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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2022

Hat mich total gepackt!

Shatter and Shine (Faith-Reihe 2)
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“Shatter & Shine” von Sarah Stankewitz ist die Fortsetzung ihrer Faith-Reihe und somit der zweite Teil, den ich nach dem ersten Teil unfassbar gerne gelesen habe. Schon der erste Teil “Rise & Fall” ist ...

“Shatter & Shine” von Sarah Stankewitz ist die Fortsetzung ihrer Faith-Reihe und somit der zweite Teil, den ich nach dem ersten Teil unfassbar gerne gelesen habe. Schon der erste Teil “Rise & Fall” ist sehr zu empfehlen, “Shatter & Shine” kann aber ganz unabhängig von diesem gelesen werden, da hier die Hauptprotagonisten wechseln zu zu den Nebendarstellern werden. Es ist jedoch schön, dass man immer mal wieder etwas von den Personen aus dem ersten Teil liest und mitbekommt.



Hazel trifft es gerade sehr schwer, denn ihr Ex-Freund, der sich verlassen hat, als er an der Front in Afghanistan war, verstirbt auf diesem Einsatz. So kann Hazel dieses Kapitel mit ihm nie wirklich beenden und sich nach seiner Rückkehr mit ihm aussprechen. So viel Ungesagtes steht noch im Raum, was sie nicht mit ihm besprechen kann. Für eine Zeit lang zieht sich Hazel zurück und hört auch auf ihrer Leidenschaft nachzugehen, dem Unterrichten von Hörgeschädigten. Dies macht sie in ihrer Freizeit, um neben dem Studium etwas Geld zu verdienen und ist dabei auch echt gut. Die Gebärdensprache kann sie schon lange, denn ihr kleiner Bruder kam taub zur Welt. Als sie sich nach monatelangem Trauern um ihren Ex-Freund wieder dazu aufrafft einen Unterricht abzuhalten, begegnet sie dem gutaussehenden Cameron. Es scheint so, als würde dieser ihren Unterricht auch besuchen wollen, aber als er dann hinter der Schulbank sitzt, möchte er nichts als weg von diesem Ort. Nicht nur Hazel ist von dem großen, unbekannten, gutaussehenden Schüler verwirrt, auch in Cameron kommen die widersprüchlichsten Gefühle in Zusammenhang mit Hazel hoch. Könnte sich hier eine unfassbare Liebesgeschichte anbahnen? Ist Hazels Herz überhaupt schon wieder bereit für eine neue und tiefe Liebe? Wird Carmon über seinen Schatten springen können und sich der Welt wieder öffnen?



Wie oben bereits erwähnt, bin ich großer Fan des ersten Teiles dieser Reihe. Skylar und Carter aus dem ersten Teil sind mir richtig ans Herz gewachsen und haben eine unglaubliche Geschichte hinter sich. Hazel kennt man dort als Skylars Mitbewohnerin im Wohnheim der Uni. Schon damals war mir Hazel sehr sympathisch und ich habe mit ihr mitgelitten, wenn sie Briefe von ihrem Freund aus Afghanistan bekommen hat. Ihre Geschichte jetzt in “Shatter & Shine” fortgesetzt zu lesen ist wirklich cool. Generell finde ich die Love Story rund um Hazel, die auf Grund der Gehörlosigkeit ihres Bruders die Gebärdensprache spricht und Cameron, der sein Gehör auch während eines Einsatzes verloren hat, wirklich gut gewählt. Das kannte ich so bisher noch nicht und finde alleine die Tatsache schon echt gut gemacht und sehr spannend. Mit Worten können tolle Liebesgeschichten entstehen, aber sich ganz ohne Worte ineinander zu verlieben, stelle ich mir doch schwer vor. Trotz dieser Tatsache kommt in diesem Roman super viel Gefühl rüber und ich habe es geliebt Hazel und Cameron “dabei zu beobachten”. Beide sind mir extrem sympathisch geworden und haben die Liebe verdient. Der Plot Twist, der am Ende noch kommt, hat mich dann doch kurz auflachen lassen und bringt nochmal eine völlig neue Wendung in die ganze Story.



