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Lenna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.11.2022

Nette Geschichte mit sympathischen Gaunern

Die Unverbesserlichen – Der große Coup des Monsieur Lipaire (Die Unverbesserlichen 1)
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Die beiden Autoren Klüpfel und Kobr waren mir bisher tatsächlich noch unbekannt, sodass ich ganz unvoreingenommen mit der Geschichte rund um Guillaume Lipaire (Wilhelm Liebherr) starten konnte. Das Buchcover ...

Die beiden Autoren Klüpfel und Kobr waren mir bisher tatsächlich noch unbekannt, sodass ich ganz unvoreingenommen mit der Geschichte rund um Guillaume Lipaire (Wilhelm Liebherr) starten konnte. Das Buchcover finde ich schön gestaltet und ich habe mich sehr über das integrierte Leseband (drei Bändern mit den französischen Farben) gefreut. Erzählt wird die Gaunerbanden-Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, sodass ich eine Weile gebraucht habe um in die Handlung hineinzukommen und alle wichtigen Figuren kennenzulernen. Guillaume Lipaire alias Wilhelm Liebherr ist eine sehr interessante Figur - allein die Tatsache, dass er sich als Franzose ausgibt, macht ihn schon spannend. Ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn ich eine weitere Facette an ihm entdecken konnte. Trotz dieser Faszination bin ich aber schlussendlich nicht 100 Prozent mit ihm warm gewordenen - dafür war er mir an vielen Stelle einfach zu aalglatt. Ähnlich erging es mir auch mit den anderen Figuren - alle waren auf ihre Weise gelungen, aber trotzdem fehlte da ein kleiner Aspekt, der sie mir auf Abstand hielt.
Ähnlich verhielt es sich dann auch mit der Geschichte selbst. Die Gaunerbande an sich war wirklich gelungen und ich musste an vielen Punkten schmunzeln - an Humor fehlt es definitiv nicht. Trotzdem zog sich die Handlung an einigen Stellen, sodass ich zwischenzeitlich eine kleine Leseflaute hatte. Am Ende ist es immer eine Geschmacksache welche Länge man bei einer Geschichte bevorzugt - für mich hätte es hier tatsächlich etwas kürzer (zumindest an einigen Stellen) sein dürfen.

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Veröffentlicht am 24.10.2022

Sehr düster

Die Legenden von Andor: Varkurs Erwachen
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Ehrlich gesagt kannte und kenne ich das Spiel 'Die Legende von Andro' nicht und ich hatte auch noch nie davon gehört. Dementsprechend bin ich sehr unvoreingenommen in das Graphic Novel gestartet. Die Zeichnungen ...

Ehrlich gesagt kannte und kenne ich das Spiel 'Die Legende von Andro' nicht und ich hatte auch noch nie davon gehört. Dementsprechend bin ich sehr unvoreingenommen in das Graphic Novel gestartet. Die Zeichnungen sind unfassbar schön und sehr gelungen. Ich konnte mich an ihnen gar nicht satt sehen und habe die Seiten oft sehr lange einfach nur betrachtet. Text gibt es im Buch relativ wenig, sodass das Graphic Novel, wenn man einfach nur liest und wenig betrachtet, ziemlich schnell ausgelesen werden kann. Die Geschichte selbst hat mich dann jedoch traurig gestimmt. Varkur als Hauptfigur hat einen wirklich steinigen Weg in der Story zu gehen. Seine Geschichte ist unheimlich düster und zum Teil grauenvoll, sodass ich mit ihm richtig mitgelitten habe. Ich weiß nicht, ob es eine Altersfreigabe für Kinder gibt, aber jüngeren Lesern würde ich die Geschichte nicht empfehlen.
Für Fans des Spiels ist das Graphic Novel sicherlich eine wunderbare Erfahrung. Zudem stellt es eine Erweiterung des Spiels dar, da in den Außenklappen des Covers Spielerweiterungskarten abgedruckt sind. Für mich persönlich war die Geschichte etwas zu düster, obwohl mich die Gestaltung des Buches sehr beeindruckt hat.

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Veröffentlicht am 20.09.2022

Spiel mit der Wirklichkeit

Lukusch
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Bei 'Lukusch' von Benjamin Heisenberg wusste ich nie so wirklich woran ich eigentlich bin. Natürlich wurden den Leser*innen reichlich Informationen zur Verfügung gestellt - wie die vor der Atomkatastrophe ...

