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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.10.2022

Ungewöhnlich, berührend und sehr authentisch!

Mambo No.1
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David Lubega, mehr unter Lou Bega bekannt, ist der sympathische Sänger mit dem unvergleichlichen Sound und Groove des bekannten Hits "Mambo Nr.5", ich muss nur den Titel hören und schon bewegt sich alles ...

David Lubega, mehr unter Lou Bega bekannt, ist der sympathische Sänger mit dem unvergleichlichen Sound und Groove des bekannten Hits "Mambo Nr.5", ich muss nur den Titel hören und schon bewegt sich alles in mir:), erzählt seine Geschichte von Anfang an, die schwierige Kindheit und Jugend aufgrund der unterschiedlichen kulturellen Hintergründe seiner Eltern, seinen Traum schon als Teenager Musik zu machen und seinen eher mäßigen Erfolg in Amerika durchzustarten. Doch wieder zurück in München, seiner Heimatstadt, hat er die zündende Idee eines Songs und wird, oh Wunder, über Nacht zu einem Weltstar. Der Song geht durch die Decke und David gleich mit ihm, ein Gig jagt den nächsten, ausgebuchte Konzerthallen in jeder Stadt, auf fast jedem Kontinent. Endlich ist der heiß ersehnte Erfolg da, alles, alles, was er sich je erträumt hatte. Die Welt liegt ihm zu Füßen, besonders auch die Frauen und David genießt das süße Leben in vollen Zügen, doch merkwürdigerweise bleibt in ihm eine innere Leere, die er auf keinen Fall weiter spüren will und er spürt, dass er sich als David immer mehr verliert und droht in der Identität des Lou Bega völlig absorbiert zu werden.

Doch da erscheint ein Lichtblick, er lernt Jenny, seine zukünftige Frau kennen und mit ihr ist alles anders. Jenny ist seine große Liebe und er bleibt ihr treu. Endlich ist er angekommen, so denkt er. Die beiden bekommen eine ganz süße kleine Tochter, David ist weiter auf Konzerten in der ganzen Welt unterwegs und die Leere kommt wieder. Er versucht sie mit Drogen und Alkohol zu betäuben, Jenny öffnet sich der esoterischen und spirituellen Welt und das bringt wiederholt reichlich Spannungspotential in die Ehe. Auf einer Reise in Amerika lernt Jenny auf sehr ungewöhnliche, nicht nachahmenswerte Weise, Jesus kennen, liebt ihn vom ersten Augenblick und David sieht die Veränderung und den Frieden, den der neue Glaube seiner Frau bringt was sich nicht unbedingt nur positiv auf ihre Ehe auswirkt, denn er stellt fest, dass sich in ihm nichts verändert.

Nachdem ihre Ehekrise den Höhepunkt erreichte, sehen sie als letzte Möglichkeit einen Familienurlaub auf den Malediven. Genug Zeit um entspannte Gespräche und Unternehmungen in der Sonne zu haben. Nur leider oder wohl doch Gottes Führung, regnete es die ganze Woche und David macht sich verzweifelt auf die Suche nach etwas zu lesen. Er findet die Bibel, in einem moslemischen Land, fängt an zu lesen und erlebt Gott auf eine solche Weise, dass es auch seiner Frau und Tochter ins Staunen bringt und ab diesem Zeitpunkt können sie sich einen Neuanfang mit diesem Jesus, diesem Gott des Friedens, der Liebe und der Annahme wieder vorstellen. Wird es ihnen gelingen mit Hilfe von Gott ihre verfahrene Beziehung zu retten und ihrem Leben ein neues Ziel zu geben?

David Lubega schreibt auf eine so authentische und symphatische Art und Weise, er beschönigt nichts, schreibt humorvoll, selbstkritisch und von solch einer Liebe zu Gott, seiner Frau, seiner Tochter, seiner Mutter und seiner Musik, die er als Gabe von Gott neu angenommen hat und wirklich radikal sein Leben verändert hat. Seine Geschichte hat Tiefgang und schenkt Hoffnung und Zuversicht, dass für Gott niemand unerreichbar ist und wenn ich mich Ihm zuwende und Ihm völlig vertraue, dann sind wirklich unglaubliche Dinge möglich. Ich wünsche ihm und seiner Familie von Herzen Gottes reichen Segen und kann dieses Buch nur wärmstens weiter empfehlen.

Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 20.10.2022

Merry, Mary....Christmas!

