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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Besondere Umstände

Besondere Umstände
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Im Rahmen einer Leserunde durfte ich "Besondere Umstände" von Gabriela Kasperski lesen. Es ist bereits der zweite "Schnyder & Meier"-Krimi aus der Feder von Frau Kasperski und ich kann zusammenfassend ...

Im Rahmen einer Leserunde durfte ich "Besondere Umstände" von Gabriela Kasperski lesen. Es ist bereits der zweite "Schnyder & Meier"-Krimi aus der Feder von Frau Kasperski und ich kann zusammenfassend eigentlich nur sagen, dass mich das Buch absolut begeistert hat.

Mit dem Thema Babyhandel und vielen, zum Teil recht skurrilen Figuren, spinnt die Autorin eine spannende & sehr unterhaltsame Geschichte, die mich nichts hat vermissen lassen.

Ähnlich wie im ersten Buch begann auch hier alles ein wenig verwirrend und erst mit Fortschreiten der Handlung verdichten sich die lose erscheinenden Handlungsfäden zu einem komplexen Gesamtwerk. Von Kapitel zu Kapitel gleicht die Geschichte mehr einer mitreißenden Fahrt und als Leser erlebt man neben dem Mord an einer Sozialarbeiterin und den damit einhergehenden Ermittlungen, die noch einige Abgründe offenbaren werden, alle Höhen und Tiefen der Geburt und emotionalen Verwicklungen von Frauen, die gerade ein Kind bekommen haben, hautnah mit.

Da ich den ersten Roman schon kannte, gab es in "Besondere Umstände" ein Wiedersehen mit liebgewonnen Charakteren, die mit all ihren kleinen und grossen Macken und Problemen die Handlung nochmal besonders abgerundet haben.

Die Autorin hat es auch in diesem Thriller verstanden der Geschichte überraschende Wendungen zu geben und am Ende alle offenen Fragen und Verwicklungen mit einem grossen Finale aufzuklären.

Als Leser hat mich Frau Kasperski inzwischen am sinnbildchen Haken hängen und ich warte schon gespannt auf Lesenachschub von ihr.

Veröffentlicht am 02.07.2017

Griechisches Geheimnis

Griechisches Geheimnis (Nick-Zakos-Krimi 3)
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Mit „Griechisches Geheimnis“ habe ich das erste Buch von Stella Bettermann gelesen. Das Buch ist der dritte Krimi in der Reihe um Kommissar Nick Zakos. Ich kenne die vorherigen Bücher nicht, bin aber auch ...

Mit „Griechisches Geheimnis“ habe ich das erste Buch von Stella Bettermann gelesen. Das Buch ist der dritte Krimi in der Reihe um Kommissar Nick Zakos. Ich kenne die vorherigen Bücher nicht, bin aber auch ohne entsprechende Vorkenntnisse gut klar gekommen.

Kommissar Nick Zakos steckt mitten in der Tauffeier seines Sohns, als die Nachricht, dass seine Stiefmutter in Athen verhaftet wurde und unter Mordverdacht steht, eintrifft.
Nick reist sofort mit seinem Vater nach Griechenland und versucht Licht ins Dunkel zu bringen.

Die Geschichte ist gut lesbar und bleibt mit immer wieder überraschenden Kehrtwendungen in der Handlung bis zum Schluss spannend.

Die Umgebungsbeschreibungen der griechischen Inseln, auf denen der Krimi spielt, machen Lust seinen Urlaub dort zu verbringen und tragen zu einem ganzen eigenen Flair der Geschichte bei.

Alle Charaktere in der Handlung kommen mit ihren Eigenarten und kleinen Geheimnissen glaubhaft bei mir an.

Am Ende des Buches war ich ehrlich gesagt überrascht, wer für den zweiten Mord verantwortlich war und über die Hintergründe der Tat.

Ein leichter Krimi, der sich perfekt als Sommerlektüre auf dem Balkon oder am Strand eignet.

Veröffentlicht am 05.06.2017

Schwarze Flaggen

Schwarze Flaggen
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Durch die Ausschreibung zu einer Leserunde wurde ich auf das Buch „Schwarze Flaggen“ von Joby Warrick aufmerksam. Das Buch wird mit einer „packenden“ Erzählweise angepriesen und wurde außerdem mit dem ...

Durch die Ausschreibung zu einer Leserunde wurde ich auf das Buch „Schwarze Flaggen“ von Joby Warrick aufmerksam. Das Buch wird mit einer „packenden“ Erzählweise angepriesen und wurde außerdem mit dem Publitzerpreis ausgezeichnet.

