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Lenna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2023

Eine andere Welt

Als wir Vögel waren
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"Als wir Vögel waren" von Ayanna Lloyd Banwo ist ein sehr außergewöhnliches Buch, das die Leserin in eine andere Welt entführt. Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen und zwischendurch ...

"Als wir Vögel waren" von Ayanna Lloyd Banwo ist ein sehr außergewöhnliches Buch, das die Leserin in eine andere Welt entführt. Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen und zwischendurch weiß man nicht mehr, was ausgedacht ist und was der Wirklichkeit entsprechen könnte. Die ganze Geschichte liest sich wie ein weit entfernter Traum.
Den Inhalt des Romans kann ich an dieser Stelle gar nicht richtig in Worte fassen, da so unheimlich viel und gleichzeitig wenig passiert. Zu den beiden Hauptfiguren, Yejide und Darwin, habe ich ehrlich gesagt keinen persönlichen Zugang gefunden. Sie blieben vom Anfang bis zum Ende irgendwie für mich unerreichbar, obwohl ich sie beide als Figuren unheimlich spannend fand. Diese Distanz habe ich aber nicht nur gegenüber den Figuren empfunden, sondern auch gegenüber der Geschichte selbst. Woran das konkret gelegen haben mag, weiß ich bis jetzt nicht.
Trotzdem hat mich das Buch während des Lesens in seinen Bann gezogen gehabt, in eine ferne Welt, aus der ich erst am Ende der Lektüre wieder aufgetaucht bin.

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Veröffentlicht am 04.03.2023

Ein weiblicher Text

Ein Geist in der Kehle
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Das erste, was meine Neugierde bei diesem Buch geweckt hat, war tatsächlich der Titel des Buches und nicht das Buchcover. Das Cover an sich ist nicht schlecht, aber durch den ungewöhnlichen Titel tritt ...

Das erste, was meine Neugierde bei diesem Buch geweckt hat, war tatsächlich der Titel des Buches und nicht das Buchcover. Das Cover an sich ist nicht schlecht, aber durch den ungewöhnlichen Titel tritt es tatsächlich eher in den Hintergrund.
Die Geschichte selbst ist in etwa so ungewöhnlich wie der Titel den sie trägt. Im Vordergrund steht eine Frau, eine junge Mutter, die ihr Alltagsleben beschreibt. Gleichzeitig setzt sich diese Frau intensiv mit einer Frau und Schriftstellerin des 18. Jahrhunderts auseinander. Immer wieder wechseln wir zwischen der Gegenwart und Recherchen zur Vergangenheit. Immer geht es um das Leben und Wirken von Frauen. Diese Beschreibungen des 'Frau-Seins', des Weiblichen haben mich von Anfang an fasziniert. Die Art des Erzählens ist dabei jedoch etwas eigensinnig. Spannung und Kurzweiligkeit sucht man Vergebens. Deswegen ist dieses Buch auch nicht für eine schnelle Lektüre geeignet. Man muss sich Zeit nehmen und die Sätze und Kapitel auf sich wirken lassen und muss eine innere Ruhe finden; für ein schnelles Lesevergnügen ist das Buch definitiv ungeeignet.

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Veröffentlicht am 04.02.2023

Ganz nett

Im Zweifel für das Monster
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Ich muss ehrlich gestehen, dass das Buch mich von Anfang bis Ende nicht wirklich packen konnte. Dabei war die Geschichte an sich wirklich gut angelegt und die Idee erfrischend: Daniel, die Hauptfigur, ...

Ich muss ehrlich gestehen, dass das Buch mich von Anfang bis Ende nicht wirklich packen konnte. Dabei war die Geschichte an sich wirklich gut angelegt und die Idee erfrischend: Daniel, die Hauptfigur, ist im Grunde ein ganz normaler Anwalt mit gutem Gehalt. Alles ist so wie man sich den Alltag eines Anwaltes vorstellt, allerdings taucht dann plötzlich ein Monster auf und wir als Leserinnen erfahren, dass Daniel dieses Monster schon als Kind kannte und fürchtete. Nun ja, dieses Monster hat aber erstaunlicher Weise nichts Böses vor, sondern möchte vor Gericht vertreten werden. - An sich klingt diese Geschichte erst einmal wirklich kurios und gelungen. Trotzdem konnte ich nicht richtig in die Handlung hineinfinden und die Figuren blieben fast durchweg ziemlich platt und blass... Irgendwann kam in die Geschichte auch etwas Spannung hinein, die sich jedoch gegen Ende des Buches wieder verlor...
Das muss natürlich nicht alles unbedingt am Buch und seiner Story gelegen haben - vielleicht habe ich es einfach zum falschen Zeitpunkt gelesen - das kommt ja schon einmal vor.
Wer also auf kuriose Storys steht, sollte sein Glück vielleicht einfach versuchen und sich eine eigene Meinung bilden.

