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Veröffentlicht am 16.11.2022

Rezension zu Dark Rise

Dark Rise
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Wissenswertes

Autor: C. S. Pacat
Titel: Dark Rise
Gattung: Fantasy
Erscheinungsdatum: 30. September 2022
Verlag: LYX Verlag
ISBN: 978-3-736318243
Preis: 18,00 € (Gebundenes Buch) & 12,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: ...

Wissenswertes

Autor: C. S. Pacat
Titel: Dark Rise
Gattung: Fantasy
Erscheinungsdatum: 30. September 2022
Verlag: LYX Verlag
ISBN: 978-3-736318243
Preis: 18,00 € (Gebundenes Buch) & 12,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 544 Seiten

Inhalt

"Der strahlende Stern hält stand, selbst während sich die Dunkelheit erhebt."
Die alte Magie ist in Vergessenheit geraten. Lediglich der Orden der Stewards hält seinen Schwur, die Menschheit vor der Rückkehr des Dunklen Königs zu schützen - die unmittelbar bevorsteht. All dies erfährt Will von den Kämpfern des Lichts, als sie ihn vor den Mördern seiner Mutter retten. Und seine Welt wird noch mehr auf den Kopf gestellt, als die Stewards ihm offenbaren, dass er der Auserwählte im Kampf gegen die Dunklen Mächte sein soll. Während Will versucht, sich in kürzester Zeit auf diese Rolle vorzubereiten, trifft er auf James St. Clair, den General des Dunklen Königs - und somit Wills Gegenspieler. Doch von Anfang an spürt Will, dass ihre Schicksale durch ein unsichtbares Band miteinander verbunden sind und dass ihr Aufeinandertreffen immer vorherbestimmt war ...


Cover

Absolute Coverliebe! Die Farben, der Titel und die wunderschöne Illustration passen wirklich gut zusammen und sind ein Augenschmaus.


Meine Meinung

Achtung diese Rezension enthält Spoiler!

Ich kenne bereits ein weiteres Buch dieser Autorin, welches ich nach einigen Startschwierigkeiten lieben gelernt habe. Auch den LYX Verlag kenne ich bereits seit vielen Jahren und dies ist demnach nicht das erste Buch aus diesem Verlag und sicherlich auch nicht das Letzte. Leider muss ich sagen, dass meine Erwartungen an Dark Rise so weit von den Tatsachen entfernt waren, dass ich letztlich einfach nur bitter enttäuscht war.

Die erste Sache die mir zu Beginn aufgefallen ist, sind die unterschiedlichen Sichtwechsel. Zum einen erleben wir die Geschichte aus der Sicht von Will - was bemessen am Inhalt durchaus logisch ist. Darüber hinaus erleben wir das Buch zeitweilen aus der Sicht von Violet. Was mich bis zum Ende des Buches verwirrt hat. Ich meine Sie wird im Klapptext nicht erwähnt, und ich habe mich sehr lange gefragt, warum es ihre Sichtwechsel überhaupt gibt und wir dafür keinerlei Kapitel aus der Sicht von James bekommen. Um ehrlich zu sein, weiß ich das immer noch nicht. Ich verstehe Violets Rolle im Buch, ihre Notwendigkeit für Wills Vorankommen und nehme an, dass ihre Familie im Folgeband eine große Rolle einnimmt. Trotzdem ist mir schleierhaft warum sich die Autorin für sie entschieden hat und nicht für James - oder warum sie im Inhalt des Buches keine Erwähnung findet. Irgendwie hat es mich gestört und mich mehrfach dazu gebracht mir den Klapptext nochmal durchzulesen, um sicherzugehen, dass ich nichts überlesen habe.

Die Charaktere an sich waren gut gemacht - aber gleichzeitig fehlte es mir an vielen Enden einfach an Emotionen. Diese fehlenden Gefühle sind mir vor allem bei der kurzen Liebelei zwischen Will und Katherine aufgefallen. Es wirkte so leider wie eine Liebe auf den ersten Blick, nur ohne Hand und Fuß. Kein richtiges Herzklopfen, keine Schmetterlinge im Bauch, kein gar nichts. Irgendwie hätte mich eine richtige Beziehung zwischen diesen beiden auch gestört, weil ich ja aufgrund des Inhaltes davon ausgegangen bin, dass Will und James zusammen kommen. Aber zwischen Will und James passiert so wenig, dass ich nach diesem Ende eigentlich nicht davon ausgehen kann, dass die zwei wirklich ein Paar werden. Wenn doch, handelt es sich hier wohl um "slow-slow-slow-slow-burn", denn die beiden agieren so selten miteinander, dass ich wirklich enttäuscht bin. Gut, dass es in diesem Buch mehr gibt als Beziehung oder angedeutete Beziehungen. Ich muss nämlich anerkennen, dass die Freundschaft zwischen Will, Violet und Cyprian - einem angehenden Steward - von Beginn bis Ende wirklich überzeugt hat. Gerade wenn man bedenkt, wie ihre Geschichte ihren Lauf nimmt. Gleiches gilt für die Freundschaft zwischen Violet und ihrem späteren Lehrer Justice.