Leise rieselt das Glück
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Die junge Merry will unbedingt Lehramt studieren und das Geld für ihr geplantes Studium erarbeitet sie sich in der Datenerfassung in einer großen Firma. Da sie mit an einem großen Projekt arbeitet und ...

Die junge Merry will unbedingt Lehramt studieren und das Geld für ihr geplantes Studium erarbeitet sie sich in der Datenerfassung in einer großen Firma. Da sie mit an einem großen Projekt arbeitet und ihr humorloser strenger Chef Jayson darauf drängt einen wichtigen Deal noch vor Weihnachten einzutüten, bleibt ihr leider keine Zeit für die Liebe, geschweige denn irgendwelche Freizeitunternehmungen. Merry lebt mit ihrer Familie am Stadtrand und ist auch dort sehr eingebunden, denn da ihr Vater oft auf Dienstreise sich befindet, ihre Mutter an MS leidet und ihr Bruder Patrick Trisomie21 hat, muss der Familienalltag sehr gut organisiert werden.

Dann kommt auch bald Weihnachten und Merry will Plätzchen backen, das Haus dekorieren und anderen Menschen einfach eine Freude machen. Das alles sehen Merrys Mutter und ihr Bruder Patrick und lassen sich eine ganz besondere Überraschung für Merry einfallen. Sie melden sie heimlich auf einer Dating-Plattform an und zur Sicherheit nehmen sie das Foto ihres geliebten Familienhundes. Merry findet das gar nicht witzig, doch als sich ein Mann meldet, witzigerweise auch mit einem Hundebild, und sich der Chat intensiver entwickelt als gedacht und Merry sehnt sich nach den langen anstrengenden Bürotagen, die den einen oder anderen unschönen Zusammenstoß mit ihrem Chef beinhalten, nach diesen Chats und mehr und mehr nach dem Mann, der sich dahinter verbirgt und sie vereinbaren ein Treffen, das jedoch ganz anders verläuft wie erwartet und Merry völlig durcheinander und ratlos hinterlässt....

Debbie Macomber hat eine ganz wunderbar romantische und weihnachtliche Verwechslungskomödie geschrieben, die den Leser zwar schon recht bald ahnen lässt, wie es ausgeht, doch es ist mit so viel Herz geschrieben und Humor und auch Spannung, dass es einfach nur Freude macht zu lesen. Merry und ihr Chatpartner Jay sind so unterschiedlich und kommen aus verschiedenen Welten und es sehr schön zu lesen, wie sie sich gegenseitig öffnen. Auch Merrys Familie ist mit so viel Liebe und Herz beschrieben und so gemütlich wie das Cover gestaltet ist, kann man sich auch das Heim von Merry vorstellen und das weckt eindeutig Weihnachtsfreude.

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Veröffentlicht am 19.10.2022

Wünsch Dir was.....

Auf tapsigen Pfoten ins Glück
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Jedes Kind sendet seine Weihnachtswünsche in irgendeiner Form an das Christkind oder den Weihnachtsmann und glauben daran, auch wenn nicht alle in Erfüllung gehen und manche, so wie Jana glauben auch als ...

Jedes Kind sendet seine Weihnachtswünsche in irgendeiner Form an das Christkind oder den Weihnachtsmann und glauben daran, auch wenn nicht alle in Erfüllung gehen und manche, so wie Jana glauben auch als Erwachsene noch an den Weihnachtsmann und manchmal werden die Wünsche auch erfüllt, doch ganz anders als gedacht.....

Scottie, die treuherzig schauende, junge Bordeauxdogge ist ganz glücklich endlich ein Herrchen gefunden zu haben. Oliver, smart und selbstbewusst und seines Zeichens Detektiv und Personenschützer hat noch seinen Schaff mit knuddeligen Temperamentsbündel.

Die beiden bekommen einen besonderen Auftrag. Sie sollen einer jungen und erfolgreichen Glaskünstlerin helfen, die von einem geheimnisvollen und immer gefährlich werdenden Stalker bedroht wird. In ihrem Laden wurde eingebrochen und viele ihrer besonderen, von Herzen geschaffenen Kunststücke wurden zerstört und als wäre das nicht genug, bekommt sie auch anonyme Drohungen und die Polizei kommt nicht weiter.

