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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.07.2017

Besser als Teil 1, aber noch ausbaufähig. Super Ende.

Das Herz des Verräters
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Inhalt:
Das Herz des Verräters ist der zweite Teil rund um die junge Prinzessin Lia und ihre gefährlichen Abenteuer. Verschleppt von Kaden und ausgeliefert in die Hände seiner vendischen Brüder sieht es ...

Inhalt:
Das Herz des Verräters ist der zweite Teil rund um die junge Prinzessin Lia und ihre gefährlichen Abenteuer. Verschleppt von Kaden und ausgeliefert in die Hände seiner vendischen Brüder sieht es für Lia brenzlig aus. Kaden versucht ihr zwar zu helfen, hat aber gegen den Komizar das Nachsehen. Rafe hingegen muss um sein eigenes Leben bangen, wurde doch auch er in die feindliche Stadt gebracht und kann nur mit einer List überleben. Wird Lias Gabe die Liebenden retten?

Meinung:
Vorweg möchte ich sagen das mir Teil 2 der Reihe besser gefällt als Teil 1. Die Zusammenhänge scheinen ausgeklügelter und auch die Charaktere sind durchdachter. Weniger naiv, dafür umso planerischer versuchen sie ihrem Schicksal zu entgehen. Für mich ein absoluter Pluspunkt. Auch Lias Liebesschwankerei hat aufgehört, was den Leser deutlich entspannter folgen lässt. Ebenso gefallen mir in diesem Band die Landschaftsbeschreibungen sehr gut. Detailreich und passend wird das Feindesland beschrieben, sodass man sich als Leser ein gutes Bild machen kann. Leider geht diese detailierte Beschreibung arg auf Kosten des Tempos. So entstehen einige Längen und man bekommt das Gefühl, es gehe nur noch schleppend voran. Dies wird glücklicherweise speziell am Ende anders und reißt so für mich nochmal eine Menge raus. Ich bin nun gespannt wie es im folgenden Band weitergeht und was Lia und Rafe noch für Abenteuer erleben werden.

Fazit:
Besser als Teil 1, tolles Ende, ein paar Längen.

Veröffentlicht am 08.07.2017

Herrlich skurril

Jesus liebt mich
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Marie hat nach der geplatzten Hochzeit geglaubt, es könnte nicht mehr schlimmer kommen, doch sie hat sich geirrt. Sie lernt einen bezaubernden und wirklich außergewöhnlichen Mann kennen. Wie außergewöhnlich ...

Marie hat nach der geplatzten Hochzeit geglaubt, es könnte nicht mehr schlimmer kommen, doch sie hat sich geirrt. Sie lernt einen bezaubernden und wirklich außergewöhnlichen Mann kennen. Wie außergewöhnlich er ist, kann sie anfangs aber kaum glauben. Er behauptet von sich selbst Jesus zu sein, der Sohn Gottes. Nach einigen unerklärlichen Wundern muss sie schnell erkennen ,dass er die Wahrheit spricht. Doch darf man sich in Jesus verlieben?


Meinung:
David Safier beweist auch bei jesus liebt mich einen großartigen Humor. Das Buch macht einfach Spaß und liest sich sehr schnell weg. Die Dialoge zwischen Marie und Jesus haben mich regelmäßig schmunzeln lassen, aber vor allem das Zwiegespräch mit Marie selbst war sehr amüsant. Ob sie nun Vergleiche anstellt, die selbst ein Politsatire Magazin scheuen würde, oder mal wieder bei Mister Spock in ihrem Hirn anklopft um zu erfahren wie Sie diese Situation jetzt wieder retten soll, der eine oder andere Lacher ist garantiert.
Die Geschichte schwankt dabei zwischen skurril und liebenswürdig, guten Ideen und völligen Übertreibungen. Liebe spielt dabei genauso eine große Rolle, wie Kriege und das Überleben der Menschheit.


Fazit: Wer die Geschichte nicht allzu ernst nimmt, wird mit diesem Buch viel Spaß haben. Hier und da war es mir etwas zu viel des guten, aber größtenteils wurde ich prächtig unterhalten.

Veröffentlicht am 21.06.2017

Anders und besser als erwartet

Das Mädchen, das Geschichten fängt
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Mac ist eine Hüterin. Ihre Aufgabe ist es entlaufene Geschichten einzufangen und ins Archiv zurückzubringen. Doch handelt es sich hierbei keines Wegs um geschriebene Worte. Die Geschichten oder auch Chroniken ...

Mac ist eine Hüterin. Ihre Aufgabe ist es entlaufene Geschichten einzufangen und ins Archiv zurückzubringen. Doch handelt es sich hierbei keines Wegs um geschriebene Worte. Die Geschichten oder auch Chroniken sind die Leben Verstorbener, die in einer Art großen Bibliothek archiviert werden. Normalerweise ist ihr Job Routine für die junge Mac, doch etwas scheint ausser Kontrolle geraten zu sein. Immer mehr Chroniken wandeln in der Zwischenwelt und drohen die Aussenwelt zu erreichen. Mac kommt einer Sache auf die Spur, die weit in der Vergangenheit liegt und alle ins Unglück zu stürzen droht. Kann sie standhalten?