Will als Hauptprotagonist war mir zu unausgereift. Sein Charakter-Grundgerüst ist wie gesagt gut gemacht, aber leider auch nicht mehr. Ich hatte permanent das Gefühl, wir kratzen nur an der Oberfläche seines wahres Seins - was bemessen am Schicksal, welches die Autorin für ihn gewählt hat, irgendwo Sinn macht. Trotzdem habe ich einfach mehr erwartet. Gleiches gilt für Violet. Nachdem ich mich kapitallang gefragt habe, wohin ihr Weg führt habe ich ihrem Charakter vermutlich nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt. Auch habe ich mich bei Violet gewundert, warum ihr Bruder anfangs eine so große Rolle einnimmt und letzten Endes gar nicht mehr auftaucht. Ein weiterer Protagonist, dessen bloße Existenz mich sehr verwirrt hat, war Devon. Alias das letzte Einhorn. Ihr habt richtig gelesen: Einhorn. In diesem Fall ein Einhorn in menschlicher Gestalt - üblicherweise ein Wesen der guten Seite. Hier nicht so wirklich. Noch so eine Sache, wo ich einfach nicht weiß, wo sie hinführen soll.

Tja leider muss ich sagen, dass der große Plottwist des Buches einfach nur vorhersehbar gewesen ist. Ich meine wenn Wills Äußeres nicht bereits das erste offensichtliche Anzeichen gewesen ist - dann die Szene in der Will den magischen Baum der Stewarts wiederbeleben soll und wochenlang absolut nichts erreicht. Ich habs leider sehr schnell kommen sehen. Enttäuschend.

Nach Beenden des Buches muss ich sagen, dass wir als Leser jede Menge lose Fäden haben - die derzeit einfach noch nicht richtig zusammen finden. Einige wenige Rätsel wurden gelöst, aber die offenen Fragen überwiegen.

Vielleicht mag das nach dieser Bewertung merkwürdig klingen, aber ich werde mir den zweiten Teil wohl trotzdem kaufen. Wie gesagt ich kenne bereits ein Buch der Autorin, das mir sehr gut gefallen hat und noch bin ich nicht bereit Will und James aufzugeben.

Fazit

Meine Erwartungen an dieses Buch waren so weit von der Realität entfernt, dass es mir letzten Endes schwer gefallen ist dieses Buch zu mögen. Das Buch ist spannend und hat eine großartige Grundidee, doch die Charaktere bzw. die Beziehungen der Charaktere untereinander können dieser Idee einfach nicht gerecht werden. Wir haben unzählige lose Fäden und Protagonisten, die aufgrund des Klapptextes in meinen Augen noch nicht so recht zusammen passen möchten.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2022

Rezension zu Black Dagger Prison Camp - Band 2

Wolf – Black Dagger Prison Camp 2
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Wissenswertes

Autor: J. R. Ward
Titel: Black Dagger Prison Camp Band 2: Wolf
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 10. August 2022
Verlag: HEYNE Verlag
ISBN: 978-3-453-32199-1
Preis: 10,00 € (Taschenbuch) ...

Wissenswertes

Autor: J. R. Ward
Titel: Black Dagger Prison Camp Band 2: Wolf
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 10. August 2022
Verlag: HEYNE Verlag
ISBN: 978-3-453-32199-1
Preis: 10,00 € (Taschenbuch) & 9,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 609 Seiten

Inhalt

Der attraktive Wolven Lucan arbeitet als Drogendealer. Nicht ganz freiwillig allerdings, und so ganz ungefährlich ist sein Job auch nicht, denn er schmuggelt die Drogen heimlich für das berühmt-berüchtigte Hochsicherheitsgefängnis der Glymera. Dort begegnet er eines Tages der hinreißenden Rio, der Stellvertreterin des mächtigen Drogenbosses Mozart. Als ein Deal schief geht, und Rio in tödliche Gefahr gerät, ist es an Lucan, die Frau zu retten, die er nicht mehr vergessen kann ...

