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Veröffentlicht am 21.09.2022

Griechische Hungerspiele

Lore. Die Spiele haben begonnen. Sie kämpft um ihr Leben
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Alle 7 Jahre findet der Agon statt, in welchem die griechischen Götter als Sterbliche auf Erden wandeln und die Jagd auf sie beginnt. Denn jeder, der einen der Götter tötet, erlangt dessen Unsterblichkeit ...

Alle 7 Jahre findet der Agon statt, in welchem die griechischen Götter als Sterbliche auf Erden wandeln und die Jagd auf sie beginnt. Denn jeder, der einen der Götter tötet, erlangt dessen Unsterblichkeit und Kraft. Seit dem letzten Agon versucht Lore, die Schrecken jener Nächte und den Mord an ihrer Familie zu vergessen. Als einer der Götter jedoch um ihre Hilfe bittet, kann Lore ihrem Streben nach Rache nicht entkommen und schließt sich der Jagd trotz all ihrer Bedenken an. Doch dieses Mal steht nicht nur ihr Leben, sondern die Leben einer ganzen Stadt auf dem Spiel.

Als erstes möchte ich sagen, dass ich das Cover wunderschön und sehr passend zur Thematik finde. Ich liebe Geschichten, die von der griechischen Mythologie beeinflusst werden, sodass mich die Story direkt angesprochen hat. Die Geschichte spielt in der Gegenwart in der Stadt New York, welche als Austragungsort des diesjährigen Agons bestimmt wurde. Es gibt verschiedene Familien, die sich der Jagd anschließen und durch jeweils einen Gott repräsentiert werden. Wer einen der Götter töten kann, übernimmt dessen Kräfte und Unsterblichkeit. Dabei ist es Frauen zwar erlaubt zu jagen, aber nicht den Gott zu töten, was schonmal ein ziemlich klarer Hinweis ist, wie wenig Frauen in dieser Kultur eigentlich wertgeschätzt werden. An sich ist das dargestellte System in dem Lore aufwächst sehr rückschrittlich und antifeministisch gestaltet, weshalb Lore bereits als junges Mädchen dagegen ankämpft und sich zu beweisen versucht. Es hat mir sehr gut gefallen, dass Lore gegen dieses herabwürdigende System ankämpft. Nach dem Tod ihrer Familie möchte Lore zunächst nichts mehr mit den Kämpfen zu tun haben, wird aber durch die Götter erneut in den Agon verwickelt. Ihr zur Seite stehen Castor, ihr früherer Trainingspartner und Freund, den sie seit dem letzten Agon für Tod hielt und dessen Freund Van. Sowie ihr Mitbewohner Miles, der erst durch Lore vom Agon erfährt. Die Freundschaften und Beziehungen zwischen den Charakteren sind sehr authentisch beschrieben und entwickeln sich auch im Laufe der Geschichte ohne zu sehr im Fokus zu stehen. Die Kämpfe im Buch sind teilweise schon etwas brutal, sodass die Triggerwarnung am Anfang des Buches durchaus gerechtfertigt ist. Das Buch eignet sich jedoch meiner Meinung nach trotzdem für junge Leser.

Trotz einiger Wendungen hat mich das Buch nicht immer mitreißen können, auch wenn ich nicht genau benennen kann, was mich gestört hat. Die Story an sich ist spannend und voller Konfrontationen, hat aber auch einige Passagen am Anfang, die etwas langatmig erscheinen. Trotzdem ist das Buch auf jeden Fall für Leser geeignet, die die griechische Mythologie lieben.

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Veröffentlicht am 21.09.2022

Das Labyrinth

Piranesi
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Drei Etagen und tausende Räume, der Himmel, der Ozean, Säulen und Statuen und alles vereint in einem Haus. In Piranesis Zuhause gibt es so viel zu entdecken. Am liebsten verbringt er seine Zeit damit das ...

Drei Etagen und tausende Räume, der Himmel, der Ozean, Säulen und Statuen und alles vereint in einem Haus. In Piranesis Zuhause gibt es so viel zu entdecken. Am liebsten verbringt er seine Zeit damit das Haus zu erkunden und katalogisieren. Nur selten begegnet er dabei dem einzigen anderen Menschen in diesem Haus, den er auch nur Den Anderen nennt. Dessen Ziel das Große und Geheime Wissen zu erlangen, kann Piranesi nicht viel abgewinnen. Doch nach und nach entdeckt er, dass es auch eine andere Welt außerhalb der seinen zu geben scheint und kommt dabei der Wahrheit über sich selbst immer näher.

