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Veröffentlicht am 15.11.2022

Kurzweilige RomCom

Ein Wintertraum in London
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Dieser Roman war vor allem eins: witzig. Manchmal sogar auf dem Level von 'na, das wirkt jetzt fast ein wenig zu gewollt lustig', aber dennoch rundum unterhaltsam. Ich könnte mir vorstellen, dass eine ...

Dieser Roman war vor allem eins: witzig. Manchmal sogar auf dem Level von 'na, das wirkt jetzt fast ein wenig zu gewollt lustig', aber dennoch rundum unterhaltsam. Ich könnte mir vorstellen, dass eine Verfilmung des Werkes eine herrlich amüsante RomCom ergeben würde - die ich mir definitiv anschauen würde.

Der Klappentext suggeriert eine süße, emotionale Geschichte, allerdings musste ich bei dieser Feel-Good-Story (die aus der Sicht des männlichen Protagonisten erzählt wird und nur zu Beginn zur Weihnachtszeit spielt bzw. sich über das Folgejahr erstreckt) weitaus häufiger grinsen als gerührt zum Taschentuch zu greifen. Tatsächlich blieb das ganz große Herzklopfen aus, doch die sympathischen Figuren entschädigten mich dafür mit jeder Menge Authentizität.

Nick und sein Mitbewohner aka bester Freund aka Ex-Arbeitskollege Matt sind wie Brüder und gehen dementsprechend unkompliziert miteinander um; sie hauen sich teilweise die dollsten Sprüche um die Ohren. Auch Nicks Gedanken (sowie generell alle Dialoge) sind sehr umgangssprachlich gehalten. Das meine ich nicht im negativen Sinne; sie sind nicht flapsig erzählt, sondern bestechen durch eine kreative Wortwahl, wirken absolut lebensnah und glaubwürdig. Sarah mochte ich unheimlich gerne und kann verstehen, dass Nick aufgrund ihrer bodenständigen, herzlichen Art direkt verzaubert war von ihrem Charme. Er geht entzückend mit ihrem jungen Sohn um - bei seiner ersten Begegnung mit Alfie musste ich schwer schlucken, so nahe ging mir die Verzweiflung des kleinen Knirpses.

Natürlich ist absehbar, wie das obligatorische Happy End aussehen wird, dennoch hätte ich mir bei der Auflösung des Konflikts etwas mehr Spannung gewünscht.

Meine Highlights waren die unerschütterliche Männerfreundschaft zwischen Nick und Matt sowie die Nebenfigur Izzy, die Nick (in seiner Santa-Rolle) als Elfe zur Seite gestellt wird und ihn mit ihrem spanischen Temperament zunächst ordentlich einschüchtert.

𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭: 4 ✰ ✰ ✰ ✰
Das erhoffte romantische Londoner Weihnachtsflair fiel unterm Strich flach aus, doch ich habe mich dank der locker-flotten, humorvollen Schreibweise der Autorin bestens unterhalten gefühlt und mochte die Figuren. Daher gibt es von mir eine Empfehlung für alle Fans von kurzweiligen Unterhaltungsromanen.

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Veröffentlicht am 06.11.2022

Perfekt für Austen-Neulinge!

Jane Austen. Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt
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Als bekennende Janeite war diese kleine Austen-Fibel ein klares MUST-Read für mich.



Seit nunmehr 20 Jahren, lange bevor die Regency-Ära dank Bridgerton en vogue wurde, bin ich restlos fasziniert von ...

Als bekennende Janeite war diese kleine Austen-Fibel ein klares MUST-Read für mich.



Seit nunmehr 20 Jahren, lange bevor die Regency-Ära dank Bridgerton en vogue wurde, bin ich restlos fasziniert von dieser Epoche und den Werken der mit einem unvergleichlichen Schreibtalent gesegneten Autorin. {Ihr Roman "Stolz und Vorurteil" ist das Buch meines Lebens - nicht im Sinne von: 'meine Lebensgeschichte ähnelt der von Elizabeth Bennet' (abgesehen von unserer gemeinsamen Liebe zur Literatur), sondern weil Lizzie, Mr. Darcy und Co. unverzichtbar für mich geworden sind. Ob Buch, Film, Hörbuch, ich bekomme nicht genug von diesem Meisterwerk.}



Vielleicht lag es also daran, dass ich bereits seit Ewigkeiten jegliches Regency-Detail begierig aufgesaugt, alle Austen-Romane inhaliert und verinnerlicht habe, dass dieses hübsche, kompakte Büchlein kaum neue Informationen für mich bereithielt. Längere Passagen sind beispielsweise den jeweiligen Romaninhalten (Plot, Themen) und -figuren gewidmet worden - alles bekannte Fakten für mich, doch ideal für alle Leser:innen, die sich vor ihrer ersten Austen-Lektüre mittels dieser charmant und leicht verständlich beschriebenen Details einen kleinen Überblick verschaffen möchten.



