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Veröffentlicht am 04.10.2023

Wahrheit oder Fiktion

Lichtspiel
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Bei diesem Roman "Lichtspiel" von Daniel Kehlmann fühle ich mich hin und hergerissen zwischen Langeweile, Sprachlosigkeit und Fassungslosigkeit. Es geht um den bekannten Regisseur G.W. Pabst, eine Ikone ...

Bei diesem Roman "Lichtspiel" von Daniel Kehlmann fühle ich mich hin und hergerissen zwischen Langeweile, Sprachlosigkeit und Fassungslosigkeit. Es geht um den bekannten Regisseur G.W. Pabst, eine Ikone des deutschen Stummfilms. Er flieht vor den Nazi's nach Hollywood, kann dort aber nicht an seine Erfolge anknüpfen. Er kehrt heim und der Propagandaminister will das Filmgenie für seine Zwecke arbeiten lassen und duldet keinen Widerspruch. Und so macht Pabst mitten im Krieg Filme für die Nazi's, die so erfolgreich werden wie gewohnt.
Ich hatte einen biographischen Roman erwartet, weiß aber nicht genau in welchem Maße hier Fiktion im Spiel ist. Es gibt Szenen im Buch, bei denen ich mich frage, ist das wirklich so abgelaufen? Ich denke hier speziell an das Treffen zwischen Pabst und Göbbels im Reichspropagandaministerium. Und wenn ja, wie verkorkst war diese Situation denn dann wirklich? Oder der Filmdreh unter Bombenbeschuß in Prag in den letzten Kriegsmonaten, die Szene mit dem Konzertsaal, die hat mich fassungslos gemacht. Erschreckend.
Das Ende hatte ich so nicht erwartet, aber das muss reine Fiktion sein, denn der letzte im Krieg gedrehte Film von Pabst ist ja immer noch verschwunden oder liegt immer noch im Sanatorium Abendruh im Schrank.😉

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Veröffentlicht am 01.09.2023

Hatte mehr erwartet

Der achte Kreis (Ishikli-Caner-Serie 1)
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Von dem Buch "Der 8. Kreis" von Philipp Gravenbach hatte ich mir ehrlicherweise mehr erhofft. Abgesehen davon, daß ich immer noch nicht weiß was der Titel mit dem Buch zu tun haben soll, war ...

Von dem Buch "Der 8. Kreis" von Philipp Gravenbach hatte ich mir ehrlicherweise mehr erhofft. Abgesehen davon, daß ich immer noch nicht weiß was der Titel mit dem Buch zu tun haben soll, war mir die Geschichte zu verworren. Türkische Mafia und deutscher Geheimdienst, okay, dazu der Vatikan, russische Söldner und die italienische Polizei, aber als dann noch der Mossad mit in Spiel gebracht wurde, war es mir echt zu viel. Ein hochrangiger Kardinal des Vatikans arbeitet gegen die eigenen Gläubigen und stellt es als Wille Gottes dar, ich bin nicht überzeugt.
Es waren zuviele Protagonisten, dadurch fand ich das Buch sehr unübersichtlich und ich hatte Probleme damit wer ist jetzt wer, gut oder böse, es war einfach zuviel.
Ich mag sonst eigentlich so Geschichten die im verborgenen spielen, mit Geheimdiensten und 'wir retten die Welt', aber diesen Roman fand ich echt anstrengend zu lesen.

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Veröffentlicht am 23.04.2023

Reiseroman

Kathmandu & ich
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"Kathman du&ich" von Sven Jähnel ist ein Reiseroman mit einer erzählten Geschichte. Es geht um ein Truppe junger Leute, 2 Mädels und 4 junge Männer, die nach Nepal reisen um zu wandern und Abenteuer zu ...

