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Veröffentlicht am 10.08.2022

Unterhaltsame Enemies-to-Lovers-Geschichte

Wie man sich einen Lord angelt
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Worum geht’s?
Nach dem Tod ihrer Eltern sind Kitty und ihre vier Schwestern auf sich alleine gestellt – keine ideale Situation, insbesondere nicht für unverheiratete junge Damen im 19. Jahrhundert. Um ...

Worum geht’s?
Nach dem Tod ihrer Eltern sind Kitty und ihre vier Schwestern auf sich alleine gestellt – keine ideale Situation, insbesondere nicht für unverheiratete junge Damen im 19. Jahrhundert. Um ihre Familie vor dem drohenden finanziellen Ruin zu bewahren, muss Kitty reich heiraten, was für eine jungen Dame ihres Standes bloß leider keine allzu leichte Aufgabe darstellt. Ihre einzige Saison in London soll ihr daher die bestmögliche Partie beschaffen – doch da hat sie die Rechnung ohne den älteren Bruder ihres Auserwählten gemacht, der all ihre Pläne zu durchschauen scheint und sie schon aus Prinzip nicht gewinnen lassen will.


Meine Meinung
Enemies-to-Lovers-Geschichten mag ich eigentlich immer sehr gerne, und da ich auch den Grundgedanken dieses Buches ziemlich vielversprechend fand, musste ich hier einfach zugreifen.

Der Schreibstil liest sich flott und angenehm, der Lesefluss war dabei zumindest bei mir persönlich sehr hoch und rein objektiv betrachtet hat mich der Handlungsbogen wirklich gut unterhalten können. Ein wenig gestört hat mich dann jedoch der zunächst eher zurückhaltenden Aufbau des Spannungsbogens und die Protagonistin, mit der ich bis zum Ende der Geschichte nicht zu einhundert Prozent warm geworden bin.

Gut gefallen hat mir an ihr aber zunächst einmal, dass sie ihre Pläne sehr zielstrebig verfolgt und das Wohl ihrer Familie dabei in den Vordergrund stellt. Wäre sie lediglich auf Geld und Reichtum um des Geldes und des Reichtums willen aus gewesen, hätte ich sie vermutlich überhaupt nicht leiden können, so habe ich aber zumindest ihre Handlungen vor dem Hintergrund ihrer Motive irgendwo verstehen können. Nichtsdestotrotz hat es mich mit dem weiteren Fortschreiten der Geschichte immer häufiger gestört, wie versteift sie teils in ihren Ansichten war. Das hat mitunter zu einer ordentlichen Portion Opportunismus geführt, was ihr bei mir persönlich einfach keine Sympathiepunkte eingebracht hat, zumal sie in diesen Situationen teils völlig ignoriert, wenn ihre Schwestern valide Gegenargumente zu ihrer Weltsicht anbringen.

Grundsätzlich unterhaltsam fand ich dann aber auf jeden Fall die Entwicklung der Beziehung von Kitty und James. Auch wenn es einige Szenen gab, die ich ein kleines bisschen überzogen fand, habe ich doch auch immer wieder schmunzeln müssen. James war mir im direkten Vergleich mit Kitty tatsächlich eine Spur sympathischer, wobei ich mir auch bei ihm noch etwas mehr Tiefe und direktere Emotionen gewünscht hätte – denn die Romantik in einer Liebesgeschichte suchen zu müssen, macht das Ende in meinen Augen immer ein kleines bisschen weniger authentisch, als es beabsichtigt gewesen sein dürfte.


Fazit
Der Vergleich mit den Büchern von Jane Austen oder Julia Quinn hat meine Erwartungen zwar ehrlich gesagt etwas zu hoch geschraubt, unterhaltsam zu lesen war diese Geschichte aber trotzdem. Wer damit kein Problem hat und vielleicht keinen Austen-2.0-Roman erwartet, dem wird dieses Buch sicherlich einen netten Lesenachmittag bereiten können.

