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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2017

schöner Urlaubsroman

Nothing Like Us
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Kurze Inhaltszusammenfassung:
Lena ist 19 und darf ihr Praktikum in einem noblen 5-Sterne-Hotel in New York absolvieren. Dort trifft sie auf Sander, den reichen zukünftigen Erben der Hotelkette, der sich ...

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Lena ist 19 und darf ihr Praktikum in einem noblen 5-Sterne-Hotel in New York absolvieren. Dort trifft sie auf Sander, den reichen zukünftigen Erben der Hotelkette, der sich ihr zuerst nicht zu erkennen gibt. Mit der Zeit entwickelt sich mehr zwischen den Beiden, aber ein paar Geheimnisse stehen zwischen ihnen.

Meine Meinung zum Buch:
Die Autorin schreibt mit einer Leichtigkeit, dass man das Gefühlsleben und das Knistern zwischen Lena und Sander richtig gut spüren kann. Auch wenn man schon erahnen kann, in welche Richtung sich die Beziehung der Beiden entwickeln wird, ist es trotzdem schön zu lesen und kurzweilig. Nebenbei lernt man auch ein paar nette Plätzchen in New York kennen und das Cover ist sowieso ein Eyecatcher und hat mich auf Anhieb angesprochen.

Mein Fazit:
„Nothing like us“ ist ein lockerer, leichter Sommerroman, der perfekt für schöne Lesestunden in der Urlaubszeit passt.

Veröffentlicht am 30.06.2017

Ein wunderschöner Roman, der ohne große Aktivitäten auskommt, dafür viel mehr Raum für Emotionen und Interpretationen lässt.

Heimwärts über das Eis
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Kurze Inhaltszusammenfassung:
„Heimwärts über das Eis“ beinhaltet zwei Handlungsstränge: Einerseits wird rückblickend in das Jahr 2014 die Rückreise einer Gruppe Jugendlicher über das Eis und das damalige ...

Kurze Inhaltszusammenfassung:
„Heimwärts über das Eis“ beinhaltet zwei Handlungsstränge: Einerseits wird rückblickend in das Jahr 2014 die Rückreise einer Gruppe Jugendlicher über das Eis und das damalige Unglück, das das gesamte Inselleben bis dato verändert, geschildert. Der zweite Handlungsstrang handelt von Ellinor, die ihr gesamtes Leben einsam und traurig auf der Insel verbracht hat. Nach der Rückkehr ihrer Jugendliebe auf die Insel verändert sich ihr Leben von Tag zu Tag ein klein wenig.

Meine Meinung zum Buch:
Was mir am besten gefallen hat, ist die bildhafte Sprache und die poetische Ausdrucksweise der Autorin. Es wurden Plätze, Personen und die Natur lebhaft und treffend beschrieben und trotzdem bleibt zwischen den Zeilen sehr viel Raum für eigene Gedanken und eigene Interpretationen. Sehr gelungen finde ich auch die Wandlung von Ellinor, wie sie sich von einer traurigen, frustrierten, lustlosen älteren Dame durch das Aufkeimen ihrer Gefühle für Herrmann, ihrer damaligen Jugendliebe, wiederfindet und ihr Leben reflektiert und verändert. Vor allem Ellinors Schicksal und ihr täglicher Überlebenskampf ist herzergreifend. Obwohl die beiden Erzählstränge bewusst langsam aufgebaut werden und weniger an aktiven Handlungen passieren, passiert sehr vieles auf der emotionalen und zwischenmenschlichen Ebene, sodass das Lesen ein wahrer Genuss ist. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass mir in den letzten wenigen Kapiteln das Interaktionstempo dann zu schnell wurde, und es nicht so gut zum restlichen Aufbau des Buches passte. Ohne den Schluss verraten zu wollen, war es für mich zu schnell, zu viel, zu surreal.

Titel und Cover:
Der Titel hat mich sofort angesprochen und er passt auch wirklich perfekt zum Handlungsstrang aus dem Jahr 1914, bei dem die Jugendlichen ihre Rückreise über das Eis antreten. Am Cover gefallen mir das typisch skandinavische Motiv und die Farbgestaltung. Was mir nicht so gut gefällt, ist der Schriftzug, da er etwas überdimensioniert ist und auch zwischen dem Namen der Autorin und dem Titel kein Unterschied in der Schriftgröße oder Schriftart erkennbar ist.

Mein Fazit:
„Heimwärts über das Eis“ kann ich all jenen empfehlen, die Romane mit weniger aktiven Handlungen, dafür aber umso mehr Lebensgeschichten, Schicksale, Natur, Poesie und eigenen Gedankengängen mögen.

Veröffentlicht am 18.03.2026

Konkollegen

39 Grad Mord
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Der Kriminalroman ist der zweite Teil der Serie mit der dänischen Autorin mit Schreibblockade und selbsternannte Hobbyermittlerin Hannah. Diesmal wird Hannah von ihrem Verleger nach Sizilien geschickt, ...