Das Thema hat mich interessiert und so war der Griff zum Buch kein langes Überlegen wert.



Nach leichten Schwierigkeiten durch den Schreibstil hatte ich ab und zu das Gefühl einen Thriller zu lesen.

In dem Buch wird deutlich das viele der Terroristen durch Einschätzungsfehler, unter anderem der USA-Administration und anderer Geheimdienste, erst ihre volle Macht entfalten konnte.

Hilfreich war beim Lesen dass der Autor am Anfang des Buches ein Personenregister angeführt hat so dass man die verschiedenen oft fast gleichklingenden Namen besser auseiander halten konnte.

Wenn man sich für dieses Buch die Zeit zum Lesen nimmt wird einem sehr schnell klar welches Pulverfass geöffnet wurde und mit welchem Hass die einzelnen Terrororganisationen alles vernichten wollen was nicht in ihr Weltbild passt.

Fazit:

Ich habe nach diesem Buch einige der Terroranschläge in einem neuen Licht gesehen und kann die irregeführten Personen einer fehlinterpretierten Religion nur bedauern.

Alles in allem wird in diesem Buch, ohne die Tatsachen und Hintergründe zu beschönigen, ein gutes Gesamtbild der Problematik des Terrors offenbart.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Der letzte Pilger

Der letzte Pilger
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Ein grandioses Krimi-Debüt von Gard Sveen, der es hier schafft die Verknüpfung der Taten während der deutschen Besatzung Norwegens und die Folgen bis in die heutige Zeit spannend zu schildern.

Von Anfang ...

Ein grandioses Krimi-Debüt von Gard Sveen, der es hier schafft die Verknüpfung der Taten während der deutschen Besatzung Norwegens und die Folgen bis in die heutige Zeit spannend zu schildern.

Von Anfang an spinnt der Autor ein Netz von Fäden über Mord, Intrigen, Verrat und menschliche Gefühle. Kapitel für Kapitel hat der Autor eine Krimiwelt erschaffen. die mich in ein Wechselbad der Gefühle mit den Figuren geführt hat. Die Art der Erzählung hat mich fasziniert. Jedes Mal, wenn ich dachte, jetzt kenne ich alle Hintergründe und Facetten der einzelnen Figuren warf der Autor ein neues Puzzlestück auf den Tisch und ich musste mein bisheriges Bild korrigieren bzw. alles neu bedenken. Jede einzelne Person und die Hintergründe waren für mich authentisch beschrieben und geben diesem Roman eine ganz eigene Note.

Ich hoffe, dass der Autor bringt bald eine neue fesselnde Fortsetzung mit dem norwegischen Kommissar Tommy Bergmann schreibt.

Von mir gibt es 4,5 Bewertungssterne!

Veröffentlicht am 04.06.2017

Gefahr am Airport

Gefahr am Airport
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Zwei Ex-Militärs, Matt Bates und Chaz Shoemann, die eigentlich in den Urlaub fliegen wollten geraten in einen Anschlag mit Geiselnahme auf dem Churchill Airport. Mit vereinten Kräften gelingt es ihnen ...

Zwei Ex-Militärs, Matt Bates und Chaz Shoemann, die eigentlich in den Urlaub fliegen wollten geraten in einen Anschlag mit Geiselnahme auf dem Churchill Airport. Mit vereinten Kräften gelingt es ihnen die Terroristen zu bekämpfen und den drohenden Giftgasanschlag zu verhindern.

Soviel kurz zum Inhalt
Ich habe schon einige Bücher von James Patterson gelesen und allen Geschichten ist gemein, dass diese dank eines flüssigen Schreibstils gut zu lesen sind und die Spannung nicht zu kurz kommt.
In „Gefahr am Airport“ wird das Grundgerüst einer Geschichte erzählt, die es so bzw. in ähnlicher Variante schon zigmal zu lesen gab. So war einiges für mich leider vorhersehbar und Spannung kam nur bedingt auf.
Die beiden Hauptfiguren waren mir zu stereotyp und oberflächlich dargestellt. So bleiben viele Fragen über die Vergangenheit der Männer offen, die gleichzeitig etwas darüber verraten hätten, warum sie manche Entscheidungen so und nicht anders gefällt haben.
Die einseitige und oberflächliche Darstellung macht allerdings vor den Hauptcharakteren nicht halt und zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Handlung, auch die „Bösewichte“ sind mir zu eindimensional dargestellt.

Alles in allem hätte man aus der Story mehr machen können, aber trotz meiner Kritikpunkte ließ sich das Buch an einem Wochenende flott weg lesen und bot kurzweilige Unterhaltung.

Von mir gibt es 3 Bewertungspunkte.