einem Sarg auf der Baustelle des umstrittenen Sperrwerks vergraben. Für Hauptkommissar Stephan Möllenkamp ist die Liste der Verdächtigen ...

Tadeus de Vries, der selbst ernannte Deichfürst, ist tot. Er wurde in einem Sarg auf der Baustelle des umstrittenen Sperrwerks vergraben. Für Hauptkommissar Stephan Möllenkamp ist die Liste der Verdächtigen scheinbar unendlich. Es gab wohl niemanden in der gesamten Gegend, der auch nur ein gutes Wort über Tadeus de Vries verlieren würde. Sein gesamtes Leben lang hat er sich nur Feinde gemacht.
Möllenkamp stolpert bei seinen ersten Ermittlungen in die Lokalreporterin Getrud Boekhoff. Bei einem feuchtfröhlichen Abend in der Dorfkneipe erfährt Möllenkamp viel Interessantes über de Vries und Gertrud kann ihm auch ein paar Informationen für ihren Artikel entlocken.
Die beiden sind ein absolut ungewöhnliches Gespann, das auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammenpasst. Sowohl Stephan als auch Getrud versuchen jeweils mit ihren Mitteln, dem Täter auf die Spur zu kommen. Dabei kreuzen sich ihre Wege oft unfreiwillig und die zarten Vertrauensbande werden arg strapaziert.
Stephan Möllenkamp ist eine sehr sympathische Ermittlerfigur. Die lustigen Kabbeleien mit seiner Frau Meike und seine kleinen persönlichen Alltagsprobleme machen ihn total menschlich und liebenswert. Ein Kommissar, der nicht einen schweren Packen tiefgreifender Probleme mit sich herumschleppt, ist mal eine erfreuliche Abwechslung. Gertrud ist auf ihre Art auch total liebenswert. Mit ihrer sturen und hartnäckigen Art tappt sie mehr als einmal in den Fettnapf.
Durch die Rückblenden in die Vergangenheit ahnt man ziemlich bald, warum Tadeus de Vries ermordet wurde. Auch wenn man fast bis zum Schluss nicht genau weiß, wer der Täter ist. Dadurch bleibt die Spannung bis zum Ende des Buches erhalten. Am Anfang gab es zwar einige Längen, aber das Tempo zieht zum Finale ordentlich an. Mir haben Möllenkamp und Gertrud so gut gefallen, dass ich mir auch weitere Fälle mit ihnen vorstellen kann. Sehr hilfreich waren die Übersetzungen der ostfriesischen Ausdrücke, obwohl man sich das meiste auch erschließen konnte.

Ein toller Regionalkrimi, von dem ich gern weitere Teile lesen würde.

Veröffentlicht am 25.01.2018

Spannend und aktuell

In eisiger Nacht
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„In eisiger Nacht“ ist der vierte Fall für Detective Max Wolfe.
In Chinatown wird ein abgestellter Kühllaster gefunden, in dem sich zwölf erfrorene junge Frauen befinden. Die Frauen wurden offenbar von ...

„In eisiger Nacht“ ist der vierte Fall für Detective Max Wolfe.
In Chinatown wird ein abgestellter Kühllaster gefunden, in dem sich zwölf erfrorene junge Frauen befinden. Die Frauen wurden offenbar von Schleusern illegal aus dem Ausland ins Land geschmuggelt. Sie hatten sich wohl ein besseres Leben erhofft, das nun viel zu früh zu Ende gegangen ist.

Detective Max Wolfe und seine Kollegin Edie Wren ermitteln in dem Fall, der Max auch persönlich sehr berührt, denn die zwölfte Tote Hana starb in seinen Armen. Im Führerhaus wird ein dreizehnter Pass gefunden und nun beginnt die fieberhafte Suche nach der dreizehnten Frau. Max und sein Team geraten in einen Sumpf aus Menschenhandel und Prostitution.
Max gerät mehr als einmal an seine persönlichen Grenzen. Dies liegt zum Großteil an seiner Vorgesetzten DI Whitestone, die nach ihren eigenen schweren Schicksalsschlägen in der Vergangenheit nun in ihrem Job wortwörtlich über Leichen geht.
Max versucht, sein Team und besonders seine schwangere Partnerin Edie, so gut es eben möglich ist, zu schützen. Dass ihm dies nicht immer gelingt, setzt ihm schwer zu.

Die Teile der Krimireihe können auch gut einzeln gelesen werden. Die persönlichen Verwicklungen der Haupt- und Nebenpersonen werden immer mal kurz erläutert, so dass man die Hintergründe etwas kennt. Max Wolfe ist eine gut gelungene Ermittlerfigur, der sowohl seinen schwierigen Job als auch sein Leben als alleinerziehender Vater zu meistern versucht. Dies gelingt ihm mal mehr und mal weniger, was ihn sehr menschlich und authentisch macht. Seine Partnerin Edie bleibt in diesem Teil ein wenig blass. Die Ereignisse um sie werden ein wenig oberflächlich abgehandelt. Das Agieren von DI Whitestone hingegen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Die halbherzigen Rechtfertigungsversuche ihrerseits lassen sie nicht sympathischer wirken.

Der Schreibstil liest sich sehr gut und flüssig. Gestört hat mich nur das abrupte Enden von manchen Handlungssträngen am Ende eines Kapitels. Die Handlung hört einfach auf und im nächsten Kapitel wird manchmal gar nicht mehr auf die Geschehnisse eingegangen, sondern einfach an einem anderen Ort zu einer anderen Zeit weitergemacht. Insgesamt hat mir der Krimi aber sehr gut gefallen. Die Thematik ist sehr aktuell und wurde glaubhaft und realistisch dargestellt.

