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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2018

Ballaststoffreicher Krimi-Snack

Blumen des Todes
1

Ein Lottogewinner wird ermordet und sein Leichnam kunstvoll mit biblischen Anspielungen inszeniert. Er schien ein unauffälliges Leben geführt und keine Feinde gehabt zu haben. Zumindest auf den ersten ...

Ein Lottogewinner wird ermordet und sein Leichnam kunstvoll mit biblischen Anspielungen inszeniert. Er schien ein unauffälliges Leben geführt und keine Feinde gehabt zu haben. Zumindest auf den ersten Blick. Und auf den Zweiten, und auch auf den Dritten,…
Soweit, so – naja.
Denn nicht nur die Ermittlungen ziehen sich zäh und ergebnislos wie Kaugummi ins gefühlte Unendliche, auch die Handlung als solche tut es. Man bleibt einfach mit dem Gefühl zurück, seine Zeit verschwendet zu haben. Zwar werden zu Beginn die Nachforschungen in diesem Kriminalfall noch logisch durchgeführt, aber spätestens nach der Hälfte verliert sich der rote Faden, und auch der Reiz, den die Beschreibung akribischer Polizeiarbeit eventuell ausmachen mag, bleibt dann auf der Strecke. Den Ermittlern gehen die Ideen aus und dem Autor scheinbar auch. Es fehlt insgesamt einfach die Spannung, die Konsequenz und die Eigenschaft eines Buches, den Leser einzufangen und zu überraschen. Selbst ein Salat ohne Dressing hat mehr Würze.
Wohl in dem Versuch diese Mängel auszugleichen hat der Autor einfach eine große Packung Drama über das wirre Privatleben der Hauptermittlerin Pereira gekippt. Sie ist eh schon chronisch gestresst und verliert langsam aber sicher (größtenteils selbstverschuldet) die Kontrolle über die Erziehung ihrer Kinder und ihre eigenen Bedürfnisse. Im Zusammenspiel sind all die angerissenen Probleme einfach zu viel, zu unglaubwürdig – generell komplett irrelevant für den Fall und den Fortgang der Geschichte. Man stelle sich eine Pizza vor, die mit einer plumpen Zutat nach der anderen belegt wird, bis irgendwann der Käse nicht mehr zum Überbacken reicht und man Schwierigkeiten hat sie zu essen. So ist hier die Balance von Mordermittlung und Soap.
Wo aber regelmäßig Seiten dafür verschwendet werden, Pereira beim Versuch sich zu entspannen zu beschreiben, wird ihr Partner Bain kaum beleuchtet. Er taucht mal auf, tut seinen Job, träumt ein wenig vor sich hin und taucht wieder ab. Aus seiner Figur hätte wesentlich mehr herausgeholt werden, wie aus so ziemlich allen Elementen dieser Geschichte. Das Mordopfer, der Tathergang, die Verdächtigen: Wie Zuckerwatte löst sich alles Interessante in nichts auf, sobald man eine Kostprobe davon erhält.
Auch sprachliche Originalität kann man Lindsay nicht vorwerfen. Seinen zu Anfang auffällig knappen Schreibstil behält er nicht dauerhaft bei, nur hin und wieder scheint ihm einzufallen, dass er ja eigentlich ein Rezept hatte und man gelegentlich einen Blick draufwerfen kann.
Insgesamt war für mich das Lesen so mühsam wie das Löffeln einer Suppe mit der Gabel, wobei die Suppe diese Mühe nicht ansatzweise wert war.

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  • Charaktere
  • Spannung
  • Stil
Veröffentlicht am 12.08.2024

Oberflächlich

Triple Duty Bodyguards (Why Choose 2)
0

Ich weiß gar nicht so genau, weshalb ich dieses Buch überhaupt lesen wollte, denn das Reverse Harem Geschichten nicht mein Fall sind, ist mir bewusst. Aber die Geschichte um das Stalking der Proatgonistin, ...

Ich weiß gar nicht so genau, weshalb ich dieses Buch überhaupt lesen wollte, denn das Reverse Harem Geschichten nicht mein Fall sind, ist mir bewusst. Aber die Geschichte um das Stalking der Proatgonistin, weshalb sie Bodyguards benötigt, fand ich schon interessant, und ich hatte mir wohl eine spannende Handlung erhofft.
Leider blieb dieser Erzählstrang aber relativ schlicht, und auch wenn man ein paar Einblicke in den Promialltag und die dazugehörigen Probleme erhält und das Thema Stalking durchaus behandelt wird, hat mir hier definitiv die Spannung gefehlt.
Stattdessen geht es eigenltich wirklich nur darum, mit welchem Bodyguard sie als nächstes ins Bett springt, oder ob sie nicht doch gleich alle auf einmal nimmt. Mir war das in dieser Richtung definitv zu viel und ich fand das Ganze auch nicht gut umgesetzt. Die Männer waren reinste Abziehbilder und Gefühle konnte ich da überhaupt nicht spüren oder nachvollziehen.
Alles in allem eher für Leute, die bestimmte Tagträume haben und diese Mal auf Papier gebannt nacherleben möchten.