Zudem beleuchtet die Autorin Austens persönliche Lebensumstände und -stationen. Welche Personen spielten eine besondere Rolle in ihrem Leben, an welchen Orten hat sie gelebt, welche Faktoren beeinflussten ihr Schreiben? Für meinen Geschmack hätte dieser Aspekt gerne intensiver behandelt werden können, aber es las sich trotzdem nett. Am interessantesten fand ich die Kapitel zu den Schauplätzen der Austen-Romane sowie die Auflistung der zahlreichen Verfilmungen und Neuinterpretationen.



𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: 4.5 ✰ ✰ ✰ ✰

Austen-Newbies erhalten einen spannenden, umfassenden Einblick in die Welt von Jane Austen und die damaligen gesellschaftlichen Gepflogenheiten, die vor allem für Frauen sehr restriktiv waren; eingefleischte Austen-Fans erfreuen sich an den angenehm und unterhaltsam erzählten, jedoch größtenteils vertrauten Details.

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Veröffentlicht am 27.10.2022

Ideal für jugendliche Leser:innen

Kiss & Crime - Zeugenkussprogramm
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"Kiss & Crime - Zeugenkussprogramm" ist eine mit gelungenem Humor und durchaus spannender Action gewürzte Mischung aus Young-Adult-Romance und Krimi. Für mich war es das erste Werk der Autorin Eva Völler.

Natürlich ...

"Kiss & Crime - Zeugenkussprogramm" ist eine mit gelungenem Humor und durchaus spannender Action gewürzte Mischung aus Young-Adult-Romance und Krimi. Für mich war es das erste Werk der Autorin Eva Völler.

Natürlich könnte ich nun den Rotstift ansetzen und jene Punkte anführen, die mir - als erwachsene Leserin - mitunter aufgefallen sind, wie beispielsweise die teilweise sehr naiv wirkende weibliche Hauptfigur (die immerhin kurz vor der Volljährigkeit steht und deren Gedankengänge eher denen einer Fünfzehnjährigen ähneln) oder ein, zwei Wendungen, die mir unlogisch erschienen. Aber erstens: Fiktion und Fantasie müssen erlaubt sein. Ich brauche nicht immer die volle Dosis knallharte Realität. Wenn ich etwas rundum Logisches lesen möchte, schnappe ich mir ein Mathematikbuch. (Danke, nein.) Zweitens: Solch eine Bewertung fände ich unfair, weil die Autorin nichts falsch gemacht hat – sie schreibt modern-peppig, orientiert sich in puncto Wortwahl sowie Intensität der Action-Elemente perfekt an der Zielgruppe, und ich wusste schließlich im Vorfeld, dass es sich um einen Jugendroman handelt.

Zudem gab es einige Überraschungen, die mich tatsächlich packen und gut unterhalten konnten. Ich sage nur: der 'Baumeister'. Mein absolutes Highlight war Emilys Oma Gertie – eine erfolgreiche Autorin, die stets sündig heiße Liebesszenen über schmachtende Lords und Ladys in ihr Diktiergerät spricht und alles andere als ein tüdeliges Omchen ist.

Was ich allerdings - Altersgruppe hin oder her - anmerken muss, ist die fehlende Romantik zwischen Emily und Kalli, äh Pascal. Ja, da ist schon ein bisschen Schwärmerei im Spiel, aber gefühlt habe ich davon nichts beim Lesen, kein Herzklopfen, kein Prickeln. Überhaupt blieben sie beide, obwohl ja sogar die ganze Handlung aus Emilys Sicht erzählt wird (inklusive gelegentlicher Tagebucheinträge), etwas blass. Nicht tragisch, denn ich hatte mir das Buch immerhin aufgrund der ausgefallenen Story-Idee und nicht dezidiert auf der Suche nach einer Romanze ausgesucht, für mich war es quasi ein Rundumpaket – doch bei Leser:innen, die sich hauptsächlich auf große Gefühle zwischen der jungen Fast-Abiturientin und dem hotten Bodyguard/LKA-Personenschützer freuen, könnte diese Erwartungshaltung zu einer kleinen Enttäuschung führen.

Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut – ich liebe die Farbwahl, die goldenen Elemente und vor allem die Fingerabdrücke (in Herzform, clever!).

Fazit: Für die Zielgruppe (Altersempfehlung des Verlags: 14 Jahre) ist dieses Werk absolut gelungen. Es bietet ein angenehmes Level an Spannung, ohne dass sich jemand beim Lesen gruseln muss, hat einige Überraschungen auf Lager und ist toll geschrieben, daher gibt es von mir solide 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.10.2022

Nicht das erwartete Highlight, aber trotzdem gut

Weihnachtsreise zum Nordlicht
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Alle Jahre wieder … verzaubert Bestsellerautorin Sarah Morgan mich mit ihren herrlich stimmungsvollen, tiefgründigen Weihnachtsromanen, die stets vor einer wunderschönen Kulisse spielen und allerlei (Familien-)Drama ...

Alle Jahre wieder … verzaubert Bestsellerautorin Sarah Morgan mich mit ihren herrlich stimmungsvollen, tiefgründigen Weihnachtsromanen, die stets vor einer wunderschönen Kulisse spielen und allerlei (Familien-)Drama beinhalten.

