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Shilo_

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2022

Alles hat seine Zeit

Woher der Duft des Flieders weht
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Zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Eireen hat Rosa den Blumenladen ihrer Großmutter geerbt. Während Eireen darin ihr Lebensglück findet, sehnt sich Rosa nach einem Leben als Tänzerin auf einer großen ...

Zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Eireen hat Rosa den Blumenladen ihrer Großmutter geerbt. Während Eireen darin ihr Lebensglück findet, sehnt sich Rosa nach einem Leben als Tänzerin auf einer großen Bühne. Durch Eireens Kontrollzwang über ihr Leben, fühlt Rosa sich eingesperrt. Eines Tages steht ein junger Mann im Blumenladen, der sie magisch anzieht. Bei einem Besuch im Zirkus Rosso begegnet sie ihm wieder und erfährt, dass Enes als Artist dort arbeitet und lebt. Am Abend macht Rosa zuhause eine schreckliche Entdeckung und der Abend endet mit einem heftigen Streit mit ihrer Schwester. Kurzentschlossen verlässt Rosa die gemeinsame Wohnung, trifft durch Zufall Enes wieder und beschließt, ihm in den Zirkus zu folgen. Doch aller Anfang ist schwer.
Hat mich schon der erste Band der Zirkuslichter-Reihe „Wohin die Wahrheit mich führt“ atemlos gemacht, so ist es der Autorin gelungen, dieses nochmals zu übertreffen. In diesem Buch handelt die Geschichte von Rosa und Enes und wird in zwei Zeitsträngen erzählt. Abwechselnd aus den Anfängen in den 1970er Jahren sowie 40 Jahre später, also in der heutigen Zeit.
Auch dieser zweite Teil ist eine totale Achterbahn der Gefühle. Lebendig und facettenreich hat Jane Aiven die liebenswerten Protagonisten beschrieben. So konnte ich mit Rosa lachen, weinen, hoffen und trauern. Der lockere und einfühlsame Schreibstil führte mich zügig durch diesen hervorragenden Roman. Schade, dass diese Reihe jetzt abgeschlossen ist. Doch ich hoffe auf weitere Bücher von Jane Aiven.
Mein Fazit:
Eine Lebensgeschichte, die unter die Haut geht und in Erinnerung bleibt. Diesem Lesehighlight vergebe ich mit Überzeugung 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 29.12.2022

Tragisch und ergreifend

Als Großmutter im Regen tanzte
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Dieser Roman hat bei mir einen großen Eindruck hinterlassen. Es ist eine Familiengeschichte, die das Leben von drei Frauen vereint. Juni, die Enkelin, begibt sich anhand eines Fotos auf Spurensuche in ...

Dieser Roman hat bei mir einen großen Eindruck hinterlassen. Es ist eine Familiengeschichte, die das Leben von drei Frauen vereint. Juni, die Enkelin, begibt sich anhand eines Fotos auf Spurensuche in die Vergangenheit ihrer Großmutter. Dabei stößt sie auf leidvolle Erlebnisse, über die nie gesprochen wurde. Ihre Großmutter verliebte sich als junges Mädchen gegen Ende des Krieges in den deutschen Soldaten Otto und wurde dadurch als „tyskerjentene“, übersetzt: „deutsches Mädchen“, gebrandmarkt. Im Laufe ihrer Suche gelangt Juni auch nach Demmin, eine Stadt im Osten von Deutschland. Hier erfährt sie von dem Massenselbstmord im Mai 1945, bei dem sich innerhalb von wenigen Tagen fast 1.000 Menschen vor Angst vor der einmarschierenden russischen Armee das Leben nahmen.
Bei diesem Buch handelt es sich nicht um eine übliche tragische Liebesgeschichte. Vielmehr ist sie der Beginn von Entwicklungen, die bis in Junis Leben reichen. Doch um endlich glücklich in die Zukunft blicken zu können, muss sie die Vergangenheit kennen.
Diese Geschichte hat mich unglaublich gefesselt. Dramatische Geschehnisse, die mir bisher unbekannt waren, hat die Autorin mit einem leichten Schreibstil in diesem Roman verarbeitet. Dabei hat sie historische und fiktive Ereignisse sehr gut miteinander verflochten. Die relevanten Charaktere sind bildhaft und authentisch beschrieben.
Dieser hervorragend recherchierte und großartige Roman erhält von mir 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.12.2022

Irgendwie muss es weitergehen

Ginsterhöhe
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Durch eine Granate im Gesicht entstellt, kommt im Jahr 1919 der junge Albert Lintermann aus dem ersten Weltkrieg zurück auf seinen Hof in Wollseifen. Voller Abscheu reagiert seine Frau Bertha auf sein ...