Geschrieben ist das Buch sehr angenehm. Ich kam super durch die einzelnen Kapitel, die hier zwischen Hazel und Carter hin- und herwechseln. So bekommt man von beiden Seiten einen guten Eindruck über deren Gefühle, Ängste und Hoffnungen. Die Kapitel ergänzen sich somit gut. “Shatter & Shine” ist für mich ein absolutes Lesevergnügen gewesen und hat mich auch eine Zeit lang nach Beenden des Buches nicht losgelassen. Die Geschichte ist wahnsinnig gut erzählt und brachte mich das ein oder andere Mal dazu ein paar Tränchen zu verdrücken.

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Veröffentlicht am 28.10.2022

Tief bewegende Geschichte

Das letzte Versprechen
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„Das letzte Versprechen“ von Hera Lind hat mich unfassbar stark berührt. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass es mich so flashed und auch sprachlos zurücklässt. Man steigt direkt in eine Geschichte ein, ...

„Das letzte Versprechen“ von Hera Lind hat mich unfassbar stark berührt. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass es mich so flashed und auch sprachlos zurücklässt. Man steigt direkt in eine Geschichte ein, die auf wahren Begebenheiten basiert und so grausam ist, wie man es sich in seinen dunkelsten Träumen nicht vorstellen mag.

Es ist das Jahr 1944, als das Leben der Familie Pfeiffer völlig in sich zusammenbricht. Die Donauschwaben sind vor Jahrhunderten schon in das heutige Jugoslawien gezogen und haben sich dort ihr Leben aufgebaut. Auch die Vorfahren von Amalie, Jakob, Hans, Christa und der kleinen Anni leben seit vielen Jahren glücklich im Banat und haben sich dort ihr Leben rund um die Gaststätte der Großeltern von Anni aufgebaut. Bis zu dem schicksalhaften Jahr 1944 geht es der fünfjährigen Anni und ihren Verwandten sehr gut. Doch dann kommen am Weihnachtsabend bewaffnete Partisanen in jedes Haus des Dorfes und verschleppen die jungen Frauen um sie in ein Arbeitslager nach Sibirien zu verfrachten. Amalie wird der kleinen Anni auch entrissen und verlangt ihrer Schwiegermutter das Versprechen ab sich immer um Anni zu kümmern und auf sie zu achten. Dieses Versprechen einzuhalten soll jedoch nicht leicht werden, denn auch Anni soll verschleppt werden, um in einem Kinderheim zu sterben. Ihre Oma lässt allerdings nichts unversucht, um ihrer Enkelin zu helfen und ihr beizustehen. Denn das kleine Mädchen hat ja nur noch sie und ihren Großvater. Über viele Jahre leben die drei mal mehr, mal weniger gemeinsam und spenden sich gegenseitig Trost. Als der Krieg dann endgültig vorbei ist und Anni und ihre Lieben ein „normales“ Leben in Deutschland anfangen können, hat Anni jedoch mit ihren seelischen Schmerzen stark zu kämpfen und außer ihren Großeltern niemandem, der sie darin unterstützt und ihr beisteht. Sie geht durch weitere Jahre des Schmerzes, bis sie selbst die große Liebe findet und heiratet. Doch auch dann wird Annis Leben nicht wirklich ruhiger. Viele Prüfungen werden ihr auferlegt und so manches Mal wird der liebe Gott um Hilfe gebeten. Wird Anni es schaffen ein freies und sorgenloses Leben mit ihren Lieben zu führen? Wird sie eine richtige Familie haben, die sich um sie kümmert und ihr die Liebe entgegenbringt, die sie all die Jahre als Kind so sehr vermisst hat?

