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Veröffentlicht am 07.10.2022

Eine magische Welt voller Intrigen, Machtgier und starken Protagonisten

Brombeerfuchs. Der Zauber von Sturmauge
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Inhalt:
Eines Tages steht Portias Freund Ben aus Wales bei ihr vor der Tür. Klitschnass, obwohl es seit Tagen nicht geregnet hat. Und ohne Erinnerung daran, wie er zu ihr nach London gekommen ist. Dafür ...

Inhalt:
Eines Tages steht Portias Freund Ben aus Wales bei ihr vor der Tür. Klitschnass, obwohl es seit Tagen nicht geregnet hat. Und ohne Erinnerung daran, wie er zu ihr nach London gekommen ist. Dafür hat er einen seltsamen Schlüssel in der Tasche und eine geheimnisvolle Landkarte mit einem blutroten Pfotenabdruck darauf. Die Karte führt die Kinder in die walisische Anderswelt. Hier ist ein Fuchs nicht einfach nur ein Fuchs, hier kann Portia sich in einen Wolf verwandeln und Ben gerät in große Gefahr. Portia muss sich entscheiden: Will sie frei sein – oder ihren besten Freund retten?

Meinung:
Portia staunt nicht schlecht, als ihr Freund Ben eines Tages vor ihrer Haustür steht. Ben ist aus Wales zu ihr gereist, kann sich jedoch nicht daran erinnern, wie er zu Portia gekommen ist. Die beiden Freunde finden in seiner Tasche nicht nur eine merkwürdige Landkarte, sondern auch einen seltsamen Schlüssel. Kurze Zeit später stürzen sich Portia und Ben in das nächste große Abenteuer in der magischen Anderswelt.

Vor gut zwei Jahren wurde ich von Autorin Kathrin Tordasi in eine magische Welt voller Magie und Zauber entführt. Gemeinsam mit Portia und Ben begegnete ich dabei nicht nur Königin Titania, sondern auch dem Unruhestifter und Gestaltwandler Robin Goodfellow. Als ich erfuhr, dass es nach so langer Zeit noch eine zweite Geschichte über Portia und Ben geben würde, war meine Vorfreude extrem hoch.

Ich muss gestehen, dass ich ein wenig brauchte, um mich in der magischen Anderswelt wieder zurechtzufinden. Zwar waren mir die Charaktere noch recht präsent, doch meine Erinnerungen an die Handlung aus Band 1 waren etwas dürftig. Hier hätte ich mir ein klein wenig mehr Rückblicke innerhalb der Geschichte gewünscht oder noch besser ein kurzer Rückblick zu Beginn des Buches auf den ersten Band.

Ob dieser zweite Band daher auch für Neueinsteiger genutzt werden kann, kann ich für mich nicht zu 100 % mit "ja" beantworten. Klar ist jedoch, dass die Geschichte an einem neuen Punkt ansetzt und man daher von der reinen Handlung her, der Geschichte ohne Probleme folgen kann. Für das bessere Verständnis, was die Beziehungen der Charaktere untereinander angeht, ist es jedoch ratsam den ersten Band gelesen oder gehört zu haben.

Spaß gemacht hat dieser zweite Band auf jeden Fall. Denn Kathrin Tordasi entführt den Leser/Hörer wieder in eine absolut fantastische Welt voller genialer Ideen und magischer Wesen.

Dank verschiedener Perspektiven wird der Handlungsstrang immer weiter und unterhaltsam vorangetrieben. Vor allen Dingen Gestaltwandler Robin Goodfellow hatte es mir in dieser Geschichte wieder angetan.

Dennoch musste ich für mich feststellen, dass mir dieses Mal ein wenig das gewisse Etwas gefehlt hat. Eigentlich war alles vorhanden, was die Geschichte zu einer mehr als unterhaltsamen Sache hätte werden lassen können. Doch mir persönlich fehlte etwas, um mich komplett in der Geschichte verlieren zu können.