Jana ist attraktiv und sich ihres besonderen Wertes und ihrer Gabe sehr bewusst. Sie hat sich ihren kindlichen Glauben an Weihnachten bewahrt und trägt ihn nicht nur in ihrem Herzen, sondern erfreut auch mit ihren weihnachtlichen Kreationen große und kleine Menschen. Von daher kann sich der Leser auf gaanz viel Weihnachtsmarktfeeling freuen:)

Die beiden kommen überein, dass Oliver und Scottie bei Jana einziehen, denn somit ist der Schutz am effektivsten und außerdem ist das gar kein Problem, denn sie sind ja überhaupt nicht der Typ des anderen. Gar nicht.

Dennoch ist da auf einmal eine unerklärliche Anziehungskraft, die weihnachtlichen Helfer sind überaus aktiv und Scottie tut sein Übriges dazu und es könnte sich ein ganz besonderer Weihnachts- und Herzenswunsch erfüllen, doch dann kommt ein Geheimnis von Oliver ans Licht, dass die Freude und Liebe an Weihnachten zum Erlöschen bringen könnte. Außerdem nehmen die Drohungen unheimliche Formen an.

Wäre da nicht Scottie und......einfach selber lesen, bitte Glühwein und Plätzchen bereit stellen:)

Petra Schier hat es mal wieder geschafft einen humorvollen und spannenden Weihnachtsroman zu erschaffen, der die Freude und Liebe von Weihnachten transportiert und auch ein sehr ernstes Thema behandelt. Die Protagonisten sind wie immer realitätsnah, Menschen wie Du und ich mit Stärken und Schwächen und wir machen auch eine Weihnachtsmarktglühweinbekanntschaft mit den Protagonisten der letzten Geschichten. Da freu ich mich umso mehr auf den Advent!

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Veröffentlicht am 14.10.2022

Warum ist der Weg zum Herzen Gottes so schmal?

Das Mädchen, das nicht verschwinden wollte
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"Weil er für Kinderfüße gemacht ist."

Nun, diese tiefe Weisheit interessiert Miriam überhaupt nicht. Miriam ist eine große Frau, die es versteht sich mit fast turmhohen High Heels sich noch größer zu ...

"Weil er für Kinderfüße gemacht ist."

Nun, diese tiefe Weisheit interessiert Miriam überhaupt nicht. Miriam ist eine große Frau, die es versteht sich mit fast turmhohen High Heels sich noch größer zu machen und weiß, wie sie ihren hart erkämpften Erfolg gegenüber ihren männlichen Kollegen in einer angesagten Marketing-Agentur in Berlin zu verteidigen hat. Sie schont sich nicht, die Kisten in ihrer Wohnung sind seit zwei Jahren nicht ausgepackt und sie ist damit beschäftigt, das Bild und das Image einer toughen Karrierefrau, dass sie sich zugelegt hat, zu pflegen. Ihr Erfolg und ihr Ruf spricht sich rum und ihre Agentur holt sich einen riesigen Auftrag hinein.

Miriam ist stolz und ehrgeizig und macht sich sofort an die Arbeit, auch wenn dieser Auftrag doch einige Schattenseiten hat. Die Firma ihres Auftraggebers hat durch grobe Fahrlässigkeit einen verheerenden Fabrikbrand in einer Firma in Indien ausgelöst, bei dem viele Menschen gestorben sind. Das wäre für die Firma nicht so schlimm, waren ja nur Kinder, doch dummerweise gibt es auch einen investigativen schwerverletzten Journalisten, der die ganze Sauerei veröffentlichen könnte und das muss mit allen Mitteln verhindert werden. Für jemand wie Miriam wäre das eine einmalige Gelegenheit auf der Karriereleiter ganz nach oben zu kommen und sehr viel Geld zu verdienen.

Doch dann, ja dann passieren ganz merkwürdige Dinge. Sie bricht plötzlich zusammen und ganz alte Wunden aus ihrer Kindheit, die sie in einem strenggläubigen Elternhaus verlebt hat und dessen frommes und enges Weltbild sie doch längst abgestreift glaubte, tauchen wieder auf und rufen danach angeschaut zu werden. Miriam unterzieht sich einer ganz neuen Therapie, die verspricht, das nach ein bis zwei Sitzungen ihre traumatischen Erlebnisse in der Kindheit ab sofort Geschichte sind. Doch irgendetwas geht schief und Miriam sieht sich nach der Behandlung ihrem kindlichen Ich gegenüber, mit Namen Jonna und Jonna ist einfach Zucker, und sieht sich von nun an auf Schritt und Tritt begleitet.

