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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2022

Packender historischer Roman

Die Siegel des Todes
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Im Jahr 1325 arbeitet der Waisenjunge Elias bei einem Abdecker. An seine frühere Zeit hat er keine Erinnerung mehr. Er trägt ein kupfernes Medaillon mit sich herum, von dem er weiß, dass es in Bezug steht ...

Im Jahr 1325 arbeitet der Waisenjunge Elias bei einem Abdecker. An seine frühere Zeit hat er keine Erinnerung mehr. Er trägt ein kupfernes Medaillon mit sich herum, von dem er weiß, dass es in Bezug steht zu seiner bisherigen Geschichte. Genau dieses Medaillon führt einige geheimnisvolle Widersacher auf seine Spur, und sie schrecken auch vor Gewalt nicht zurück. Viele Jahre später trifft er auf die salernitanische Ärztin Abellita Montini. Sie hat den Weg aus dem Schwarzwald bis nach Italien geschafft und ist nun auf der Durchfahrt durch Regensburg.

Die Geschichte verquickt historisch verbriefte Ereignisse mit den fiktiven Geschichten von Elias und Ranghild. Zwei Handlungsebenen laufen dabei eine Weile nebeneinander her, und gebannt liest man über das Schicksal der beiden jungen Menschen, die sich zurechtfinden müssen in einer Welt, in der das Überleben mühselig ist. Man merkt der Geschichte eine akribische Recherche über die damalige Zeit an. Die historischen Gegebenheiten sind gut wiedergegeben, ich konnte mich in das Erleben von Ranghild und von Elias voll hineindenken und habe gespannt bei ihren Erlebnissen mitgefiebert. Es ist vor allem das Rätsel um das Medaillon und um die verlorenen Erinnerungen, das die Handlung vorantreibt und einen straffen Spannungsbogen bildet. Manches hätte sich durchaus kürzen können, ein paar Ereignisse wurden wiederholt geschildert. Doch die Erzählung erscheint so authentisch, dass man meint, tatsächlich am Leben im Mittelalter teilzunehmen.

Wer sich auf eine spannende Zeitreise ins Mittelalter machen möchte, der wird von diesem Buch begeistert sein. Sehr gerne empfehle ich die Geschichte weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 06.12.2022

Eine skurrile Familiengeschichte

People Person
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Cyril Pennington ist das, was man als „People Person“ bezeichnet: gesellig, umtriebig, extrovertiert. Doch eines kann er nicht: seinen fünf Kindern von vier verschiedenen Frauen ein Vater sein. Eines ...

Cyril Pennington ist das, was man als „People Person“ bezeichnet: gesellig, umtriebig, extrovertiert. Doch eines kann er nicht: seinen fünf Kindern von vier verschiedenen Frauen ein Vater sein. Eines Tages holt er sie alle zusammen, damit sie sich kennenlernen. Es bleibt ein kurzes Treffen, bis er sie wieder alle zu ihren Müttern bringt. Jahre später wird ein dramatisches Ereignis die Halbgeschwister erneut zusammenbringen. Und diesmal ist dieses Treffen intensiver als beim ersten Mal…

Ein Vater, der im goldenen Auto Frauen aufreißt, aber für seine Kinder kein bisschen Vater sein kann. Fünf Halbgeschwister, völlig unterschiedlich vom Temperament und vom Charakter. Eine Leiche, die gar keine ist. In diesem Buch kommt so einiges zusammen, was letztendlich zu einer völlig skurrilen Geschichte führt. Des öfteren musste ich vor mich hinkichern, wenn die Ereignisse eine Wendung nahmen, die bis dahin völlig unvorhersehbar war. Und doch sind auch die leiseren Töne in dieser Geschichte, die Frage nach der Familie, was sie ausmacht, und das hat mich nachdenklich hinterlassen. Die verschiedenen Charaktere der Halbgeschwister kommen dabei gut heraus, sie haben den nötigen Raum, um sich weiter zu entwickeln. Eine Familie wider Willen, eine zufällige Familie, doch sie hat es in sich!

Insgesamt hat mich die Geschichte bestens unterhalten können. Sehr gerne vergebe ich 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch gerne weiter.