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Veröffentlicht am 01.02.2024

Uninspiriert

Starling Nights 2
0

Nachdem mich der erste Band von Starling Nights zwar noch nicht so ganz von sich überzeugen konnte, war ich dennoch neugierig, wie die Geschichte letztlich ausgeht. Leider musste ich mich durch diesen ...

Nachdem mich der erste Band von Starling Nights zwar noch nicht so ganz von sich überzeugen konnte, war ich dennoch neugierig, wie die Geschichte letztlich ausgeht. Leider musste ich mich durch diesen Band dann aber ziemlich durchquälen.
Schon im ersten Teil habe ich bemängelt, dass alles insgesamt recht langatmig ist und alles sehr langsam passiert, und hier tritt das alles nochmal verstärkt zutage. Es gibt ausschweifende Gedankengänge und Dialoge, die letztlich zu nichts führen und viele Seiten füllen, ohne dass die Handlung voranschreitet. Generell schienen der Autorin etwas die Ideen ausgegangen zu sein und Fantasy-/ Mysterieelemente waren kaum noch enthalten. Stattdessen gab es eine x-beliebige Liebesgeschichte, die mich kaum berührt hat, da ich mit den Protagonisten immer noch nichts anfangen konnte. Viele Dinge waren einfach nur austauschbar und etwas originelles, einzigartiges konnte ich in diesem Buch leider nirgendwo mehr entdecken.
Der Schreibstil ist nachwie vor ganz schön, aber teilweise war es so, als sei geschrieben worden, nur um des Schreibens willen, ohne dass es etwas zu erzählen gab. Talent hat die Autorin also durchaus, aber ich hoffe, dass sie sich vor ihrem nächsten Buch mehr Gedanken macht, wo sie mit der Geschichte hinmöchte.
Gerade für einen Fantasy-Fan war das so jedenfalls einfach nur enttäuschend.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Nein

Beautiful Venom (Vipers, Band 1)
0

Mir wurde bei mehr als der Hälfte dieses Buches richtig übel! Ich musste es regelrecht angewidert weglegen!
Und ich habe es nur zu Ende gelesen, weil ich keine Rezensionen für Bücher schreibe, die ich ...

Mir wurde bei mehr als der Hälfte dieses Buches richtig übel! Ich musste es regelrecht angewidert weglegen!
Und ich habe es nur zu Ende gelesen, weil ich keine Rezensionen für Bücher schreibe, die ich nicht beende.

Die erste Sexszene hat mich total angewidert. Es fühlte sich nicht an wie eine leidenschaftliche Szene zwischen jemandem mit Fetischen oder so. Es war wie ein brutaler Übergriff. Es wirkte absolut nicht einvernehmlich. Nichts daran war sexy oder anziehend, genauso wenig wie sein Verhalten ihr gegenüber danach. Ich verstehe, dass manche Menschen auf Erniedrigung stehen, aber was soll diese Besessenheit in all diesen Büchern, wo der Typ sie als wertlos, Hure, Schlampe und noch viel Schlimmeres beschimpft und sie darauf steht?
Es war einfach nur extrem. Und im Grunde ist jede weibliche Figur dieser Autorin so.
Ich schätze, deshalb mag ich MM-Bücher lieber.

Ich weiß nicht, ob ich mich besser oder schlechter fühlte, nachdem ich erfahren hatte, dass es nicht wirklich zur Initiation gehörte, sondern nur vorgetäuscht war, weil er sie wenigstens einmal wollte.
Mir wurde richtig übel, als ich erfuhr, dass alle anderen sie hereingelegt hatten.
Kane ging sogar zu ihnen und erklärte, er brauche ihre Hilfe, um sie auszutricksen.
Und sah zu, wie sie auf die Knie fiel und einen lächerlichen „Eid“ oder so etwas aufsagte.
Ich kann mir vorstellen, wie sie gelacht haben müssen.
Und als ob das nicht schon genug wäre, schien sie das erste Mal mit ihm nur aus Schmerzen ertragen zu haben, weil sie bereit war, alles zu tun, um ihre Schwester zu rächen. Und das alles nur für sein perverses Vergnügen.
Es wäre selbst dann widerlich gewesen, wenn es Teil der Initiation gewesen wäre!

Seine Freunde sind einfach nur schrecklich.
Einer seiner Freunde hat sie angefasst und ihr wehgetan. Sie dachte, er würde sie umbringen.
Sie haben sie immer schrecklich behandelt und furchtbare Dinge über sie gesagt.

