Berührender Roman
Weil morgen ein neuer Tag beginntEmily Turner ist 28 Jahre alt, als sie eine BBC-Dokumentation über das Leben der Briten schaut und zu der erschreckenden Erkenntnis kommt, dass sie der Inbegriff der Durchschnittlichkeit und Langeweile ...
Emily Turner ist 28 Jahre alt, als sie eine BBC-Dokumentation über das Leben der Briten schaut und zu der erschreckenden Erkenntnis kommt, dass sie der Inbegriff der Durchschnittlichkeit und Langeweile ist. Sie beschließt, dass sich das nun schleunigst ändern muss. An ihrem durchschnittlichen Namen, ihrem Beruf oder gar ihrer Blutgruppe kann sie nichts ändern, aber sämtliche andere Lebensweisen lassen sich ja wohl innerhalb weniger Monate in etwas Aufregenderes und weniger Typisches verwandeln? Daher schreibt Emily eine Liste mit all den Dingen, die sie schaffen möchte, damit sie weniger durchschnittlich ist. Ebenfalls auf der Liste steht, dass sie auf keinen Fall ihren Seelenverwandten treffen und sich in diesen verlieben darf. Als sie Josh trifft, gestaltet sich dieser Punkt auf der Liste vermutlich schwierier als gedacht.
Schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass Rebecca Ryan mit Emily nicht nur eine sehr humorvolle, sondern auch eine schlagfertige und taffe Figur geschaffen hat. Mit ihrem flüssigen und leichten Schreibstil lässt sie uns Emilys Alltag erleben und hat bei mir keinesfalls den Eindruck erweckt, dass Emily langweilig ist. Recht schnell wird klar, dass für Emily der Verlust ihrer Zwillingsschwester Claire noch immer sehr stark in ihr ist und die Trauer noch immer ein großer Teil von ihr ist.
Während sie also ihr neues Ich kreiert und zig neue Dinge ausprobiert, lernen wir sie und ihre Vergangenheit viel besser kennen - und auch Josh, der von Anfang an Sympathiepunkte sammelte.
Obwohl die zugrundeliegende Thematik um den Tod und die verdrängte Trauer schwer wiegen, hat Rebecca Ryan drumherum einen schönen, beschwingenden Liebesroman geschaffen.