Cover

Ich mags. Der Mann, die Gitterstäbe und die Farbwahl passen auf jeden Fall sehr gut. Ich hätte mir tatsächlich noch einen kleinen Übernatürlichen-Schuss gewünscht, aber alles in allem ist dieser Cover absolut in Ordnung.


Meine Meinung

Ich lese bereits seit vielen Jahren die Bücher rund um die Bruderschaft der Black Dagger, aus diesem Grund kann ich mir diese Spinn-Off-Reihe natürlich nicht entgehen lassen. Zu meiner großen Freude, habe ich dieses Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten.

Als Hinweis für alle, die die Bücher ebenfalls kennen, aber nicht genau wissen wie dieses Spin-Off einzuordnen ist: Die Bücher rund um das geheimnisvolle Gefängnis der Glymera spielen einige Jahre in der Zukunft der eigentlichen Buchreihe. Wir begegnen durchaus einigen bekannten Gesichtern, da wie bei J. R. Wards Büchern üblich, immer mehrere Geschichtsstränge nebeneinander herlaufen. Der Fokus liegt allerdings, wie der Name der Reihe bereits vermuten lässt, auf einigen Insassen. In diesem Teil genauer gesagt um den gefangenen Halbwolven Lucan.
Insgesamt ist Lucan in meinen Augen ein guter Protagonist, er lässt sich absichtlich benutzen um das Leben eines Freundes zu retten, er ist gegenüber Rio von der ersten Sekunde an sehr behütend, ohne ihr die Luft zum Atmen zu nehmen. Ich hätte mir gewünscht, dass wir über ihn – von den wenigen Informationen über seine Familie – mehr erfahren. Wie sah sein Leben vor dem Gefängnis aus? In wie weit unterscheidet sich das Dasein als Halb-Wolfen von dem eines Vampirs? Gibt es irgendwelche Wendepunkte in seinem Leben? Welche Zukunftswünsche, vom Offensichtlichen einmal abgesehen, hat er? Und stellen wir mal die Tatsache in den Fokus, dass Lucan der erste Wolven ist, dem wir in dieser Buchreihe begleiten dürfen, bin ich was die Informationen rund um dieses Thema betreffen ehrlich enttäuscht. Ihr seht, um sein Wesen wirklich erfassen zu können fehlt es mir hier an Tiefe.
Ich gestehe, ich bin heilfroh, dass wir nach einer halben Unendlichkeit endlich wieder eine weibliche Protagonistin haben, die Selbstbewusstsein und Ausstrahlung hat. Rio ist zudem taff, sie ist klug und eine Kämpfernatur. Trotz ihrer schweren Kindheit hat sie sich nie unterkriegen lassen und es gibt genug Szenen in denen deutlich wird, dass sie Lucan auf jeden Fall das Wasser reichen kann. Nach Beenden des Buches habe ich leider dennoch das Gefühl beide Charaktere nur oberflächlich zu kennen, gut möglich, dass sich dies durch die Folgebände noch ändert.

Wie bereits angesprochen treffen wir einige vertraute Charaktere wieder. Einer davon ist der Black Dagger Bruder Vishous. Jeder, der die Buchreihe kennt, sollte mit diesem Namen etwas anfangen können. Um ehrlich zu sein, fand ich die Szenen mit seiner Shellan/ seiner Frau merkwürdig. Ich hatte einfach nicht das Gefühl, dass wir etwas über ihn lernen, dass wir nicht bereits durch andere, bessere Szenen kennen und frage mich daher, ob diese wirklich notwendig gewesen sind. Eine ähnliche Fragestellung habe ich bei José - ebenfalls ein bekanntes Gesicht aus der Hauptreihe. Vom polizeilichen Aspekt einmal abgesehen, habe ich mich das gleiche gefragt, wie bei Vishous. Mir fehlte einfach die Notwendigkeit für diese Szenerie.

Achtung der folgende Absatz enthält Spoiler! Eine weitere negative Sache, dir mir nach Beenden des Buches durch den Kopf geht: Das Ende des Executioners. Wir haben im ersten Teil ja bereits das Ableben des Gefängnis-Bosses erlebt, umso unvorhersehbarer fand ich, dass auch der selbsternannte Executioner und Nachfolger ein so schnelles Ende findet. Man merkte von seiner gefürchteten Grausamkeit einfach zu wenig und durch sein schnelles Ableben wirkte es nicht, als wäre der Mann je zu mehr gedacht gewesen, als ein Lückenfüller.