Bei 'Lukusch' von Benjamin Heisenberg wusste ich nie so wirklich woran ich eigentlich bin. Natürlich wurden den Leser*innen reichlich Informationen zur Verfügung gestellt - wie die vor der Atomkatastrophe geflüchteten Kinder - aber wohin die Geschichte führen sollte, das blieb sehr lange vage und offen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht zum einen Anton Lukusch aus der Ukraine stammend und aufstrebendes Schachtalent zum anderen sein deutscher Mitschüler Simon Ritter, der sich nach Jahren auf die Suche nach Antons Verbleib macht. Das allein klingt zunächst wenig spannend. Das Ganze wird jedoch mysteriöser und dramatischer durch das vorangegangene Vorwort des Herausgebers. Darin wird die nachfolgende Geschichte als real bezeichnet und vom Verschwinden Simon Ritters, aufgrund seiner Recherche, gesprochen. Diese Andeutung eines wahren Verbrechens gibt der ganzen Story den gewissen Kick und hat mich an der ein oder anderen Stelle eigene Nachforschungen via Google anstellen lassen. Ich will an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber Benjamin Heisenberg versteht es auf brillante Weise Realität und Fiktion miteinander zu verweben, sodass man am Ende nicht mehr wirklich weiß, was nun ausgedacht und was der Wirklichkeit entspricht. Dieses Spiel mit der Realität hat mich besonders an dem Buch interessiert und fasziniert, die ganze Schachgeschichte ehrlich gesagt eher weniger.

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Veröffentlicht am 05.09.2022

Verwinkelt

Das neunte Gemälde
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"Das neunte Gemälde" von Andreas Storm beinhaltet zunächst eine gute Mischung aus Verbrechen, Ermittlungen, historischen Hintergründen und einem Exkurs in die Kunstszene. Diese Mischung war es auch, die ...

"Das neunte Gemälde" von Andreas Storm beinhaltet zunächst eine gute Mischung aus Verbrechen, Ermittlungen, historischen Hintergründen und einem Exkurs in die Kunstszene. Diese Mischung war es auch, die von Anfang an meine Neugierde geweckt hatte. Schön fand ich auch, dass als Hauptfigur mal kein junger Ermittler genutzt wurde, sondern ein mittelalter Kunstexperte. Diese Figurenkonstellation fand ich sehr erfrischend.
Der Schreibstil war mir persönlich etwas zu trocken, wobei ich nicht genau benennen kann woran das konkret gelegen hat. Gerade am Anfang des Buches hatte ich Schwierigkeiten richtig in die Handlung hineinzufinden. Leider zog sich die Handlung auch, sodass erst gegen Ende des Buches mal etwas Spannung aufkam. Im Ganzen war die Geschichte unheimlich verwinkelt, sodass ich auch einige Male zurückblättern musste. Ich muss gestehen, dass mich die Story einfach nicht packen konnte. Wer jedoch auf sehr ausgeklügelte, verwinkelte und historisch zurückreichende Fälle in der Kunstszene steht, ist bei diesem Buch definitiv an der richtigen Adresse.

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Veröffentlicht am 31.07.2022

Distanziert distanzlos

Freizeit
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'Freizeit' von Carla Kaspari gehört zu jenen Büchern, die mich ratlos zurücklassen. Der Roman hat mich von Anfang bis zu seinem Ende irgendwie auf Abstand gehalten und mir ist immer noch nicht so wirklich ...

'Freizeit' von Carla Kaspari gehört zu jenen Büchern, die mich ratlos zurücklassen. Der Roman hat mich von Anfang bis zu seinem Ende irgendwie auf Abstand gehalten und mir ist immer noch nicht so wirklich klar, was die eigentliche Botschaft sein sollte. Erzählt wird durch und über Franziska eine Mittzwanzigerin, die in einer Art Selbstfindungsphase zu sein scheint. Als Leserin sehen wir die Welt durch Franziskas Augen. Dadurch entsteht eine gewisse Distanzlosigkeit, die jedoch durch die Art und Weise der Weltsicht und Beschreibung distanziert wirkt. Ich hatte immer das Gefühl zwischen unheimlicher Nähe und himmelweitem Abstand hin und her zu pendeln. Diese Erzählweise und auch Franziska als Figur habe ich deshalb nie richtig fassen können. Das heißt nicht, dass ich nicht viele der beschriebenen Situationen und Beobachtungen nicht kennen oder teilen würde. Oftmals wird mit akkurater Weise der Nagel der Zeit auf den Kopf getroffen. Mich hat das Buch schlussendlich nicht mitnehmen können, aber das lag wohl vielmehr an mir als am Roman selbst.

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