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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2022

liebreizende Prinzessinnen?!

Die schreckliche Adele im Land der unerzählten Märchen
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In diesem besonderen Band dürfen wir Adele mit in ihren Traum begleiten und da stellt sie erst einmal das ganze Märchenland auf den Kopf. Denn warum müssen Prinzessinnen bitte immer die hilflosen Geschöpfe ...

In diesem besonderen Band dürfen wir Adele mit in ihren Traum begleiten und da stellt sie erst einmal das ganze Märchenland auf den Kopf. Denn warum müssen Prinzessinnen bitte immer die hilflosen Geschöpfe sein und sich von den Prinzen retten lassen müssen? Nur leider fehlt es Adele an jedem Fünkchen Diplomatie und Einfühlungsvermögen...

Mr. Tan und Diane le Feyer haben mit "Die schreckliche Adele - Im Land der unerzählten Märchen" wieder einmal einen tollen Comic herausgegeben. Die besondere Aufmachung als Hardcover-Ausgabe mit Goldprägungen ist natürlich schon ein kleines Highlight, aber auch passend, wenn man an Prinzessinnen und Märchen denkt. Doch der Inhalt ist natürlich doch etwas anders, als man sich ein Märchen vorstellen würde. Die Bilder sind wieder toll und wir fanden sie sogar schöner als in den vorherigen Comicbänden. Allerdings ist die Geschichte doch etwas langatmig, wenn man an die kurzen Comicstrips der anderen Bände denkt. Unseres Erachtens sind aber genau diese kurzen Comics die Stärke von Adele, da sie ja doch etwas "böse" ist. Grundsätzlich ist aber die Idee eines langen Comics nicht schlecht, doch irgendwie ist so der Charme nicht ganz so gut gegeben. Die Geschichte an sich ist schon gut gemacht. Auch kommt gut herüber, wie stark sich die Mädels ins Zeug legen müssen, um "besonders" zu sein, während die Jungs nur auf der faulen Haut liegen. Meiner Großen hat das schon sehr gut gefallen... ;)

Fazit: Eine volle Dosis Adele! Die Geschichte ist ganz nett und für Adele-Fans auf jeden Fall ein Muss. Allerdings sind die kurzen Comics prägnanter und für den schwarzen Humor besser geeignet. Uns hat es dennoch sehr gefallen.

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Veröffentlicht am 02.12.2022

Interessantes Konzept

Die Crew: Die Rückkehr zum 9. Planeten
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"Die Crew - Die Rückkehr zum 9. Planeten" von Andreas Ulich ist ein ganz besonderes Leseabenteuer. Das Buch besteht aus eigentlich zwei dünnen Büchern. Jedes Buch erzählt die Geschichte aus einer anderen ...

"Die Crew - Die Rückkehr zum 9. Planeten" von Andreas Ulich ist ein ganz besonderes Leseabenteuer. Das Buch besteht aus eigentlich zwei dünnen Büchern. Jedes Buch erzählt die Geschichte aus einer anderen Perspektive. Ein Band ist aus Sicht von Cim Immortelle, der ersten Kommandantin, geschrieben. Band zwei ist dagegen aus der Perspektive von Prosper Alpan, dem zweiten Kommandanten. Und genau hier liegt die Besonderheit: Die Geschichte kann von zwei Personen gleichzeitig und zusammen gelesen werden, was der ideale Zustand ist. Es geht notfalls aber auch alleine, was meines Erachtens aber dem Abenteuer aber einiges nimmt. Zusammen kann man so das Weltall erkunden und hoffentlich ein befriedigendes Ende für die Crew erlangen, was aber gar nicht so einfach ist. Zum Glück gibt es für diesen Fall den Hinweis, an welche Stelle man springen muss um nicht wieder ganz von vorne beginnen zu müssen. Leider gibt es hier noch etwas Ausbesserungsbedarf, da an der ein oder anderen Stelle dies leider so nicht gepasst hat. Auch sind die Doppelungen in beiden Büchern etwas anstrengend, da sie teilweise nicht komplett übereinstimmen, was doch ab und an zu Verwirrungen führen kann. Allerdings finde ich das Konzept ein Buch gemeinsam zu erleben einfach klasse und auch die Arbeit von Seiten des Autors ist nicht gerade wenig, dass es im Ganzen doch recht gut ist. Und dem Spaß an den gemeinsamen Entscheidungen tut es nur bedingt einen Abbruch.

Fazit: Das Konzept eine Geschichte zusammen zu erleben ist toll. Allerdings gibt es nich ein paar Stellen, an denen noch etwas nachjustiert werden müsste. Alles in allem aber eine tolle Idee und auf jeden Fall einen Versuch wert!

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Veröffentlicht am 17.10.2022

Strange, Stranger, Stranger Times

This Charming Man
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Bei der Stranger Times geht es wieder merkwürdig zu. Auf einmal gibt es augenscheinlich Vampire in Manchester. Doch alle sind sich einig - Altvolk wie Begründer - Vampire sind nur eine Erfindung der Menschen ...

Bei der Stranger Times geht es wieder merkwürdig zu. Auf einmal gibt es augenscheinlich Vampire in Manchester. Doch alle sind sich einig - Altvolk wie Begründer - Vampire sind nur eine Erfindung der Menschen und gibt es definitiv nicht. Oder etwa doch? Nun liegt es an den Mitarbeitern der Stranger Times, dieses Rätsel zu lösen.

