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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.07.2017

Moralisch nicht immer ganz einwandfrei

Ich bin die Nacht
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Francis Ackerman junior ist ein Serienkiller, der bisher noch nicht gefasst wurde. Denn er wurde seit seiner Kindheit dazu ausgebildet. Wer macht so etwas und warum? Für Ackerman ist es immer ein Spiel; ...

Francis Ackerman junior ist ein Serienkiller, der bisher noch nicht gefasst wurde. Denn er wurde seit seiner Kindheit dazu ausgebildet. Wer macht so etwas und warum? Für Ackerman ist es immer ein Spiel; er gibt seinen Opfer aber entweder die sprichwörtliche Wahl zwischen „Pest und Cholera“ oder aber er stellt Aufgaben, von denen er sich sicher ist, dass seine Opfer sie nicht schaffen werden. Denn er betont immer wieder, dass er noch nie verloren hat.
Der Leser erfährt dies aus der Perspektive Ackermans, vorher jedoch gibt es einen Einblick in die Sicht der zukünftigen Opfer.
Die zweite Hauptperspektive ist die von Marcus William, einem ehemaligen Polizisten, der eine Farm von seiner Tante geerbt hat und schon an seinem ersten Abend in Asherton in eine Schlägerei gerät, weil er die Tochter des Sheriffs verteidigt.
Bald schlägt Ackerman in Asherton zu und William wird in die Ereignisse verwickelt.

Eine Buch, das brutal ist, mit vielen Morden an Unschuldigen, das spannende Einsichten in die Perspektive eines Serienmörders bietet und das oftmals Moralvorstellungen beinhaltet, die den meinen nicht entsprechen. Manchmal war es mir zu "amerikanisch". Aber auch ein Buch, dass es schafft, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, zum Nachdenken anregt und in dem bis zum Ende viel passiert, manch eine Wendung erahnbar, andere zumindest für mich nicht in dem Ausmaße vorhersehbar.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Figuren
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 14.04.2026

Mehr Tiefe wäre gut gewesen

Witch of the Wolves - Halbmond Erbe
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Okay, eine Mischung aus Werwolf- und Hexenraum beziehungsweise diese beiden Wesen, die in einer gemeinsamen Welt existieren - da war ich neugierig.
Cordelia ist eine Hexe ohne Zirkel-Zugehörigkeit und ...

Okay, eine Mischung aus Werwolf- und Hexenraum beziehungsweise diese beiden Wesen, die in einer gemeinsamen Welt existieren - da war ich neugierig.
Cordelia ist eine Hexe ohne Zirkel-Zugehörigkeit und lebt seit dem Tod ihrer Mutter bei ihrer Tante in London. Ihren Vater kennt sie nicht.
Als die Apotheke ihrer Tante überfallen wird, wird sie von dem Werwolf Bishop gerettet, der sie jedoch im Auftrag ihres Vaters zu ihm bringen sollte. Denn ihr Vater ist Anführer eines Werwolfrudels und Cordelia lebt mit dieser Mischung aus Hexe und Werwolf überaus gefährlich. Sie ist kein Mitglied eines Zirkels, aber wird sie im Rudel akzeptiert werden?
Eine durchaus interessante Ausgangssituation, allerdings hat sich meiner Meinung nach der Hauptteil des Buches mehr auf die Geschichte zwischen Bishop und Cordelia fokussiert und ich hätte gerne mehr über diese Welt und ihre Wesen gelesen.
Dennoch insgesamt eine noch gute Lektüre, die nicht mit einem großen Cliffhanger endet.

Veröffentlicht am 11.04.2026

Ermittlungen einer Hofjungfer

Lady Grace Mysteries
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Lady Grace wurde nach dem Tod ihrer Mutter von Königin Elisabeth I unter die Fittiche genommen und nun soll sie heiraten. Auf ihrem ersten richtigen Ball darf sie zwischen drei Verehrern wählen. Die Auswahl ...