Der Roman über diese wahre Begebenheit der Nachkriegszeit hat mich wirklich sprachlos gemacht. Gleich zu Beginn des Buches wird man in die schrecklichen Geschehnisse im Banat geworfen. Junge Männer werden von ihren Frauen und Kindern getrennt und müssen für Deutschland in den Krieg ziehen, alte und gebrechliche Menschen werden zum Sterben weggeschafft und auch die kleinen Kinder blieben nicht verschont. Was Anni, Amalie und die Großeltern alles im Laufe dieser Jahre durchmachen mussten hat mich fassungslos gemacht und mir regelrecht das Blut in den Adern gefrieren lassen. Dass es damals schlimm war und die Menschen so menschenunwürdig behandelt wurden, wusste ich. Aber nicht bis ins kleinste Detail und dieses bekommt man hier definitiv gezeigt. Dass die Frauen es überhaupt geschafft haben lebend aus diesem Martyrium zu kommen ist unfassbar. Sie haben alle meinen größten Respekt, denn ich selbst wäre sicher nicht so stark gewesen das alles durchzustehen. Da es sich hierbei um eine Geschichte handelt, die auf wahren Begebenheiten beruht, möchte ich keine Bewertung über die Handlung selbst abgeben. Hierbei handelt es sich um eine Story eines echten Menschen, der sein Leben aufgeschrieben und in dieses Buch bringen lassen hat. Auch hierfür bekommt Anna Eckhardt meinen größten Respekt. Über so eine schwierige Zeit zu sprechen und alles Schlimme noch einmal Revue passieren zu lassen stelle ich mir unglaublich schwer und nervenaufreibend vor. Deshalb kann ich zur Geschichte selbst nur sagen, dass sie mich tief berührt hat und ich jetzt doch nochmal anders über all das denke, was damals Schreckliches passiert ist. Geschrieben ist das Buch so, dass man gut durch die einzelnen Kapitel kommt. Hier gibt es oft Gedichte, die von Annies Familie verfasst wurden und einem auch nochmal einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Ab und an bekommt man auch tatsächlich Tagebucheinträge und Briefe der einzelnen Personen in dieser Geschichte. Am meisten wird man natürlich über Annies Gefühle und Befinden informiert, da ihre Aussagen die Story erst ausmachen.
Ich mochte das Buch sehr und brauchte nach dem Lesen auch erst einmal einen Moment, bis ich etwas Neues beginnen konnte, da die Geschichte mich wirklich sehr berührt hat und mich zum Nachdenken gebracht hat.

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Veröffentlicht am 24.10.2022

Diese Geschichte hat Biss

This Charming Man
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„This Charming Man“ von C. K. McDonnal ist eine witzig, spitzige Geschichte rund um die gruseligen Gestalten der Vampire und die skurrilen Mitarbeiter der Stranger Times. Bei „This Charming Man“ handelt ...

„This Charming Man“ von C. K. McDonnal ist eine witzig, spitzige Geschichte rund um die gruseligen Gestalten der Vampire und die skurrilen Mitarbeiter der Stranger Times. Bei „This Charming Man“ handelt es sich um eine Fortsetzung der Geschichte „The Stranger Times“, die ich mir vor diesem Buch auch noch durchgelesen habe. Vorab kann ich sagen, beide Bücher haben mich echt gut unterhalten und mir ein paar schöne und auch humorvolle Stunden bereitet.