Von mir gibt es dafür insgesamt dreieinhalb Bücherstapel.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.06.2022

Nette Liebesgeschichte mit deutlich zu wenig Kommunikation

Angel Falls - Und dann kamst du
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Worum geht’s?
Nach der Demenzdiagnose ihrer Großmutter zieht Ärztin Sara zurück in ihren kleinen Heimatort, um in die Praxis ihres Vaters einzusteigen und ihre Familie zu unterstützen. Dort trifft sie ...

Worum geht’s?
Nach der Demenzdiagnose ihrer Großmutter zieht Ärztin Sara zurück in ihren kleinen Heimatort, um in die Praxis ihres Vaters einzusteigen und ihre Familie zu unterstützen. Dort trifft sie ausgerechnet auf Colton, den besten Freund ihres Ex-Verlobten, der in ihren Augen außerdem die Schuld an ihrer geplatzten Hochzeit trägt. Eigentlich will sie ihn deshalb nicht leiden können – aber als die Funken zwischen ihnen zu sprühen beginnen, setzen sich weder Sara, noch Colton sonderlich nachdrücklich zur Wehr.


Meine Meinung
Grundsätzlich liebe ich Enemies-to-Lovers und Second-Chance-Geschichten ja, und aus diesem Grund hat mir die Kombination dieser beiden Elemente in einem Buch direkt zugesagt. Auch die Umsetzung hat mir dann größtenteils ganz gut gefallen, wobei es durchaus Stellen gab, an denen ich das Buch fast hätte zuklappen wollen.

Positiv hervorzuheben ist zunächst einmal Protagonistin Sara, die mit Zielstrebigkeit und einem großen Herzen durchs Leben geht. Ihre Familienverbundenheit hat sie in meinen Augen sehr sympathisch gemacht und mich außerdem ein wenig darüber hinwegsehen lassen, dass sie die Verfehlungen ihres Ex-Verlobten unsinnigerweise Colton ankreiden will. Der wiederum konnte mit jeder Menge Hilfsbereitschaft überzeugen und hat gemeinsam mit Sara ein wirklich angenehm und unterhaltsam zu verfolgendes Paar abgegeben.

Was mir dann aber leider überhaupt nicht gefallen hat, war die mangelnde Kommunikation, die bei mir an mehreren Stellen in der Geschichte einfach nur für fassungsloses Kopfschütteln gesorgt hat. Praktisch jede Figur hätte sich die ein oder andere Sorge ersparen können, wenn sie bloß einmal miteinander gesprochen und dabei vernünftig kommuniziert hätten. Die ansonsten eigentlich gelungene Geschichte hat mir dieser Punkt tatsächlich so ein wenig vermiest, da ich Fehlkommunikation als Plottmittel einfach nicht leiden kann.

Auch der Schreibstil hat dann noch stellenweise für ein wenig Irritation bei mir gesorgt, da ich mir bei etlichen seltsamen Formulierungen einfach nicht sicher war, ob diese der Übersetzung geschuldet waren, oder wirklich so pseudo-poetisch wirken sollten – in jedem Fall haben sie mich jedoch ein bisschen beim Lesen gestört und der Geschichte keinen Gefallen getan.


Fazit
Die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten hat mir eigentlich ganz gut gefallen, auch wenn beide einen Moment brauchen, um sich in die richtige Richtung zu entwickeln. Leider haben mir die vielen Fälle von Fehlkommunikation den Lesespaß etwas vermiest, was die häufig etwas seltsam anmutenden Ausdrücke im Schreibstil dann auch nicht unbedingt wettgemacht haben.

Von mir gibt es dafür knappe dreieinhalb Bücherstapel.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.04.2022

Spannender Krankenhausalltag und große Emotionen

Klinikum Berlin - Herzklopfen
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Worum geht’s?
Für Lotti soll der Umzug aus dem mehr oder weniger beschaulichen Bayern ins lebendige Berlin ein absoluter Neuanfang werden. Ihr Job in der Notaufnahme verlangt ihr einiges ab, und auch ihr ...