Auch das Ende konnte mich nicht so richtig überzeugen. Simple Tatsache ist nun mal, dass das Entkommen aller Gefangenen aus dem Gefängnis in einem Buch schwer machbar ist und die Bücher nun einmal Prison Camp heißen. Ich hatte ehrlich gesagt das Gefühl, dass es sich die Autorin hier etwas zu einfach gemacht hat. Zudem gibt es aus der Gruppe des Schakals ja noch den ein oder anderen Charakter, der noch auf sein Happy End wartet - irgendwie also vorhersehbar.

Mir ist zusätzlich dazu eine kleine Logiklücke im Buch aufgefallen, die mich nicht so ganz loslassen möchte. Rio und Lucan brechen in Mozarts Haus ein, sie verprügeln ihn und entkommen absolut problemlos. Demnach dürfte es keine Kameras, keine Fingerabdrücke und auch keine weiteren Wachen geben? Klingt sehr unrealistisch, wenn man weiß wer Mozart ist und was er macht.

Fazit

Leider kann dieser zweite Band der Spinn-Off-Serie dem ersten Band nicht das Wasser reichen. Die Charaktere sind mir nicht ausgearbeitet genug, es gibt kaum Plottwists - was das ganze Buch in vielerlei Hinsicht vorhersehbar macht. Hier gibt es insgesamt noch Luft nach oben. Insgesamt handelt es sich in meinen Augen um ein schwächeres Buch von J. R. Ward.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.08.2022

Rezension zu A song of wraith and ruin

A Song of Wraiths and Ruin. Die Spiele von Solstasia
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Wissenswertes

Autor: Roseanne A. Brown
Titel: A Song of Wraiths and Ruin - Die Spiele von Solstasia
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 1. April 2022
Verlag: Knaur Verlag
ISBN: 978-3-426528143
Preis: ...

Wissenswertes

Autor: Roseanne A. Brown
Titel: A Song of Wraiths and Ruin - Die Spiele von Solstasia
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 1. April 2022
Verlag: Knaur Verlag
ISBN: 978-3-426528143
Preis: 16,99 € (Paperback) & 14,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 512 Seiten

Inhalt

Alle fünfzig Jahre findet im Königreich Sonande das berühmte Solstasia-Turnier statt, bei dem alle Nationen des Reiches zusammenkommen, um dem Wettstreit der Champions beizuwohnen. Doch für die junge Königin Karina geht es um viel mehr: Um ihre Mutter wiederbeleben zu können, braucht sie das Herz eines Königs. Daher bietet Karina dem Gewinner des Festes ihre Hand an…
Zur gleichen Zeit kommt Malik mit seinen beiden Schwestern in die Hauptstadt Ziran, voller Hoffnung auf ein neues Leben fern von Krieg und Gewalt. Malik freut sich auf die Festlichkeiten rund um Solstasia – bis ein rachsüchtiger Geist seine kleine Schwester Nadia entführt und einen furchtbaren Preis für ihr Leben verlangt: den Tod von Königin Karina. Für Malik gibt es nur eine Chance, Karina nahe genug zu kommen, um sie zu töten: Er muss das Solstasia-Turnier gewinnen …

Cover

Ich mag dieses Cover wirklich sehr gerne. Die Frau, deren Gesicht die Vorderseite schmückt, kommt meiner Vorstellung von Karina extrem nahe. Gleichzeitig gefällt mir die Mischung aus dunkelgrüner Vorder- und brauner Rückseite. Und der farbig gestaltete Buchschnitt ist ein Traum.

Zitat

"Wenn ich dich bitten würde, mir mit bloßen Händen den Mond zu fangen, wie würdest du es anstellen?"
[…] "Wenn der Mond untergeht, würde ich mit ausgestreckten Händen darauf warten, dass er hineinsinkt, und dann würde ich mich zu Euch umdrehen und ihn Euch geben."

Meine Meinung

Einmal mehr handelt es sich bei diesem Buch um Eines das ich auf Social-Media entdeckt habe. Bisher kenne ich kein einziges Buch dieser Autorin und muss gestehen, dass nach diesem Buch vermutlich kein weiteres von ihr folgt.
Das hat unterschiedliche Gründe.