Die Geschichte an sich ist sehr kreativ und thematisiert Isolation, was mich irgendwie an einen Corona-Lockdown erinnert hat. Das Labyrinth und die Minotaurusstatuen im ersten Vestibül erinnern sehr an Dädalus Labyrinth aus der griechischen Mythologie. Hierbei scheint Piranesi der Einzige zu sein, der sich in diesem Labyrinth aus Räumen zurechtfinden kann.

Der Schreibstil ist sehr bildhaft und zeitweise sogar amüsant. Besonders gut gefallen haben mir die vielen Statuen über die Piranesi berichtet und welche er am Ende sogar mit den handelnden Figuren vergleicht. Piranesi ist ein interessanter und facettenreicher Charakter, zu Beginn sehr naiv, aber auch sehr organisiert. Seine Entwicklung in der Geschichte finde ich sehr gelungen. Neben Piranesi gibt es nur wenige andere Personen, die für die Geschichte eine Rolle spielen. Einer davon ist der Andere, ein egoistischer Charakter, der Piranesis Kenntnisse für seine eigenen Zwecke ausnutzt.

An sich hat mir die Geschichte gut gefallen, wirkt aber irgendwie unvollständig und nicht ganz abgeschlossen, auch wenn ich nicht genau benennen kann, warum. Trotzdem war die Geschichte sehr ungewöhnlich und konnte mich gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 18.08.2022

Das Ende einer langen Suche

Wo das Dunkel schläft
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Der Dämon, den Neeve und Piper aus den Höhlen Cabeswaters freigelassen haben, droht den Wald mit seiner Finsternis endgültig zu zerstören. Und auch Blue und die Ravenboys können dieser Finsternis nicht ...

Der Dämon, den Neeve und Piper aus den Höhlen Cabeswaters freigelassen haben, droht den Wald mit seiner Finsternis endgültig zu zerstören. Und auch Blue und die Ravenboys können dieser Finsternis nicht entkommen. Zugleich neigt sich ihre Suche nach Glendower ihrem Ende zu und damit rückt auch Ganseys vorhergesagter Tod immer näher. Können Blue und die Ravenboys den sagenumwogenen König endlich finden und Ganseys Schicksal mit seiner Gunst abwenden?

Zuerst einmal habe ich die Ravenboys-Reihe von Maggie Stiefvater wirklich geliebt, sodass es mich sehr traurig stimmt, dass die Reihe nun zu Ende gegangen ist. Trotzdem muss ich sagen, dass der finale Band nicht so sehr überzeugen konnte, wie die anderen Teile. Letztlich wirkt die Geschichte auf mich mit diesem Ende nicht vollständig abgeschlossen. Einige Fragen wurden für meine Begriffe nicht ausreichend beantwortet. Dies betrifft zum Beispiel Mr. Gray, Noah, aber auch Neeve, deren Rolle ich mir deutlich größer vorgestellt habe. Auch Gwenllian hatte ich eine deutlich größere Rolle in der Geschichte zugeschrieben. Die Jagd nach Glendower endet für mich fast ein wenig enttäuschend. Das Ende war nicht sehr überraschend, was ich ehrlicherweise aber auch nicht erwartet hatte. Immerhin wird seit dem ersten Kapitel der Reihe vorhergesagt, was Blues Kuss bewirken wird. Henry als neuen Protagonisten fand ich spannend, aber auch irgendwie unnötig. Ich hätte es schöner gefunden, die bereits bekannten Figuren mehr in die Story eingearbeitet zu sehen. Trotz aller Kritik war der vierte Band aber auch ein guter Abschluss einer fantastischen und originellen Reihe voller wunderbar schrulliger Charaktere deren Magie mich mitreißen konnte. Absolut eine der schönsten Jugendbuchreihen, die ich je gelesen haben und damit von vorne bis hinten eine klare Leseempfehlung für alle, die dem Charme der Ravenboys noch nicht erlegen sind.

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Veröffentlicht am 18.08.2022

Auf der Suche nach der Wahrheit

The Lie She Never Told
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Nachdem Faith Rochester für den Mord an ihrer Freundin Emma vor Gericht stand, hat sie sich geschworen niemals in ihre Heimatstadt zurückzukehren. Doch als sie ein Foto ihrer vermeintlich toten Freundin ...

Nachdem Faith Rochester für den Mord an ihrer Freundin Emma vor Gericht stand, hat sie sich geschworen niemals in ihre Heimatstadt zurückzukehren. Doch als sie ein Foto ihrer vermeintlich toten Freundin in der Zeitung entdeckt, bleibt ihr keine Wahl als an einen Ort zurückzukehren, in welchem sie jeder für eine Mörderin hält. Besonders Emmas Bruder Liam scheint nicht glücklich über ihre Rückkehr zu sein und hetzt die Stadt prompt gegen sie auf. Kann Faith endlich das Geheimnis um Emmas Verschwinden lösen?