Durch eine Granate im Gesicht entstellt, kommt im Jahr 1919 der junge Albert Lintermann aus dem ersten Weltkrieg zurück auf seinen Hof in Wollseifen. Voller Abscheu reagiert seine Frau Bertha auf sein Aussehen und wendet sich von ihm ab. Doch Albert erkämpft sich langsam seinen Platz in der Gemeinde und Familie wieder zurück und sein Leben scheint wieder seinen gewohnten Gang zu nehmen. Er passt seinen Hof dem Fortschritt an und auch die Gemeinde öffnet sich der Elektrizität und Wasserversorgung. Doch dann kauft Johann Meller Gut Hahn und damit hält der Teufel Einzug in die friedliche Eifelgemeinde.
Dieser erschütternde Roman beruht auf tatsächlichen Begebenheiten um das Dorf Wollseifen. Nur die Protagonisten sind fiktiv, es hätte sie jedoch so gegeben haben können. Die Geschichte um den hoch traumatisierten Bauern Albert ist dramatisch und und zutiefst bewegend. Die relevanten Charaktere hat die Autorin authentisch und nachvollziehbar dargestellt und so konnte ich mich jederzeit in sie hineinversetzen. Immer wieder bereichern zwischendurch detaillierte Aufzeichnungen des Lehrers Martin Faßbender, mit Datum versehen, Ereignisse über dörfliche und politische Ereignisse diesen historischen Roman.
Mit einem leichten und gut zu lesenden Schreibstil führt Anna-Maria Caspari durch diese Lektüre.
Mein Fazit:
Ein Buch über ein einst blühendes Dorf, das dem Nationalsozialismus und seinen Folgen zum Opfer fiel. 5 Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.12.2022

Ein zeitgeschichtlicher und fesselnder Roman

Die Bücher, der Junge und die Nacht
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Dieser zeitgeschichtliche Roman von Kai Meyer hat mich positiv überrascht. Es ist das erste Buch, welches ich von ihm gelesen habe und der Klappentext machte mich sehr neugierig. Es ist eine Geschichte ...

Dieser zeitgeschichtliche Roman von Kai Meyer hat mich positiv überrascht. Es ist das erste Buch, welches ich von ihm gelesen habe und der Klappentext machte mich sehr neugierig. Es ist eine Geschichte voller Dramatik und Spannung, fesselnd und spannend geschrieben. Bildgewaltig werden drei Zeitebenen ineinander verflochten und die verschiedenen Charaktere authentisch dargestellt. Dadurch, das die Handlung rätselhaft war, wurde der Spannungsbogen extrem hoch gehalten und so konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.
Mein Fazit:
Diese Lektüre, die nicht einen Augenblick Langeweile verursachte, kann ich mit bestem Gewissen weiter empfehlen und vergebe 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.12.2022

Die Auflösung der Rheintal-Saga

Der Beginn eines neuen Tages
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Nachdem in den ersten beiden Bänden der Roman-Trilogie die Grundlagen der Geschichte gelegt wurden,
bringt die Autorin durch die Kürze der einzelnen Kapitel eine gesteigerte Spannung in den Verlauf. Immer ...

Nachdem in den ersten beiden Bänden der Roman-Trilogie die Grundlagen der Geschichte gelegt wurden,
bringt die Autorin durch die Kürze der einzelnen Kapitel eine gesteigerte Spannung in den Verlauf. Immer wieder treten neue Aspekte auf, die in einer klaren, deutlichen Sprache dem Leser vermittelt werden. Die Charaktere der Protagonisten bleiben sich während der drei Bände treu und jederzeit nachverfolgbar. Immer neue Wendungen im Handlungsinhalt lassen den Spannungsbogen ansteigen, bis sie sich im Schluss in ein allgemeines Happy-End auflösen. Dieser Roman bildet einen gekonnten Abschluss der Trilogie und erhält von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Ich würde jedoch jedem ans Herz legen, mit dem ersten Teil „“Die Kinder des Bergmanns“ zu beginnen.

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