Im zweiten Band der Stranger Times "This Charming Man" von C.K. McDonnell darf man wieder mit bissigen Kommentaren, schwarzem Humor und bösen Dialogen rechnen. Der Schreibstil bleibt bekannt gut zu lesen. Auch das Cover ist in der gleichen Weise wie bereits der Vorgänger. Viele Details sind in diesem tollen Cover versteckt. Soweit die Parallelen. Allerdings ist meines Erachtens dieser Band schwächer als der erste Teil. Man bekommt zwar Einblick in andere Charaktere, aber bereits vorhandene Charaktere verblassen hierbei bzw. treten in den Hintergrund. Auch gibt es in diesem Band so viele verschiedene Handlungsstränge, dass es wirklich schwer ist, hierbei den Überblick zu behalten. Auch bleiben am Ende leider noch immer Fragen offen, es wird aber bereits gut für den nächsten Band vorgearbeitet. Insgesamt ist zumindest die Geschichte der Vampire augenscheinlich abgeschlossen, aber andere Handlungsstränge lassen eben Fragen offen.

Fazit: Wer auf schwarzen Humor, skurrile Charaktere und bissige Dialoge steht, ist bei der Stranger Times bestens aufgehoben. Leider ist aber Band 2 etwas schwächer als sein Vorgänger, jedoch immernoch sehr lesenswert.

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Veröffentlicht am 19.09.2022

gelungenes Kochbuch für den veganen Einstieg mit Hintergrundinfos

Omi, ich bin jetzt vegan!
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Der Titel "Omi, ich bin jetzt vegan!" hat mich einfach so angesprochen. Jeder darf selbst entscheiden, wie er sich ernähren möchte. Und dann stehen hier die Freunde vor der Türe und sind auf einmal vegan. ...

Der Titel "Omi, ich bin jetzt vegan!" hat mich einfach so angesprochen. Jeder darf selbst entscheiden, wie er sich ernähren möchte. Und dann stehen hier die Freunde vor der Türe und sind auf einmal vegan. Und dann?

In diesem fast 200 Seiten umfassenden Kochbuch wird sich mit der veganen Küche von altbekannten Rezepten beschäftigt. Allein die ersten 50 Seiten erzählen die Beweggründe der Autorin Angelique Vochezer und die Erfahrungen ihrer Oma Ingeborg Teßmann, sowie Aspekte, die für die vegane Ernährungsweise sprechen. Auch sind hier bereits erste Ratschläge, wie so eine Ernährung aussieht und auf was man achten muss. Besonders schön finde ich persönlich Kapitel 5, welches sich mit der Einkaufsliste und Vorratshaltung beschäftigt. So hat man gleich einen Überblick, was alles benötigt wird. Auch die Ersatzlisten in Kapitel 7 sind sehr hilfreich. Und dann geht es los. Insgesamt 72 Rezepte werden hier in vegan vorgestellt, jeweils mit Zutatenliste und Anleitung zum Nachkochen zusammen mit einem sehr schmackhaften Bild. Auch schön ist, dass es extra Rezepte für Ostern und Weihnachten gibt.

Fazit: Für "Profi-Veganer" allerdings dann vermutlich doch zu wenige Rezepte. Aber für den Einstieg in die vegane Ernährung ein sehr informatives Kochbuch.

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Veröffentlicht am 17.08.2022

Eine etwas andere Geschichte

Elvis Gursinski und der Grabstein ohne Namen
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Elvis Gursinski wohnt abwechselnd mit seiner Mama oder seinem Baba im Friedhofshäuschen auf dem stillgelegten Friedhof. Dort kümmert er sich auch um die Gräber und unterhält sich mit den dort Ruhenden. ...

Elvis Gursinski wohnt abwechselnd mit seiner Mama oder seinem Baba im Friedhofshäuschen auf dem stillgelegten Friedhof. Dort kümmert er sich auch um die Gräber und unterhält sich mit den dort Ruhenden. Dalia al Nour ist das krasses Mädchen an seiner Schule und lebt bei ihrer Oma, die ebenfalls etwas übernatürliche Kräfte hat. Da Dalia einmal das Geschäft ihrer Oma übernehmen soll, erhält sie von ihr den Auftrag, sich Elvis anzunehmen. Zwei unterschiedliche Jugendliche treffen so aufeinander und entdecken, dass der andere doch cooler ist als gedacht.

"Elvis Gursinski und der Grabstein ohne Namen" von Kirsten Reinhardt ist tatsächlich ein etwas anderer Jugendroman. Der Roman ist in 37 doch recht kurze Kapitel unterteilt, die zu jedem Kapitelbeginn eine nette schwarz-weiß Illustration von Tine Schulz enthalten. Ich persönlich fand den Schreibstil sehr angenehm zu lesen. Einzig der übertrieben coole Sprachstil von Dalia fand ich doch etwas anstrengend. Ansonsten fand ich die Geschichte eine gelungene Mischung aus Humor und Grusel. Es sind zwar nicht alle Punkte der Geschichte eindeutig klar (warum ist überall Zucker?), aber man kann es sich vielleicht noch erklären. Die Charaktere fand ich sehr eigenwillig, aber auch gut dargestellt. Und zum Schluss gibt es ja auch das erhoffte Happyend. Alles in allem eine sehr schöne Geschichte mit etwas anderen Charakteren.

Fazit: Eine sehr schön erzählte Geschichte mit skurrilen, aber eingängigen Charakteren. Einfach einmal etwas anderes.

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