"Kathman du&ich" von Sven Jähnel ist ein Reiseroman mit einer erzählten Geschichte. Es geht um ein Truppe junger Leute, 2 Mädels und 4 junge Männer, die nach Nepal reisen um zu wandern und Abenteuer zu erleben. Dabei kommt es zu allerlei unerwartete Situationen, Begegnungen und Liebesverstrickungen. Schön beschreibt der Autor die landestypischen Gegebenheiten und Landschaften, während die Geschichte etwas seicht dahinplätschert. Ich empfand das Buch als leichte Unterhaltung die ganz nett war, aber nichts was mich vom Hocker gerissen hat. Neugierig auf Nepal hat mich das Buch trotzdem gemacht, aber ich weiß jetzt auch, das dieses Reiseziel nichts für mich ist. Das Buchcover ist perfekt für die Geschichte gewählt und super schön finde ich das Rezept im Umschlag für den viel beschriebenen Nepali Tee, welches ich bestimmt demnächst einmal ausprobieren werde.

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Veröffentlicht am 31.03.2023

Nicht so gut wie Teil 1

Die Zentrale
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Mit "Die Zentrale" geht die Geschichte um die junge Bankerin Laura von Veit Etzold in die zweite Runde der geplanten Trilogie. In diesem Teil wird Laura an ein Spezialprojekt in die Zentrale ...

Mit "Die Zentrale" geht die Geschichte um die junge Bankerin Laura von Veit Etzold in die zweite Runde der geplanten Trilogie. In diesem Teil wird Laura an ein Spezialprojekt in die Zentrale der Bank gesetzt, was einer Beförderung gleichkommt, schließlich hatte Laura ja im ersten Teil einen Banküberfall und einen Filialskandal vereitelt. Doch bei diesem Spezialprojekt tun sich immer größerere Abgründe auf, Laura wird immer tiefer hineingezogen und muss wieder um ihr Leben fürchten. Wird sie es wieder schaffen den Komplott aufzudecken?
Das Herr Etzold ein ehemaliger Banker ist, bemerkt man an dieser Buchreihe ganz besonders. Es wird mit Bankbegriffen nur so um sich geschmissen, da war ich wirklich teilweise komplett raus. Leider war das nicht sehr förderlich für mein Lesevergnügen, auch zog sich die Geschichte ziemlich langsam dahin, erst im letzten Drittel wurde es dann rasant interessant. Ich denke, der große Showdown kommt in Teil 3 " Der Konzern".

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Veröffentlicht am 29.12.2022

Historischer Krimi der leichten Art

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin (Die Gerichtsärztin 1)
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Die Geschichte "Fräulein Anna Gerichtsmedizin Die Prinzregentenmorde" von Petra Aichner spielt in einer historisch interessanten Zeit. Es ist kurz vorm Ausbruch des 1. Weltkrieges, die Industrialisierung ...

Die Geschichte "Fräulein Anna Gerichtsmedizin Die Prinzregentenmorde" von Petra Aichner spielt in einer historisch interessanten Zeit. Es ist kurz vorm Ausbruch des 1. Weltkrieges, die Industrialisierung ist im vollem Gange, die Menschen sind zwischen Monarchie und Moderne hin und her gerissen. In dieser Zeit wird eine ehemals viel gefeierte Theaterschauspielerin tot aus der Isar gezogen. Anna, eine junge Krankenschwester, hat gerade ihren ersten Tag in der Gerichtsmedizin, ist bei der Obduktion zugegen und ihr kommen Zweifel an der Selbstmordtheorie. Der Reporter Fritz, eigentlich ein Adliger inkognito, kann die naive Anna aushorchen und bringt einen reißerischen Zeitungsartikel heraus. Doch Anna ist nicht so naiv wie Fritz denkt und stellt ihn zur Rede. Nach und nach nähern sich beide auf freundschaftlicher Basis an und versuchen die Wahrheit heraus zu finden.
Die Idee, einen Kriminalfall in dieser aufgeheizten Zeit spielen zu lassen, fand ich sehr interessant, die Umsetzung etwas weniger. Die Geschichte plätschert so dahin, reißt mich nicht wirklich mit. Die Scheinheiligkeit der Aristokratie wird nett dargestellt, hat aber wenig Biss. Ein nett geschriebenes Buch, aber nicht mehr.

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