Ihre Werke sind ein Muss für mich und bei jeder Story staune ich aufs Neue, wie spielerisch es ihr gelingt, mir binnen weniger Seiten die Figuren dermaßen nahezubringen, dass ich automatisch mit ihnen mitfiebere. "Weihnachtsreise zum Nordlicht" stellt keine Ausnahme dar; auch wenn es dieses Mal einen Tick länger dauerte, bis ich voll und ganz zwischen den Zeilen abtauchen konnte.

Erzählt wird - wie immer - aus mehreren Perspektiven. Ich verfolgte gebannt die interessante Dynamik zwischen den Charakteren, welche - again: wie immer - mit all ihren Ecken und Kanten so lebensnah ausgearbeitet worden sind, dass sie wie reale Menschen wirkten.

Das Setting war ein wahres Winter Wonderland - Schneeaktivitäten en masse.

Auch das Cover gefällt mir unheimlich gut (insbesondere der Hell-Dunkel-Kontrast), es passt hinsichtlich der Gestaltung perfekt zu den Covern der anderen Morgan-Romane in meinem Regal.

Der einzige Grund, weshalb ich 'nur' 4 Sterne vergebe, ist die Tatsache, dass ich des (trotz stets kreativer Ausschmückung) letztlich immer gleichbleibenden Plots langsam überdrüssig werde (= deprimierende Krisen und Streit in der Familie/ Partnerschaft/ Freundschaft, verborgene Konflikte bzw. aufgedeckte Geheimnisse, persönliche Probleme in Sachen Vergangenheitsbewältigung/ Job/ Elternrolle etc. zur Weihnachtszeit -). Vielleicht liegt es auch daran, dass Sarah Morgan so mitreißend schreibt, dass die von ihr erdachten Dramen mich etwas zu sehr in meiner Weihnachtseuphorie dämpfen, ehe ich mich über das obligatorische Happy End freuen darf. Jedenfalls wäre es schön, wenn plottechnisch mal ein neuer Ansatz käme (damit meine ich vor allem: weniger Traurigkeit, mehr Christmas Magic).

Und apropos 'Wiederholung': Manche Gedankengänge wiederholten sich für meinen Geschmack etwas zu häufig; dieses war das erste Mal, dass ich mir bei einem Morgan'schen Roman dachte: 'Die Geschichte hätte man ruhig etwas straffen können, ein paar Seiten weniger hätten es auch getan.'

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: 4 ✰ ✰ ✰ ✰

Das Buch hatte nicht den gewohnten Wow-Faktor (wie z.B. "Die Zeit der Weihnachtsschwestern"), war aber aufgrund des bildreichen Schreibstils, der Authentizität sowie des traumhaften Settings dennoch ein guter, solider Christmas Read.

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Veröffentlicht am 25.10.2022

Viel schöner als Band 1!

Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius rettet das Fest
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Nachdem der erste Band dieser mit überaus niedlichen Zeichnungen versehenen Kinderbuchreihe mich in puncto Inhalt recht enttäuscht zurückgelassen hatte, wurde ich von Band 2 freudig überrascht.

Thematisch ...

Nachdem der erste Band dieser mit überaus niedlichen Zeichnungen versehenen Kinderbuchreihe mich in puncto Inhalt recht enttäuscht zurückgelassen hatte, wurde ich von Band 2 freudig überrascht.

Thematisch ist das Kinderabenteuer hier deutlich näher an Weihnachten dran, was mich sehr freute. Mats und seine clevere Schwester Matilda wollen das Weihnachtsfest retten, denn die Miesmuffel, "die immer nur schlechte Laune haben und alles hassen, was mit Weihnachten zu tun hat", sind von der Weihnachtsinsel entkommen, wo sie normalerweise unter einem Vulkan hausen (bzw. bewacht werden). Die muffeligen Wichtel wollen allen das Fest verderben, insbesondere den ebenfalls auf der Insel lebenden Drachen. Leider hatte Spekulatius (nachdem er es geschafft hatte, die sagenumwobene Insel aufzuspüren und seine Dracheneltern zu finden) nämlich so begeistert vom Weihnachtsfest der Menschen geschwärmt, dass er damit unbewusst die Neugier der Wichtel geweckt hat. Aber warum sind Drachen und Miesmuffel überhaupt verfeindet und wieso mögen die Wichtel Weihnachten nicht?

Erneut ist das Werk in 24 Kapitel von überschaubarer Länge eingeteilt und somit prädestiniert für die Adventszeit.

Speckis kleiner Sprachfehler war mir (da wir den Reihenauftakt direkt zuvor gelesen hatten) zum Glück bereits vertraut und stellte somit kein Hindernis beim Vorlesen dar.

Die Message des Buches gefiel mir wunderbar: "»Weihnächt bedeutet, sein Herz größ zü mächen. Ünd völl vön Liebe. Ünd selbst etwäs zü schenken. Pröbiert es döch mäl äus.«"

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: 4 ✰ ✰ ✰ ✰
Ein spannendes Abenteuer für alle kleinen (und großen) Drachen-Fans.

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