Die beiden Protagonisten dieses Buches könnten unterschiedlicher nicht sein. Aus diesem Grund war es eine gute Entscheidung der Autorin uns Leser die Geschichte aus der Sicht von beiden zu zeigen. Leider hat es mir persönlich nicht dabei geholfen die beiden Charaktere zu mögen. Ich fange mal mit Prinzessin Karina an. Durch den plötzlichen Tod ihrer älteren Schwester wird sie unerwartet zur Thronerbin. Die Zweifel des Kronrates und später auch des Volkes kann ich nur zu gut nachvollziehen. Karina reagiert viel zu oft mit Wut, Unbedachtheit und der Klarheit, dass sie sich selbst nicht als Sultanin sieht. Ihr einziges Ziel ist es ihre tote Mutter wiederzubeleben, was nochmals deutlich zeigt, dass sie nicht bereit ist Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig zeigen ihre kaum vorhandenen zukunftsorientierten Gedanken deutlich, dass sie nicht darüber hinaus denkt. Was mir darüber hinaus nicht gefallen hat, ist, dass sie die Menschen in ihrer Umgebung nur in schwarz und weiß unterteilt hat. Entweder war man für oder gegen sie.

Bei Malik, dem männlichen Protagonisten, gefiel mir, dass wir hier nicht den typischen Romantasy-Helden haben, der binnen weniger Kapitel furchtlos seine Stellung hält. Irgendwann wurde sein ängstliches, nervöses und zweifelndes Verhalten der Geschichte nicht mehr gerecht. Jedes Mal wenn er von seinen negativen Emotionen überwältigt wurde, begann sein Teufelskreis von Neuem. Ich hatte einfach das Gefühl, dass gerade dieses Verhalten die Geschichte überhaupt nicht vorangebracht hat.

Die angedeutete Beziehung zwischen Malik und Karina war für mich überhaupt nicht glaubwürdig. Vielleicht lag es hier an dem gängigen Schema Liebe-auf-den-ersten-Blick. Wobei die beiden Charaktere gegenüber einander zu keinem Zeitpunkt wirklich sie selbst waren.

Zu Beginn lernen wir diese wundervolle, neue Welt kennen, leider fehlt es für mich beinahe durchgängig an genauen Beschreibungen (und das trotz Karte). Teilweise konnte ich einige Gebiete der Karte schwer zuordnen und zudem hätte ich mir mehr Leben für die unterschiedlichen Teilabschnitte gewünscht bzw. mir gewünscht, dass ich als Leserin mehr von dieser vielfältigen Welt zu lesen bekomme.

Die Idee nordafrikanische Kultur bzw. westafrikanische Mythologie zu kombinieren war nett gemeint, die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen. Alles wirkte irgendwie inkomplett. Der Mischung der Völker, Götter und deren Vergangenheit fehlte der rote Faden.

Das Ende war okay. Es war spannungsgeladen und mag auch den ein oder anderen Leser/ die ein oder andere Leserin zum Weiterlesen animieren. Mich leider nicht.
Ich muss gestehen, dass ich den Bösewicht sehr lange im Verdacht hatte. Offensichtlich war, dass er zu gut, zu wenig hinterfragbar und in vielen Dingen zu sehr in den Hintergrund gerückt ist, um mir als Leserin nicht aufzufallen. Idir, ein weiterer Bösewicht - oder Gesichtsloser König - war für mich einer der besser ausgearbeiteten Charaktere. Seine Geschichte hatte etwas gradliniges, menschliches und nachvollziehbares, dass es mir leicht gemacht hat sein Handeln nachzuvollziehen. Alle anderen Charakter waren für mich nur Durchschnitt. Sie agierten nachvollziehbar, hatten ihre Eigenarten, aber irgendwie fehlte es für mich an allem anderen. Ich muss gestehen, dass ich keinem der Toten in diesem Buch wirklich nachgetrauert habe. Was ja deutlich macht, dass den Charakteren noch der letzte Feinschliff fehlt.

Fazit

Für mich leider ein durchschnittliches Romantasy-Buch. Die Grundidee hat wahnsinnig viel Potenzial, dass leider durch unsympathische Charaktere, eine unglaubwürdige Liebe und eine wenig ausgearbeitete Welt, nicht genutzt wird. Mir gefallen jedoch das Cover bzw. die Buchaufmachung, die Mischung unterschiedlicher Kulturen und die Tatsache, dass sich die Autorin an einem anderen männlichen Protagonisten versucht hat.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 07.08.2022

Rezension zu Rowan & Ash

Rowan & Ash
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Wissenswertes

Autor: Christian Handel
Titel: Rowan & Ash: Ein Labyrinth aus Schatten und Magie
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 20. Juli 2020
Verlag: Ueberreuter Verlag
ISBN: 978-3-764171056
Preis: ...

