Mit dem zweiten Band nimmt die Reihe nun richtig Fahrt auf
Die Wächter des WissensMit diesem Buch legt der Autor David Reimer den zweiten Band seiner Science-Fiction-Thriller-Reihe „Die Wächter des Wissens“ vor und bietet dabei erneut spannende Unterhaltung. Dass die Geschichte inzwischen ...
Mit diesem Buch legt der Autor David Reimer den zweiten Band seiner Science-Fiction-Thriller-Reihe „Die Wächter des Wissens“ vor und bietet dabei erneut spannende Unterhaltung. Dass die Geschichte inzwischen im Jahr 2022 angekommen ist, gibt dem Autoren zudem die Gelegenheit, beim Erzählstrang, der auf der Erde spielt, einige reale und ziemlich aktuelle Ereignisse in die Handlung einfließen zu lassen.
Man kann das Buch auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Band problemlos lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Zudem gibt es hier einige Querverbindungen zur Reihe um den Archäologen Henry Voigt, dem Onkel von Leonard Braun, der sich an Bord der Destiny befindet. Doch auch hier sind für das Verständnis keine Vorkenntnisse erforderlich.
Als die Destiny nach einer langen Reise die Anomalie hinter der Umlaufbahn des Pluto erreicht, entpuppt sich diese als Wurmloch. Nun muss die Besatzung die Entscheidung treffen, ob sie zur Erde zurückkehren soll oder das Risiko eingeht, das Tor zu einer wahrscheinlich weit entfernten Galaxie zu durchstreiten. Doch wird von dort aus eine Rückkehr überhaupt noch möglich sein ? Währenddessen spitzt sich das Geschehen auf der Erde immer weiter zu. Welche Pläne verfolgt der geheimnisvolle Trust, der im Geheimen seine Fäden spinnt ? Und welches Geheimnis verbirgt die mysteriöse Steintafel, die Henry Voigt vor Jahren entdeckt hat ?
Mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und spinnt die unterschiedlichen Handlungsstränge, die er im Auftaktband entworfen hat, weiter. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die immer wieder für Überraschungen gut sind. Nachdem im Auftaktband das Setting und die Protagonisten sorgfältig eingeführt worden sind, kann sich der Autor diesmal komplett auf die Geschichte konzentrieren, was ihr ausgesprochen gut bekommt und für eine deutliche Steigerung in Sachen Spannung und Dramatik sorgt.
Eine insgesamt gelungene Fortsetzung, die Lust auf mehr macht und mich diesmal auch fast komplett überzeugen konnte. Die Messlatte für die nachfolgenden Bände wird hier auf jeden Fall mächtig hoch gehängt.