Der Kriminalroman ist der zweite Teil der Serie mit der dänischen Autorin mit Schreibblockade und selbsternannte Hobbyermittlerin Hannah. Diesmal wird Hannah von ihrem Verleger nach Sizilien geschickt, um dort ihre Inspiration für ihren Kriminalroman zu finden. Leider bekommt man als Leserin von der Schönheit der Landschaft und der Kultur des Landes nicht viel geboten, dafür werden sämtliche Klischees von korrupter Polizei bis Mafia bedient.
Hannah hat ein Händchen dafür, dass sie sich schon am zweiten Tag wieder in einer Mordermittlung befindet, sogar als eine der Hauptverdächtigen. Als Charakter ist Hannah chaotisch, spontan und neugierig und sie lässt kein Fettnäpfchen aus, sodass sie eher oberflächlich wahrgenommen wird. Ihre Liebesbeziehung oder geplante Beziehung zu Margret nehme ich ihr nicht ganz ab, sie wirkt für mich weder verliebt noch authentisch.
Die Streitereien und der Konkurrenzkampf zwischen Hannah und Jorn waren im ersten Teil ein Ansporn und lustig, diesmal wirkt es allerdings schon abgeflacht und nicht mehr neu. Sie bezeichnen sich selbst als „Konkollegen“, was ein Wortspiel aus Konkurrenten und Kollegen ist.
Die Grundstimmung des Kriminalromanes soll eher locker, leicht, witzig sein und auch die Mordermittlungen verlaufen nach einem vorhersehbaren Schema und die Verdächtigen sind als Leser
in bald enttarnt und somit am Ende keine große Überraschung mehr. Der zweite Teil konnte leider mit dem ersten Teil nicht konkurrieren, vielleicht hat auch das altbekannte Schema beim zweiten Mal nicht mehr so gut funktioniert? Mir war das Buch zeitweise zu langatmig und zu oberflächlich.

Veröffentlicht am 10.03.2026

es fehlt die Leichtigkeit

Zorn – Die Akte Heinlein
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Der Thriller ist bereits der 15. Teil der Serie, obwohl ich diesen Teil nicht als Thriller bezeichnen würde, sondern eher als Kriminalroman. Nachdem ich die vorigen Teile auch gelesen habe, war ich mit ...

Der Thriller ist bereits der 15. Teil der Serie, obwohl ich diesen Teil nicht als Thriller bezeichnen würde, sondern eher als Kriminalroman. Nachdem ich die vorigen Teile auch gelesen habe, war ich mit den Hauptakteurinnen wie Zorn, Schröder, Frida schon vertraut, auch Heinlein, der in diesem Teil einen Hauptpart eingenommen hat, ist schon des Öfteren in den Vorgängern vorgekommen. Für Neueinsteigerinnen wird es schwierig die Zusammenhänge und Hintergründe zu durchblicken, vor allem, da dieser Teil auch wirr und sprunghaft wirkt. Als Leser*in ist man zwar schnell mitten im Geschehen drinnen, danach entwickeln sich die Ermittlungsarbeiten und die Kapitel im Delirium etwas unübersichtlich und gewöhnungsbedürftig. Meinen Geschmack hat es diesmal nicht ganz getroffen. Die Wortwitze zwischen Zorn und Schröder waren mir Großteils auch schon bekannt und Frida wirkt diesmal auch verändert und unsympathisch. Die gesamte Grundstimmung ist bedrückend und düster, es fehlt mir im Vergleich zu den vorigen Teilen zumindest an gewissen Stellen die Leichtigkeit, die auch Dackel Dumbo nicht hineinbringen kann, leider. Für den nächsten Teil wünsche ich mir wieder ein paar positive Vibes und etwas Leichtigkeit, neue charmante Wortwitze und Beziehungsarbeit zwischen Frida und Zorn.

Veröffentlicht am 05.03.2026

Potenzial nicht ausgeschöpft

Zwei in einem Bild
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Die Idee einer Liebesgeschichte in Verbindung mit Kunst, in diesem Fall in einem Bild, finde ich märchenhaft und ich hatte vor dem Lesen eine romantische Vorstellung über den Verlauf der Geschichte. Meine ...

Die Idee einer Liebesgeschichte in Verbindung mit Kunst, in diesem Fall in einem Bild, finde ich märchenhaft und ich hatte vor dem Lesen eine romantische Vorstellung über den Verlauf der Geschichte. Meine Erwartungen wurden nur teilweise erfüllt, der Beginn war bezaubernd, die Leseatmosphäre angenehm und ruhig, die Beschreibung bildhaft und schön, sodass man sich als Leser*in die Geschichte von Jean und Claire hineinträumen kann. Der Ort des Geschehens, das Museum, hat für mich generell eine gewisse Faszination und die Idee, dass jemand in einem Gemälde lebt und auch mit der realen Welt in Kontakt treten kann, finde ich spannend. Der Aufbau der Beziehung zwischen Jean und Claire war auch sehr spannend zu lesen, danach flacht die Geschichte inhaltlich und emotional leider etwas ab, wird vorhersehbar und bleibt oberflächlich, eine emotionale Tiefe kann ich nicht nachempfinden. Schade, die Geschichte hätte das Potenzial zu einer dramatischen und emotionalen Geschichte, aber das Potenzial wurde hier, vor allem in der zweiten Hälfte, leider nicht ausgeschöpft.