Lady Grace wurde nach dem Tod ihrer Mutter von Königin Elisabeth I unter die Fittiche genommen und nun soll sie heiraten. Auf ihrem ersten richtigen Ball darf sie zwischen drei Verehrern wählen. Die Auswahl ist nicht gerade die Beste, der Eine ist wenigstens jung, auch wenn er in ihrer Gegenwart nur stottert und er ist verarmt. Ein anderer ist viel zu alt und ein Dritter ist doch sehr aufdringlich. Wie soll sie sich da nur entscheiden? Es lässt sich nicht herauszögern.
Einer der zurückgewiesenen Kandidaten kann damit nicht umgehen, betrinkt sich - und ist am nächsten Morgen tot. Wer war das? Einer der Konkurrenten oder jemand anderes?
Lady Grace ermittelt gemeinsam mit ihren beiden Freunden dem Dienstmädchen Ellie und dem Akrobaten Masou.
Es gibt immer wieder historische Details zum damaligen Leben und der Roman ist in Tagebuch-Form geschrieben. Lady Grace ist mir etwas zu "modern" und der Krimiaspekt hätte gerne etwas spannender sein können und die Leserinnen und Leser in die Irre führen können.
Dennoch insgesamt recht unterhaltsam, vor allem für die Zielgruppe mit wenig Krimi-Erfahrungen.

Veröffentlicht am 11.02.2026

Magie und Piraten

Nightweaver
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Magie und Piraten - bei der Mischung war ich wirklich sehr neugierig, wie das Thema umgesetzt wird.
Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist eine düstere Welt und das Meer spielt eine große Rolle.
Die ...

Magie und Piraten - bei der Mischung war ich wirklich sehr neugierig, wie das Thema umgesetzt wird.
Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist eine düstere Welt und das Meer spielt eine große Rolle.
Die magischen Nightweaver leben an Land, während die Menschen auf dem Meer leben. So auch Aster und ihre Familie. Aber dann greifen Monster an, es kommt zu Verlusten in der Familie und die Menschen ziehen es dann doch vor, für die Nightweaver an Land zu arbeiten. Aber Aster vermisst ihr freies Leben als Piratin auf dem Meer. Andererseits fühlt sie sich zu einem der Nightweaver - Will - hingezogen.
Eine gute Idee, spannend erzählt, allerdings gegen Ende verliert sich diese Spannung leider ein wenig; diese Vorträge haben mir nämlich nicht so recht gefallen.
Dennoch bin ich neugierig auf den nächsten Band, der unabhängig von diesem zu lesen sein soll. Denn diese Verbindung von Magie und Piraterie hat schon etwas.

Veröffentlicht am 02.02.2026

Schulleben

The Academy
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Bei diesem Hörbuch wird man mitgenommen an ein aufregendes Schuljahr an der Tiffin Academy. In einem Ranking befindet sich die Schule auf einmal auf Platz zwei statt auf den hinteren Plätzen. Wie kann ...

Bei diesem Hörbuch wird man mitgenommen an ein aufregendes Schuljahr an der Tiffin Academy. In einem Ranking befindet sich die Schule auf einmal auf Platz zwei statt auf den hinteren Plätzen. Wie kann das sein? Hängt das mit der neuen App zusammen? Die hat es nämlich in sich - pikante, brisante, interessante Interna werden hier gepostet und so manch einer bloß gestellt, seien es nun Angestellte oder Schülerinnen und Schüler. Keiner kann sich sicher fühlen.
Die Perspektive wechselt sehr oft und anfangs musste ich gut aufpassen, um die einzelnen Personen einzuordnen. Besonders interessant fand ich Charlie, die neue Schülerin, die nur aufgenommen wurde, weil sich Ende des vorherigen Schuljahres eine Schülerin das Leben genommen hat und somit ein Zimmer frei war. Charlie zieht ihr eigenes Ding durch, kleidet sich, wie sie möchte, liebt Pflanzen und Bücher. Aber trotzdem erregt sie die Aufmerksamkeit von East, dem Badboy der Schule, der sich so einiges leisten kann, weil sein Vater so viel finanziert. Dann ist da noch die junge Lehrerin Simone Bergeron, die auch neu ist und sich bei den Schülerinnen anbiedert.
Viele Perspektiven und breite Einblicke, mehr zum Schulleben als zu der mysteriösen App. Zwischendurch passiert nicht so viel, dann wieder mehr.
Insgesamt recht unterhaltsam und gut vorgelesen von der Sprecherin Sandra Voss, der ich immer wieder gerne zuhöre.