Worum geht’s?
Für Lotti soll der Umzug aus dem mehr oder weniger beschaulichen Bayern ins lebendige Berlin ein absoluter Neuanfang werden. Ihr Job in der Notaufnahme verlangt ihr einiges ab, und auch ihr Privatleben lässt ihr kaum einen ruhigen Moment. Zwischen kleinen Schrammen und ernsthaften Verletzungen muss Lotti nicht nur die Intrigen innerhalb des Kollegiums umschiffen, sondern gleichzeitig auch noch ihr Herz in Sicherheit bringen, das bei einem ganz bestimmten Chirurgen doppelt so schnell schlägt, wie es eigentlich schlagen sollte.


Meine Meinung
Auch wenn ich selbst eigentlich so überhaupt nichts mit Medizin am Hut habe, ab und an kann ich einer guten Arztserie trotzdem einfach nicht widerstehen. Der Einstieg in diese Geschichte ist mir dann aber zunächst ein bisschen schwer gefallen, da ich mich im Setting erst einmal nicht so wirklich zurechtgefunden habe. Der Lageplan des Krankenhauses und die Charakterauflistung zu Beginn des Buches haben mir da schon sehr geholfen, ganz ohne Verwirrung bin ich aber trotzdem nicht in die Handlung gestartet.

Protagonistin Lotti mochte ich dann eigentlich recht gerne, so ganz vereinnahmt hat sie mich beim Lesen als Figur allerdings doch eher nicht. Wirklich gestört hat mich das überraschenderweise nicht, denn die Handlung an sich bietet genügend Emotionen, Dramen und Wendungen, um das Interesse beim Lesen hochhalten können. Sehr spannend fand ich außerdem die authentischen Beschreibungen der Abläufe in einer Notaufnahme. Hier merkt man wirklich, dass die Autorin Ahnung von der Thematik hat und erfahrungsbasiert schreiben kann.

Ein bisschen schwer gefallen ist es mir insgesamt dann leider trotzdem, mich so richtig in die Geschichte fallen zu lassen. Schlecht macht das das Buch natürlich überhaupt nicht, ein wenig schade fand ich es aber natürlich trotzdem, dass mich die Charaktere und ihr Alltag nicht so sehr packen konnten, wie ich mir das eigentlich gewünscht hätte.


Fazit
Wer Lust auf eine frische Arztserie mit fundierter medizinischen Grundlage und einer ordentlichen Portion Gefühl hat, der ist hier absolut richtig. Mir persönlich ist es zwar schwer gefallen, so richtig in die Geschichte einzutauchen und beim Lesen abzuschalten, unterhaltsam war dieses Buch insgesamt aber trotzdem.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 20.01.2022

Die Idee war hochspannend, die Protagonistin aber leider nervtötend

Der Herzgräber
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Worum geht’s?
Für Journalistin Heather läuft es gerade nicht besonders rund: Erst verliert sie ihren Job, und dann stirbt auch noch ihre Mutter. Als sie in deren Haus einen Stapel versteckter Briefe findet, ...

Worum geht’s?
Für Journalistin Heather läuft es gerade nicht besonders rund: Erst verliert sie ihren Job, und dann stirbt auch noch ihre Mutter. Als sie in deren Haus einen Stapel versteckter Briefe findet, der auf einen jahrelangen Briefverkehr mit einem inhaftierten Serienmörder hindeutet, steht Heathers Leben plötzlich Kopf. Eigentlich sollte es ein Ding der Unmöglichkeit sein, aber trotzdem werden schon bald Frauenleichen gefunden, die auf die selbe Weise getötet wurden, wie es der inhaftierte Michael Reave vor mehr als zwanzig Jahren getan hat.


Meine Meinung
Die Grundidee dieser Geschichte fand ich wirklich spannend, und spätestens nach dem wirklich vielversprechend klingenden Klappentext war meine Neugierde geweckt.

Der Einstieg hat mir dann aber ehrlich gesagt schon ein paar Probleme bereitet, denn so gerne wie ich auch wissen wollte, worauf dieses Buch hinauslaufen würde, mit der Protagonistin konnte ich einfach nichts anfangen. Sie ist mir über den gesamten Handlungsverlauf hinweg einfach nicht sympathisch geworden, und ihr teils nicht gerade logisches Verhalten hat es mir unglaublich schwer gemacht, das Buch nicht zeitweise zur Seite legen zu wollen. Darüber hinaus hat es der Fokus auf ihre Vergangenheit fast geschafft, die Spannung der aktuellen Handlung ein wenig in den Hintergrund zu drängen.

