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Veröffentlicht am 11.12.2022

Kitschfrei, aber auch anstrengend

Andere Sterne
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Nachdem der dem Alkohol zugewandte Vater der kleinen Ronja und ihrer großen Schwester Melissa erneut seine Arbeitsstelle verliert, rückt Ronjas Weihnachtswunsch in weite Ferne. Deshalb müssen sich die ...

Nachdem der dem Alkohol zugewandte Vater der kleinen Ronja und ihrer großen Schwester Melissa erneut seine Arbeitsstelle verliert, rückt Ronjas Weihnachtswunsch in weite Ferne. Deshalb müssen sich die beiden Geschwister etwas überlegen, denn bald schon ist Weihnachten und Ronja wünscht sich dieses Jahr nichts mehr als einen Weihnachtsbaum zu haben. Ob sie es noch schaffen, diesen Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen?

Versprochen wurde eine kitschfreie Weihnachtsgeschichte, und die hat man wahrlich auch erhalten. Die Story hat wenig romantisches, anrührendes oder seliges, das einen in Weihnachtsstimmung bringen könnte. Die Atmosphäre ist durchweg düster, lediglich durchzogen von kindlichen Träumen, die das einzig Positive in Ronjas Leben zu sein scheinen.

Die kindliche Perspektive bringt dem Leser Ronja und deren Gefühlswelt näher, ist jedoch auch schwierig zu lesen durch lange, verschachtelte und oft unvollständige Sätze der 6-jährigen.

Mich konnte die Geschichte leider nicht erreichen und ich fand sie sehr anstrengend zu lesen. Das ist jedoch nur mein Eindruck, ich habe schon einige Rezensionen gelesen, die dieses Buch durchaus als „magisch“ und „außergewöhnlich“ bezeichneten. Also gebt ihm auf jeden Fall eine Chance, vielleicht wird es ja euer Weihnachtshighlight.

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Veröffentlicht am 16.11.2022

Außergewöhnliches Setting mit viel Tierliebe

No Flames too wild
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Die Freundinnen Isabel und Sophie reisen gemeinsam durch Australien. Auf der Suche nach Arbeit und einer Unterkunft landen sie im Koala-Reservat der Familie Wilson und lernen die Eigenheiten der Tiere ...

Die Freundinnen Isabel und Sophie reisen gemeinsam durch Australien. Auf der Suche nach Arbeit und einer Unterkunft landen sie im Koala-Reservat der Familie Wilson und lernen die Eigenheiten der Tiere und Menschen dort kennen. Gemäß ihrem Motto „Work-and-Travel“ wollen sie nach kurzer Zeit wieder weiterreisen, doch wie so oft kommen ihnen Zweifel und vielleicht auch ein bisschen Bauchkribbeln dazwischen. Können Sie ihren Plan von der Reise durch Australien dennoch umsetzen?

Der Auftakt der „Love Down Under“ Reihe kommt mit einem auffälligen Cover daher, das mich direkt angesprochen hat. Auch das Setting ist mit Australien und einem Koala-Reservat wirklich außergewöhnlich und gefällt mir gut.
Die Kapitel sind recht kurz und die Perspektivenwechsel zwischen Isabel und dem Koala-Retter Liam tragen einen nur so durch die Geschichte. Auch wenn die Protagonisten allesamt wirklich liebenswert und sympathisch sind, konnte mich die Liebesgeschichte leider nicht packen und das Kribbeln zwischen Liam und Isabel wurde nicht übertragen.
Dennoch hatte ich eine schöne Zeit in Australien mit Isabel, Liam und ihren Freunden und freue mich, dass ich auch etwas mehr über Koalas erfahren habe.

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Veröffentlicht am 17.10.2022

Interessante Story, aber leicht durchschaubar

Du gehörst uns
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Nach einer Frühgeburt und einiger Zeit auf der Intensivstation normalisiert sich das Leben von Maddie, Pete und ihrem 2-jährigen Sohn Theo gerade und sie finden ihren familiären Rhythmus, bis ein Mann ...

Nach einer Frühgeburt und einiger Zeit auf der Intensivstation normalisiert sich das Leben von Maddie, Pete und ihrem 2-jährigen Sohn Theo gerade und sie finden ihren familiären Rhythmus, bis ein Mann vor der Tür steht und ihnen offenbart, dass Theo gar nicht ihr leibliches Kind ist. Eine Odyssee beginnt und sie merken recht schnell, dass seltsame Dinge passieren und die anfänglich netten biologischen Eltern mit allen Mitteln um ihren Sohn kämpfen werden. Doch wer geht als Sieger hervor – oder kann es in diesem Kampf sowieso nur Verlierer geben?

Das war mein erstes Buch von JP Delaney und der Schreibstil und die Übersetzung sind wirklich gelungen. Ich bin gut reingekommen und die kurzen Kapitel mit Perspektivenwechsel tragen einen nur so durch das Buch. Auch die Kapitel mit den Auszügen aus den Verfahrensdokumenten sind interessant und lassen einen noch tiefer eintauchen in die Story.