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Veröffentlicht am 28.11.2022

Nette Geschichte mit sympathischen Gaunern

Die Unverbesserlichen – Der große Coup des Monsieur Lipaire (Die Unverbesserlichen 1)
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Die beiden Autoren Klüpfel und Kobr waren mir bisher tatsächlich noch unbekannt, sodass ich ganz unvoreingenommen mit der Geschichte rund um Guillaume Lipaire (Wilhelm Liebherr) starten konnte. Das Buchcover ...

Die beiden Autoren Klüpfel und Kobr waren mir bisher tatsächlich noch unbekannt, sodass ich ganz unvoreingenommen mit der Geschichte rund um Guillaume Lipaire (Wilhelm Liebherr) starten konnte. Das Buchcover finde ich schön gestaltet und ich habe mich sehr über das integrierte Leseband (drei Bändern mit den französischen Farben) gefreut. Erzählt wird die Gaunerbanden-Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, sodass ich eine Weile gebraucht habe um in die Handlung hineinzukommen und alle wichtigen Figuren kennenzulernen. Guillaume Lipaire alias Wilhelm Liebherr ist eine sehr interessante Figur - allein die Tatsache, dass er sich als Franzose ausgibt, macht ihn schon spannend. Ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn ich eine weitere Facette an ihm entdecken konnte. Trotz dieser Faszination bin ich aber schlussendlich nicht 100 Prozent mit ihm warm gewordenen - dafür war er mir an vielen Stelle einfach zu aalglatt. Ähnlich erging es mir auch mit den anderen Figuren - alle waren auf ihre Weise gelungen, aber trotzdem fehlte da ein kleiner Aspekt, der sie mir auf Abstand hielt.
Ähnlich verhielt es sich dann auch mit der Geschichte selbst. Die Gaunerbande an sich war wirklich gelungen und ich musste an vielen Punkten schmunzeln - an Humor fehlt es definitiv nicht. Trotzdem zog sich die Handlung an einigen Stellen, sodass ich zwischenzeitlich eine kleine Leseflaute hatte. Am Ende ist es immer eine Geschmacksache welche Länge man bei einer Geschichte bevorzugt - für mich hätte es hier tatsächlich etwas kürzer (zumindest an einigen Stellen) sein dürfen.

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Veröffentlicht am 24.10.2022

Sehr düster

Die Legenden von Andor: Varkurs Erwachen
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Ehrlich gesagt kannte und kenne ich das Spiel 'Die Legende von Andro' nicht und ich hatte auch noch nie davon gehört. Dementsprechend bin ich sehr unvoreingenommen in das Graphic Novel gestartet. Die Zeichnungen ...

Ehrlich gesagt kannte und kenne ich das Spiel 'Die Legende von Andro' nicht und ich hatte auch noch nie davon gehört. Dementsprechend bin ich sehr unvoreingenommen in das Graphic Novel gestartet. Die Zeichnungen sind unfassbar schön und sehr gelungen. Ich konnte mich an ihnen gar nicht satt sehen und habe die Seiten oft sehr lange einfach nur betrachtet. Text gibt es im Buch relativ wenig, sodass das Graphic Novel, wenn man einfach nur liest und wenig betrachtet, ziemlich schnell ausgelesen werden kann. Die Geschichte selbst hat mich dann jedoch traurig gestimmt. Varkur als Hauptfigur hat einen wirklich steinigen Weg in der Story zu gehen. Seine Geschichte ist unheimlich düster und zum Teil grauenvoll, sodass ich mit ihm richtig mitgelitten habe. Ich weiß nicht, ob es eine Altersfreigabe für Kinder gibt, aber jüngeren Lesern würde ich die Geschichte nicht empfehlen.
Für Fans des Spiels ist das Graphic Novel sicherlich eine wunderbare Erfahrung. Zudem stellt es eine Erweiterung des Spiels dar, da in den Außenklappen des Covers Spielerweiterungskarten abgedruckt sind. Für mich persönlich war die Geschichte etwas zu düster, obwohl mich die Gestaltung des Buches sehr beeindruckt hat.

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