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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.09.2017

Langatmig und erst am Ende spannend

Totenstarre
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Die Forensikerin Kay Scarpetta ermittelt hier nun schon in ihrem 24. Fall. Ich habe nicht alle Bücher der Reihe gelesen, doch die ersten und dann immer mal wieder einzelne Bände der Reihe, darum habe ich ...

Die Forensikerin Kay Scarpetta ermittelt hier nun schon in ihrem 24. Fall. Ich habe nicht alle Bücher der Reihe gelesen, doch die ersten und dann immer mal wieder einzelne Bände der Reihe, darum habe ich mich sehr über einen neuen Fall gefreut.
Boston leidet unter einer großen Hitzewelle. Kay Scarpetta erhält seit ungefähr einer Woche immer wieder Anrufe eines Stalkers, der sich sehr gut in ihrer Vergangenheit auszukennen scheint. Dann wird sie zur Leiche einer Radfahrerin gerufen, der sie an dem Tag zweimal begegnet ist. Alles deutet auf Tod durch Blitzschlag hin, aber ein Gewitter war bei dem Wetter nicht in Sicht, dann doch ein elektrischer Schlag?
Leider zeugt dieser Fall von so einigen sprachlichen Irrungen und Wirrungen, er zieht sich einfach zu sehr in die Länge und ich vermisse die frühere Tatkraft. Es war ein schönes "Wiedersehen" mit Kay Scarpetta und auch die private Geschichte hat mich interessiert, doch insgesamt hätte dem Buch eine Straffung gut getan. Das Ende konnte mich dann wieder vollends überzeugen und in den Bann ziehen. Ich hoffe, der nächste Fall wird dann wieder "rasanter" gelöst und verliert sich nicht in scheinbar endlosen Dialogen oder einem ewig langen Weg zum Tatort.

Veröffentlicht am 14.08.2017

Marlène und Vianne

Rendezvous im Café de Flore
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Marlène und Jean-Louis fahren zu ihrem Hochzeitstag nach Paris. Marlène schwelgt in Erinnerungen, da sie in Paris vor vielen Jahren ein Studium der Kunstgeschichte begonnen hat, ihr Mann erliegt jedoch ...

Marlène und Jean-Louis fahren zu ihrem Hochzeitstag nach Paris. Marlène schwelgt in Erinnerungen, da sie in Paris vor vielen Jahren ein Studium der Kunstgeschichte begonnen hat, ihr Mann erliegt jedoch so gar nicht dem Charme der Stadt der Liebe und so treten die Eheprobleme während dieser Reise nur noch deutliche zutage als zu Hause. Ein Streit eskaliert am Hochzeitstag, Marlène geht alleine ins Musée du Quai d'Orsay und sieht dort das Bild einer Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Wer war diese Frau? Gemeinsam mit einem Verbündeten macht sie sich auf die Suche.
Vianne flieht 1928 aus der Provinz nach Paris, um ihren Traum, Botanikerin zu werden, zu verwirklichen. Doch schon rasch wird sie mit der Realität konfrontiert und verliert ihre Naivität. Dennoch ist sie begeistert von Paris, lernt David, einen englischen Maler und mit ihm das Leben der Bohème kennen und lieben. Doch das Zusammenleben mit einem Künstler ist nicht immer einfach...

Eine Hommage an die Stadt Paris, die man während der Lektüre auf vielen Spaziergängen entdeckt, sei es nun in der Gegenwart oder der Vergangenheit.
Die Geschichte von Vianne mit ihren historischen Beschreibungen und Entwicklungen hat mir viel besser gefallen als die Geschichte übetr Marlène, mit der ich nicht so recht warm geworden bin. Außerdem war mir ihre Vorgehensweise nicht immer nachvollziehbar.
Eine leichte Lektüre, die gegen Ende nachdenklich stimmt.

Veröffentlicht am 17.07.2017

Grausame Mordserie

Shutter Man
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Ein Fall, der weit in die persönliche Vergangenheit von Detective Kevin Byrnes zurückreicht, aber wie hängt alles zusammen? Im Mittelpunkt steht die seit drei Generationen verbrecherische Familie Farren, ...