Ich kann die Reihe um Max Wolfe nur weiterempfehlen und freu mich schon auf den nächsten Teil!

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  • Erzählstil
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  • Spannung
Veröffentlicht am 21.06.2017

Schatten der Vergangenheit

Totenengel
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Totenengel ist der zweite Fall um die Ermittlerin Eve Clay.
Ein alter Kunsthistoriker wird brutal ermordet. Seine Tochter findet die bizarr zur Schau gestellte Leiche in seinem Schlafzimmer und bricht ...

Totenengel ist der zweite Fall um die Ermittlerin Eve Clay.
Ein alter Kunsthistoriker wird brutal ermordet. Seine Tochter findet die bizarr zur Schau gestellte Leiche in seinem Schlafzimmer und bricht auf der Straße zusammen.
Schnell gibt es den ersten Verdächtigen. Doch es folgen weitere Morde, die mit dem ersten Mord zusammenzuhängen scheinen.
Bei ihren Ermittlungen findet Eve auch dunkle Stellen in der Vergangenheit des Opfers. Liegen die Motive etwa viel weiter zurück als gedacht?

Totenengel ist ein sehr spannender Thriller, der mit einigen unerwarteten Überraschungen aufwarten kann.
Ich kenne den ersten Teil leider nicht, daher fehlen mir einige Bezüge zur Vergangenheit Eves. Die vielen Personen in ihrem Ermittlerteam, von denen jeder seine eigene kleine Geschichte hat, sind etwas verwirrend. Das tut der Spannung aber keinen Abbruch.
Eve ist ein sympathischer Charakter, der man nur das Beste wünscht. Man kann sich in diesem Buch in Opfer und Täter hineinversetzen. Die Figuren sind nicht nur oberflächlich angelegt.
Der Schreibstil liest sich flüssig und angenehm. Mir gefielen die kleinen Kapitel, da ich das Buch nicht in einem Zug durchgelesen habe.
Ich werde sicher noch weitere Teile von Eve Clay lesen, da mir Totenengel sehr gefallen hat.
Ich gebe eine klare Empfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 12.08.2026

Geheimnisse

Darkmore Dynasty – Fragile Secrets
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„Darkmore Dynasty – Fragile Secrets“ von Bella Page ist der Auftakt ihrer emotionalen New Adult Trilogie um die High Society Dynastie der Familie Darkmore.
Raven hat sich das Stipendium für die Columbia ...

„Darkmore Dynasty – Fragile Secrets“ von Bella Page ist der Auftakt ihrer emotionalen New Adult Trilogie um die High Society Dynastie der Familie Darkmore.
Raven hat sich das Stipendium für die Columbia hart erarbeitet, aber nun droht ihr Traum zu platzen. Ein Erpresser hat ein brisantes Video von ihr, durch das Raven alles verlieren könnte. Das Geld hat sie natürlich nicht, aber durch Zufall erfährt sie, dass der reiche Tristan Ashmore dringend eine Fake-Freundin sucht, um seine Familie zu beruhigen. Raven stellt sich als beste Kandidatin heraus, wenn da nur nicht ihre Gefühle für ein anderes Mitglied der High Society wären. Ihre Bekanntschaft mit Emerald Darkmore stürzt Raven in ein tiefes Gefühlschaos, denn außer der knisternden Anziehung, die Raven und Emery fühlen, gibt es da noch etwas viel Gravierenderes, was beide verbindet. Doch dieses Geheimnis ist absolut zerstörerisch.

Bella Page schickt uns in die High Society von Manhattan, wo die einflussreiche Schmuckdynastie der Darkmores zu Spitze der Nahrungskette gehört. Doch hinter den elitären Familiennamen in ihrem Umfeld lauern jede Menge Geheimnisse und dunkle Abgründe.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und beide Hauptfiguren erzählen abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven. Das Setting passt zur Romantic Suspense Story und es gibt einige überraschende Twists.
Raven gehört überhaupt nicht zur Elite und aus tragischen Gründen verabscheut sie besonders Emerald Darkmore und seine Familie zutiefst. Zu ihrem Unglück entwickelt sich jedoch die Anziehung zu ihm, bevor sie weiß, wer er ist. Und hier stecken wir auch schon mitten im Gefühlschaos, welches sich die gesamte Handlung lang im Kreis dreht. Raven gibt der Versuchung nach, bereut es und will Abstand. Und dies wiederholt sich genau jedes einzelne Mal, was mich irgendwann genervt hat.
Emerald hat aus den Fehlern seiner Vergangenheit gelernt und nutzt seine zweite Chance wirklich. Man merkt, dass er ein besserer Mensch sein will als früher, und das nehme ich ihm auch ab. Das Einzige, was mich an ihm gestört hat, sind die cheesy Aussagen in seinen Dialogen, die wie aus einer Telenovela klingen und die echt kein Mensch sagen würde.
Wir haben also zwei Hauptcharaktere mit Ecken und Kanten und eine geheimnisvolle Bedrohung, deren Auflösung mich mit all ihren Facetten und Abgründen tatsächlich überraschen konnte. Insgesamt wird man mit diesem Auftaktband gut unterhalten und wir dürfen uns auf weitere dunkle Geheimnisse in den Fortsetzungen freuen.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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