Leute aus seinem Umfeld wollten sie herumreichen und sich vor anderen an ihr vergehen. Der einzige Grund, warum sie es nicht taten, war, dass Kane sie als sein Spielzeug bezeichnete.
Nur kranke Menschen würden so etwas überhaupt vorschlagen.
Aber Kane war auch nicht viel besser, wenn man bedenkt, dass er ihr bei der ersten Sexszene eine Ohrfeige verpasst hatte.
Und während der vorgetäuschten Initiation machte jemand eine Bemerkung darüber, sie herumzureichen und in ihren Mund zu kommen oder so ähnlich.
Ehrlich gesagt musste ich einige Szenen in der ersten Hälfte überspringen, weil sie mich so sehr mitgenommen haben.

Kane behandelte sie generell schrecklich. Zumindest in der ersten Hälfte. Aber ich fand es nicht nett, als er schließlich beschloss, mehr zu wollen. Denn sie musste sich quasi selbst in die Bredouille bringen und drohen, mit anderen zu schlafen.
Nachdem er sie abserviert hatte.
Und sie hatte Isabelle gesehen, wie sie ihn mit ihren Krallen bearbeitete. Dasselbe Mädchen, das Dahlia unter Drogen gesetzt hatte, und sie wachte – immer noch betäubt – in einem Zimmer mit zwei Männern auf, die sie vergewaltigen wollten.


Es war einfach nur abstoßend.

Ich war auch total verwirrt, als sie danach aufwachte und ihn anflehte, sie zu berühren. Ich dachte, sie wäre nach der beinahe erfolgten Gruppenvergewaltigung emotional völlig aufgelöst. Ehrlich gesagt kann ich mich nicht erinnern, ob danach überhaupt noch darüber gesprochen wurde.

In diesem Buch ging es im Grunde um einen Mann, der mit der Frau machen konnte, was er wollte, und man kann kaum behaupten, dass es falsch war, denn schließlich gibt sie sich selbst gegenüber zu, dass es ihr sogar gefallen hat. Das Problem ist nur, dass es sich währenddessen nicht so anfühlte.

Und er tat es nicht mit der Absicht, dass sie es genoss. Er gab sogar zu, dass es ihm beim ersten Mal egal war, ihr wehzutun, obwohl sie in ihrem inneren Monolog immer wieder gesagt hatte, wie sehr es weh tat.

Ich muss zugeben, dass das Buch in der zweiten Hälfte besser wurde, und ich mochte Dahlia von Anfang an. Vor allem, weil sie ihm nicht sofort verziehen hat und Jude immer noch hasste für das, was er vorhatte und was er ihrer Schwester Violet angetan hatte. Aber ich kann diesem Buch nicht mehr Sterne geben.

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Veröffentlicht am 13.12.2022

Viel Erotik, kaum Handlung/ Fantasy

Neon Gods - Hades & Persephone
1

Ich habe mich sehr auf eine moderne Neuerzählung der Hades und Persephone Geschichte gefreut und dieses Buch startete auch sehr vielversprechend. Leider habe ich dann überhaupt nicht bekommen, was ich ...

Ich habe mich sehr auf eine moderne Neuerzählung der Hades und Persephone Geschichte gefreut und dieses Buch startete auch sehr vielversprechend. Leider habe ich dann überhaupt nicht bekommen, was ich erhofft hatte.
Zum Einen lag das auch am falschen Marketing dieses Buches, das ja immer in der Kategorie Fantasy auftauchte und auch so beworben wurde. Fantasyelemente gab es aber keine, bis auf die Tatsache, dass die Geschichte in einer fiktiven Metropole spielte. Die Götter waren eigentlich keine Götter und irgendwelche Kräfte besaßen sie auch nicht.
Dazu kam dann der erotische Aspekt der Geschichte. Ich hatte schon mit ausführlicheren Szenen gerechnet, aber dass es dann ohne Vorwarnung in Richtung 50 Shades of Grey ging und das gefühlt im Minutentakt und dann auch noch mit Publikum, war mir definitiv zu viel des Guten und sowas wollte ich auch einfach nicht lesen.
Man hätte auf alle Fälle bei der Inhaltsangabe oder irgendwie anders darauf aufmerksam machen müssen, damit man weiß, was einen in dieser Geschichte erwartet, wumal wenn man wie ich Romantasy erwartet.
Über diese Aspekte mit zuviel Sex und zu wenig Fantasy hätte ich noch hinwegsehen können, wenn mich wenigstens die Handlung überzeugt hätte. Aber diese war kaum vorhanden, im Prinzip läuft Persephone weg, macht mit Hades den Großteil des Buches rum und am Ende ist wieder alles gut. Kein großartiges Finale, kein Krieg oder überraschende Wendungen. Eigentlich war dieser Hades und Persephone Aspekt nur eine Rahmenhandlung für den Porno.
Man muss dem Buch aber zugute halten, dass es flüssig geschrieben ist und sich schnell lesen lässt. Und wenn man weiß was einen erwartet und genau soetwas lesen will, dann hat man bestimmt Spaß mit der Geschichte. Ich kam leider mit völlig falschen Vorstellungen und war dementsprechend enttäuscht und etwas entsetzt.

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