Manchester ist in heller Aufregung. Es geschehen mysteriöse Mordfälle, die auch die Polizei nicht aufzuklären vermag. Viele Rätsel ranken sich um die Toten, denn so wie diese zugerichtet sind, kann dies eigentlich nur eins bedeuten: Vampire. Doch an diese Möglichkeit möchte niemand glauben, nicht einmal die Wesen, die selbst nicht ganz „normal“ sind. Denn in Manchester treiben sich die skurrilsten Wesen der Welt herum. Viele mit großer Macht und viele, die ihre große Macht für böse Machenschaften missbrauchen. Diese Machenschaften wollen die Mitarbeiter der Stranger Times aufdecken. Die Stranger Times ist eine Zeitung für die abnormsten Dinge in der Geschichte der Menschheit und bringt Artikel, die ein „seriöses“ Blatt niemals in Erwägung ziehen würde. Betrieben wird diese Zeitung von einer ganz merkwürdig zusammengewürfelten Gruppe, deren Kopf der meist griesgrämige Banecroft ist. Außerdem findet man unter seinen Angestellten Ox mit seinem Mitbewohner Reggie, die gottesfürchtige Grace und die junge, rebellische Stella. Ganz neu im Team ist auch Hannah, die nach ihrer gescheiterten Ehe nun selbst auf Jobsuche gehen musste. Sie hätte nie gedacht, dass sie bei einer Zeitung wie der Stranger Times landen würde, ist allerdings schon seit drei Monate bei besagter Zeitung und hat auch schon allerhand Mysteriöses dort erlebt und gesehen. Gemeinsam mit ihren Kollegen musste sie in dieser kurzen Zeit schon einen Were bekämpfen und sich einem Mann stellen, dessen Magie sehr mächtig und groß ist. Das ging für alle Beteiligten inklusive dem DI Sturgess von der Manchester Police nochmal gut aus, aber wird es auch dieses Mal glimpflich für die Mitarbeiter der Stranger Times enden?

Wie oben bereits erwähnt bin ich ein großer Fan beider Bücher, die C. K. McDonnal bisher über das Universum rund um die Stranger Times rausgebracht hat. Damit ich auch wirklich auf einem guten Stand bin, habe ich mir vor „This Charming Man“ extra noch „The Stranger Times“ zugelegt und damit begonnen. Das hat mir schon unfassbar gut gefallen und der britische Humor ist wirklich köstlich und angenehm. Dass beide Bücher den gleichen Sinn für Humor haben und auch etwas skurril sind, hat mir auch gar nichts ausgemacht. Meist lese ich Bücher mit ernsteren Themen, Thriller oder auch Fantasy mit einem düsteren Touch. Vom Schreibstil hier war ich aber so überrascht und auch überzeugt, dass ich inständig hoffe, dass es einen dritten Teil in der Reihe geben wird. Die etwas über 500 Seiten sind nur so dahingeflogen und es war zu keinem Zeitpunkt langweilig oder öde. Das Buch hatte eine gewisse Spannung, die sich komplett durchgezogen hat und man wollte einfach bei jedem Kapitel wissen wie es weitergeht. Auch das Cover ist hier echt gut gewählt und hat Lust auf den Inhalt des Buches gemacht. Für mich also eine komplett gelungene Fortsetzung mit Suchtfaktor.

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Veröffentlicht am 11.10.2022

Eine wahre Offenbarung!

Der Junge im Fluss
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Nestor T. Kolee hat mit seinem Roman „Der Junge im Fluss“ bei mir gerade genau den richtigen Nerv getroffen. Auch ich befinde mich aktuell in einer Zeit des Umschwungs und muss meine Vergangenheit und ...

Nestor T. Kolee hat mit seinem Roman „Der Junge im Fluss“ bei mir gerade genau den richtigen Nerv getroffen. Auch ich befinde mich aktuell in einer Zeit des Umschwungs und muss meine Vergangenheit und das Beständige loslassen. Denn genau darum geht es in diesem Roman, der so gefühlvoll und auf den Punkt genau geschrieben ist. Eine richtige Offenbarung! Denn die Veränderung kann auch weiterhin eine Bewahrung von Dingen sein.