Wissenswertes

Autor: Christian Handel
Titel: Rowan & Ash: Ein Labyrinth aus Schatten und Magie
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 20. Juli 2020
Verlag: Ueberreuter Verlag
ISBN: 978-3-764171056
Preis: 17,95 € (Gebundenes Buch) & 4,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 416 Seiten

Inhalt

Seit seinem dritten Lebensjahr ist Rowan O'Brien mit der Kronprinzessin von Iriann verlobt. Für seine Familie bedeutet die Heirat viel, versprechen sich die O'Briens mit der Verbindung doch eine Rückkehr an die Macht. Aber im Vorfeld der Hochzeit sorgen Gerüchte für Verstimmung: Rowans enge Freundschaft mit der gleichaltrigen Magierschülerin Raven wird von missgünstigen Stimmen aufgebauscht und großgeredet. Dabei empfindet Rowan nichts als Freundschaft für Raven. Die Wahrheit ist viel komplizierter: Rowan liebt keine andere Frau. Sondern den Königssohn Ash.

Cover

Mir gefällt dieses Cover sehr gut. Ich mag die satte grüne Farbe in Kombination mit dem Goldton. Die beiden angedeuteten Gesichter, die Zweige und das Schloss ergeben ein schönes Gesamtbild.


Meine Meinung

Ich habe schon eine ganze Weile mit diesem Buch geliebäugelt und es vor kurzem dann endlich gekauft. Wie einige andere Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe, habe ich dieses auf Social-Media entdeckt. Bisher habe ich kein einziges Buch von Christian Handel gelesen und muss zukünftig mal in Ruhe schauen ob es nicht vielleicht dabei bleibt.

Rowan & Ash fällt für mich leider in die Kategorie der Bücher, die ich gerne gemocht hätte, die mich letztlich aber nicht so richtig vom Hocker reißen konnten. Die Idee jedoch, eine LGBTQ-Geschichte mit Fantasy-Touch, traf genau meinen Geschmack.

Wir erleben die gesamte Geschichte nur aus der Sicht von Rowan. Rowan, dessen Vater sich nichts sehnlicher wünscht, als ihn zukünftig auf dem Thron sitzen zu sehen, war für mich ein schwieriger Charakter. Mir gefiel, dass er nicht die typische, bekannte Rolle des männlichen Fantasy-Protagonisten eingenommen hat (ihr wisst schon: eingebildet, talentiert, mutig, …). Wir haben hier jemanden, der oft zweifelt (in erster Linie an sich selbst), der Geschicklichkeit besitzt, aber nicht im Übermaß. Der sich trotz seines Standes mit anderen auf Augenhöhe sieht - insgesamt ein toller, solider Charakter. Irgendwann gegen Ende des Buches kam für mich aber der Punkt, bei dem ich dachte: "Da muss mehr kommen!" Und dieser Moment kam leider nicht so richtig. Und je länger dieser Zustand anhielt desto weniger gefiel mir Rowan. Für ihn hätte ich mir in den letzten Kapiteln eine größere Weiterentwicklung gewünscht. Mir ist natürlich aufgefallen, dass er sich im positiven verändert hat, nur war es für mich nicht genug ausgearbeitet. So, muss ich gestehen, kann ich ihn mir nicht als König vorstellen.

Mit Ash, seinem Gegenstück, bin ich leider auch nicht ganz warm geworden. Er wirkte mir persönlich zu gestellt, man erfährt in meinen Augen zu wenig intimes über ihn (die einzige Ausnahme: das er sein Leben mit Rowan verbringen will). Hat er selber Zweifel an seinem Lebensplan? Wie hat er sich nach seinem unfreiwilligem Outing gefühlt? Hat er irgendwelche Wünsche? Oder Träume? Solche Kleinigkeiten hätte ich gerne erfahren, weil es ihm als Charakter eine gewisse, momentan fehlende, Tiefe und Intensität verliehen hätte.

