Profilbild von emkeyseven

emkeyseven

Lesejury Star
offline

emkeyseven ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit emkeyseven über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.11.2022

Unterhaltsam, hätte aber gern noch spannender und magischer sein können

#London Whisper – Als Zofe tanzt man selten (aus der Reihe)
0

Die Geschichte setzt genau dort an, wo der Vorgänger geendet hat und so ist man sofort wieder im Geschehen. Doch nach einem spannenden Start lässt das Tempo schnell nach und die Hälfte des Buches ist danach ...

Die Geschichte setzt genau dort an, wo der Vorgänger geendet hat und so ist man sofort wieder im Geschehen. Doch nach einem spannenden Start lässt das Tempo schnell nach und die Hälfte des Buches ist danach eher gemütlich, aber auch unterhaltsam. Die außergewöhnliche Zofe Zoe bringt wieder frischen Wind in die Reihen der jungen Damen und gewinnt auch zunehmend an Bekanntheit. Als heimliche Zeitreisende und Spionin kommt ihr das natürlich nicht immer gelegen.

Der Mittelteil zieht sich in die Länge, besonders nach dem Anfang, wo Zeitreisen, Mondscheinmagie und Antagonisten direkt einen Auftritt haben. Danach widmet sich die Geschichte wieder leichteren Themen, die im Vergleich schon etwas langweiliger sind und eher vom eigentlichen Abenteuer ablenken zu scheinen. Auch Zeitreisegefährte Hayden taucht lange kaum auf. Zum Ende hin gefiel mir das Buch aber auch wieder besser und ich bin auch schon gespannt auf das Finale der Trilogie.

Bei Regency-Romanen mag ich auch besonders den Charme durch die Etikette, die mal einschränkt und mal überwunden wird, aber Zoe hat ja kaum noch Respekt für die Regeln dieser Zeit und biegt sie sich bequem zurecht. Das fand ich mal amüsant, aber mal auch etwas enttäuschend. Mir hat aber gefallen, wie durch Zoes Einfluss die jungen Damen zusammenhalten, besonders die Freundschaften zwischen den Mädchen haben mir gut gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.10.2022

Dämonen, Chaos und offene Fragen

Ich bin dein Schicksal
0

Erin kann Noctua sehen, die sich von menschlicher Angst ernähren. In Obskuris, ihrer Welt, leben sie in verschiedenen Clans und gehören unterschiedlichen Gattungen an. Einer von ihnen ist Cal, ein Alpha, ...

Erin kann Noctua sehen, die sich von menschlicher Angst ernähren. In Obskuris, ihrer Welt, leben sie in verschiedenen Clans und gehören unterschiedlichen Gattungen an. Einer von ihnen ist Cal, ein Alpha, mit dem Erin schon lange befreundet war, für den sie sogar Gefühle hatte, bis er vor drei Jahren plötzlich verschwand. Nun ist er zurückgekehrt und möchte, dass Erin ihm verzeiht. Doch seine rätselhafte Rückkehr löst noch viel mehr aus ...

Es gibt einige verschiedene Handlungsstränge, die an sich spannend sind und Fragen aufwerfen: die Politik der Noctua, die dafür gesorgt hat, dass Cal und seine Freunde drei Jahre eingesperrt waren, das unheimliche Verhalten der Zahnfeen, die plötzlich kaum noch warten können, bis den Kindern die Zähne von selbst ausfallen, und natürlich noch Erins Gabe, die Noctua zu sehen, die auch neue Facetten offenbart.

Ich fand es da schon etwas schade, dass man zwischen diesen Themen viel hin und her springt, sodass die aufkeimende Spannung sich manchmal plötzlich auflöst und es gibt viel, das von der Handlung ablenkt. Auch das Ende des Buches fand ich sehr enttäuschend, weil der Cliffhanger aus dem Nichts kommt, die bisherige Handlung beiseite geschoben wird und es so gar keine Erklärungen gab. Am Ende war ich dann eher verwirrt und frustriert, spannend fand ich das leider gar nicht, dafür fehlte mir der Zusammenhang und ein paar Antworten wären auch nett gewesen.