Ein Fall, der weit in die persönliche Vergangenheit von Detective Kevin Byrnes zurückreicht, aber wie hängt alles zusammen? Im Mittelpunkt steht die seit drei Generationen verbrecherische Familie Farren, denn sie kommt sowohl in den Rückblicken als auch in der Gegenwart vor.
In der Gegenwart ermittelt Kevin Byrnes in einem grausamen Mord an einer gesamten Familie; der Frau wurde zusätzlich zur Exekution noch die Gesichtshaut abgezogen. Schon bald gibt es einen ähnlichen Mord und es wird eine Sonderkommission eingerichtet.
Anfangs gibt es viele unterschiedliche Erzählperspektiven und Stränge, auf unterschiedlichen Zeitebenen; bei einem Strang versteht man erst ziemlich weit am Ende, wie dieser mit der Geschichte zusammenhängt. Trotz der unterschiedlichen Perspektiven, steht die von Detective Byrnes und noch die von seiner ehemaligen Partnerin Jessica Balzano, die mittlerweile als Staatsanwältin arbeitet, im Mittelpunkt. Der Leser ist in einigen Punkten Byrnes voraus, anderes erfährt man erst im Laufe der Lektüre.
Eine spannende Lektüre, manchmal etwas zu viele Details aus der Arbeit der Polizei oder der Staatsanwaltschaft, die nicht immer notwendig waren für den Fortlauf der Geschichte.
Am Ende nimmt die Geschichte noch einmal an Fahrt auf und überrascht.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 06.07.2017

Moralisch nicht immer ganz einwandfrei

Ich bin die Nacht
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Francis Ackerman junior ist ein Serienkiller, der bisher noch nicht gefasst wurde. Denn er wurde seit seiner Kindheit dazu ausgebildet. Wer macht so etwas und warum? Für Ackerman ist es immer ein Spiel; ...

Francis Ackerman junior ist ein Serienkiller, der bisher noch nicht gefasst wurde. Denn er wurde seit seiner Kindheit dazu ausgebildet. Wer macht so etwas und warum? Für Ackerman ist es immer ein Spiel; er gibt seinen Opfer aber entweder die sprichwörtliche Wahl zwischen „Pest und Cholera“ oder aber er stellt Aufgaben, von denen er sich sicher ist, dass seine Opfer sie nicht schaffen werden. Denn er betont immer wieder, dass er noch nie verloren hat.
Der Leser erfährt dies aus der Perspektive Ackermans, vorher jedoch gibt es einen Einblick in die Sicht der zukünftigen Opfer.
Die zweite Hauptperspektive ist die von Marcus William, einem ehemaligen Polizisten, der eine Farm von seiner Tante geerbt hat und schon an seinem ersten Abend in Asherton in eine Schlägerei gerät, weil er die Tochter des Sheriffs verteidigt.
Bald schlägt Ackerman in Asherton zu und William wird in die Ereignisse verwickelt.

Eine Buch, das brutal ist, mit vielen Morden an Unschuldigen, das spannende Einsichten in die Perspektive eines Serienmörders bietet und das oftmals Moralvorstellungen beinhaltet, die den meinen nicht entsprechen. Manchmal war es mir zu "amerikanisch". Aber auch ein Buch, dass es schafft, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, zum Nachdenken anregt und in dem bis zum Ende viel passiert, manch eine Wendung erahnbar, andere zumindest für mich nicht in dem Ausmaße vorhersehbar.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Figuren
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 12.06.2026

Die Spannung steigert sich langsam

Untergang - Jensen und Sander ermitteln
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Es beginnt mit der Untergang der Estonia im Jahr 1994, eine furchtbare Katastrophe, bei der es lange Ermittlungen gab, weshalb die Fähre gesunken ist. Die Beschreibungen sind mir unter die Haut gegangen.

Danach ...

Es beginnt mit der Untergang der Estonia im Jahr 1994, eine furchtbare Katastrophe, bei der es lange Ermittlungen gab, weshalb die Fähre gesunken ist. Die Beschreibungen sind mir unter die Haut gegangen.

Danach verlangsamte sich meiner Meinung nach das Tempo wieder, es gab viele Zeitsprünge und Perspektivenwechsel, aber spätestens bei einem Anschlag in Stockholm war die Spannung wieder da - dazu möchte ich aber nicht mehr schreiben.

Es wird sehr persönlich für Michael Sander und er muss gut abwägen, was er tut und die Konsequenzen seiner Aktionen holen ihn auch schon bald ein.

Die Ereignisse tangieren nicht nur einen Geheimdienst und man erhält Einblicke in Vorgehensweisen, Reaktionen und - mehr oder weniger - geschickten Tangierens. Die Ereignisse um den Untergang der Estonia werden verknüpft mit aktuellen Bezügen und Russland plant, seine Karten geschickt auszuspielen.

Das Ende war für mich nicht so passend, aber da sind die Geschmäcker ja verschieden.

Der Sprecher Josef Vossenkuhl konnte die manchmal verzwickte Geschichte gut vorlesen.