Ben muss sich auf den Weg machen uns seine alte Heimat verlassen. An dieser hängt er sehr, denn er kennt alles dort und verbindet mit ihr viele, schöne Erinnerungen. Als er sich dann aber doch dazu entschließt sich auf den Weg ins Abenteuer und das Unbekannte zu machen, wird sein gesamtes Leben auf den Kopf gestellt. Ben glaubt nicht an Übernatürliches und würde am liebsten gar nichts in seinem Leben verändern. Denn was man kennt, das ist gut. Man verbindet damit eine gewisse Sicherheit, die einem niemand nehmen kann. Aber was passiert, wenn genau diese Sicherheit doch plötzlich verschwindet und man ganz von vorne anfangen muss? Ben macht diese Erfahrung und begibt sich auf einen langen Weg zu sich selbst. Auf diesem Weg lernt er viele Menschen kennen, die ihm helfen den richtigen Weg zu finden, aber auch Menschen, die ihm Steine in den Weg legen. Er ist auf sich alleine gestellt und wird lediglich von einem kleinen Kolibri begleitet. Dieser Vogel wird schnell zu einem wichtigen Symbol für Ben. Und er vertraut ihm und fühlt sich sicher, wenn er ihn in seiner Nähe erspäht. Am Ende wird Ben eine Erkenntnis treffen, die so groß ist, dass er sich diese nicht einmal in seinen Träumen vorstellen konnte.

Als ich den Klappentext zu diesem Roman las, wollte ich mehr über die Geschichte dahinter erfahren. Deshalb habe ich auch die Leseprobe sehr neugierig verfolgt und war dort schon komplett verloren in diesem wundervollen Buch. Hierbei handelt es sich nicht einfach nur um eine Lektüre für zwischendurch. Man muss diesem Buch seinen Raum und die nötige Zeit geben. Das hat es definitiv verdient und so wirkt es auch einfach viel besser auf den Leser. Ich habe mir Zeit für die Geschichte rund um Ben und seinen Weg aus dem Bekannten rein ins unbekannte Abenteuer genommen und es nicht bereut. Da ich mich selbst gerade in irgendeiner Weise auch in einer solchen Situation befinde, konnte ich Bens Gefühle, Sorgen und Ängste total nachvollziehen und reflektieren. Es ist immer schwer das Bekannte und Vertraute loszulassen und auf etwas Neues zu blicken. Aber manchmal ist genau das der Weg, den wir gehen müssen und dessen Ergebnis wir brauchen. Es gab in diesem Buch viele Aha-Momente, die mich auch für eine Weile nicht mehr losgelassen haben. Oft musste ich den Roman kurz zur Seite legen und das Gelesene auf mich wirken lassen.

Geschrieben ist das Buch gut. Der Text ist angenehm zu lesen und durch die nicht allzu langen Kapitel, kommt man auch gut durch. Ein weiterer Vorteil, dass die Kapitel so kurz sind ist, dass man nach jedem Kapitel erst einmal pausieren und das Gelesene noch einmal Revue passieren lassen kann. Für mich ein richtiges Juwel und ich bin froh dieses Buch gelesen zu haben. Für jeden, der vielleicht gerade an sich und dem Leben zweifelt und wichtige Entscheidungen zu treffen hat, ist die Lektüre sehr zu empfehlen. Nach dem Lesen sieht man vielleicht schon ein bisschen klarer und kann für sich selbst reflektieren.

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Veröffentlicht am 04.10.2022

Mitreißend und einfühlsam - sprachlich einfach grandios!

Der Klang von Licht
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„Der Klang von Licht“ von Clara Maria Bagus ist eine hinreißende Hommage an das Leben und das, was es erst so richtig lebenswert macht. Schon als ich das Cover gesehen habe, war mir klar, dieses Buch muss ...

„Der Klang von Licht“ von Clara Maria Bagus ist eine hinreißende Hommage an das Leben und das, was es erst so richtig lebenswert macht. Schon als ich das Cover gesehen habe, war mir klar, dieses Buch muss ich lesen. Nachdem dann auch der Klappentext und die Leseprobe mich überzeugen konnten einmal einen Blick in das Buch zu werfen, wurde ich auch definitiv nicht vom Inhalt enttäuscht.