Jonna erklärt Miriam die Welt, die Welt ihrer Kindheit und die Welt, die sich Miriam so mühevoll aufgebaut und konstruiert hat und die mit jedem Jonna-Gespräch mehr und mehr Risse bekommt. Miriam kann ihre harte Geschäftsfrauenmentalität kaum mehr aufrecht erhalten, denn als auch noch der verletzte und mittlerweile verfolgte Journalist Alex bei ihr auftaucht, den sie aus zugegebener weise niederträchtigen Gründen kontaktiert hat und der ihr auf ganz authentische und warmherzige Art und Weise einen Spiegel vorhält und von seinem Glauben erzählt, stellt Miriam ihr selbst aufgebautes Weltbild mehr und mehr in Frage und auch ihr Gewissen nicht länger ignorieren.....

Thomas Franke hat einen ganz wunderbaren und tiefgründigen Roman über die Kraft des kindlichen Glaubens und der Vergebung geschrieben, der so mitreißend spannend, humorvoll, eine tolle Sprache hat, die klar und auch sensibel sein kann, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Mir wurde als Leser aufgezeigt, wie wichtig es ist meine Brille abzusetzen und die Jesus-Brille aufzusetzen, dank Jonna, ich liebe sie, und wie stark und erfüllend ein kindlicher Glaube sein kann.

Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 12.10.2022

Weihnachten, ach Weihnachten!

Obendrüber, da schneit es
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In einer großen Stadt in Deutschland, in einer Straße, einem großen alten Mietshaus, wie sie überall in den Städten stehen und in denen so unterschiedliche Menschen wohnen, gibt es eine große Gemeinsamkeit:

Weihnachten, ...

In einer großen Stadt in Deutschland, in einer Straße, einem großen alten Mietshaus, wie sie überall in den Städten stehen und in denen so unterschiedliche Menschen wohnen, gibt es eine große Gemeinsamkeit:

Weihnachten, jedes Jahr wieder und jeder aus diesem besonderen Haus will es anders verbringen oder gar nicht oder besonders schön mit diesem gewissen Etwas und hat große Erwartungen.

Erwartungen können schön sein und die Vorfreude prickelnd und auf der anderen Seite viel Ärger verursachen. Ärger in Form von Enttäuschung, unausgesprochenen Erwartungen, Hektik, Genervt sein, Einsamkeit und die Beziehungen in der Familie sind in dieser Zeit besonders anfällig und zerbrechlich und meistens geht ja auch etwas schief oder alles.

So auch in diesem Haus mit seinen unterschiedlichen Menschen,. Ein mittleres Ehepaar, dessen Mittelpunkt die perfekte Gans am Heiligabend sein soll, eine alleinerziehende Mutter mit ihrer kleinen Tochter, die das erste Mal Weihnachten nur zu zweit feiern, ein junges verliebtes Pärchen, das denkt, nichts kann ihre Liebe erschüttern bis Weihnachten kommt, eine junge und mollige Chorsängerin, die dem Chorleiter irgendwie ihre Liebe am Heiligabend gestehen will, doch.... und ein junger Pfarrer, der darum ringt seiner Gemeinde die echte Weihnachtsbotschaft in den verschiedenen Gottesdiensten zu übermitteln und den es einfach von den Füßen haut, weil es obendrüber schneit und nicht zu vergessen und gerade die beiden fühlen sich oft vergessen, gerade an Weihnachten, zwei einsame und ältere Menschen, die eine mit ihrer Vergangenheit so gut wie versöhnt und der andere verbittert. Sie alle sehen dem Heiligen Abend mit ihren ganz speziellen Erwartungen und Wünschen entgegen und dann.....

...dann geschieht ein besonderes Wunder und alle in diesem ganz normalen Mietshaus feiern Weihnachten zusammen.

"Der Weihnachtsbaum war so schön wie noch nie, und die Einsamkeit, die grau in der Ecke gelauert hatte, um auf einen guten Moment zu warten, an dem sie sich im Laufe des Abends zu voller Grüße entfalten konnte, hatte sich überrascht verzogen. Sie würde sich ein anderes Weihnachtszimmer suchen müssen, hier war es plötzlich zu voll geworden für sie."

Astrid Ruppert hat es wirklich geschafft einen durchaus realistischen Weihnachtsabend in einer wunderschönen und fast poetischen Sprache zu schildern und den Leser in dieses besondere Glück von Weihnachten mitzunehmen.

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