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Veröffentlicht am 05.12.2022

Sehr intensiv erzählt

Die Kriegerin
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Lisbeth hat bei einer Ausbildung bei der Bundeswehr die Kriegerin kennengelernt. Während die Kriegerin jedoch bei ihrer Entscheidung für das Militär bleibt, geht Lisbeth einen anderen Weg. In Rückblicken ...

Lisbeth hat bei einer Ausbildung bei der Bundeswehr die Kriegerin kennengelernt. Während die Kriegerin jedoch bei ihrer Entscheidung für das Militär bleibt, geht Lisbeth einen anderen Weg. In Rückblicken erzählt der Roman über die beiden Frauen, die nicht verletzlich erscheinen wollen. Und doch ist Lisbeth seit ihrer Kindheit äußerst verletzlich, sie hat Neurodermitis. Doch auch die Kriegerin trägt Wunden mit sich herum.

Mit diesem Buch entwickelt die Autorin Helene Bukowski eine Geschichte, die nicht immer leicht zu lesen ist. Zu viele Wunden tragen die beiden Frauen mit sich herum, äußere wie innere, denn Gewalt ist etwas, mit der beide sich herumschlagen müssen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven und in mehreren Zeitebenen erzählt, das hat mich aus dem Lesefluss gerissen. Auf der Suche sind beide Frauen, scheinen rastlos getrieben zu sein. Beim Lesen hatte ich dauernd den Eindruck, selbst auf der Flucht zu sein, scheinbar drohte ich mit den Charakteren der Geschichte zu verschmelzen. Ein Gedanke, der gar nicht angenehm erscheint...

Diese sehr intensive Geschichte ist nicht leicht zu lesen, ich empfehle sie nur dem weiter, der sich genügend Zeit für eine manchmal verwirrend erscheinende Erzählung nehmen will. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 04.12.2022

Beziehungsratgeber

40 verrückte Wahrheiten über Frauen und Männer
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Ein Buch, um Beziehungen zu retten: Der Psychotherapeut Michael Lehofer hat aus seiner Praxis Weisheiten zusammengesucht, um Menschen die zu helfen, die eine glückliche Liebesbeziehung leben wollen.

Herausgekommen ...

Ein Buch, um Beziehungen zu retten: Der Psychotherapeut Michael Lehofer hat aus seiner Praxis Weisheiten zusammengesucht, um Menschen die zu helfen, die eine glückliche Liebesbeziehung leben wollen.

Herausgekommen sind 40 Thesen, die die Liebesbeziehung aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Das geschieht kurz gefasst und gut verständlich, so dass das Buch auch ohne weitere Vorkenntnisse gut zu verstehen ist. Die Thesen machen nachdenklich: Manches kennt man schon, doch neue Ideen zum Reflektieren findet man allemal. Und wer sich, zusammen mit seinem Partner, aufmacht, um an der Beziehung zu arbeiten, wird hier genügend Ideen erhalten, damit dies gelingen kann.

Das Buch bietet einiges zum Nachdenken an, wenn man sich ernsthaft mit der Beziehung zu seinem Partner beschäftigen möchte. Ich empfehle das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.12.2022

Rezepte für den Familienalltag

Casa Zarrella
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Die Moderatorin Jana Ina Zarrella hat ein Kochbuch zusammen mit Johann Lafer geschrieben. Herausgekommen ist eine Sammlung von vorwiegend vegetarischen Rezepten für den ganzen Tag.

Da das Leben der Familie ...

Die Moderatorin Jana Ina Zarrella hat ein Kochbuch zusammen mit Johann Lafer geschrieben. Herausgekommen ist eine Sammlung von vorwiegend vegetarischen Rezepten für den ganzen Tag.

Da das Leben der Familie Zarrella drei kulinarische Vermächtnisse mitbringt (die deutsche Küche, die brasilianische und die italienische), geraten die Rezepte denn auch recht interkulturell. Die Rezepte sind gut aufgebaut und leicht nachzuarbeiten, meist noch ergänzt von Tipps aus der Küche von Johann Lafer. Hier findet jeder Anregungen zum Kochen. Das Ergebnis sind schmackhafte Gerichte quer durch den Familienalltag.

Dieses interessante Kochbuch empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.