Unsere Leben sind oft miteinander verwoben. Sie treffen sich in einer Sekunde und sind von da an nicht mehr zu trennen. Sie gehören einfach zusammen, das ist Schicksal. So ergeht es sicherlich nicht nur den Protagonisten aus diesem wundervollen Roman. Auch unser aller Leben sind oft vom Schicksal dazu bestimmt zusammen zu gehören. Vielleicht ist euch das selbst schon einmal passiert und ihr habt DEN Menschen gefunden, zu dem ihr einfach gehört. In der Geschichte von Clara Maria Bagus ist es ähnlich. Die Frauen Elodie und Juliette treffen an einem schicksalhaften Tag ein und dieselbe Entscheidung, die ihre Leben so verändern wird, wie sie es sich nicht vorstellen konnten. Auch Jean-Pierre wird eine Entscheidung treffen, mit der er absolut nicht gerechnet hätte. Sein Leben war, anders als das von Elodie und Juliette, bisher nahezu perfekt. Aber auch das scheint ihn nicht glücklich zu machen und es bahnen sich Veränderungen an. Neben diesen drei, sagen wir einmal Hauptcharakteren, gibt es noch weitere Charaktere, die alle miteinander verbunden sind. Auf die ein oder andere Art. Wie diese Verbindungen gesponnen wurden ist nahezu grandios und ich hatte hier doch den ein oder anderen Aha-Effekt.

Dieses Buch handelt vom Leben und vor allem vom sich selbst finden. Und genau dazu animiert der wirklich unfassbar gut geschriebene Text total! Ich war von dieser Sprache, die so wundervoll klingt, aber doch so leicht zu lesen ist, mehr als begeistert. Die Worte haben mich in meinem Innersten so berührt, wie es bisher noch kein anderes Buch geschafft hat. Und auch ihr Inhalt lässt einen grübeln. Haben wir aus unserem Leben wirklich das gemacht, was es sein sollte? Sind wir glücklich mit all unseren Entscheidungen, die wir im Laufe dieses Lebens getroffen haben? Ist da vielleicht noch mehr? Mehr zu erfahren, mehr zu entdecken? All diese Fragen stellt man sich selbst unweigerlich, nachdem man dieses Buch gelesen hat. Mit seinen 288 Seiten ging es wirklich schnell, auch wenn ich das so gar nicht wollte. Denn dieses Buch ist eindeutig etwas für die ruhige Minute und sollte einfach nicht in einem Rutsch durchgelesen werden. Doch andererseits fesselt die Geschichte, die aus gleich mehreren Geschichten besteht, doch total. Schon direkt am Anfang des Buches werden wir mit einem Bekannten konfrontiert, mit dem sicher jede und jeder von uns einmal eine Erfahrung gemacht hat. Auch wenn wir darauf gut und gerne verzichtet hätten… Dieser stellt sich im Buch allerdings als nicht ganz so düster dar, wie mir es vielleicht manchmal denken. Die Kapitel sind alle nicht besonders lang, weshalb man diese auch sehr angenehm lesen kann. Generell ist die Sprache einfach sehr gut geschrieben, wie bereits oben erwähnt.

Ich persönlich bin hin und weg von diesem Buch! Es ist einfach sehr gut geschrieben und gibt sicherlich vielen Menschen einen kleinen Denkanstoß, die vor Schwierigkeiten in ihrem Leben stehen oder ihr Leben gerade überdenken. Es gibt den Mut dazu auch mal in eine andere Richtung zu schauen und den Hinweis auch die eigenen Mitmenschen mal etwas genauer zu betrachten. Auch ist das Cover hier echt toll gewählt und passt auch noch zum Inhalt es Buches. Die goldenen Kraniche spielen eine Rolle im Buch und wurden hervorragend auf dem dunklen Hintergrund in Szene gesetzt. Alleine das Cover ist schon ein echtes Juwel.

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