Wie bereits das erste Hörbuch, wird auch diese zweite Geschichte von Christian Rudolf auf wundervoller Art und Weise vertont. Seine besondere Stärke liegt in meinen Augen darin, dass er nicht nur die männlichen Charaktere sehr gut in Szene setzt, sondern auch die weiblichen Charaktere mehr als nur ansprechend vertont.

Fazit:
Kathrin Tordasi lädt mit ihrem zweiten Band der Brombeerfuchs-Reihe den Leser in eine magische Welt voller Intrigen, Machtgier und starken Protagonisten ein. Besonders Portias innerer Kampf mit ihren zwei Gestalten hat mich sehr überzeugt. Dennoch wurde ich nicht zu 100 % warm mit der Geschichte, vergebe am Ende jedoch sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 09.09.2022

Karinas Perspektive nicht ganz so spannend wie Maliks

A Psalm of Storms and Silence. Die Magie von Solstasia
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Inhalt:
Karina hat alles verloren, nachdem ein gewaltsamer Staatsstreich sie ohne ihr Königreich und ihren Thron zurückließ. Jetzt ist sie die meistgesuchte Person in Sonande. Ihre einzige Hoffnung, das ...

Inhalt:
Karina hat alles verloren, nachdem ein gewaltsamer Staatsstreich sie ohne ihr Königreich und ihren Thron zurückließ. Jetzt ist sie die meistgesuchte Person in Sonande. Ihre einzige Hoffnung, das zurückzuholen, was ihr rechtmäßig zusteht, liegt in einer göttlichen Macht, verschollen in der Stadt ihrer Vorfahren.
Malik findet Zuflucht im Palast Zirans und zum ersten Mal so etwas wie einen Bruder. Doch die Welt versinkt im Chaos, und nur Karina kann das Gleichgewicht wiederherstellen.
Als die Magie, die das Reich Sonande zusammenhält, zu zerreißen droht, stehen sich Malik und Karina erneut gegenüber. Aber wie kann man das Vertrauen von jemandem zurückgewinnen, den man einst töten wollte?

Meinung:
Prinzessin Karina hat ihren Thron und ihre Macht verloren und befindet sich auf der Flucht. Sie möchte ihr rechtmäßiges Erbe jedoch nicht kampflos aufgeben und macht sich daher auf die Suche nach einer göttlichen Macht.
Währenddessen hat Malik einen Platz im Palast gefunden und fühlt sich endlich an einem Ort angekommen. Doch Gefahr droht dem Land. Können Malik und Karina das Schlimmste verhindern?

Band 1 von "A Psalm of Storms and Silence" hat mir vor einigen Monaten sehr viel Spaß bereitet. Ich mochte die erdachte Welt, den leicht afrikanischen Touch und den Hauch von Magie, der vom Buch ausgestrahlt wird. Daher wartete ich voller Spannung auf diesen zweiten und gleichzeitig finalen Band der Reihe.

In die Geschichte bin ich zum Glück sehr gut wieder hinein gekommen. Hier war es wirklich von Vorteil, dass der erste Band noch nicht allzu lange zurücklag. Autorin Roseanne A. Brown baut jedoch auch immer wieder kleine Erinnerungsstützen ein, sodass man schnell wieder auf dem Laufenden ist.

Ich persönlich hätte es noch schön gefunden, wenn es ein Namensverzeichnis im Buch gegeben hätte.
Was jedoch mit an Bord ist, ist die coole Karte von Sonande. Anhand dieser kann man Karinas Reise daher perfekt mitverfolgen.

Auch ein absoluter Hingucker ist der farbige Buchschnitt, der mit Ornamenten verziert ist und in einem schönen Rot erstrahlt. Der Buchschnitt passt perfekt zur Farbgebung des Covers.

Die Geschichte wird wieder aus der Sicht von Karina und Malik erzählt. Dieses Mal musste ich für mich feststellen, dass ich Maliks Perspektive doch deutlich lieber las als Karinas. Ich war gespannt auf die Entwicklungen im Palast und die Intrigen, die hier noch gesponnen werden. Karinas Perspektive empfand ich leider als deutlich schwächer und nicht so packend wie erhofft.