Mich hat auch etwas irritiert, dass der Buchtitel überhaupt nichts mit dem Inhalt zu tun hat. Es gibt kein magisches Schicksal und auch keine schicksalshaften Begegnungen - zumindest nicht in diesem ersten Band. Aber selbst wenn in der Fortsetzung noch etwas zu dem Thema kommen sollte, so passt "Ich bin dein Schicksal" trotzdem kaum zu diesem Buch.

Ich mochte die liebevollen Details und die interessanten Wesen, aber die Handlung war mir letztendlich etwas zu chaotisch, um mich wirklich überzeugen zu können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2022

Geschwisterrivalitäten & verliebt in den Kaiser

Die Kaiserin
0

Elisabeth will einen Mann, der ihre Seele satt macht, aber da sie so rebellisch ist, versucht ihre Mutter sie nur irgendwie unter die Haube zu bringen, bevor Elisabeth noch die ganze Familie blamiert. ...

Elisabeth will einen Mann, der ihre Seele satt macht, aber da sie so rebellisch ist, versucht ihre Mutter sie nur irgendwie unter die Haube zu bringen, bevor Elisabeth noch die ganze Familie blamiert. Schließlich soll sich ihre Schwester Helene bald mit Kaiser Franz von Österreich verloben, doch dann ist ausgerechnet Elisabeth ist diejenige, die den Kaiser sofort verzaubert.

Da das Buch damit beworben wird, dass es das Buch zur Serie ist, möchte ich kurz auch etwas dazu sagen: Das Buch ist im Vergleich viel kürzer und umfasst nur die ersten zwei Folgen, die in diesem Buch auch gut wiedergegeben werden. Während die Serie danach dramatisch weitergeht, finden Elisabeth und Franz hier also früher ihr Happy End und man muss darauf vertrauen, dass das Paar auch alle anderen Krisen zusammen bewältigen wird.

Das Buch bietet viel bessere Einblicke in die Gefühle und Gedanken der Charaktere und hier stehen noch mehr die holprige Liebesgeschichte sowie die Uneinigkeiten der Geschwisterpaare im Vordergrund, politische Themen werden eher kurz angerissen.

Elisabeth ist frei und unbeschwert, Helene hingegen ist perfekt und das Lieblingskind der Mutter. Franz muss als Kaiser viel Verantwortung übernehmen, wird von allen Seiten bedrängt und kann kaum einen Aspekt seines Lebens selbst bestimmen, während sein Bruder Max tun und lassen kann, was er will, selbst wenn das ein schlechtes Licht auf die kaiserliche Familie wirft. Dafür neidet Max seinem Bruder die Aufmerksamkeit und dass er als Kaiser letztendlich alles zu bekommen scheint, was er haben will. Die Geschwister sind sehr unterschiedlich und deswegen mal neidisch und mal frustriert.

Die Rivalitäten und Missverständnisse zwischen ihnen sorgen für viele Probleme, aber auch die Anforderungen an die zukünftige Kaiserin bringen Spannung ein. Ich fand die Liebesgeschichte schon unterhaltsam, besonders durch Elisabeth etwas rebellische Art, aber die romantischen Gefühle waren mir manchmal einfach zu kitschig und zu viel, daher wurde mir auch Elisabeth irgendwann etwas zu anstrengend.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.10.2022

Versteckte Nachrichten quer durch die Zeiten

Verlorene der Zeiten
0

Rot und Blau gehören zu zwei verschiedenen Seiten bei einem Krieg der Zeit und trotz ihrer Bedenken und aller Verbote beginnen sie sich versteckte Nachrichten zu hinterlassen, quer durch alle Zeiten und ...

Rot und Blau gehören zu zwei verschiedenen Seiten bei einem Krieg der Zeit und trotz ihrer Bedenken und aller Verbote beginnen sie sich versteckte Nachrichten zu hinterlassen, quer durch alle Zeiten und über verschiedene Stränge verteilt.