Dergleichen gilt zudem für eine Großteil der Nebencharaktere. Mit Ausnahme von Rowans bester Freundin und Solange, der Schwester von Ash. Bei Rowans Vater hatte ich das Gefühl, dass der Autor versucht hat ihn uns Lesern gegenüber sympathisch zu machen. Bedingt durch die Tatsache, dass er seinen eigenen Traum seinem Sohn im Grunde genommen aufzwingt, hat er bei mir jede Menge Sympathiepunkte verloren. Zusätzlich dazu muss ich gestehen, dass die Existenz eines weiteren Charakters mich dezent verwirrt hat. Nämlich Gwyn, Rowans Erzfeind, der anfangs gerne mal für einige Schikaneattacken zugegen war, sich gegen Ende des Buches einfach in Luft auflöst und keine große Rolle spielt. Bei ihm weiß ich nicht so ganz, was seine Daseinsberechtigung gewesen ist.

Leider zieht sich diese zu wenig ausgearbeitete Gefühlswelt wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Die Liebe zwischen den beiden konnte mich somit leider gar nicht von sich überzeugen. Alles ging mir zu schnell, die Gemeinsamkeiten bzw. die Verbundenheit von Rowan und Ash fehlte. Ich hatte unglücklicherweise das Gefühl, dass die beiden mehr aus körperlichen Reaktionen ein Paar werden wollten, als das ihre Gefühle füreinander wirklich stark ausgeprägt sind.

Das Ende entsprach nur bedingt meinem Geschmack. Der große, von mir erwartete Showdown fehlte leider gänzlich. Obwohl der Spannungsbogen durchaus zum Weiterlesen animiert hat, war das Ende letztlich nicht meins. Gleichzeitig hätte ich mir einen Epilog von Herzen gewünscht. Ich habe noch so viele offene Fragen, die wohl niemals beantwortet werden.

Ein letzter Hinweis für alle, die noch vorhaben dieses Buch zu lesen: Es gibt keine expliziten Sexszenen.

Fazit

Bedauerlicherweise kann ich dieses Buch nur zum Teil weiterempfehlen. Die Charaktere sind mir nicht ausreichend ausgearbeitet, gleiches gilt für die Gefühle der Protagonisten und das Ende war wenig befriedigend. Dennoch eine schöne Geschichte für Zwischendurch, die durchaus angenehme Lesestunden beschert.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 06.08.2022

Rezension zu Kingdom of the Wicked

Kingdom of the Wicked – Der Fürst des Zorns
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Wissenswertes

Autor: Kerri Maniscalco
Titel: Kingdom of the Wicked – Der Fürst des Zorns
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 28. April 2022
Verlag: Piper Verlag
ISBN: 978-3-492706810
Preis: 17,00 € ...

Wissenswertes

Autor: Kerri Maniscalco
Titel: Kingdom of the Wicked – Der Fürst des Zorns
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 28. April 2022
Verlag: Piper Verlag
ISBN: 978-3-492706810
Preis: 17,00 € (Paperback) & 12,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 416 Seiten

Inhalt

Zwei Schwestern. Ein brutaler Mord. Ein Racheplan, der die Hölle selbst entfesseln wird … und eine berauschende Liebesgeschichte.
Als die junge Hexe Emilia ihre Zwillingsschwester Vittoria ermordet vorfindet, bricht für sie eine Welt zusammen. Zutiefst schockiert will sie Rache üben – koste es, was es wolle. Selbst wenn sie dafür verbotene dunkle Magie einsetzen muss, die sie in die Gefahr bringt, von Hexenjägern enttarnt zu werden. Auf ihrer Suche nach dem Mörder trifft Emilia auf Wrath, einen der sieben dämonischen Höllenfürsten, vor denen sie von klein auf gewarnt wurde. Wrath behauptet, auf Emilias Seite zu stehen. Doch kann man einem leibhaftigen Höllenfürsten trauen, selbst wenn er noch so gut aussieht?

Cover

Für mich ist dieses Cover beinahe Perfektion. Ich liebe die dunklen Farben, die Schlange mit den hell lilafarbenen Details und die Kombination aus den goldenen Akzenten. Zudem habe ich mir die Ausgabe der Bücherbüchse (keine Werbung, da selbst gekauft) gegönnt, dessen Schnitt mich beim Anschauen jedes Mal von den Socken haut. Die einzige Kleinigkeit, die mich bei genauerem Hinsehen extrem stört, sind die Zähne der Schlange. Einfach weil diese irgendwie nicht ganz zu den Proportionen passen und das Gesamtbild somit negativ beeinflussen.


Meine Meinung

Für mich war es das erste Buch von Kerri Maniscalo und vielleicht sogar das Letzte. Entdeckt habe ich es über Social-Media und war vorab sehr gespannt auf den Inhalt.
Wie das bei solchen berühmten Büchern so ist, gehen die Meinungen ja eigentlich immer auseinander. Für mich war dieses Buch in vielen Dingen leider sehr enttäuschend.

Das startet beispielsweise schon mit dem männlichen Protagnisten Wrath, einem der sieben dämonischen Höllenfürsten. Für mich entstand zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass sein Charakter mehr war, als das typische männlichen Gegenstück. Mir fehlten einfach feine Nuancen um ihn wirklich lebendig zu machen. Er war natürlich ungeheuer sexy, arrogant und geheimnisvoll. Aber darüber hinaus fehlte mir einfach die emotionale Bandbreite für einen "guten" Bookboyfriend. Seine Reaktionen im ganzen Buch beschränkten sich auf Gleichgültigkeit, List, Zorn, Sarkasmus und leider viel zu wenig Menschlichkeit um ihn in meinen Augen glaubhaft zu machen. Natürlich kann man darüber streiten, ob ein Höllenfürst menschlich zu sein hat, aber an meine Erwartungen reichte er leider nicht heran. Ich finde zudem, dass er verglichen mit anderen, aus Epen entsprungenen Traum-Fantasyhelden recht wenig vorkommt.

Dies liegt natürlich weniger an ihm selbst, als mehr an der hinreißenden Emilia. Achtung Sarkasmus. Leider konnte mich nämlich auch die Hauptprotagonistin in diesem Buch mal so gar nicht von sich überzeugen. Der Fokus ihrer Gefühle lag - wenig überraschend - einzig und allein auf Rache. Sie war mir gleichzeitig zu naiv und irgendwie (trotz vieler Überlegungen) zu plan- und zeitweilen zu kopflos. Dazu kann ich euch gerne einige Beispiele nennen: Ihr kam erst extrem spät in den Sinn, dass der Ort, an dem ihre Schwester ermordet wurde, eine Rolle spielen könnte. Dass ihre Untersuchungen, bei denen sie ganz aus Versehen einen Höllenfürsten beschwört, ihre Familie in Gefahr bringen könnte, hätte viel früher ein Thema sein müssen, wenn man mal bedenkt wie weit sie für ihre tote Schwester gehen würde. Wrath verfolgt ganz eigene Ziele, könnte sich dies vielleicht auf sie auswirken? Der ach so geheime Freund ihrer Schwester wird bis Ende des Buches beinahe komplett aus ihren Überlegungen gestrichen. Ihr versteht, was ich meine? Gut. Sobald man das Buch beendet hat, zieht sich diese Tatsache wie ein roter Faden durchs Buch. Ungünstiger Weise war das noch nicht alles. Emilia kann weder mit Wut noch mit Angst richtig umgehen, Gespräche mit Wrath laufen immer im gleichen Schema ab. Aber ihre Rache steht absolut über allem.

Das Ende war mir bei weitem nicht spektakulär genug: die ganze Zeit suchen wir Vittorias Mörder. Als er oder sie sich dann endlich zu erkennen gibt, war es weder überraschend noch dramatisch. Nach Emilias und Wraths unfreiwilliger Trennung war die ganze Zeit klar, dass er wieder auftauchen würde. Auch wenn ich gestehen muss, dass ich den Teil mit seinem Wiederauftauchen nicht ganz verstanden habe. Dafür, dass dieses Buch so wahnsinnig viel Potenzial hatte, was die Emotionen anging, war einfach alles nur Durchschnitt. Wo war die Sehnsucht, der Schmerz, das Leid? Ich habe mir den zweiten Teil bereits vor Beenden dieses Bandes vorbestellt. Ich werde Emilias Rachegelüsten also noch eine weitere Chance geben. Hoffentlich ist das nächste Buch dieser Reihe besser.

Was mir jedoch gefallen hat, war die Idee der Hexerei. Die Kombination aus Magie, Dämonen und einem Kloster mit einem italienischen Hauch war erfrischend. Insgesamt war das Buch spannend und auch der Schreibstil der Autorin war angenehm - für mich persönlich nur ein paar zu viele italienische Wörter.

Fazit

Ein durchschnittliches Romantasy-Buch mit wenig emotionalem Raster, einer nervigen Protagonistin, einem eindimensionalen männlichen Höllenfürsten und dem immer präsentem Gefühl der Rache. Leider konnten das schöne Cover, der angenehme Schreibstil und die Grundidee an sich, das Buch für mich nicht retten.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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