Das Ende ist überraschend und ein gekonnter Schachzug der Autorin. Ich mochte den Ausblick in die Zukunft, der nicht alles in herrliches rosa-rot tunkt, sondern einer gewissen Realität nicht entbehrt.

Fazit:
Karinas und Maliks Geschichte findet in diesem zweiten Band zu einem schönen Ende. Bedauerlicherweise empfand ich Karinas Perspektive als nicht ganz so fesselnd wie Maliks. Dennoch bin ich der Magie und dem Zauber dieses ungewöhnlichen Buches erlegen.
Ich vergebe knappe 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 09.09.2022

Elvis Gursinski ist ein außergewöhnliches, aber auch gewöhnungsbedürftiges Buch

Elvis Gursinski und der Grabstein ohne Namen
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Inhalt:
Elvis Gursinski trägt diesen absurden Namen, wohnt auf einem Friedhof und glaubt an Geister. Dalia al Nour, das krasseste Mädchen der Schule (ihre Nackenklatscher sind berüchtigt), interessiert ...

Inhalt:
Elvis Gursinski trägt diesen absurden Namen, wohnt auf einem Friedhof und glaubt an Geister. Dalia al Nour, das krasseste Mädchen der Schule (ihre Nackenklatscher sind berüchtigt), interessiert sich normalerweise nicht für Typen wie ihn. Aber ihre Großmutter hat eine Schwäche fürs Übernatürliche und macht sich Sorgen um diese komische kleine Familie auf dem Friedhof. Dalia soll ein Auge auf Elvis haben, ausgerechnet. Doch dann geschehen seltsame Dinge im Haus der Gursinskis und (später) auf dem Friedhof … Ein humorvoller Kinderroman mit Ausflügen ins Schauerliche.

Meinung:
Elvis Gursinski lebt mit seinen Eltern zusammen in einem Haus auf einem alten Friedhof. Elvis ist eher ein Eigenbrötler und lebt für sich. Dies ändert sich jedoch als das krasseste Mädchen der Schule, Dalia al Nour, auf dem Friedhof auftaucht. Eigentlich kann Dalia nichts mit Elvis anfangen. Doch ihre Großmutter, die eine Schwäche für das Übernatürliche hat, hat Dalia aufgrund merkwürdiger Vorkommnisse auf dem Friedhof dorthin beordert.

Ich muss sagen, dass der Klappentext von Elvis Gursinski mal nach einer etwas anderen Geschichte klang. Daher war ich neugierig auf die Geschichte von Elvis und Dalia, die doch zwei sehr unterschiedliche Charaktere sind.

Gleich von Anfang an merkte ich, dass ich hier eine sehr außergewöhnliche und besondere Geschichte vor mir habe. Die ganze Handlung unterscheidet sich doch sehr von den Kinderbüchern, die ich sonst so lese.

Da hätten wir beispielsweise Elvis und Dalia, die sehr außergewöhnliche Charaktere sind. Elvis hat zudem mit nicht ganz so einfachen Familienverhältnissen zu kämpfen. Seine Mutter versinkt in ihrer künstlerischen Phase und vergisst total, dass es Elvis überhaupt gibt. Sein Vater hingegen leidet an einer Krankheit und schafft es nur selten sich aufzuraffen, um für seine Familie da zu sein. Daher umweht die Handlung schon ein leicht trauriger Grundton.

Mit Dalia kehrt jedoch ordentlich frischer Wind in Elvis Leben ein. Auch wenn Dalias Sprachgebrauch nicht so ganz nach meinem Geschmack war, fand ich es toll, dass sie Elvis aus seinem Schneckenhaus herausholt.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Schreibstil von Autorin Kirsten Reinhardt. Ich musste mich mit diesem erst ein wenig anfreunden, da er für mich teilweise doch ein wenig wirr und abgehackt wirkte.

Das Geisterthema hingegen war ein Punkt, der mir von Anfang bis Ende richtig gut gefallen hat. Aus Spoilergründen möchte ich hierauf jedoch gar nicht so intensiv eingehen.