Wegen der vielen positiven Meinungen und Awards war ich schon sehr gespannt auf diese Geschichte, aber sie war einfach nicht so ganz nach meinem Geschmack. Das Buch hält sich auf jeden Fall nicht damit auf, die komplexe Welt der Zeitreisen, Stränge und Fäden, dem Garden und den Agenten zu erklären. Man muss eher die Hinweise zusammentragen und eigene Schlüsse ziehen. Auch die Einsätze der Agenten wurden immer kurz thematisiert, man weiß eigentlich nur, das hier mal jemand getötet, da mal jemand gerettet, und dort jemand beeinflusst wird, damit die gewünschten Ereignisse in Gang gesetzt werden, bevor sie dann über die Fäden wieder zum nächsten Einsatz unterwegs sind.

Das alles ist aber nur die Kulisse unserer Liebesgeschichte und Brieffreundschaft, denn die Nachrichten werden in den skurrilsten Dingen versteckt und während der Einsätze gefunden. Die Leben beider Protagonistinnen bestehen nur aus ihrer Arbeit und die Briefe bringen neue Gefühle in ihnen hervor. Ihre heimliche Korrespondenz, ihre Sorgen, entdeckt zu werden und die kleinen Abenteuer zwischen den Zeiten sind spannend und besonders das Ende hat mir gut gefallen.

Der poetische Schreibstil hat mir schon gefallen und ich habe mir auch einige Stellen markiert, was ich sonst selten tue. Dass es aber so geheimnisvoll ist und so wenig erklärt wurde, fand ich sehr schade, ich hätte diese Novelle auch in längerer Form mit mehr Details gern gelesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.10.2022

Wenn die Feinde doch netter sind als die eigenen Leute

Emerald Witches
0

Kang Hana ist eine Hexe aus dem Smaragdzirkel und aufgrund ihres besonderen magischen Potenzials sind sich eigentlich alle sicher, dass sie sich beim nächsten Ahnenmond als nächste Königin der Hexen durchsetzen ...

Kang Hana ist eine Hexe aus dem Smaragdzirkel und aufgrund ihres besonderen magischen Potenzials sind sich eigentlich alle sicher, dass sie sich beim nächsten Ahnenmond als nächste Königin der Hexen durchsetzen wird. Doch als sie in letzter Minute vom Ritual ausgeschlossen wird, rettet es ihr das Leben, denn die aktuelle Königin verrät sie alle und opfert die sieben Anwärterinnen. Hana kann den Fängen des Opalzirkels entkommen und muss ausgerechnet mit Dämonen zusammenarbeiten, um ihre Freunde zu retten.

Hana ist sehr behütet aufgewachsen, damit sie sich in keine Gefahr begibt und obwohl das Buch sogar mit Unterricht anfängt, hatte ich das Gefühl, dass sie von gar nichts eine Ahnung hat. Zwar hat sie bei ihrem Zirkel schon einiges über Dämonen gelernt, aber dann muss sie schnell erfahren, dass dieses Wissen nur sehr unvollständig ist und dass das Leben der Dämonen vielschichtiger ist, als sich Hana jemals hätte ausmalen können.

Dabei wird sie von Albdämon Bobby begleitet, der durch einen unerwarteten Kuss dafür gesorgt hat, dass sie disqualifiziert wurde, wodurch sie ja erst überlebt hat. Während Bobby albern und mysteriös ist, aber Hana trotzdem nach und nach mit Informationen versorgt, kam mir Hana schon naiv vor. Sie hätte die neue Königin sein können, aber sie ist so unerfahren und nur am Staunen. Ihre Pläne für die Befreiung ihrer Freunde und Familie sind sehr schlicht und unkreativ, das meiste ist Glück oder die Hilfe anderer Leute, die ihr keine Hilfe schuldig sind.

Bei der Magie hätte ich mir auch etwas mehr erhofft. Die Welt der Dämonen sowie die verschiedenen Charaktere haben mir schon gut gefallen, aber die meisten Details aus der Welt der Hexen wurden nur kurz thematisiert und gesehen hat man davon noch weniger, oft geht es eher darum, was die koreanischen Hexen nicht haben, wissen oder können. Ich hoffe aber, dass wir in der Fortsetzung noch mehr Hexenmagie zu sehen bekommen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere