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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2023

Spannungsreich und absolut packend

Wehrlos
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„Wehrlos“ von Nora Benrath war ab den ersten Seiten ein echter Page-Turner für mich, welcher die Spannung bis zuletzt halten konnte. Der Thriller spielt dabei mit den Angst aller Eltern, dass das eigene ...

„Wehrlos“ von Nora Benrath war ab den ersten Seiten ein echter Page-Turner für mich, welcher die Spannung bis zuletzt halten konnte. Der Thriller spielt dabei mit den Angst aller Eltern, dass das eigene Kind entführt werden könnte und ist allein deshalb keine leichte Kost. Eine große Besonderheit sind darüber hinaus die vielen verschiedenen Perspektiven, wobei der Fokus etwas mehr auf Täter:innensicht liegt, als sich um die Ermittlungen zu drehen. Zudem gibt es noch einige kurzen Kapitel aus Kindersicht welche ich allerdings etwas weniger stimmig empfand, da die Dialoge in meinen Augen eher gestellt wirkten. Der restliche Perspektivenmix gefiel mir aber ausgezeichnet, vor allem da alle Kapitel kurz gehalten waren und sich trotz der Abwechslung ein wunderbarer Lesefluss einstellte. Die Spannung ist von Beginn an unheimlich hoch, Gefahr liegt durchgehend in der Luft und so konnte ich diesen Thriller kaum noch aus der Hand legen. Der Schreibstil liest sich noch dazu angenehm und ist sprachlich (bis auf die Kindessicht) äußerst gelungen. Zahlreiche Wendungen machen die Handlung außerdem facettenreich, wobei ich einen Teil der Enthüllungen schon eine Weile vorausahnen konnte. Trotzdem blieb das Buch für mich durchgehend fesselnd und hielt dennoch die ein oder andere Überraschung bereit. Nur das Ende hätte gerne noch etwas ausführlicher geraten dürfen, denn untypisch für das Genre, erfahren wir nicht im Detail wie sich alles auflöst und auch ob alle Beteiligten ihre gerechte Strafe erhalten bleibt offen. Aufgrund dieser Kritikpunkte, reicht es bei mir nicht ganz für 5 Sterne. Eine Leseempfehlung für Thrillerfans kann ich dennoch vergeben, da das Buch gerade was die Spannung betrifft auf hohem Niveau spielt!

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Veröffentlicht am 31.12.2022

Durchdachter Kriminalroman, welcher vor allem zum Ende hin überzeugt

Die letzte Party
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„Die letzte Party“ von Clare Mackintosh ist die perfekte Lektüre für alle, die es gerne spannend mögen. Zunächst einmal ist das Setting ziemlich cool. Ein kleiner Ort an der walisisch englischen Grenze, ...

„Die letzte Party“ von Clare Mackintosh ist die perfekte Lektüre für alle, die es gerne spannend mögen. Zunächst einmal ist das Setting ziemlich cool. Ein kleiner Ort an der walisisch englischen Grenze, eine Feriensiedlung für Reiche und jede Menge Geheimnisse. Auch die Kulisse am See, inmitten unberührter Natur, sorgt für einen besonderen Reiz und so konnte mich von Beginn an die Atmosphäre des Krimis total einfangen. Allerdings zog sich die erste Hälfte des Buchs schon etwas hin, denn hier kommt die Handlung nur sehr langsam voran. Wir lernen nach und nach alle Beteiligten kennen und es ergeben sich die ersten Hinweise, welche aber oft erst später Sinn ergeben. Das Durchhalten lohnt sich aber allemal, denn ab der Hälfte geht es plötzlich Schlag auf Schlag. Das Bild des Opfer kommt plötzlich ins wanken und mehr und mehr mögliche Motive für den Mord zeichnen sich ab. Sehr geschickt verknüpft die Autorin zahlreiche Perspektiven zu einem großen Ganzen und arbeitet darüber hinaus auch noch mit verschiedenen Zeitebenen. Und so wechseln sich die Perspektiven von Bewohner:innen der Feriensiedlung, mit denen der Einheimischen ab, aber auch die Sicht der Ermittler:innen kommt nicht zu kurz. In ihrer Gesamtheit konnte mich die Geschichte deshalb absolut überzeugen. Alles ist großartig durchdacht, voller psychologischer Finessen und ergibt am Ende absolut Sinn. Einzig für den meiner Meinung nach etwas zähen Einstieg, gibt es von mir einen Stern Abzug. Ab der Mitte konnte ich das Buch dann aber nicht mehr aus der Hand legen und habe bis zuletzt mitgefiebert. Deshalb vergebe ich gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle die komplexe Kriminalgeschichten mögen!

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Veröffentlicht am 27.12.2022

Mittelalterlicher Kriminalroman, mit einem Ermittler aus der Zukunft

Isengrim
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Beim Buch „Isengrim“ von Christoph Görg handelt es sich bereits um den dritten Band einer Reihe, wobei es aber nicht unbedingt notwendig ist die Vorgängerbände zu kennen. Ich selbst erfuhr auch erst während ...

Beim Buch „Isengrim“ von Christoph Görg handelt es sich bereits um den dritten Band einer Reihe, wobei es aber nicht unbedingt notwendig ist die Vorgängerbände zu kennen. Ich selbst erfuhr auch erst während der Lektüre davon, dass die Geschichte rund um Nikki schon länger ihren Anfang nahm. Trotzdem fand ich mich in der Geschichte gut zurecht und hatte auch nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben. Inhaltlich gefiel mir das Buch noch dazu richtig gut. Durch den zeitreisenden Nikki und dessen Wissen, bekommt die Geschichte eine moderne Note, auch seine Ermittlungsansätze entnimmt er allseits bekannten klassischen Kriminalromanen, was teils zu amüsanten Verwicklungen führt. Denn ein gelernter Polizist ist Nikki nun mal nicht, wobei es auch die damaligen historischen Begebenheiten ihm natürlich schwer machen. Sprachlich liest sich der Roman zum Glück soweit flüssig, vollständige historische Authentizität ist nicht das Ziel, vielmehr geht es dem Autor um eine unterhaltsame und gut lesbare Geschichte. Und genau dies ist ihm auch gelungen, denn die Spannung zieht im Verlauf der Handlung kontinuierlich an und zahlreiche Wendungen machen die Lektüre bis zuletzt aufregend. Die Auflösung kommt dann auch komplex und durchweg stimmig daher. Und auch wenn das Lösen von Mordfällen im Mittelalter sicher kein Standard war, bekommen wir Leser:innen dennoch einen guten Überblick über die damaligen Möglichkeiten. Für mich als geübte Krimileserin, war der historische Aspekt auf jeden Fall eine schöne Abwechslung. Einzig die immer wieder vorkommenden detailliert geschilderten sexuellen Handlungen (teils handelt es sich auch um sexualisierte Gewalt), welche nicht immer etwas mit dem Fall zu tun hatten, minderten mein Lesevergnügen etwas, da ich diese als unnötig empfand. Im Gesamten vergebe ich deshalb gute 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 25.12.2022

Unkonventioneller Plot, im historischen Setting und mit einer ganz besonderen Heldin

Anatomy
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Ab dem Zeitpunkt als ich den Klappentext von „Anatomy – Eine Liebesgeschichte“ von Dana Schwartz das erste Mal las, war für mich klar, dieses Buch muss ich unbedingt lesen! Die junge Hazel Sinnett möchte ...

Ab dem Zeitpunkt als ich den Klappentext von „Anatomy – Eine Liebesgeschichte“ von Dana Schwartz das erste Mal las, war für mich klar, dieses Buch muss ich unbedingt lesen! Die junge Hazel Sinnett möchte unbedingt Chirurgin werden und zwar zu einer Zeit, in welcher Frauen meist weder ein eigener Beruf, noch eine eigene Meinung zugestanden wurde. Zum einen gefiel mir der feministische Ansatz der Geschichte gut, aber auch die Einblicke in die damaligen medizinischen Studienmöglichkeiten waren durchaus interessant. Allerdings benötigt man für die Handlung stellenweise durchaus starke Nerven. Den der Leichenraub und auch Hazels anatomische Studien sind detailliert und bildlich vorstellbar geschildert. Allein diese Aspekte verleihen der Geschichte einen etwas bizarren Touch. Besonders mitreißend waren für mich Anfang und Mitte des Buchs, aufs Ende hin wurde die Handlung dann doch dramatischer und fantasymässiger als gedacht. Hazel mochte ich als Protagonistin allerdings durchgehend sehr gerne. Sie ist von Anfang an eigenwillig, erfährt dann zunehmend eine Entwicklung und auch wenn ich nicht jede ihrer Handlungen logisch fand, fühlte ich doch sehr mit ihr mit. Ein weiteres Highlight war für mich außerdem der Schreibstil. Dieser las sich äußerst fesselnd, passte sich sprachlich an die damaligen Gegebenheiten an, ohne dabei altbacken zu wirken. Alles in allem hält „Anatomy“ was es verspricht. Einen Stern Abzug gibt es lediglich dafür, dass das Ende gerne noch etwas ausgereifter hätte sein dürfen. Einiges bleibt noch offen, wobei prinzipiell auch eine Fortsetzung für mich denkbar wäre.
Mein Fazit: Erfrischend anders, erfüllt von der Liebe zur Naturwissenschaft, allerdings auch mit einigen blutigen Details. Von mir gibt es dafür gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.12.2022

Unkomplizierter Liebesroman, für gemütliche Lesestunden

Love Songs in London – All I (don’t) want for Christmas
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„Love Songs in London – All I (don’t) want for Christmas“ von Tonia Krüger, spielt wie der Titel bereits verrät zur Weihnachtszeit und ist die perfekte Lektüre für den Winter. Stimmungsvoll beschrieben, ...

„Love Songs in London – All I (don’t) want for Christmas“ von Tonia Krüger, spielt wie der Titel bereits verrät zur Weihnachtszeit und ist die perfekte Lektüre für den Winter. Stimmungsvoll beschrieben, entführt uns die Autorin darin nach England und trotz des dort typischen Wetters kam bei mir Weihnachtsstimmung auf. Der Roman war dabei für mich eine richtige Wohlfühlgeschichte. Hauptprotagonistin Febe mochte ich von Beginn an und auch wenn die Handlung nichts bahnbrechend Neues bereithält, war sie trotzdem amüsant und unterhaltsam zu lesen. Die Charaktere sind gelungen dargestellt und neben ein paar echten Sympathieträgern gibt es auch die passende Gegenstücke. Der Schreibstil liest sich soweit angenehm und so kam ich schnell in der Geschichte voran. Diese hält die ein oder andere Wendung bereit und verzichtet auch nicht auf eine ordentliche Portion Drama. Dennoch ist gerade der „Liebesanteil“ süß gemacht und auch die Entwicklung erschien mir soweit glaubhaft. Alles in allem handelt es sich um eine herrlich leichte Lektüre, ohne sonderliche Tiefe, aber dafür mit hohem Unterhaltungswert. Von mir gibt es dafür 4 Sterne und eine Leseempfehlung, für alle die auf klassischen Liebesromane stehen.

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