Fazit:
Elvis Gursinski ist ein außergewöhnliches, aber auch gewöhnungsbedürftiges Buch. Wenn man sich jedoch auf den besonderen Schreibstil der Autorin einlässt, erhält man eine Geschichte, die den Kindern Mut vermitteln soll, die aber auch Krankheiten und Probleme anspricht und kindgerecht verarbeitet.
Ich vergebe 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 07.09.2022

Märchenhafte Geschichte rund um einen zauberhaften Teeladen

Faye Fox 1. Eine Prise Wunder hilft bei jedem Fluch
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Inhalt:
Faye Fox wurde mit Fuchsohren geboren und ihr Leben lang als Hauptattraktion im Zirkus ausgestellt. Erst als die Teehexe Miss Butterling sie in ihrem magischen Teesalon als Lehrling aufnimmt, scheint ...

Inhalt:
Faye Fox wurde mit Fuchsohren geboren und ihr Leben lang als Hauptattraktion im Zirkus ausgestellt. Erst als die Teehexe Miss Butterling sie in ihrem magischen Teesalon als Lehrling aufnimmt, scheint ein Traum wahr zu werden. Faye ist nun täglich umgeben von zuckrig-leckerem Gebäck, verrückt-zauberhaften Zutaten und skurril-lebendigem Geschirr. Und sie findet neue Freunde, darunter den vorlauten weißen Raben Madrigal. Doch der böse Mr Gram will, dass Faye ihm ins Reich der Toten folgt – und er wird alles dafür tun, dass es so kommt.

Meinung:
Faye Fox hat ihr Leben in einem Zirkus als wandelnde Attraktion verbracht. Denn Faye hat keine normalen Ohren, sondern Fuchsohren. Eines Tages erhält sie von der Teehexe Miss Butterling eine Einladung, ihr Lehrling zu werden. Auf der Reise zu Miss Butterling taucht Faye in eine märchenhafte Welt ein und muss feststellen, dass nicht alle Wesen in dieser Welt ihr wohlgesonnen sind. Der böse Mr Gram hat es auf ihre Ohren abgesehen und Faye geht einen gefährlichen Deal mit ihm ein.

Schon das Cover zu Faye Fox strahlt etwas Märchenhaftes und Bezauberndes aus. Genau diese Komponenten bekommt man als Leser auch ab der ersten Seite geliefert.

Zunächst war ich jedoch ein wenig verwundert darüber, warum von einem Mädchen namens Freitag Fox die Rede ist, schließlich ist doch der Titel des Buches Faye Fox. Diese Ungereimtheit klärt sich jedoch im Laufe der Handlung auf.

Gemeinsam mit Faye macht sich der Leser auf die Reise zu einem magischen Teeladen und einem faszinierenden Koboldmarkt. Neben tollen Orten gibt es aber auch reichlich fantastische Kreaturen und zauberhafte Gegenstände wie Feierlikörmuffins oder Wunschfruchttörtchen.

Etwas schade fand ich, dass Faye zu Beginn der Geschichte recht übereilte Entschlüsse trifft. Natürlich bringen diese die Handlung erst so richtig in Schwung. Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass Faye etwas mehr überlegt und Dinge hinterfragt.

Der Schreibstil von Autor Andy Sagar ist angenehm zu lesen und sehr fantasievoll. Andy Sagar hat hier wirklich eine ganz wundervolle Welt erschaffen, die mich in manchen Zügen ein wenig an Alice im Wunderland oder der Zauberer von Oz erinnert.

Neben dem zauberhaften Cover gibt es an jedem Kapitelanfang wunderschöne Vignetten, die die Magie von Fayes Welt sehr gut einfangen.

Fazit:
Ein zauberhafter Teeladen, in dem das Mädchen Faye Fox als Lehrling anheuert, klingt nach einem entzückenden Abenteuer für große und kleine Fans von märchenhaften Geschichten. Faye findet in diesem Abenteuer neue Freunde und lernt ihre Fuchsohren zu schätzen - tolle Botschaften für die jungen Leser.
Ich vergebe 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 30.08.2022

Ein gelungener Debütroman

Die Gilde der Hutmacher (Die magischen Gilden, Band 1) - Geheimnisse aus Stoff und Seide
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Inhalt:
Eine schlimme Nachricht erschüttert Cordelia Hatmaker: Ihr Vater hat nach besonderen Accessoires für neue Hüte gesucht und ist seitdem verschollen! Cordelia kann das nicht glauben. Und dann setzt ...