Auch wenn mir die Storyansätze gut gefallen haben und man bis zum Schluss nicht wusste, wie es jetzt wirklich ausgehen würde, so war die Ursache und die Anzahl möglicher „Täter“, wenn man überhaupt davon sprechen kann, doch recht überschaubar und schnell einzugrenzen. Auch die Spannungskurve war mir etwas zu flach und es waren zu wenig Überraschungsmomente für einen Thriller eingebaut, ich würde das Buch daher eher als Familiendrama bezeichnen.

Für mich ist das Buch gutes Mittelmaß, aber wenn mich die Story packt, könnte ich mir dennoch vorstellen weitere Bücher von JP Delaney zu lesen.

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Veröffentlicht am 02.10.2022

Von der Schwierigkeit zu Lieben, wenn man sich selbst nicht liebt

Wenn ich uns verliere (Light in the Dark 1)
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Nach dem Tod ihrer Schwester zieht Maggie nach Köln, um dort einen Neuanfang zu wagen durch ihr Studium, und hier und da einem unverfänglichen One-Night-Stand – alles scheint auf Modus „Vergessen“ eingestellt ...

Nach dem Tod ihrer Schwester zieht Maggie nach Köln, um dort einen Neuanfang zu wagen durch ihr Studium, und hier und da einem unverfänglichen One-Night-Stand – alles scheint auf Modus „Vergessen“ eingestellt zu sein. Auch wenn das Aufeinandertreffen mit Leo nach einer missglückten Party irgendwie anders ist, schafft sie es doch ihn zunächst zu vergraulen. Als sie sich nach 2 Jahren wiedertreffen sind die Gefühle daher schnell wieder da, aber wird Leo diesmal bleiben oder bei der kleinsten Auseinandersetzung wieder das Weite suchen?

Durch den Prolog bin ich gut in die Geschichte reingekommen und habe die Protagonisten direkt etwas kennengelernt. Der Schreibstil ist gut gelungen, auch bei schwierigen Themen leicht verständlich und der Lesefluss ist angenehm, unter anderem auch durch die kurzen Kapitel und den Perspektivenwechsel zwischen Maggie und Leo. Bei dieser Geschichte war es so, dass mir der männliche Protagonist schneller ans Herz gewachsen ist, was vermutlich auch Maggies Persönlichkeit geschuldet war, da die Sprunghaftigkeit mich oft am Sinn ihres Handels zweifeln ließ. Leider hat dadurch auch die Übertragung von Gefühlen zwischen Maggie und Leo auf den Leser gelitten, da ich mich nicht wirklich in sie hineinversetzen konnte.

Aufgrund der persönlichen Note dieses Buches waren die knapp 450 Seiten vielleicht notwendig für die genaue Darstellung von Maggies Persönlichkeit und Befinden, für die Geschichte an sich hätten weniger Seiten doch ausgereicht. Dennoch hatte ich kurzweilige Lesestunden und freue mich Maggie und Leo kennengelernt zu haben.

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Veröffentlicht am 15.09.2022

Von der Zwangs-WG zur Love Story – mit Luft nach oben

Lovely Mistake (Bedford-Reihe 2)
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Molly arbeitet in und lebt für das Cafe ihrer Mutter seit diese an Krebs erkrankt war und kürzer treten musste. Als Molly nach einem kurzen Aufenthalt in London in ihre Wohnung zurückkehrt und einen Wasserschaden ...

Molly arbeitet in und lebt für das Cafe ihrer Mutter seit diese an Krebs erkrankt war und kürzer treten musste. Als Molly nach einem kurzen Aufenthalt in London in ihre Wohnung zurückkehrt und einen Wasserschaden vorfindet, muss sie sich eine neue Bleibe suchen und landet kurzerhand bei Troy – dem Schwerenöter und besten Freund von Chase (den man aus Band 1 bereits kennt). Das Zusammenleben mit ihrem neuen Mitbewohner wird durch Mollys Vorsätze deutlich erschwert, aber sie zweifelt kaum an der Sinnhaftigkeit ihrer selbst aufgestellten Regeln. Kann sie dauerhaft standhaft bleiben oder muss sie sich der Anziehungskraft von Troy irgendwann doch geschlagen geben?

Nachdem Teil 1 der Bedford-Reihe rund um Brooklyn und Chase ein Highlight für mich war, musste Teil 2 natürlich auch einziehen, allerdings konnte er leider nicht mit dem Auftakt mithalten.

Positiv hervorzuheben ist wieder der absolut flüssige Schreibstil, der gelungene Perspektivenwechsel zwischen Troy und Molly, der einen so durch die Seiten fliegen lässt und die Kürze der Story, in der aber erneut nichts fehlt oder zu kurz kommt.

Auch hier war es wieder so, dass mir der männliche Protagonist viel schneller ans Herz gewachsen ist nur leider hat es Molly mit ihren Regeln und Eigenheiten bis zuletzt nicht in mein Herz geschafft und ich fand sie und ihr Verhalten stellenweise sehr anstrengend.

Gemessen an „Perfectly Broken“ hätte es dieses Buch schwer gehabt, aber auch für sich betrachtet war die Story für mich leider nicht herausragend. Dennoch hatte ich kurzweilige Lesestunden und freue mich auf weitere Bücher von Sarah Stankewitz.

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