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jo_spark

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2022

too much

Rise and Fall (Faith-Reihe 1)
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Der Roman wird aus der Sicht beider Protagonisten erzählt und wirft einen direkt zu Beginn unmittelbar in die Geschehnisse. Der Schreibstil ist dabei flüssig, sodass man relativ gut durchkommt, stellenweise ...

Der Roman wird aus der Sicht beider Protagonisten erzählt und wirft einen direkt zu Beginn unmittelbar in die Geschehnisse. Der Schreibstil ist dabei flüssig, sodass man relativ gut durchkommt, stellenweise wirkt es aber etwas chaotisch.
Mir hat die Grundidee des Romans sehr gefallen, da eine eher seltene Thematik aufgegriffen wird und hier Repräsentation findet. Leider wurde ich im Verlauf der Story aber immer weniger abgeholt. Zwischendurch gibt es zwar stellen, die mich persönlich mitgenommen haben, aber irgendwann kommen immer neue, kurz abgehandelte Konflikte auf, die das Ganze wirr machen. Meiner Meinung nach hätten ein, zwei zentrale Konflikte (die dafür etwas ausführlicher und realistischer hätten behandelt werden können) vollkommen ausgereicht.
Das übertriebene Drama hat dafür gesorgt, dass ich etwas "abgestumpft" wurde und nicht mehr so richtig mit den Protagonisten mitfühlen konnte. Die Überladung mit Problemen lässt die Beziehungsentwicklung zu kurz kommen, es fehlt an emotionaler Entwicklung, die durch Kitsch kompensiert werden soll. Zwar gibt es Rückblicke und die Freundschaft zwischen Skylar und Carter ist eng dargestellt, aber die nächsten Schritte zu einer richtigen Paarbeziehung werden nicht so gut aufgezeigt, wodurch die Dynamik leider etwas verloren geht.
Über Skylar erfährt man relativ viel, aber bei Carter fehlt es an wirklicher Backstory und sein Handeln erscheint stellenweise eher unverständlich, sodass er mir fern geblieben ist. Ohne Spoiler: ein bestimmter Plottwist hat mich persönlich außerdem so extrem gestört, dass ich kurzzeitig überlegt habe, abzubrechen. Der Punkt erschien mir extrem unnötig und die Protagonisten haben meiner Meinung nach nicht realistisch auf das Ganze reagiert, was dazu geführt hat, dass ich mich immer weniger in die beiden hineinversetzten konnte.

Insgesamt eine schöne Idee, aber zu viel Kitsch und Drama.

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Veröffentlicht am 29.05.2022

zu geheimnisumwoben

Four Houses of Oxford, Band 1 - Brich die Regeln
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Die Grundidee, sowie das Setting haben mich sehr angesprochen, auch der Schreibstil war angenehm zu lesen, sodass man gut durchs Buch kam. So richtig abgeholt wurde ich leider dennoch nicht.
Die Geschichte ...

Die Grundidee, sowie das Setting haben mich sehr angesprochen, auch der Schreibstil war angenehm zu lesen, sodass man gut durchs Buch kam. So richtig abgeholt wurde ich leider dennoch nicht.
Die Geschichte wird sowohl aus Harpers als auch aus Finleys Perspektive geschildert (was mir immer sehr gut gefällt), aber dennoch habe ich hier zu beiden keine richtigen Zugang gefunden. Ich konnte das Verhalten der zwei an einigen Stellen überhaupt nicht nachvollziehen, was zum großen Teil wahrscheinlich daran lag, dass keine wirkliche Beziehungsentwicklung vorhanden ist. Als Leser erlebt man nicht mit, wie Harper und Finley bereits in der Vergangenheit ihr enges Band knüpfen, sodass es in der Gegenwart einfach an Dynamik zwischen den Protagonisten fehlt, die die immense Anziehungskraft nachvollziehbar erklären würde. Das Hin und Her zwischen den beiden hat das Ganze nicht besser gemacht, genauso wie deren naives Verhalten – besonders im Hinblick auf die Regeln des Spiels. Dafür haben mir Lexie und Cece sehr gut gefallen. Beide waren recht ansprechende Nebenfiguren, über die ich gerne noch mehr erfahren hätte.
Die Vier Farben und alle daran hängenden Themen fand ich wirklich interessant, nur leider war mir alles etwas zu geheimnisvoll. Sinn der Sache ist zwar, dass den Protagonisten nicht viel gesagt wird und sie dementsprechend versuchen die Geheimnisse zu lüften, aber mir wurde es als Leser irgendwann zu anstrengend überhaupt nicht zu wissen, wie das Spiel funktioniert und was genau hinter alledem steckt. Genauso wenig wird die Frage geklärt, was es mit Harpers Antagonisten im Haus der Diamonds auf sich hat. Es ist natürlich sinnig, dass man Spannung für den nächsten Band aufrechterhalten will, aber hier wird einfach zu viel offen gelassen. Ich persönlich finde es angenehmer, wenn einige Dinge geklärt werden und dann ein paar neue Fragen und Probleme auftauchen. Hier kommen zwar auch immer wieder neue Fragen auf, aber ansonsten wird einfach zu vieles gar nichts aufgeklärt.