Inhalt:
Eine schlimme Nachricht erschüttert Cordelia Hatmaker: Ihr Vater hat nach besonderen Accessoires für neue Hüte gesucht und ist seitdem verschollen! Cordelia kann das nicht glauben. Und dann setzt auch noch jemand die Magie der Hüte für dunkle Zwecke ein. Ganz England schwebt in großer Gefahr! Ist eine der verfeindeten Handwerksgilden dafür verantwortlich? Während sich die Gilden gegenseitig verdächtigen, liegt es einzig an Cordelia, das Land mithilfe von Magie und atemberaubenden Kreationen zu retten …

Meinung:
Cordelia Hatmaker und ihre Familie gehören zur Gilde der Hutmacher und stellen mit besonderen Accessoires Hüte mit magischen Fähigkeiten her. Eines Tages erschüttert Cordelias Familie die Nachricht vom Tod ihres Vaters auf hoher See. Doch Cordelia mag einfach nicht glauben, dass ihr Vater gestorben ist und versucht ihn wiederzufinden.

Ich muss sagen, dass mich schon das Cover total in seinen Bann geschlagen hat. Auch die Idee rund um die Gilden fand ich extrem ansprechend und mal ein klein wenig anders, als die restlichen Geschichten, die man sonst im Kinderbuchbereich rund um die Themen Magie und Fantasy findet.

Bereits das erste Kapitel hat mich dann total geflasht. Autorin Tamzin Merchant erzeugt mit diesem eine düstere und beunruhigende Ausgangslage für die junge Protagonistin Cordelia. Auf den folgenden Seiten wird der Leser dann mit der Welt und den verschiedenen Gilden vertraut gemacht. Denn nicht nur die Gilde der Hutmacher existiert, auch gibt es die Gilden der Stiefelmacher, Handschuhmacher, Mantelmacher und Uhrmacher. Und all diese Gilden stellen jeweils magische Hüte, Mäntel und Co. für den König des Landes her. Dabei bedient sich Tamzin Merchant dem London wie wir es vor ein paar hundert Jahren gekannt haben und verwebt dieses mit Elementen aus ihrer eigenen Fantasie.

Mir hat Cordelias Geschichte sehr viel Spaß bereitet, werden hier doch auch wichtige Themen wie Vorurteile und Diskriminierung behandelt. Denn Cordelia und ihr bester Freund Goose, der zur Gilde der Stiefelmacher gehört, verbindet ein besonderes Band der Freundschaft. Und das wo die verschiedenen Gilden seit Jahren spinnefeind miteinander sind und Freundschaften unter ihnen nicht gewünscht sind.

Im Mittelteil der Geschichte lässt die Handlung dann ein wenig nach und man erfährt sehr intensiv was es mit der Kunst des Hutmachens auf sich hat. Doch zum Glück wird es gegen Ende hin richtig spannend, sodass ich über den eher schwächeren Mittelteil hinwegsehen konnte.
Das Ende macht große Lust auf mehr und lässt mein Kopfkino auf Hochtouren laufen, was im zweiten Band der Reihe wohl alles passieren könnte.

Ganz am Schluss erwartet den Leser dann noch ein Glossar, welches eine nützliche Liste von Materialien, welche für die Hutmacherlehrlinge besonders wertvoll sind, enthält.

Neben einer Karte zu Beginn des Buches darf sich der Leser zudem auf beeindruckende, ganzseitige Illustrationen von Paola Escobar freuen.

Fazit:
Ein gelungener Debütroman ist Tamzin Merchant mit "Die Gilde der Hutmacher" geglückt. Eine tolle Grundidee, eine altertümlich angehauchte Welt und eine Protagonistin, die sich von nichts und niemanden aufhalten lässt, erzeugen ein fantastisches Leseabenteuer.
Von mir gibt es 4 von 5 Hörnchen.