Die Grundidee der Geschichte gefällt mir sehr gut und auch der Schreibstil von Laura Labas ist wie gewohnt einfach wundervoll. Nach dem verhängnisvollen Autounfall bei dem Emma spurlos verschwand, wird Faith als ihre Mörderin angeklagt und nur mit Mühe und Not freigesprochen. Als sie wieder nach Hause zurückkehrt, wird sie wie zu erwarten, nicht mit offenen Armen empfangen. Nur wenige Leute in der Stadt scheint ihre Vorgeschichte nicht zu stören. Darunter auch ihre neuen Freundinnen Hera und Annie, die sie bei ihrer Suche nach Emma unterstützen. Überraschenderweise scheint auch Emmas Bruder, trotz anfänglicher Feindschaft, schnell von Faith Unschuld überzeugt zu sein und hilft ihr ebenfalls bei der Suche nach seiner Schwester. Im Verlauf der Geschichte kommen sich die beiden immer näher, bis mir die Liebesgeschichte der Beiden sogar zu sehr im Fokus steht. Die Auflösung des Rätsels um Emma fand ich interessant, aber nicht ganz so beeindruckend wie erwartet. Außerdem wirkten die Geschehnisse am Ende sehr überhastet. Trotzdem hat die Geschichte mich sehr gut unterhalten und überraschen können.

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Veröffentlicht am 10.08.2022

Sonne, Mond und Sterne

Ein Kleid aus Seide und Sternen (Ein Kleid aus Seide und Sternen 1)
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Maia Tamarin ist eine begnadete Schneiderin deren größter Traum es ist die kaiserliche Hofschneiderin zu werden. Doch Frauen ist dieser Posten nicht gestattet, sodass dieser Traum nie wirklich zu werden ...

Maia Tamarin ist eine begnadete Schneiderin deren größter Traum es ist die kaiserliche Hofschneiderin zu werden. Doch Frauen ist dieser Posten nicht gestattet, sodass dieser Traum nie wirklich zu werden scheint. Als ein furchtbarer Krieg das Land heimsucht, kann der Frieden nur durch eine Heirat zwischen dem Kaiser und der Tochter des Shansen erreicht werden. Um die Kleider der Braut zu nähen, wird ein neuer Hofschneider gesucht. Maia ergreift ihre Chance, gibt sich als ihr Bruder aus und findet so Einlass in den Palast. Hier muss sie sich nicht nur erbarmungslosen Prüfungen stellen, sondern auch dem Interesse des Lord Magus, der ihre Täuschung zu durchschauen scheint. Für Maia beginnt eine magische und gefährliche Reise, die sie alles kosten könnte, was ihr lieb und teuer ist.

Am Anfang erinnerte mich das Buch tatsächlich etwas an Mulan. Eine Tochter, die sich, um ihren Vater zu schützen, als dessen Sohn verkleidet und in den kaiserlichen Palast zieht. Dieser Eindruck verschwand aber schnell wieder, als die Geschichte voranschreitet. Und das tat sie tatsächlich äußert schnell. Gerade am Anfang rast die Geschichte ziemlich voran von einer Prüfung zur Nächsten. Es passiert so viel, dass ich den Eindruck hatte man hätte auch zwei Bücher aus diesem ersten Teil machen können. Durch das vorgelegte Tempo wird die Spannung zwar aufrechterhalten, aber die Nebencharaktere, allen voran die Tochter des Shansen, bleiben dadurch sehr blass. Der Lord Magus durchschaut mit seiner Magie Maias Verkleidung sehr schnell. Ich mag die Art und Weise, wie die beiden zu Anfang miteinander umgehen. Ihre Streitereien und Wortgefechte fand ich sehr erfrischend. Natürlich entwickelt sich noch mehr zwischen den Beiden, was mir irgendwann fast ein wenig zu romantisch wurde. Auch die ständigen Gefahren aus denen Edan Maia befreien musste, waren mir ein wenig zu viel. Die grundlege Idee einer magischen Schere und himmlischer Kleider, die Sonne, Mond und Sterne repräsentieren fand ich originell und sehr schön. Doch das Ende der Geschichte konnte mich nicht ganz mitreißen. Ich bin gespannt in welche Richtung sich die Story noch entwickeln wird.

Insgesamt ist „Ein Kleid aus Seide und Sternen“ ein wundervoller Auftakt der Dilogie, der durch eine rasante Erzählweise besticht. Die Emotionen und die Beziehung der beiden Hauptcharaktere werden wundervoll dargestellt, wohingegen die anderen Charaktere der Geschichte eher unscheinbar bleiben. Ich bin gespannt welches Schicksal Edan und Maia im zweiten und damit finalen Band ereilen wird.

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