Recht unterhaltsam und angenehm zu lesen, leider aber nicht ganz ausgefeilt.

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Veröffentlicht am 14.02.2022

leichte Lektüre zum Wohlfühlen

Still into you (Moonflower Bay 1)
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Die Grundidee des Romans ist zwar nicht sonderlich neu und einiges wirkt recht vorhersebar, aber trotz alledem fühlt man sich (vor allem durch die Erzählung aus beiden Perspektiven) in die Protagonisten ...

Die Grundidee des Romans ist zwar nicht sonderlich neu und einiges wirkt recht vorhersebar, aber trotz alledem fühlt man sich (vor allem durch die Erzählung aus beiden Perspektiven) in die Protagonisten ein und ist gespannt, welche Hürden Eve und Sawyer für ihr gemeinsames Happy End auf sich nehmen müssen.
Die Nebencharaktere wirken ebenfalls recht interessant und deuten bereits auf die Möglichkeiten der nachfolgenden Bände der Moonflower Bay Reihe hin, ohne dabei zu viel "Sendezeit" der Liebesstory rund um die eigentlichen Protagonisten wegzunehmen.
Der angenehme Schreibstil war gut zu lesen und hat einen als Leser in die entsprechenden Situationen hineinversetzt.

Das angenehme Setting sorgt für eine entspannte Atmosphäre beim Lesen und macht "Still into you" zu einer angenehmen, nicht allzu anspruchsvollen Sommerlektüre mit einem Happily Ever After.

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Veröffentlicht am 14.02.2022

Spannung mit interessantem historischen Setting

Florance Bell und die Melodie der Maschinen
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Carsten Steenbergen ist es gelungen ein ansprechendes historisches Setting und interessante Charaktere zu gestalten. Durch den flüssigen Schreibstil lässt sich das Buch sehr gut lesen und man hat keinerlei ...

Carsten Steenbergen ist es gelungen ein ansprechendes historisches Setting und interessante Charaktere zu gestalten. Durch den flüssigen Schreibstil lässt sich das Buch sehr gut lesen und man hat keinerlei Probleme sich in die verschiedenen Situationen hineinzufinden.
Florance wirkt sehr sympathisch und auch die anderen Figuren wachsen einem ans Herz. Was mich besonders angesprochen hat, waren die unterschiedlichen Erzählperspektiven. Als Leser konnte man so einen besseren Einblick in die Geschehnisse erhalten und weitere Figuren besser kennenlernen (wobei ich es doch recht schade fand, dass zum Ende hin besonders häufige Perspektivwechsel stattfanden, die dazu geführt haben, dass Florance etwas zu kurz gekommen ist - zumindest im Vergleich zum Beginn des Buches).
Wie die Figuren als solches, so wirken auch deren Charakterentwicklungen größtenteils nachvollziehbar und recht ansprechend.

Was mir persönlich jedoch etwas negativ aufgefallen ist, ist die "Naivität" einiger Szenen, die den Beschreibungen von erschossenen oder erstochenen Personen gegenübersteht. Zum Ende hin nimmt die teils einfache Denkart sehr zu, was mich etwas gestört hat - auch wenn das Buch eher für ein jüngeres Publikum gedacht ist.

Ingesamt fand ich die Grundidee sowie das Setting und die Message die dahinter steck recht ansprechend und obwohl es sich um einen Einteiler handelt, könnte man die Geschichte rund um Florance und ihre Freunde bestimmt noch auf mehrere Bände erweitern.

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Veröffentlicht am 14.02.2022

mysteriös

2 Seelen. Das erste Buch der Unsterblichkeit
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Der Schreibstil der Autorinnen ist angenehm, wenn auch teilweise durch 08/15 Kalendersprüche geprägt. Die Protagonistin wirkt bereits auf den ersten paar Seiten sehr sympathisch und hat mir allein schon ...

Der Schreibstil der Autorinnen ist angenehm, wenn auch teilweise durch 08/15 Kalendersprüche geprägt. Die Protagonistin wirkt bereits auf den ersten paar Seiten sehr sympathisch und hat mir allein schon aufgrund ihres Altern gefallen (mal nicht im Alter von 16/17, was für Geschichten dieser Art so typisch ist).
Die Grundidee der Story hat mich ebenfalls sehr angesprochen, nur leider hat das Ganze etwas zu lange gebraucht um richtig an Tempo zu gewinnen. Erst nach guten zwei Drittel des Buches wurde es wirklich interessant, vorher zieht sich die Geschichte etwas hin. Das gleiche gilt für Kelas und Neros Beziehungsdynamik. Die Entwicklung zwischen den beiden stockt zwischendurch sehr stark, nimmt dann aber zum Glück wieder an Fahrt auf und wirkt dabei dann auch realistisch.
Der Plottwist zum Ende hin war vorhersehbar, wurde aber durch andere Geschehnisse nochmal etwas spannender gestaltet und verrät nicht viel über die möglichen Ereignisse im zweiten Buch.

Solide Romantasy für zwischendurch.

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