Meinung:
Diese Buch ist ganz anders als auf den ersten Blick vermutet. Das Cover und der Klappentext lassen den Leser eine hübsche Fantasygeschichte erwarten, doch er bekommt eine düstere, traurige und nur selten heitere Geschichte zu lesen. Das ist aber nicht schlimm. Hat man sich ersteinmal an den Stil gewöhnt, entfaltet der Roman einen ganz eigenen Zauber. Der Leser wird oft überrascht, bekommt mehr Tiefgang als erwartet und weniger typisches Jugendbuchgeplänkel. Keine klassische Geschichte dieses Genres und daher umso interessanter meiner Meinung nach. Warum mir dieses Buch gefällt, kann ich in diesem Fall tatsächlich schwer in Worte fassen. Ich kann euch nur raten es selbst auszuprobieren. Lasst euch von Mac mitnehmen in eine Welt, die eine Idee aufwirft, was nach dem Tod mit uns allen geschehen könnte. Rätsel mit ihr, kämpft und scheitert und steht doch wieder auf.

Fazit:
Ungewöhnlich und auf jeden Fall einen Versuch wert.

Veröffentlicht am 02.06.2017

Ein runder Abschluss

Arkadien-Reihe 3: Arkadien fällt
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Rosa und Alessandro stellen sich ihrem letzten großen Kampf. Zwischen den verschiedenen Seiten gefangen, müssen sie aufpassen nicht unter die Räder zu kommen und dabei den Glauben aneinander nicht zu verlieren.
Mit ...

Rosa und Alessandro stellen sich ihrem letzten großen Kampf. Zwischen den verschiedenen Seiten gefangen, müssen sie aufpassen nicht unter die Räder zu kommen und dabei den Glauben aneinander nicht zu verlieren.
Mit dem letzten Band der Triologie wird es nocheinmal spannend und der Leser erfährt endlich was wirklich in der Vergangenheit geschah.

Meinung:
Auch mit dem letzten Teil bleibt Kai Meyer seiner Linie treu, einer seltenen Mischung aus Mafiakrimi und Gestaltwandlerfantasy. Eine Mixtur die man mögen muss. Wer allerdings bis hierher noch dabei ist, wird auch diesen Teil mögen. Denn er bildet einen würdigen Abschluss der Triologie. Es bleibt spannend, kämpferisch, gefühlsbetont und rätselhaft. Stellenweise ein wenig zäh, meistens fiebert man aber mit dem Liebespaar mit. Besonders die Auflösung der bisherigen Rätsel hat mir gut gefallen, auch wenn der Autor manchmal etwas übertreibt. Die Grundstory aber, bleibt durchaus logisch und nachvollziehbar. Der Weg zum Ende gefällt mir und auch die Figuren die bisher nur erwähnt, nun aber tatsächlich greifbar sind sagen mir zu. Manche genauso wie man sie sich vorgestellt hat, andere überraschend. Sowieso hat der Autor die ein oder andere Wendung eingebaut und sorgt so für zusätzliche Spannung. Das ist ihm in diesem Buch gut gelungen.

Fazit:
Arkadien ist auch nach dem Abschlussband nicht meine neue Lieblingsserie geworden. Manchmal zäh, nicht immer sympathisch und stellenweise unglaubwürdig. Trotzdem hat mir das Lesen Spaß gemacht und wer sich für Fantasy und Krimi/Thriller erwärmen kann, sollte sein Glück versuchen.

Veröffentlicht am 22.05.2017

Fast perfekt

Flawed – Wie perfekt willst du sein?
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Celestine hat alles was man sich nur wünschen kann. Sie sieht toll aus, ist mit einem der begehrtesten Jungen glücklich, schreibt gute Noten und blickt auf eine wunderbare Zukunft. Man könnte sagen sie ...

Celestine hat alles was man sich nur wünschen kann. Sie sieht toll aus, ist mit einem der begehrtesten Jungen glücklich, schreibt gute Noten und blickt auf eine wunderbare Zukunft. Man könnte sagen sie ist perfekt. Doch eines Tages begeht sie einen Fehler, einen Fehler der unter die Haut geht. Sie handelt gegen die Reglen der Gesellschaft, für die Perfektion das Wichtigste zu sein scheint und verändert damit ihr ganzen Leben.

Meinung:
Cecelia Ahern hat auch mit Flawed mal wieder ein sehr gutes Buch abgeliefert. Die Idee hinter dieser zweiteiligen Dystopie ist klasse und legt den Finger genau auf die Problematik unserer Gesellschaft, einer Welt voller Ansprüche, Ausgrenzung und mangelnder Menschlichkeit. Dabei bedient sich die Autorin einer Protagonistin, die schwer zu greifen ist. Mal intelligent, mal naiv, mal oberflächlich, mal tiefgründig. So richtig weiß man nie, wo man bei Celestine dran ist. Dies ist manchmal ein wenig nervig, größtenteils aber sehr passend zum Inhalt und auch abwechselungsreicher als so manch gesetzter Charakter.
Auch in der Handlung wartet so manche Wendung auf den Leser und man kann sich seines eigenen Urteils nie ganz sicher sein. Das erhöht den Reiz für mich deutlich.
Der Schreibstil fällt gegenüber der sehr guten Geschichte ein wenig ab. Zwar fesselt der Inhalt so, das man beständig weiter lesen möchte, aber der Stil wirkt zeitweilen hölzern auf mich.
Ein wenig dumpf und wiederholend an einzelnen Stellen.
Trotzdem liest es sich sehr flott und ist gut geeignet für die Zielgruppe.

Fazit:
Ein fast perfektes Buch. Wirklich tolle Idee, über die jeder einmal nachdenken sollte. Auch die Umsetzung gefällt mir und ich bin gespannt auf den zweiten Teil.