Für mich war das eigentlich besonders schade, denn abgesehen von dieser eher misslungenen Figur hat mir die Geschichte eigentlich gefallen. Die Erzählung ist insgesamt sehr atmosphärisch, und es gab immer wieder Passagen, in denen ich die Spannung förmlich greifen konnte. Auch wenn einige Teile des Handlungsbogens ein wenig arg konstruiert auf mich gewirkt haben, kam beim Lesen keine Langeweile auf.

Überrascht hat mich hier aber tatsächlich, wie viele Rechtschreibfehler noch enthalten waren. Über einige wenige Unstimmigkeiten hätte man einfach hinwegsehen können, aber in der vorhandenen Zahl fiel es mir dann doch ein wenig schwer, nicht in Kopfschütteln auszubrechen.


Fazit
Die Idee hinter dieser Geschichte war auf jeden Fall spannend und im Grund auch gut umgesetzt. Natürlich fließen eine Menge Zufälle in den Verlauf des Spannungsbogens ein, aber unterhalten hat mich das Gesamtpaket trotzdem. Lediglich die Protagonistin hat meinen positiven Eindruck so ein wenig zerstört, denn mit ihr konnte ich über das gesamte Buch hinweg einfach nichts anfangen.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 14.01.2022

Psychologisch interessant, ansonsten eher durchwachsen

SCHWEIG!
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Worum geht’s?
Eigentlich hat Esther zwischen Weihnachtsstress und Familienleben weder Zeit noch Nerven, um ihre vereinsamte Schwester zu besuchen. Aus einem Pflichtgefühl heraus will sie kurz vor Heiligabend ...

Worum geht’s?
Eigentlich hat Esther zwischen Weihnachtsstress und Familienleben weder Zeit noch Nerven, um ihre vereinsamte Schwester zu besuchen. Aus einem Pflichtgefühl heraus will sie kurz vor Heiligabend aber doch noch in ihrer Waldhütte vorbeischauen – und wird dabei prompt von einem Schneesturm mit ungeahnten Folgen überrascht.


Meine Meinung
Das Setting an sich hat schon eine Menge atemloser Spannung versprochen: Eine einsame Hütte im Wald, ein Schneesturm und zwei unberechenbare Charaktere, deren Aufeinandertreffen nach purer Provokation klingt. Auch wenn ich der Geschichte durchaus mit hohem Interesse folgen konnte, würde ich sie trotzdem nicht unbedingt als Thriller bezeichnen wollen und finde die Genrezuordnung daher nicht wirklich passend.

Die Erzählung springt zwischen den Perspektiven der beiden Schwestern hin und her und hat es mir so zu Beginn ein wenig schwer gemacht, mich in der Geschichte zu orientieren. Die wechselnden Stimmen erleichtern zwar die Zuordnung der Figuren, ein wenig verwirrt war ich stellenweise aber trotzdem.

Ein wenig schwer getan habe ich mich außerdem mit dem Tempo des Spannungsaufbaus. Gerade im ersten Teil des Buches zieht sich die Handlung hin und wieder in die Länge, die Gedanken der Protagonistinnen kreiseln mitunter und drehen sich dabei vor allem um die gemeinsame Vergangenheit. Wirklich interessant war diese Beziehung aus psychologischer Sicht auf jeden Fall, denn selbst der Leser kann die Auswirkungen von Manipulation und Toxizität in dieser Familienkonstellation spüren. Interessant zu hören war das zwar irgendwo schon, da mir aber ein Thriller versprochen wurde, hat mich die Umsetzung insgesamt doch eher ein wenig enttäuscht.


Fazit
Langweilig wird dieses Buch sicherlich nicht, dafür sorgt schon das Setting allein. Wer aber auf einen richtigen Thriller mit packendem Spannungsbogen hofft, der wird vermutlich eher ein wenig enttäuscht werden. Die psychologischen Aspekte der Beziehungsgeflechte haben mich aber durchaus interessiert, auch wenn das vor dem Hören dieser Geschichte nicht mein primärer Fokus gewesen wäre.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

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